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    Startseite » Dangerous Animals
    Filme Horror Thriller

    Dangerous Animals

    Louis Kiehlvon Louis Kiehl17. August 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Ein Festmahl für die Haie: Kann sich Moses (Josh Heuston) noch vor seinem Schicksal retten? © Constantin Film
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    Im Jahr in dem Der Weiße Hai 50 wird, wagt sich ein neuer Hai-Film ins Subgenre. Wie kommen die neuen Ansätze von Dangerous Animals an?

    Darum geht’s in Dangerous Animals

    Zephyr (Hassie Harrison), eine Surferin mit schwieriger Vergangenheit, will an Australiens Goldküste eigentlich für sich bleiben. Nur für Moses (Josh Heuston) scheint sie nach einer romantischen Nacht etwas übrig zu haben. Um sich nicht ihren Gefühlen stellen zu müssen, macht sie sich auf zur nächsten Welle. Dabei gerät sie in die Fänge von Hai-Fanatiker und Serienmörder Tucker (Jai Courtney). Gefangen auf seinem Boot kämpft Zephyr verzweifelt um ihr Leben. Und muss sich dabei nicht nur ihrer Angst vor Haien, sondern auch dem wahren Monster stellen: dem Menschen.

    Key-Art © Constantin Film

    Ein frischer Biss im alten Genre

    Hai-(Film-)Fans haben es im Leben nicht leicht. Ab und zu schwimmt noch ein trashiger Leckerbissen wie Meg 2 oder pures Katastrophenkino wie There’s Something in the Water fast überraschend über die große Leinwand. Doch abseits davon müssen sich Freunde der Schadenfreude durch unzählige mal mehr, mal weniger misslungene B-Movies kämpfen, die sich entweder im blanken Schwachsinn verlieren oder 50 Jahre später immer noch Der Weiße Hai erfolglos rezitieren.

    Mit Dangerous Animals versucht Regisseur Sean Byrne nun, das Genre des klassischen Haifilms aufzumischen. Er kreuzt die majestätischen Tiere mit einer pointierten Serienkiller-Thematik – und das funktioniert erstaunlich gut. Byrne bringt frischen Wind in den Kadaver des Subgenres und zeigt, wie vielschichtig banaler Horror sein kann. Mit einer Prise Ehrfurcht vor den Haien und zusätzlichem Druck unter Deck durch den Serienkiller-Antagonisten verbindet er geschickt zwei grundverschiedene Subgenres – und spielt mit den damit verbundenen Erwartungshaltungen.

    Saw mit Haien 

    Die dramaturgische Grundlage von Dangerous Animals ist zugegeben richtig gut: Unsere Hauptfiguren werden vom Killer in nahezu leeren Räumen festgehalten und erbarmungslos gefoltert. Was in den besten Momenten eine gelungene Reminiszenz an die ikonische Saw-Reihe ist, wird durch den Einsatz der Haie auf die Spitze getrieben und angenehm variiert.

    Bruce Tucker, der Antagonist und Star des Films, lässt mit einer beinahe fanatischen Hai- und Gottesanbetung unsere Figuren immer wieder ins kalte Wasser stoßen – in dem Wissen darum, was unter ihnen lauert und ihr Leben binnen Sekunden beenden könnte. Mit diabolischem Lächeln und beim Anblick von auf Videokassetten festgehaltenen Todesfällen zeigt sich unverblümt seine perfide Gier nach Blut und Leichen. Die Figur ist dabei nicht nur eine psychisch vollkommen verdorben Person – ganz im Stil eines John Kramer –, sondern agiert stets im eigenen Film.

    Vom Statist zum Sadist 

    Jai Courtney, der bislang oft als austauschbarer und blasser Darsteller kritisiert wurde und dem man nur wenig Charisma zuschrieb, trumpft in Dangerous Animals nun auf. Das ist sein Film – und seine Zeit, um sich völlig zu entfalten. Seine Leistung beschert dem Werk ausgesprochen solide Schauwerte und zahlreiche perfide Szenen. Selbst aus den generischsten Motiven kreiert er packende Unterhaltung. Inhaltlich trägt sich das Geschehen zwar nicht konstant, aber gerade in den ersten zwei Dritteln wird man positiv überrascht. Denn: sein Psychospiel mit der noch unbekannten, aber tonangebenden und charismatischen Hassie Harrison funktioniert und entwickelt sich zu einem sehenswerten Katz-und-Mausspiel auf hoher See. Brutalität fehlt jedoch in der Dichte, um mit den Vergleichswerten gleichziehen zu können.

