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    Lord of War – Händler des Todes

    Christian Willach (Chrischi)von Christian Willach (Chrischi)31. August 2021Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Auf dem Bild ist Nicolas Cage zu sehen, der in irgendeinem Krieggebiet zu stehen scheint. Der Boden auf dem er recht gelassen steht, ist übersät mit Patronenhülsen. - Lord of War
    Nicolas Cage spielt den Händler des Todes Yuri Orlov © Capelight Pictures
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    Lord of War – Händler des Todes wird neu als 4K Ultra HD aufgelegt und in zwei Sondereditionen sowohl im Steelbook als auch im Mediabook veröffentlicht. Ob der satirisch angelegte Film mit Nicolas Cage auch 15 Jahre nach seinem Erscheinen noch zum Nachdenken anstößt oder eigentlich viel zu sarkastisch geraten ist, lest ihr hier.

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    Zu sehen sind das UHD Mediabook (links) und das Steelbook (rechts) zu "Lord of War". Auf dem deutschen Cover des Steelbooks ist Nicolas Cage in seinem schwarzen Anzug zu sehen. Der Hintergrund ist weiß und neben ihm ist der Titel des Films in schwarzer Schrift zu lesen. Das Mediabook wiederum zeigt nicht den ganzen Körper von Cage, sondern nur das Gesicht. Dieses ist aber kein normales Foto, sondern ein Motiv, welches sich auch Patronenhülsen zusammensetzt, die am Ende das Gesicht von Cage widerspiegeln. Über dem Kopf steht der Filmtitel in orangener Schrift.
    Das UHD Mediabook (links) und das Steelbook zu „Lord of War“ © Capelight Pictures

    Worum geht es in Lord of War – Händler des Todes?

    Nachdem er einen Anschlag auf einen Mafia-Boss in einem Restaurant beobachtet, hat Yuri Orlov (Nicolas Cage) eine Offenbarung. Er beginnt, mit seinem Bruder Vitaly (Jared Leto) mit Waffen zu handeln und steigt innerhalb weniger Jahre zu einem der mächtigsten Waffenhändler auf. Ob Warlords in Afrika oder Regierungen in anderen Regionen der Welt, Yuri beliefert jeden, der bezahlt. Doch die Behörden sind ihm in Gestalt von Interpol-Agent Jack Valentine (Ethan Hawke) bereits auf den Fersen und die Kundschaft lässt ihn ebenfalls nicht so einfach aus dem Handel mit dem Tod aussteigen.

    Waffenhandel – Das Geschäft mit dem Tod

    Lord of War – Händler des Todes ist einerseits eine Menge schwarzer Humor, der zumeist mit scharfen Worten von Cages Figur Yuri Orlov einhergeht. Doch spätestens nach der Eröffnungsszene legt der Film den Grundstein für seinen Fingerzeig an einen Industriezweig, der scheinbar nie aussterben wird und vermutlich wenigen so bewusst war wie nach dem Film. Zwar sind anhaltende Kriege oder Kriegssituationen leider ununterbrochen allgegenwärtig, doch das Thema Waffenhandel bzw. wie einige Truppen an ihre Waffen gelangen, wird eher seltener angeschnitten.

    Doch Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol möchte einmal mehr ein wichtiges Thema aufgreifen, zu dem ihn der berühmt-berüchtigte Waffenhändler Wiktor But inspirierte. Dass Niccol hierfür ein Faible hat, zeigt ein Blick auf seine bisherige Filmografie, zu der gesellschaftskritische Filme wie Gattaca (Regie) oder Die Truman Show (Drehbuch) sowie In Time (Regie und Drehbuch) gehören.

