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    Cha Cha Real Smooth

    Leo Solledervon Leo Solleder16. Juni 2022Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Andrew blickt von links auf Domino, welche mit dem Rücken zur Leinwand steht.
    Realitätsflucht: Andrew sucht einen Ausweg aus seinem öden Leben in der Freundschaft mit der mysteriösen Domino © 2022 Apple Inc.
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    Mit Shithouse gelang Regisseur Cooper Raiff 2020 ein kleiner Indie-Hit, sein Nachfolgefilm Cha Cha Real Smooth lief dieses Jahr auf dem Sundance Festival. Dort konnte der Film einige Kritiker:innen von sich begeistern, sodass Apple TV+ den Film nun in sein Sortiment aufgenommen hat. Kann das Drama seine Vorschusslorbeeren bestätigen? Und beweist Apple TV+ wieder einmal sein glückliches Händchen bei eingekauften Produktionen? Die Antwort findet ihr hier!

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    Das Plakat zeigt von links nach rechts Andrew, Lola und Domino vor einem gelben Hintergrund. Über den drei Personen prangt der Schriftzug "Cha Cha Real Smooth"
    Das Plakat zu Cha Cha Real Smooth © 2022 Apple Inc.

    Die Handlung von Cha Cha Real Smooth

    Im Fokus der Handlung steht der 22-jährige Andrew (Cooper Raiff). Dieser kehrt frisch vom College zu seiner Mutter (Leslie Mann)  zurück und muss sich und seine Pläne für die Zukunft sortieren. Von der Flut an Möglichkeiten überwältigt, verdient der junge Mann sein Geld zunächst in einem Fast Food-Restaurant. Als er durch einen Zufall einen Nebenjob als „Party Starter“, einer Art Animateur bei Bar Mitzvahs, annimmt, lernt er die junge Domino (Dakota Johnson) und ihre autistische Tochter Lola (Vanessa Burghardt) kennen. Domino leidet sehr unter der Abwesenheit ihres Mannes Joseph (Raúl Castillo) und ähnelt in ihrer Ziellosigkeit im Leben Andrew. Aus dieser Begegnung entsteht eine Freundschaft, die nachhaltig die Leben von Andrew, Lola und ihrer Mutter verändert…

    Vor einem Auto sieht man Lola auf der linken Seite des Bildes, während Domino auf der rechten Seite auf sie herablächelt
    Mutter-Kind-Dynamik: Domino erzieht ihre autistische Tochter Lola © 2022 Apple Inc.

    Gelungene Repräsentation im Cast

    Cha Cha Real Smooth muss sich gleich einer doppelten Repräsentationsfrage stellen. Neben der Herausforderung, altersgerechte Darsteller:innen sowohl für Andrew als auch für die Kinder bei einer Bar Mitzvah zu finden, stellt sich die Frage nach der Repräsentation von Menschen mit Autismus und anderen Entwicklungsstörungen. Häufig wurden diese von Darsteller:innen verkörpert, die selbst nicht Teil des autistischen Spektrums sind. Bestes Beispiel dafür ist die Performance von Leonardo DiCaprio in Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa aus dem Jahr 1993. In Bezug auf das Alter seiner Figuren hat das Castingteam hervorragende Arbeit geleistet. Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Cooper Raiff passt mit seinen 25 Jahren perfekt in die Rolle eines jungen Erwachsenen, der nach dem richtigen Weg sucht. Auch die ausgewählten Kinder spiegeln in ihrem Aussehen und Verhalten perfekt junge Teenager wider, die auf dem Weg zum Erwachsenen noch einige optische Veränderungen durchleben werden.

    Ein wahrer Geniestreich ist jedoch mit der Besetzung von Vanessa Burghardt als autistische Tochter Lola gelungen. Burghardt, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten noch nie in einem Film mitgespielt hatte, ist selbst Autistin und wurde aufgrund dessen von Raiff und seinem Team gecasted. Dennoch wirkt die Besetzung der jungen Schauspielerin nicht nur diesem Umstand erzwungen. Besonders im Zusammenspiel mit Raiff und Dakota Johnson kann Burghardt mit ihrer nüchternen und authentischen Art des Schauspiels überzeugen. Insgesamt wirkt die gesamte Dreiecksbeziehung zwischen Andrew, Domino und Lola wohlüberlegt und bietet den Zuschauer:innen genügend Freiraum, damit diese mitfiebern können, in welche Richtung sich die Chemie zwischen den drei Figuren entwickeln wird.

    Wie geht es weiter mit dem Leben?

    Im Zentrum der Handlung von Cha Cha Real Smooth steht immer das omnipräsente Gefühl der Unruhe der Figuren. Besonders bei Andrew wird dies schnell deutlich. Der junge Mann, der sein Leben auf dem College genießen konnte, ist nun wieder gefangen in der Spießigkeit des Elternhauses. Genau diese Spießigkeit, gepaart mit einer fehlenden Zukunftsperspektive, fängt Regisseur Cooper Raiff wunderbar ein. Dabei erinnert diese Lustlosigkeit und Apathie in manchen Momenten an zeitlose Klassiker wie Die Reifeprüfung. Andrew ist mit seinen Konflikten nicht allein, Themen wie die Unmöglichkeit des Glücks sind essentielle Themen der aktuellen jungen Generation. Dass die Flucht aus der Banalität des Fast-Food-Restaurants nur bedingt gelingt, wird im Verlauf des Films deutlich. Denn auch wenn Andrew als Party Starter ein gewisses Ziel vor Augen hat, reibt er sich dennoch weiterhin mit der spaßbefreiten Generation seiner Eltern.

