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    Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire

    Christian Willach (Chrischi)von Christian Willach (Chrischi)2. November 2020Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Crepsley (John C. Reilly) befindet sich auf dem Weg, um Darren zu seinem neuen Leben im Mitternachtszirkus abzuholen. Dabei hat er eine Schaufel über seine rechte Schulter und wandert im Vollmondschein über eine Wiese. Der Mond strahlt deutlich im Hintergrund.
    Crepsley (John C. Reilly) auf dem Weg Darren abzuholen © Justbridge Entertainment
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    Bereits 2009 erschien mit Mitternachtszirkus die Verfilmung der ersten drei Fantasy-Romane des britischen Autors Darren Shan. Zu einem Zeitpunkt, als Vampire in der Popkultur der letzte Schrei waren, inszenierte Regisseur Paul Weitz den Mix aus Vampir-Teenager-Spektakel und sollte sich innerhalb eines Monats mit der ersten Fortsetzung der Twilight-Reihe messen. Ob dieser Mix zu Recht an den Kinokassen floppte oder Mitternachtszirkus eine verschmähte Filmperle ist, lest ihr hier.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=4REULnKGY7o“]

    Die limitierte Steel Edition zu "Mitternachtszirkus" hat als Motiv das gewohnte Filmplakat. Auf diesem steht Hauptfigur Darren (Chris Massoglia) in einer roten Lederjacke mit seinem linken Fuß auf einem Grabstein, auf dem sein Name steht. Im Hintergrund ist Crepsley (John C. Reilly) zu sehen, der sich auf ihn zu bewegt. Der Rest des Covers ist düster gehalten. Der Mond strahlt über einer kargen Wiese auf der sonst nur ein weiterer Grabstein in Kreuzform und ein alter Baum steht. Im unteren Bereich des Covers, unterhalb des Grabsteins von Darren, steht der Schriftzug "Cinque Du Freak: Mitternachtszirkus - Willkommen in der Welt der Vampire".
    Die limitierte Steel Edition zu „Mitternachtszirkus“ © Justbridge Entertainment

    Worum geht es in Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire?

    Darren Shan (Chris Massoglia) ist eigentlich ein Musterschüler an der High School, wird aber dennoch hin und wieder durch seinen Freund Steve (Josh Hutcherson) zu Dummheiten verleitet. Steve ist fasziniert von Vampiren und als der „Cirque Du Freak“ in der Stadt gastiert, überzeugt er Darren zu einem Besuch. Auch dieser ist schnell gebannt von der Show und speziell von Spinnenbeschwörer Larten Crepsley (John C. Reilly) und dessen handgroßen Spinne. Verschiedene Ereignisse führen schließlich dazu, dass Darren in einen Halbvampir verwandelt und der Zirkus sein neues Zuhause wird. Was Darren nicht weiß: Er befindet sich inmitten eines androhenden Krieges zweier Vampirarten.

    Darren Shan-Reihe vs Biss-Reihe

    Mitternachtszirkus basiert auf der Reihe von Buchautor Darren Shan, der seine Hauptfigur nach sich benannte. Die Verfilmung behandelt die ersten drei von den insgesamt zwölf Büchern und sicherlich erhofften sich die Produzenten einen ähnlichen Erfolg wie bei Twilight – Biss zum Morgengrauen. Schließlich drehte es sich hier ebenfalls um Vampire und die Buchreihe war umfassender als die der Biss-Reihe.

    Doch der Film um den anstehenden Krieg zwischen Vampiren und Vampyren (Vampire töten die Nahrungsquelle nicht, Vampyre dagegen schon) floppte gänzlich an den Kinokassen. Dafür war der Mitbewerber in Form von New Moon – Biss zur Mittagsstunde zu stark, der unter der Regie von Bruder Chris Weitz einen Monat nach Veröffentlichung von Mitternachtszirkus in die Kinos kam. Der Film ging folglich gänzlich unter und besitzt auch heute nur einen geringen Bekanntheitsgrad. Dabei ist die Geschichte der Schülers Darren Shan gar nicht so schlecht. Die Umsetzung wiederum lässt dann doch zu wünschen übrig.

