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    Startseite » Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses
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    Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses

    Christian Willach (Chrischi)von Christian Willach (Chrischi)4. Dezember 2024Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Beim Krimi-Thriller Mississippi Burning werden Zuschauer:innen in eine bedrückende Zeit mitgenommen, in der Rassismus brutal den Alltag prägte. Ob Regisseur Alan Parkers Inszenierung noch unter die Haut geht wie einst oder in der heutigen Zeit weniger bewegt, erfahrt ihr hier.

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    Worum geht es in Mississippi Burning?

    Mississippi 1964: Die FBI-Agenten Ward (Willem Dafoe) und Anderson (Gene Hackman) sollen das Verschwinden von drei Bürgerrechtlern aufklären. Doch bei ihren Ermittlungen stoßen sie zunächst nur auf Schweigen und Feindseligkeit. Je weiter die beiden ungleichen Agenten den Fall untersuchen desto mehr spitzt sich die Lage zu, insbesondere zwischen der weißen Bevölkerung und den Afroamerikanern.

    Das Mediabook Cover zu "Mississippi Burning" zeigt ein vermummtes Gesicht. Es sind lediglich zwei Augen zu sehen, in denen sich Flammen widerspiegeln.
    Das Mediabook Cover zu „Mississippi Burning“ © Capelight

    Ein tief verwurzelter Hass

    Mississippi Burning ist inspiriert von realen Ereignissen, die sich während der Bürgerrechtsbewegung in den USA ereigneten. Die Ermordung der drei Bürgerrechtler und die gewaltsame Unterdrückung der afroamerikanischen Bevölkerung durch den Ku-Klux-Klan und rassistische Polizisten spiegeln die bedrückende Atmosphäre der 1960er Jahre wider. Während viele Filme über Rassismus und die Bürgerrechtsbewegung einen eher dokumentarischen Ansatz verfolgen, möchte Mississippi Burning ein spannungsgeladener Thriller sein.

    Besonders im Vergleich zu Werken wie Selma oder 12 Years a Slave, die eher auf historische Genauigkeit setzen, bietet dieser Film zwar nur eine inspirierte, aber nicht weniger packende wie emotionale Auseinandersetzung mit dem Thema. Er fängt den Konflikt zwischen den Behörden und der lokalen Bevölkerung ein und zeigt die Machtlosigkeit der Opfer gegenüber einem System, das tief von Vorurteilen durchzogen ist. Diese historische Grundlage verleiht dem Plot eine besonders bedrückende Schwere, die ihn zu mehr als nur einem einfachen Krimi macht und von vielen anderen Werken abhebt. 

    Spannung und Dramaturgie im perfekten Kontrast 

    Alan Parker und Drehbuchautor Chris Gerolmo gelingt es, die Intensität und Brutalität der damaligen Zeit filmisch zu übersetzen, ohne auf plumpe Schockeffekte zu setzen. Stattdessen wird die Gewalt in Mississippi Burning eher subtil angedeutet, was ihre Wirkung noch verstärkt. Die dichte Inszenierung und die präzise ausgearbeiteten Dialoge sorgen für eine bedrohliche Spannung, die das Publikum von Anfang bis Ende fesselt. Dabei beweist Parker ein sicheres Gespür für Tempo und Dramaturgie, indem er ruhigere Momente des Nachdenkens gekonnt mit explosiven Szenen der Gewalt in Kontrast setzt. 

    Die angespannte Atmosphäre des tiefen Südens der USA wird durch die Kameraarbeit von Peter Biziou, der den Oscar für die beste Kamera erhielt, noch verstärkt. Jede Szene strahlt eine Intensität aus, die jeden in den Bann zieht – und nun durch die 4K-Restaurierung visuell auf ein neues Niveau gehoben wird. Die Detailiertheit der restaurierten Bilder, deren Schärfe und der verbesserte Kontrast sind nicht nur ein technischer Gewinn, sie machen Mississippi Burning noch eindringlicher.

    Komplexe Charaktere herausragend gespielt

    Womit Mississippi Burning besonders hervorsticht, ist die Art, wie er die moralische Komplexität der Charaktere darstellt. Das Krimidrama verzichtet auf Schwarz-Weiß-Malerei und zeigt die Vielschichtigkeit des menschlichen Verhaltens in einer extremen Situation. Es gibt keine einfachen Helden oder Schurken, selbst die FBI-Agenten, gespielt von Gene Hackman und Willem Dafoe, sind ambivalent gezeichnet. Gene Hackman liefert als der abgebrühte, aber herzliche FBI-Agent Anderson eine beeindruckende Performance, die ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte. Er verkörpert die Widersprüchlichkeit seiner Figur meisterhaft – ein Mann, der sich den Regeln beugt, aber dennoch das Herz am rechten Fleck hat. Willem Dafoe spielt seinen Partner Ward mit Zurückhaltung, als den idealistischen, strengen Agenten, der an moralische Prinzipien glaubt. Die Chemie zwischen den beiden Darstellern ist bemerkenswert und trägt erheblich zur Dynamik des Klassikers bei. Auch die Nebendarsteller, wie Michael Rooker oder Brad Dourif als rassistischer Deputy Sheriff sowie insbesondere Frances McDormand als dessen Ehefrau, glänzen in ihren Rollen.

    Frances McDormand und Gene Hackman stehen sich in dieser Szene aus "Mississippi Burning" gegenüber. Hackmann hält McDormand einen dürftigen Strauß Blümchen entgegen.
    Starpower mit Frances McDormand und Gene Hackman in „Mississippi Burning“ © Capelight

    Unser Fazit zu Mississippi Burning 

    Mississippi Burning  ist kein einfacher Krimi, sondern vielmehr ein kraftvoller, wie bewegender Film. Alan Parker gelingt es, die brutale Realität des Rassismus in den 1960er Jahren schonungslos zu zeigen und gleichzeitig einen spannenden Thriller zu inszenieren. Getragen von den herausragenden Willem Dafoe und Gene Hackman ist die Produktion nicht nur ein Stück bedrückende Geschichte, sondern ein packender Thriller, der zum Nachdenken anregt.

    Mississippi Burning ist seit dem 19. September 2024 als 4K Mediabook. 


    © Capelight

    Christian Willach (Chrischi)

    Von seinem Kennenlernen mit dem Mauswanderer in einem Land vor unserer Zeit über seinen ersten Kinobesuch mit der rothaarigen Meerjungfrau, hat sich bis heute eines nie geändert: Die Film- und Fernsehwelt ist ein fester Bestandteil von Chrischi. Das steht nicht immer ganz im Einklang mit seiner hauptberuflichen Beschäftigung im öffentlichen Dienst, doch ein Blick in Chrischis „Cave“ mit inzwischen weit über 3.000 Medienträgern und einigen schicken Sondereditionen offenbart seine eigentliche Berufung. Auf der Suche nach Gleichgesinnten fand er schließlich Ende 2019 zu Filmtoast und ist seitdem fleißig am texten und quatschen im Zeichen des Toasts. So mancher Psychologe würde vermutlich beim Anblick auf Chrischis Filmauswahl mit der Stirn runzeln, doch fühlt sich Chrischi eben in nahezu jedem Genre wohl; außer vielleicht Horror. Seine Favoriten: Warrior, Kingsman, Lucky Number Slevin und Ratatouille sowie Filme von Nolan, Villeneuve, Anderson (Wes!) bzw. mit Robin Williams oder Kevin Costner (beide werten für ihn jeden Film auf). Sein Guilty Pleasure: Howard the Duck.

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