    Im Bauch des Schiffes hält Tucker (Jai Courtney) seine Opfer gefangen, bei Zephyr (Hassie Harrison) hat er kein leichtes Spiel. © Constantin Film

    Schon wieder der Mensch 

    So sehr die erste Stunde überzeugt, desto deutlicher zerfällt der Film in seinem letzten Akt. Die Hetzjagd an Deck wirkt schnell redundant, verliert an Qualität und Wirkung – und wird zunehmend vorhersehbar. Zwar hat die Action noch nötige Wucht und Schlagfertigkeit, und das „Escape Room“-Gefühl unter Deck strotzt weiterhin vor Spannung und Atmosphäre, weil inszenatorisch immer wieder gelungene Momente aufblitzen. Doch Byrne gehen spürbar die Ideen aus, und gegen Ende verliert der Horrorthriller fast vollständig seinen Fokus aus dem Blick. 

    Zwar begegnet Dangerous Animals seinen tierischen Protafgonisten im letzten Drittel immerhin noch mit einem überraschend bemühten Anspruch an Realismus, der zu Beginn – zugunsten des „Killcounts“ und der Drastik – kaum vorhanden war. Doch trotz des abstrusen Szenarios bleibt die Produktion weitgehend bodenständig, zumal die Tiere visuell überzeugend und mit ausreichend Screentime eingefangen werden.

    Früh ahnt man, worauf das Werk hinausmöchte: Die Haie dienen letztlich nur als Mittel zum Zweck, und dass als Pointe der Mensch als das „Dangerous Animal“ übrig bleibt, ist schlicht ernüchternd banal – und entlarvt das schön beengende und ausweglose Boot-Setting als irrelevant. 

    © Constantin Film

    Unser Fazit zu Dangerous Animals

    3.0 Okay

    Dangerous Animals ist ein Film, der wirkt wie ein Haibiss: kurz und schmerzhaft. Kompromisslos und für Genrefans durchaus appetitlich zeigt sich in seiner Schlagkraft eine harten Kante. Das Konzept zwischen Hai-Schocker und Psychokiller-Thriller dominiert dabei klar das Geschehen. Auf dem Papier klingt das jedoch besser, als in der Umsetzung. Zwar ist visuell und inszenatorisch aufgrund des geringen Budgets nicht viel zu meckern, doch dem Film geht das Gespür für das große Ganze mit fortschreitender Laufzeit ab. Denn: Gute Ansätze verlaufen im Nichts, Courtneys bemühtes Schauspiel bleibt am Ende vergeblich, wenn er zunehmend hanebüchen handelt und so das Publikum verliert. Und leider büßt der Thriller nach und nach die Ehrfurcht und Bedrohlichkeit seiner authentischen tierischen Antagonisten ein.

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    Louis Kiehl

    Schon seit jungen Jahren filmverrückt: Viel zu früh Genrefilme aller Art konsumiert und mit 14 Jahren begonnen, regelmäßig Kino+ zu schauen – obwohl er zu diesem Zeitpunkt kaum einen der besprochenen Filme selbst gesehen hatte. Geprägt wurde seine Leidenschaft maßgeblich von seiner Oma bei Star Wars: The Clone Wars und dem Schauen „alter Schinken“ vor der Glotze, seinem Vater und seinem großen Bruder mit dem er alles teilte – außer eine gleiche Meinung. Film-Begeisterung wurde beim Schauen von E.T., Jurassic Park, Zurück in die Zukunft und Indiana Jones und der Tempel des Todes entfacht, die bis heute zu den Lieblingsfilmen gehören – ab diesem Moment war klar: Filme werden ihn ein Leben lang begleiten. Er versucht, wöchentlich ins Kino zu gehen, ist sich dabei aber nie zu schade, auch den trashigsten DTV-Untiefen von Action bis Horror eine Chance zu geben oder auch mal ins indische Kino abzudriften. Bekannt aber vor allem für eines: „Alle geben 4 oder 5/5 – und er gibt ’ne 1/5, du weißt genau, da is‘ er, der Louis.“

    • Louis Kiehl
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