    Mit der Einbindung von Domino und Lola in die Handlung eröffnet der Film zwei weitere Perspektiven. Lola als autistisches Mädchen wird ständig mit der für sie nicht erklärbaren Außenwelt konfrontiert und herausgefordert. Da sie älter als ihre Mitschüler:innen ist, wird sie schnell stigmatisiert und Opfer von Mobbing. Erst in der Interaktion mit Andrew kann sich die junge Frau öffen, da sie von ihm als gleichwertig betrachtet wird und dieser ihre Ängste und Interessen respektiert.

    Auch Lolas Mutter hat mit ihren Problemen zu kämpfen. Für Domino ist besonders der fehlende soziale Kontakt und die Kühle zwischen ihr und ihrem Ehemann ein immenses Problem. Cha Cha Real Smooth thematisiert zwar Dominos Herausforderungen mit ihrer Tochter, ohne diese Beziehungen zu dämonisieren. Viel wichtiger ist die Beziehung zu Andrew, welche im Laufe der Handlung intensiviert wird.

    Andrew blickt von links auf Domino, welche mit dem Rücken zur Leinwand steht.
    Realitätsflucht: Andrew sucht einen Ausweg aus seinem öden Leben in der Freundschaft mit der mysteriösen Domino © 2022 Apple Inc.

    Ein bisschen zu sehr auf Nummer sicher

    So gut Cooper Raiff seinen zweiten Spielfilm inszeniert hat, so schade ist es, dass der Film nicht ganz zu überzeugen weiß. Cha Cha Real Smooth startet grandios in die Handlung und baut sehr nachvollziehbare Figuren auf. Dennoch fühlt es sich besonders zum Ende des Films so an, als hätte man noch mehr über die Figuren erfahren müssen. Besonders Domino bleibt für die gesamte Laufzeit ein Mysterium für die Zuschauer:innen. Gern hätte man noch etwas mehr über die junge Frau erfahren, damit sie und ihre Taten nachvollziehbarer für das Publikum erscheinen. Dass diese intensive Beschäftigung mit den Figuren verwehrt bleibt, stimmt angesichts der doch persönlichen Thematik etwas traurig.

    Generell lässt sich sagen, dass der Film vielleicht eine Nummer zu sicher erzählt ist. Dies hat auf jeden Fall auch positive Aspekte zur Folge. Cha Cha Real Smooth vermeidet es, zu sehr in den Kitsch abzudriften. Die sehr cleane Erzählweise führt jedoch auch dazu, dass der Film weitestgehend kein Risiko eingeht und große Highlightszenen vermeidet. Dies ist zwar zu verzeihen, allerdings hätte man sich in Anbetracht der doch sehr stilvollen Inszenierung etwas mehr Mut wünschen können.

    Unser Fazit zu Cha Cha Real Smooth

    Regisseur Cooper Raiff gelingt mit Cha Cha Real Smooth ein eindrucksvolles Coming-of-Age-Drama. Was dem Film an Feinheiten in der Ausarbeitung der Story fehlt, das gleichen die eindrucksvollen schauspielerischen Performances wieder aus. Besonders die Leistung Vanessa Burghardts als autistische Tochter Lola muss hier hervorgehoben werden. Cha Cha Real Smooth gelingt es, seiner Tonalität treu zu bleiben und nicht unglaubwürdig zu wirken. Diese stringente Erzählweise lässt wenig Highlightszenen zu, an welche man sich noch lange erinnern könnte, was man jedoch verzeihen kann. Fans von gut erzählten Coming of Age-Dramen mit dem Herz am rechten Fleck werden bei Cha Cha Real Smooth voll auf ihre Kosten kommen.

    Cha Cha Real Smooth ist ab dem 17. Juni 2022 auf Apple TV+ verfügbar!


    ©Apple TV+

    Leo Solleder

    Léo wollte eigentlich Theaterschauspieler werden, nun ist der Medienkulturwissenschaftler freier Journalist, Social Media Manager und Redakteur. Seine Liebe für die Bretter, die die Welt bedeuten, zeigt sich allerdings immer wieder in seiner Filmvorliebe für Kammerspiele. Diese dürfen gern international, etwas cheesy und gut geschrieben sein, doch eigentlich ist Léo genretechnisch dann doch vielfältig. Immer wieder von A24-Produktionen begeistert und dennoch mit dem Gespür für deutsche Fernsehfilme der 60er-Jahre podcastet und schreibt sich Léo seit Dezember 2021 durch die Redaktion von "Filmtoast", außerdem betreibt er mit seinem Redaktionskollegen Kenan den Popkultur-Podcast "Bleibende Schäden". Immer auf der Suche nach neuen Blockbustern und kleinen Genreperlen, die vielleicht irgendwann mal den Status seiner Lieblingsfilme "Fight Club" und "Whiplash" erreichen können.

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