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    Startseite » Der Astronaut
    Abenteuer Action Filme Science Fiction

    Der Astronaut

    Luca Mattysvon Luca Mattys15. März 2026Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Nach Der Marsianer soll Der Astronaut ein weiteres Mal aus einem Andy Weir Sci-Fi-Roman massentaugliche Blockbuster-Kost machen. Mit Ryan Gosling an Bord kann da eigentlich nichts schiefgehen. Oder?

    Darum geht’s in Der Astronaut

    Der Naturwissenschaftslehrer Ryland Grace (Ryan Gosling) wacht eines Tages auf einem Raumschiff auf – Lichtjahre von zu Hause entfernt und ohne Erinnerung daran, wer er ist oder wie er dorthin gekommen ist. Als sein Gedächtnis nach und nach zurückkehrt, findet er heraus, was seine Mission ist: Er soll das Rätsel um eine mysteriöse Substanz lösen, die dazu führt, dass die Sonne erlischt. Um alles und jeden auf der Erde vor dem Aussterben zu bewahren, muss er auf sein wissenschaftliches Fachwissen und einige unorthodoxe Ideen zurückgreifen. Dabei führt eine unerwartete Freundschaft dazu, dass er all dies vielleicht nicht ganz allein tun muss…

    Deutsches Kinoposter © 2026 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

    Ken in Space

    Ryan Gosling ist ein interessantes Exemplar von Schauspieler. Großartig in jedem Fall; abwechslungsreiche und einschneidende Darbietungen, etwa in Blue Valentine, La La Land und zuletzt Barbie, haben es hinlänglich bewiesen. Dennoch ist seine Filmografie geprägt von zahlreichen Neuerfindungen, die wiederum zahlreiche Wiederholungen nach sich zogen. Auf den romantischen Teenieschwarm-Gosling und den stoischen Action-Gosling, jeweils einmal erfolgreich etabliert und mehrfach wieder abgespult, folgte nach seiner bis heute besten Performance in The Nice Guys 2017 der schrille Komödien-Gosling. Coole, wortkarge Figuren mit ständiger Kontrolle über jede Situation wichen albernen, aber sympathischen Trotteln. Ein einziger kreischender Schrei, den sein Holland March in The Nice Guys ausstieß, bestimmt nun fast zehn Jahre später immer noch seine Rollenauswahl. Für seinen Ken, seines Zeichens die zur Extreme ausgereizte Verkörperung des liebenswerten Blödmanns, erhielt Gosling schließlich sogar eine hochverdiente Oscar-Nominierung für den besten Nebendarsteller. Warum es dann nicht noch einmal versuchen? Und dann wieder?

    Nun heißt Holland March also nicht mehr Ken oder Colt, sondern Ryland. Ein Detektiv ist er auch nicht mehr, auch keine Puppe oder Stuntman, er ist Lehrer (kein Astronaut!). Irgendwie will dann aber über zweieinhalb Stunden, über die wir fast ausschließlich Goslings Konversationen mit einem Stein beobachten, der Eindruck aufkommen, dass es das alles schon einmal gab. Der schrille Schrei ist keine komödiantische Wucht mehr; vielmehr klingt er wie ein neun Jahre altes Echo. Der Trottel steckt in einem Gewand mit Doktortitel, doch seine physische Komik bleibt dieselbe. So sehr Der Astronaut seine Hauptfigur als den leicht ungeschickten Everyman, der zufällig auch ein generationsübergreifendes Wissenschaftsgenie ist, kategorisieren will, so deutlich sehen wir den hundertfach verTikTokten Superstar in jeder Szene. Das mag einige unterhalten, schlussendlich ermüdet es jedoch schlichtweg.

    Ryan Gosling als Ryland Grace und Sandra Hüller als Eva Stratt © 2026 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

    Drehbuch Marke „reddit“

    Ebenso ärgerlich wie die Selbstparodie des Ein-Mann-Ensembles sind Skript und Humor der Science-Fiction-Romanadaption. Schon die aus der Feder von Andy Weir stammende Vorlage musste sich Kritik für ihre Referenzkomik und die flapsige Erzählart gefallen lassen. Drehbuchautor Drew Goddard dreht den Schalter nun bis zum Anschlag auf und serviert Gosling einen müden Kalauer nach dem nächsten. Trotz Wissenschaftsthematik wirkt keine der zahlreichen Pointen sonderlich intelligent. Billiger Beobachtungshumor wechselt sich mit Fingerzeigen auf Popkultur und Prominenz ab. Zudem wird jeder Witz in gefühlt halber Geschwindigkeit erzählt und bis aufs Dünnste ausgewalzt. Nicht einmal ein kurzer, nett gemeinter Stimmcameo einer mehrfachen Oscar-Preisträgerin darf für sich stehen; Goslings Figur kann sich den lahmen Kommentar nicht verkneifen.

