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    Eine Kugel für MacGregor

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt27. September 2023Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Das Cover des Slip-Cases: Auf dem Titel von Eine Kugel für MacGregor sind alle sieben Brüder zu sehen.
    Das Cover des Slip-Cases: Auf dem Titel von Eine Kugel für MacGregor sind alle sieben Brüder zu sehen. © PLAION Pictures
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    Franco Giraldis Eine Kugel für MacGregor ist erneut eine spritzige Italowesternkomödie, die ihrem Vorgänger kaum nachsteht. Ob die Witze heute noch zünden, erfahrt Ihr in unserer Rezension.

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    Das Cover der Blu-ray von Eine Kugel für MacGregor zeigt Hauptdarsteller David Brailey als Gregor MacGregor mit angeschlagener Winchester.
    Das Cover der Blu-ray von Eine Kugel für MacGregor. © PLAION Pictures

    Die Handlung von Eine Kugel für MacGregor

    Die Brüder MacGregor stehen in Eine Kugel für MacGregor kurz davor, zu heiraten. Damit sie nicht vorher schon das gesamte Familienvermögen verpulvern, vergraben ihre Altvorderen die Schatzkiste – schließlich sind sie geizige Schotten – was ein mexikanischer Bandit beobachtet. Folgerichtig wird die Verlobungsfeier mit den sieben Töchtern des irischen Nachbarn Donovan (Roberto Carmadiel) durch einen Überfall gestört. Die Bande von Maldonado (Leo Anchóriz) klaut die Kiste, und die sieben Brüder machen sich auf die Socken, den Schatz zurückzuholen. Wobei sie natürlich eine gehörige Menge Leichen hinterlassen.

    Explosiver Doppelschlag mit schottischem Whisky

    Whisky und Gloria zum zweiten – mit Eine Kugel für MacGregor holen Plaion Pictures und Explosive Media nach dem erst kurz zuvor veröffentlichten Die 7 Pistolen des MacGregor zum gelungenen Doppelschlag aus. Fans hatten lange auf eine Veröffentlichung wenigstens einer dieser beiden frühen Italowesternkomödien gewartet, nun liegen gleich beide in sehenswerter Qualität vor. Wobei die Fortsetzung einmal mehr beweist, dass die Regel, das Fortsetzungen immer schlechter ausfallen müssen, eben nicht immer stimmt. Wie der Vorgänger ist auch Eine Kugel für McGregor ein turbulenter Spaß, der hervorragend unterhält.

    Erneut bietet auch dieser Film eine spannende Mischung aus Spaghettiwestern mit genretypischen Brutalitäten und spritziger Komödie. Das liegt nicht zuletzt daran, dass auch  hier mit Fernando Di Leo und Vincenzo Dell’Aquila zwei erfahrene Drehbuchautoren mit am Werk waren, die es verstanden haben, die Handlung mit skurrilen Typen und amüsanten Dialogen zu garnieren, ohne allzu sehr in den Klamauk abzudriften. Auch wenn das nicht immer gelingt. Slapstickhafte Tortenschlacht und schlüpfrige Unterwäschegags sind dem Zeitgeist geschuldet. Doch gelingt es den Autoren gemeinsam mit dem hervorragenden Regisseur Franco Giraldi, der sein Handwerk unter anderem bei Sergio Leone als Regieassistent bei Für eine Handvoll Dollar erlernte, allzu gefährliche Blödsinnsklippen zu umschiffen. Auch wenn die deutsche Synchro mit dem ein oder anderen Kalauer ein wenig gegensteuert.

    Boxkämpfe im Holi-Farbrausch

    Im Gegenteil gelingen ihnen etliche originelle Momente. Eine Schlägerei in einem Drugstore zeigt nicht nur, dass sich kleine Fässchen hervorragend als Boxhandschuhe eignen, sondern entwickelt sich, als etliche Fässer mit farbigen Gewürzen zu Bruch gehen, zu einer Art Holi-Farbrauschfestival. Und als guter katholischer Western kriegen auch die Lutheraner ihr Fett weg: „Du darfst niemals einen Gottesmann umbringen, das bringt Unglück“, warnt einer der Banditen seine Komplizen, der gerade auf den bibeltreuen Johnny MacGregor angelegt hat. Der kontert: „Das gilt doch nicht für Protestanten.“

    Gauner Maldonado legt zunächst eine falsche Spur, die auf den größten Verbrecher des Westens, Frank James, Bruder des berüchtigten Jesse, hinweist. Dieser entpuppt sich als alter Tattergreis, der von vergangenen Tagen träumt. Dies ist zwar nicht gerade historisch korrekt – Frank James war 1843 geboren und damit zur allerdings zeitlich nicht klar verortbaren Handlungszeit von Eine Kugel für MacGregor mit Sicherheit noch kein Greis – ist aber ziemlich lustig. Vielleicht eine kleine Reminiszenz an den klassischen US-Western, wie auch die Verlobungsfeier der sieben MacGregors mit den irischen Donovan-Mädels an Stanley Donens Westernmusical Eine Braut für sieben Brüder erinnert. Umgekehrt könnte der hier auftauchende Zahnarzt mit seinem klapprigen Wagen den bekennenden Italowesternfan Quentin Tarantino zu seinem Doc Schultz in Django Unchained inspiriert haben.

