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    City Hunter

    Christian Willach (Chrischi)von Christian Willach (Chrischi)25. April 2024Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Ryo Saeba (Ryhohei Suzuki) fliegt regelrecht durch die Luft und tritt seinen Gegenüber ins Gesicht. Glassplitter fliegen durch die Luft.
    Ryo Saeba (Ryhohei Suzuki) verteilt nicht nur Tritte in "City Hunter" © Netflix
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    Nach Jackie Chan und dem französischen Ableger Nicky Larson von und mit Philippe Lacheau bringt Netflix mit City Hunter eine neue Realverfilmung aus dem Heimatland des Mangas von Tsukasa Hôjô. Ob auf die Zuschauer:innen ein Action-geladenes Abenteuer wartet, das Lust auf mehr macht oder es diese Adaption nicht gebraucht hätte, erfahrt ihr hier. 

    Das Filmplakat zu "City Hunter" zeigt Hauptfigur Ryo Saeba (Ryohei Suzuki) vor einem blauen Hintergrund. Er trägt einen orangenen Pullover unter einem beigen Trenchcoat. Er hält in seiner rechten Hand eine Pistole mit den Finger am Abzug und hält die Waffe nach oben gerichtet.
    Das Filmplakat zu „City Hunter“ © Netflix

    Die Handlung von City Hunter

    Ryo Saeba (Ryohei Suzuki) ist ein Top-Privatdetektiv in Shinjuku, Tokio. Mit beeindruckenden Fähigkeiten, herausragender Treffsicherheit und Coolness löst er gemeinsam mit seinem Partner Hideyuki Makimura (Masanobu Andô) seine Fälle. Nur schönen Frauen kann er nicht widerstehen. Dieser Umstand führt auch die „City Hunter“ auf die Suche nach dem verschwundenen Mädchen Kurumi (Asuka Hanamura). Als Makimura bei den Ermittlungen ermordet wird, beauftragt seine Schwester Kaori (Misato Morita) Ryo, um die Mörder zu finden. Dies führt die beiden zu gewalttätigen Vorfällen in Shinjuku und einer mysteriösen Droge, zu denen scheinbar nur Kurumi eine Antwort liefern kann. Ryo und Kaori machen sich auf die Suche nach Kurumi, der Wahrheit und den Mördern von Makimura.

    Back to the roots

    Basierend auf Tsukasa Hôjôs Manga erschienen schon einige Adaptionen der Fälle von Ryo Saeba. Neben der Animeserie von 1987, die hierzulande erst 1998 angelaufen ist, erschien die erste Realverfilmung bereits 1993. Dabei präsentierte sich niemand Geringeres als Jackie Chan in der Rolle des Ryo Saeba und wusste in seiner gewohnten Martial Arts-Manier zu liefern. 2018 kam dann der französische Ableger von und mit Comedian Philippe Lacheau (Alibi.com), der in die Rolle des Nicky Larson (Ryo Sabeas Name in Frankreich) und wurde zum nächsten realen City Hunter. Nach Hongkong und Frankreich folgt auf Netflix nun erstmals eine Realverfilmung aus dem Schöpfungsland des Mangas. Aber braucht es das so kurz nach der letzten Verfilmung?

    Ryo Saeba (Ryhohei Suzuki) fliegt regelrecht durch die Luft und tritt seinen Gegenüber ins Gesicht. Glassplitter fliegen durch die Luft.
    Ryo Saeba (Ryhohei Suzuki) verteilt nicht nur Tritte in „City Hunter“ © Netflix

    Der perfekte Mix 

    Brauchen vielleicht nicht, aber schlecht ist es auch nicht. Insbesondere Fans der Manga- und Anime-Serie kommen hier auf ihre Kosten. Wie schon die beiden Vorgänger versprüht der neue City Hunter Action und Witz. Die Action bietet dynamisch choreografierte Kampfszenen und knallende Schießereien, die reichlich Unterhaltung liefern. Zwischendurch wird dann mit ein wenig CGI die Manga-Parallele gezogen, wenn insbesondere die von Ryo abgefeuerten Kugeln in Großaufnahme und Zeitlupe den entscheidenden Treffer setzen. Doch der Film lebt nicht nur von dem Geballer, sondern auch vom perfekten Mix aus Action, Spannung und Humor. Die Handlung ist fesselnd aufgebaut und hält die Zuschauer:innen gut bei der Stange, sodass man nicht das Interesse verliert. 