    Wirklich angenehm und beizeiten sogar ernsthaft nachdenklich wird der Film erst dann, wenn seine Protagonisten endlich die Klappe halten dürfen. Der Astronaut kommuniziert Grace‘ Einsamkeit und Verzweiflung ausreichend und lässt oft genug seine Bilder für sich sprechen. Auch wenn die Freundschaftsschließung zwischen den Wissenschaftlern – einer Mensch, einer Stein – ein wenig im Schnelldurchlauf erzählt und etwa der Sprachaspekt nach wenigen Szenen vollständig vernachlässigt wird, entbehrt ihre Dynamik nicht eines gewissen Charmes. Auch die Darstellung von Prozessen und Entdeckungen via Montagen, untermalt mit einem variantenreichen Soundtrack von Daniel Pemberton, hebt den Forschungsaspekt des Films erfolgreich hervor. Eine schier aussichtslose Situation aus der Perspektive eines überlebenswilligen Tüftlers zu beobachten ist sicherlich kein neues Geheimrezept. Der Astronaut ist nicht einmal die erste Andy-Weir-Adaption, die sich dieses Stilmittels bedient. Effektiv ist es dennoch.

    Ganz ohne grün

    Aufmerksamkeit erregte dieser Film zuletzt auch durch eine vielfach fehlinterpretierte Aussage eines der Regisseure. Der Astronaut, so Christopher Miller, sei vollständig ohne Greenscreen gedreht worden. Ein effektstarkes Gesamtprodukt ist er selbstverständlich dennoch. Sowohl die überaus gelungene Rocky-Animation als auch die Darstellung der unendlichen Weiten des Weltraums entstanden mindestens teilweise am Computer. Das soll die Arbeit der Effektspezialist:innen keineswegs schmälern – im Gegenteil. Die durchweg glaubhafte CGI-Arbeit, die das praktisch umgesetzte Puppenspiel am Set ergänzt, beweist ein weiteres Mal, dass die Technologie nicht der Feind sein muss. Visuelle Effekte sind, wie so viele andere Methoden des Filmemachens, in erster Linie ein Werkzeug, das verantwortungsbewusst und effektiv gebraucht werden kann. Die visuellen Effekte in Der Astronaut dienen stets dem Film und nie der Kostenersparnis; Beachtung bei den kommenden Academy Awards im Jahr 2027 dürfte garantiert sein.

    Milana Vayntrub als Olesya Ilyukhina und Ken Leung als Yao © 2026 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

    Darüber hinaus ist es allerdings schade, dass der gesamte Look trotz handwerklichem Geschick eher konventionell daherkommt. Greig Fraser, der für seine Arbeit an den Dune-Filmen bereits große Aufmerksamkeit erhielt, fängt die effektlastigen Weltraumsequenzen kompetent ein. Außergewöhnliche Kameraeinstellungen oder eine eigene Stilrichtung findet man jedoch eher selten. Die Konstruktion des Frames erzählt selten eine eigene Geschichte. Trotz diverser großer Bilder gibt es hier eigentlich wenig zu sehen.

    © 2026 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH/Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

    Unser Fazit zu Der Astronaut

    2.5 Watchable

    Fans von Ryan Gosling, Der Marsianer, Science-Fiction-Kino im Allgemeinen oder einer Kombination aus allem sollten hier auf ihre Kosten kommen. Fans gut geschriebener Dialoge, ausdrucksstarker Inszenierung oder mutiger Abweichungen vom Standardprogramm müssen wohl das eine oder andere Auge mehr zudrücken, um Der Astronaut etwas abgewinnen zu können. Trotz einer Lauflänge von etwa zweieinhalb Stunden ist der Film immerhin nicht langweilig geraten und macht sich gut für einen passiven Kinobesuch mit Popcorn und Cola. Allzu aufmerksam sollte die Leinwand dabei allerdings nicht betrachtet werden, damit die nervigen Blödeleien und auffälligen Logiklücken nicht geradezu herausspringen.

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    Luca Mattys

    Filmverrückter aus Leidenschaft, Oscar-Trivia-Lexikon auf zwei Beinen und vermutlich der Hauptgeldgeber aller Düsseldorfer Kinos. Jeden Dienstagmittag bastelt Luca sich gewissenhaft sein Wochenprogramm zusammen und gibt renommierten Klassikern dabei dieselbe Chance wie hoffnungslosem Müll. Für ihn gibt es keinen schöneren Ort auf der Erde als das Innere eines Kinosaals. Seit inzwischen zwei Jahren schreibt er Kritiken für Filmtoast und schaut auch ab und zu mal frech im Podcast vorbei, wenn niemand ihn aufhält. Wenn er nicht gerade über die diversen Gründe philosophiert, warum "Brügge sehen … und sterben?" der beste Film aller Zeiten ist, oder sich über die Sieger:innen der vergangenen Preissaison echauffiert, versucht er, seine DVD-Sammlung abzugrasen, von der noch immer ein schockierender Anteil originalverpackt ist.

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