    Eine Kugel für MacGregor und die Sieben

    Dass die Sippe der MacGregor aus sieben Brüdern besteht ist natürlich kein Zufall, denn die 7 taucht immer wieder als bedeutungsheischende Ziffer in etlichen Filmen und anderen Kulturzeugnissen auf. Der Ursprung dieser symbolischen Aufladung liegt wohl in der Astronomie, aber daraus haben sich zahlreiche Ableitungen ergeben: die Woche hat sieben Tage, hinter den sieben Bergen wohnen sieben Zwerge, Die sieben Samurai endeten tragisch, weil sieben im asiatischen Raum eine Unglückszahl ist, was sich auf Die glorreichen Sieben übertragen hatte. Es gibt sieben Todsünden, und so gab es schließlich auch im italienischen Genrekino mal sieben Gladiatoren und anderen siebenfachen Blödsinn. Eben auch Die 7 Pistolen des MacGregor beziehungsweise sieben Frauen für die MacGregors, wie der Originaltitel der Fortsetzung lautet.

    Inszenatorisch blitzt immer wieder die Leone-Schule auf. Besonders deutlich in der Szene, in der die Brüder durch das niedergebrannte Städtchen St. Rafael reiten, vorbei an aufgehängten Körpern und auf den Straßen liegenden Leichen. Das erinnert stark an eine ähnliche Szene aus Zwei glorreiche Halunken. Und natürlich gibt es die genretypischen Nahaufnahmen und die starke Verwendung des Zooms.

    Maestro Morricone wärmt Altes auf

    Musikalisch kann man sich auch im MacGregor-Sequel an einem gut klingenden Score von Ennio Morricone erfreuen. Allerdings hat sich der Maestro bei diese Fortsetzung deutlich weniger Mühe gegeben als bei Die 7 Pistolen des MacGregor. Denn das meiste Material stammt aus dem Erstling, und viele andere Stücke sind Zweitverwertungen. So hört man des Öfteren Titel aus Die letzten Zwei vom Rio Bravo, und für einen kurzen Moment erklingt sogar das großartige The Ecstasy of Gold aus Zwei glorreiche Halunken. Gut möglich, dass Morricone für Eine Kugel für MacGregor nicht ein einziges Stück neu komponiert hat. Das ist nicht wirklich schlimm, denn musikalisch ist das alles stimmig und hört sich gut an. CDs legt man ja auch nicht nur einmal in den Player.

    Neuer Hauptdarsteller als Schwachpunkt

    Bei den Darstellern hat sich im Vergleich zum Vorgänger einiges, wenn auch nicht alles bewegt. Schmerzlich vermissen lässt sich Robert Woods in der Hauptrolle als Gregor MacGregor. Den Part hat hier David Bailey übernommen, der einzige Auftritt des US-Amerikaners in einem Italowestern. Bailey herausragendstes Merkmal ist sein markantes Kinn, ansonsten ist er zu glatt und farblos. Er passt besser in eine Soap-Opera, wo er in späteren Jahren zurück in den USA auch landete. Auch bei den meisten der anderen Brüder hat sich das Darstellerkarussell gedreht, allerdings ist Jungsporn Alberto Dell’Acqua erhalten geblieben.

    Ebenfalls wieder an Bord ist Leo Anchóriz, was zunächst verwundern mag, hatte er doch als Schurke im Vorgänger bereits das Zeitliche gesegnet. Hier taucht er in neuer Rolle eben als Maldonado auf und ist dank guter Maske und gekonntem Minenspiel so leicht nicht wiederzuerkennen. Irgendwie erinnert er mich in dieser Schurkenrolle an den bayerischen Regierungschef Markus Söder – rein optisch versteht sich. Neu in Eine Kugel für MacGregor ist Roberto Carmadiel, ein häufig in Italowestern zu sehendes Gesicht, wenn auch meist in Schurkenrollen. Hier kann er mal sein komödiantisches Talent beweisen.

    Unser Fazit zu Eine Kugel für MacGregor

    Mit Eine Kugel für MacGregor liegt der Zweiteiler von Franco Giraldi nun komplett vor. Der Film ist erneut eine spritzige Westernkomödie, die aber genügend harte Action enthält, um nicht im Halleluja-Klamauk zu ertrinken. Witzige Dialoge und einfallsreiche Regie bieten beste Unterhaltung, die nur wenig hinter dem Vorgänger zurückfällt. Größter Schwachpunkt ist der neue Hauptdarsteller David Bailey, der seinem Vorgänger Robert Woods nicht einmal annähernd das Wasser reichen kann. Aber das ist klagen auf hohem Niveau. Wer den Vorgänger mochte, wird hier auf jeden Fall auch seinen Spaß haben. Im Bonusmaterial der Blu-ray ist ein leider etwas kurzes aber interessantes Interview mit Alberto Dell’Acqua enthalten.

    Eine Kugel für MacGregor erscheint am 28. September 2023 auf DVD und Blu-ray, verpackt in einem Slipcase.


    © Plaion Pictures

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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