    Crepsley (John C. Reilly) führt Darren (Chris Massoglia) in sein neues Leben im Mitternachtszirkus ein. Dafür musste er ihn erst einmal am Friedhof ausgraben, weswegen er auf dem Bild mit einer Schaufel steht, die er in der linken Hand hält. Darren (Chris Massoglia) steht neben ihm in einem Anzug und schaut diesen wartend an.
    Crepsley (John C. Reilly) führt Darren (Chris Massoglia) in sein neues Leben ein © Justbridge Entertainment

    Ein Hauch von Tim Burton

    Der Film beginnt an einem Friedhof, wo mehrere Menschen, um das Grab von Darren herumstehen und dessen Tod betrauern. Dabei hockt dieser in seinem Sarg und spielt auf dem Handy herum. Die erste Hälfte des Films ist demnach eine Nacherzählung, die Darren bis zu diesem Punkt geführt hat. Sobald sich Darren und sein Freund Steve im Cirque Du Freak die Vorstellung anschauen, erscheint die gesamte Breite des bereits im Vorspann gezeigten Ensembles. Orlando Jones (Evolution, Madiba), Patrick Fugit (Almost Famous, Aufbruch zum Mond), Salma Hayek (Killer’s Bodyguard) sowie John C. Reilly (Stan & Ollie) und Ken Watanabe (Godzilla II – King of Monsters) sind Teil der „Freak Show“. Während einige der Freaks mit praktischen Effekten und gutem Make-up zurechtgemacht wurden, entstand ein Großteil der restlichen Akteure wie der abgemagerte Bauch von Orlando Jones‘ Figur oder der Bartwuchs von Salma Hayek durch CGI-Effekte.

    Es sind charmante Züge wie aus einem Tim Burton-Film zu erkennen, die das Interesse an Mitternachtszirkus zunächst wachsen lassen. Aber längst nicht jeder Effekt greift in vollen Zügen. Der Wolfsmann beispielsweise erinnert an die Darstellung des Werwolfs aus Harry Potter und der Gefangene aus Askaban und wankt zwischen „schaurig schön“ und „das sieht mehr nach einem Affen als einem Wolf aus“. Am deutlichsten treten die Schwächen der CGI-Effekte bei Großaufnahmen der übergroßen Spinne Madame Okta zutage – spätestens wenn diese in ihrem Käfig sitzt, sind die Fehler schwer zu übersehen. So verschwimmen die Beine der Spinne mit den Gitterstäben des Käfigs und bewegen sich durch diese hindurch. Der Hauch von Tim Burton schwindet daher schnell und auch im weiteren Verlauf erzeugt Mitternachtszirkus nie dieselbe magische Ausstrahlung.

    Darren (Chris Massoglia) & Steve (Josh Hutcherson) sind geschockt von der Show im "Mitternachtszirkus". Beide Jungs machen ein wahrlich entsetztes wie erschreckendes Gesicht. Hinter ihnen sitzt noch ein bärtiger Mann mit Biker-Kopftuch. Auch dieser blickt mit offenen Mund und weit aufgerissenen Augen zur Bühne.
    Darren (Chris Massoglia) & Steve (Josh Hutcherson) sind geschockt von der Show im „Mitternachtszirkus“ © Justbridge Entertainment

    Der Unterhaltungswert hält sich in Grenzen

    Mitternachtszirkus tut sich derweil sogar schwer, wenigstens ein unterhaltsamer Film zu sein. Obwohl mit Paul Weitz ein Spezialist für Komödien (American Pie oder About a Boy oder: Der Tag der toten Ente) verpflichtet wurde, kommt selten Spaß auf, gar denn lustige Momente. Auch Spannung erzeugt der Film nur bedingt, denn die Dramatik um den aufkommenden Krieg springt nur schwerlich auf den Zuschauer über und reißt nie so richtig mit. Lediglich ein Hauch von Grusel kommt bei der Geschichte auf, aber leider wird stetig das Tempo aus der Handlung wieder herausgenommen und der Verfilmung jeglicher Nervenkitzel beraubt.

    Das geschieht auch, da der Verfilmung stets die Masse an Stoff aus den drei zugrundeliegenden Büchern anzumerken ist. Regisseur Weitz selbst schrieb gemeinsam mit Brian Helgeland (Ritter aus Leidenschaft, Spenser Confidential) das Drehbuch zu Mitternachtszirkus. Die Herausforderung, den Stoff aus drei Büchern in weniger als zwei Stunden Laufzeit zu pressen, war offenkundig zu viel für die Filmmacher. Besonders für den Zuschauer wird es dadurch schwierig, die Ereignisse räumlich und zeitlich richtig einzuordnen. Vor allem durch das Einfließen von Charakteren und Nebenhandlungen, die eigentlich erst in späteren Werken relevant werden, wird das Pacing des Films mehrfach gestört.