    Auf dem Bild gehen Yuri, Vitaly (Jared Leto) und noch ein weiter Mann durch eine Halle, in der sich bergeweise Maschinengewehre stapeln. Diese liegen durcheinander auf mehrere Haufen zwischen denen die drei Männer durchmaschieren. - Lord of War
    Ein Meer aus Waffen in „Lord of War“ © Capelight Pictures

    Kritischer Stoff verpackt mit einer Menge Zynismus

    In Lord of War – Händler des Todes wird aber mehr eine Gesellschaft bemängelt, in der sich Menschen bereichern können, die Waffen für ein Massaker, ein Erschießungskommando oder Kindessoldaten liefern, die nicht mal das Teenageralter erreicht haben. Besonders bewusst gemacht wird dies gleich zu Beginn, wenn beim Vorspann einer Patrone von seiner Herstellung in einer Fabrik bis hin zu einem Kriegsgebiet in Afrika gefolgt wird. Spätestens wenn diese Kugel sein Ziel erreicht, vergeht einem das Grinsen recht schnell. Es verdeutlicht, dass jedes einzelne lukrative Geschäft, das Yuri abschließt, nur eines zur Folge hat, nämlich den Tod von jemanden. Doch Lord of War – Händler des Todes ist manchmal zu sarkastisch, so dass das Drumherum zwar existent ist, aber gerne mal zur tödlichen Randnotiz verkommt. Denn die Hauptfigur scheint sich wenig mit seinem Gewissen zu beschäftigen.

    Yuri Orlov und sein Bruder Vitaly (Jared Leto) schauen auf jemanden oder etwas außerhalb des Bildes. Yuris Gesicht sieht etwas erschrocken aus, aber fokussiert. Vitalys Blick ist ebenfalls fokussiert, allerdings wirken seine Gesichtszüge wesentlich entspannter. - Lord of War
    Yuri Orlov und sein Bruder Vitaly (Jared Leto) © Capelight Pictures

    „Bin Laden hab ich nie beliefert. Nicht aus moralischen Gründen. Der ließ damals nämlich ständig seine Checks platzen“

    Nicolas Cage – Der Händler des Todes

    Eigentlich müsste sich Yuri Orlov, den Nicolas Cage für seine Verhältnisse sehr zurückhaltend mimt, mit nicht wenigen Gewissenskonflikten auseinandersetzen. Doch der „Händler des Todes“ zeigt weder in der Eröffnungsszene, den Voice-Overs noch in seinen Taten eine Spur von Reue. Stattdessen sieht man einen vor Selbstsicherheit und mit einer Menge Charme strotzenden Geschäftsmann, der selbst die heikelsten Momente überspielt.

    Selbst wenn der gewiefte Yuri mal scheitert, scheint diesem nichts etwas anhaben zu können. Cages Figur hat eher immer eine lustige Rechtfertigung parat. Wie beispielsweise, dass seine Produkte weniger Menschen töten als Tabak und Alkohol. In seinem dunklen Anzug und mit Krawatte könnte er der Todesengel selbst sein. Kalt blickt Yuri dem Grauen ins Gesicht, reist durch die Welt, von einem Krieg zum anderen, verkauft seine Produkte und zählt seine Gewinne.

    Einerseits hebt Nicolas Cage mit seiner Rolle klar den Unterhaltungsfaktor in einem Film, dessen Thematik sonst schwer verdauliche Kost sein könnte. Anderseits lässt der Film ein wenig die berüchtigte Moral von der Geschichte mit der Läuterung der Hauptfigur vermissen. Wiederum zeigt Lord of War – Händler des Todes damit, dass die Welt manchmal eben nicht wie in einem Märchen läuft und die „Bösen“ eben nicht verlieren.

    Interpol Agent Jack Valentine (Ethan Hawke) verhört Yuri. Das Verhör findet draußen statt in einem ländlichen Umfeld. Yuri ist hinter seinem Rücken gefesselt und sitzt. Vor ihm steht Agent Valentine und blickt auf ihn herab, während Yuri zur Seite und nach unten geneigt schaut. Im Hintergrund ist ein großer Flugzeugfrachter zu erkennen. - Lord of War
    Interpol Agent Jack Valentine (Ethan Hawke) verhört Yuri © Capelight Pictures

    Neues Bild in zwei schicken Sondereditionen

    Capelight Pictures bringt Lord of War – Händler des Todes in zwei Sondereditionen neu heraus. Sowohl als Steelbook als auch als Mediabook (welches man sich in unserem Filmtoast Unboxing von Nahem ansehen kann) bieten beide Versionen reichlich Bonusmaterial und vor allem als 4K Ultra HD mit Dolby Vision und HDR10 erstmals in Deutschland das verbesserte hochauflösende Bild.