    Und natürlich darf bei einem City Hunter-Abenteuer der Witz nicht zu kurz kommen. Schließlich schwankt Ryo vorlagengetreu immer wieder zwischen Profi seines Metiers und charmantem Lüstling. Kein leicht darzustellender Spagat, den jedoch Hauptdarsteller Ryohei Suzuki unglaublich gut und beinahe leichtfüßig zu stemmen weiß. 

    Ein Held wie aus dem Manga 

    Besonders bei den Actionsequenzen macht er eine sehr gute Figur und wechselt spielend in brenzligen Situationen mit seiner Mimik charmant ins Comedy-Geschehen. Man könnte phasenweise glauben, dass dieser aus dem Manga rausgeschnitten wurde, so treffend verkörpert er Ryo Saeba. Doch nicht nur Suzuki verleiht seiner Figur in City Hunter die notwendige Note, auch der restliche Cast macht seine Sache mehr als ordentlich. Masanobu Andô als Partner Makimura kontert zu Beginn den draufgängerischen Stelzbock optimal und Misato Morita als Kaori ergänzt den Profi mit ihrer naiven und tapsigen wie herzlichen Art ideal. Gerade zum Ende hin, wachsen die beiden zu dem Team zusammen, das Fans der Vorlage so gerne haben. 

    Ryohei Suzuki als Ryo Saeba und Fumino Kimura als Saeko Nogami in "City Hunter". Ryo macht einen Kussmund, während Saeko ihm eine Waffe unter sein Kinn hält.
    Ryohei Suzuki als Ryo Saeba und Fumino Kimura als Saeko Nogami in „City Hunter“ © Netflix

    Unser Fazit zu City Hunter

    City Hunter ist ein sehr guter Actionfilm, der mit seiner fesselnden Handlung, starken Actionsequenzen und charmanten Humor zu überzeugen weiß. Insbesondere Fans der Vorlage von Tsukasa Hôjô dürfen sich auf den gelungenen Mix freuen, aber auch Freunde des Genres an sich werden sicherlich ihre Freude mit Netflix City Hunter haben, der gerne eine Fortsetzung nach sich ziehen darf. 

    City Hunter läuft ab dem 25. April 2024 bei Netflix!


    © Netflix

    Christian Willach (Chrischi)

    Von seinem Kennenlernen mit dem Mauswanderer in einem Land vor unserer Zeit über seinen ersten Kinobesuch mit der rothaarigen Meerjungfrau, hat sich bis heute eines nie geändert: Die Film- und Fernsehwelt ist ein fester Bestandteil von Chrischi. Das steht nicht immer ganz im Einklang mit seiner hauptberuflichen Beschäftigung im öffentlichen Dienst, doch ein Blick in Chrischis „Cave“ mit inzwischen weit über 3.000 Medienträgern und einigen schicken Sondereditionen offenbart seine eigentliche Berufung. Auf der Suche nach Gleichgesinnten fand er schließlich Ende 2019 zu Filmtoast und ist seitdem fleißig am texten und quatschen im Zeichen des Toasts. So mancher Psychologe würde vermutlich beim Anblick auf Chrischis Filmauswahl mit der Stirn runzeln, doch fühlt sich Chrischi eben in nahezu jedem Genre wohl; außer vielleicht Horror. Seine Favoriten: Warrior, Kingsman, Lucky Number Slevin und Ratatouille sowie Filme von Nolan, Villeneuve, Anderson (Wes!) bzw. mit Robin Williams oder Kevin Costner (beide werten für ihn jeden Film auf). Sein Guilty Pleasure: Howard the Duck.

    • Christian Willach (Chrischi)
      https://www.filmtoast.de/author/christian-willach/
      Something in the Water
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