    Madame Truska (Salma Hayek) hat eine böse Vorahnung in "Mitternachtszirkus". Ihr Blick ist sehr ernst und beide Hände umschlingen ihr Gesicht. Hinter ihr steht Crepsley (John C. Reilly) mit einem fragenden Blick.
    Madame Truska (Salma Hayek) hat eine böse Vorahnung © Justbridge Entertainment

    (Noch) nicht relevante Charakter stören die Handlung

    Charaktere wie die bärtige Dame, die von Salma Hayek gespielt wird, oder Willem Dafoes mysteriöse Vampirfigur mit aufgemaltem Schnurrbart platzen immer mal wieder in die Handlung hinein, aber bringen diese nicht entscheidend voran. Lediglich der unscheinbare Mr. Tiny, den Michael Cerveris ansprechend verkörpert, ragt positiv aus der Masse heraus. Sicherlich sind die Figuren in den Büchern wesentlich interessanter und vor allem liebenswert geschrieben, doch in Mitternachtszirkus wirken diese leider recht fahl und wenig charismatisch.

    Eigentlich ist dies besonders enttäuschend, da Paul Weitz und Brian Helgeland in ihren vorherigen Werken wussten, wie Charaktere mit Witz einen bleibenden Eindruck hinterlassen konnten. Doch selbst durch die ab der Hälfte leicht erheiternden Momente kommt selten eine Woge der Zuneigung für die Figuren auf. Hauptdarsteller Chris Massoglia scheint auch gänzlich damit überfordert, diesen Film zu tragen und bekommt den Zuschauer nur wenig gepackt. Vermutlich auch ein Grund, weswegen er nach dem Film keine nennenswerten Engagements mehr hatte.

    Unser Fazit zu Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire

    Mitternachtszirkus ist kein kompletter Reinfall, aber kann nie in vollen Zügen den Zuschauer mitreißen. Der Unterhaltungswert hält sich in Grenzen und wird durch die Masse an Stoff, die aus den Büchern in das Drehbuch gepresst wurden, zu sehr gestört. Wie so viele andere Buchverfilmungen, deren großer Erfolg ausblieb, bekam Mitternachtszirkus keine filmische Fortsetzung, obwohl sich die Filmmacher viel Mühe machten, alles für eine mögliche Fortsetzung einzuleiten. Der große Effekt bleibt aus und letzten Endes verwundert es daher nicht, dass sowohl der Erfolg als auch eine weitere Verfilmung ausbleiben. Somit steht er in einer Reihe mit anderen Buchverfilmungen wie Eragon und Der goldene Kompass, der aber mittlerweile mit His Dark Materials einen Serien-Reboot bekam.

    Mitternachtszirkus ist seit dem 23.10.2020 in einer Blu-ray Steel-Edition erhältlich.


    © Justbridge Entertainment

    Christian Willach (Chrischi)

    Von seinem Kennenlernen mit dem Mauswanderer in einem Land vor unserer Zeit über seinen ersten Kinobesuch mit der rothaarigen Meerjungfrau, hat sich bis heute eines nie geändert: Die Film- und Fernsehwelt ist ein fester Bestandteil von Chrischi. Das steht nicht immer ganz im Einklang mit seiner hauptberuflichen Beschäftigung im öffentlichen Dienst, doch ein Blick in Chrischis „Cave“ mit inzwischen weit über 3.000 Medienträgern und einigen schicken Sondereditionen offenbart seine eigentliche Berufung. Auf der Suche nach Gleichgesinnten fand er schließlich Ende 2019 zu Filmtoast und ist seitdem fleißig am texten und quatschen im Zeichen des Toasts. So mancher Psychologe würde vermutlich beim Anblick auf Chrischis Filmauswahl mit der Stirn runzeln, doch fühlt sich Chrischi eben in nahezu jedem Genre wohl; außer vielleicht Horror. Seine Favoriten: Warrior, Kingsman, Lucky Number Slevin und Ratatouille sowie Filme von Nolan, Villeneuve, Anderson (Wes!) bzw. mit Robin Williams oder Kevin Costner (beide werten für ihn jeden Film auf). Sein Guilty Pleasure: Howard the Duck.

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