    Schon in der Eröffnungsszene lässt sich die Verbesserung des Bildes merklich erkennen. Zum einen in Sachen Schärfe, die sich zu Beginn besonders bei Fingerabdrücken bemerkbar macht. Zum anderen hat der Film eine beträchtlich verbesserte Farbsättigung, die in den verschiedensten Szenen zum Tragen kommt. Die Feinheiten der 4K-Darstellung und des Dolby Vision fallen speziell bei Cages Anzug auf, der ein erkennbares tiefes Schwarz hat.

    Beim Ton gibt es wiederum keine nennenswerte Verbesserung. Wie auch bei der Blu-ray gibt es dieselben Möglichkeiten einer DTS Master Audio 5.1-Spur in deutsch und einer Dolby Atmos-Spur im Originalton. Allerdings gehört Lord of War – Händler des Todes ohnehin nicht zu den Filmen, die explizit für ihren Sound bekannt sind. Doch wenn ein Moment von Action aufblitzt und die Kugeln durch die Gegend fliegen, dann versetzt es einen mit einem flüchtigen, aber kräftigen Knall zu Yuri und seinen Kunden.

    https://www.youtube.com/watch?v=D-59WrmLj9o

    Unser Fazit zu Lord of War – Händler des Todes

    Lord of War – Händler des Todes ist ein unterhaltsamer Film, dessen Botschaft vielleicht manchmal von zu scharfzüngigen Momenten verwässert wird. Nicolas Cage spielt den Händler des Todes Yuri Orlov dafür einfach zu selbstsicher und zu unerschütterlich. Aber dennoch verfehlt der Film seine Wirkung nicht, denn die Problematik des Waffenhandels wird zu selten thematisiert. Umso schwerer wiegen die Augenblicke, in denen verdeutlicht wird, welche Auswirkungen dieses Geschäft hat.

    Lord of War – Händler des Todes erscheint am 27. August 2021 als Single-DVD sowie als 2-Disc Limited Collector’s Editions (4K Ultra HD + Blu-ray) im Mediabook und Steelbook.


    © Capelight Pictures

    Christian Willach (Chrischi)

    Von seinem Kennenlernen mit dem Mauswanderer in einem Land vor unserer Zeit über seinen ersten Kinobesuch mit der rothaarigen Meerjungfrau, hat sich bis heute eines nie geändert: Die Film- und Fernsehwelt ist ein fester Bestandteil von Chrischi. Das steht nicht immer ganz im Einklang mit seiner hauptberuflichen Beschäftigung im öffentlichen Dienst, doch ein Blick in Chrischis „Cave“ mit inzwischen weit über 3.000 Medienträgern und einigen schicken Sondereditionen offenbart seine eigentliche Berufung. Auf der Suche nach Gleichgesinnten fand er schließlich Ende 2019 zu Filmtoast und ist seitdem fleißig am texten und quatschen im Zeichen des Toasts. So mancher Psychologe würde vermutlich beim Anblick auf Chrischis Filmauswahl mit der Stirn runzeln, doch fühlt sich Chrischi eben in nahezu jedem Genre wohl; außer vielleicht Horror. Seine Favoriten: Warrior, Kingsman, Lucky Number Slevin und Ratatouille sowie Filme von Nolan, Villeneuve, Anderson (Wes!) bzw. mit Robin Williams oder Kevin Costner (beide werten für ihn jeden Film auf). Sein Guilty Pleasure: Howard the Duck.

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