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    More than Strangers

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt21. August 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Und noch ein Stopp: Patrick (Cyril Gueï), Chris (Samuel Schneider), Sophia (Smargda Karydi) und Julia (Julie Kieffer, von links) stehen ratlos auf einer Raststätte. © W-FILM / Pallas Film
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    Fünf Fremde verschiedener Nationalitäten und Hautfarben in einem Auto auf dem Weg von Berlin nach Paris: Die Ausgangssituation von More than Strangers bietet nicht nur reichlich Konfliktpotenzial, sondern den Stoff für eine hintersinnige Komödie. Ob das funktioniert, oder ob dem Roadmovie unterwegs der Sprit ausgeht, erfahrt Ihr hier.

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    Die Handlung von More than Strangers

    Patrick (Cyril Gueï) will schnellstmöglich von Berlin nach Paris fahren, seine Freundin ist hochschwanger und erwartet stündlich ihr Baby. Für ein älteres Ehepaar überführt der auf Martinique geborene, in Paris lebenden und in Berlin arbeitende Gelegenheitsjobber einen Audi, und um die Reisekasse aufzubessern, sammelt er in More than Strangers unterwegs vier Mitfahrende ein: George (Léo Daudin) aus Ghana, die Deutschen Chris (Samuel Schneider) und Julia (Julie Kieffer) sowie die Griechin Sophia (Smaragda Karydi). Fünf Fremde in einem engen Auto, von denen jeder sein Päckchen zu tragen hat. Das gibt genügend Treibstoff für ein konfliktbeladenes Roadmovie. Doch einer aus der Gruppe hat noch ein besonderes Problem, das den Ausgang der gesamten Fahrt in Frage stellen könnte.

    Die ganze Welt in einem kleinen Auto

    More than Strangers ist zugleich Roadmovie und Kammerspiel. Die Weite repräsentieren nicht nur die Autobahnen und Landstraßen, über die sich das Quintett der Fremden bewegt. Die Weite findet sich wieder in ihrer Herkunft und in ihren Sprachen. Fünf Fremde, vier Nationalitäten, die zusammengepfercht im Inneren eines Pkws sich auf englisch, französisch, griechisch und seltener auf deutsch unterhalten – oder eben auch nicht. Schon zum Start der Fahrt weist Patrick Sophie darauf hin: „Wir müssen nicht reden“, sagt er.

    Sophia, gespielt von Smargda Karydi, auf dem Beifahrersitz und Patrick, gespielt von Cyril Gueï, sind entnervt, und die Stimmung bei Julia, gespielt von Julie Kieffer, und Chris, gespielt von Samuel Schneider, auf der Rückbank des Audi ist auch nicht viel besser.
    Spannung auf engstem Raum: Sophia (Smargda Karydi) und Patrick (Cyril Gueï) sind entnervt, und die Stimmung bei Julia (Julie Kieffer) und Chris (Samuel Schneider) auf der Rückbank des Audi ist auch nicht viel besser. © W-FILM / Pallas Film

    Daraus ließe sich ein mittelprächtiges Drama stricken – oder eben eine, trotz ernsthafter Anklänge leichtfüßige Komödie wie More than Strangers. Auch wenn das ein oder andere Klischee dabei nicht umfahren wird, gelingt es Regisseurin und Co-Autorin Sylvie Michel geschickt eine Menge heißer Eisen wie nicht zuletzt das Thema Flüchtlinge mit lockerer Hand anzugehen.

    Wie hilfreich ist die Kunst?

    Als die hippe Julia als Bildschirmschoner auf ihrem Tablet ein Kunstwerk von Ai Weiwei erkennen lässt, das aus Rettungswesten besteht, die vor der Insel Lesbos gefunden wurden, fragt Sophia in entwaffnender Naivität: „Wäre es nicht hilfreicher, diese Jacken in Nordafrika zu verteilen?“ Und als Julia ihr erklärt, dass sie in einem Start-Up-Unternehmen arbeitet, sagt Sophia: „Ich wollte schon immer mal wissen, was das Wort eigentlich bedeutet.“ Modisches Neo-Sprech trifft in multikultureller Umgebung auf entlarvende Unbedarftheit. Das Schmunzeln hilft dabei, den eigenen Vorurteilen und stereotypen Verhaltensweisen nachzuspüren.

    Patrick, gespielt von Cyril Gueï, steht mit ausgebreiteten Armen vor dem Heck des Autos und ist langsam wegen der ständigen Aufenthalte verzweifelt, Sophia, gespielt von Smargda Karydi, steht unbekümmert an der Seite des Wagens und isst.
    Ratlos: Patrick ist langsam wegen der ständigen Aufenthalte verzweifelt. © W-FILM / Pallas Film

    More than Strangers zeigt keine Stereotypen

    Fünf unterschiedliche Charaktere, die jeweils unterschiedlichen Typen entsprechen – und diese durchaus gelungen und pointiert karikieren. Da Script und Regie die Klippe der Stereotypen meist umschiffen, verlieren sie dabei nicht ihre allzu normale Menschlichkeit. Das schafft Wiedererkennungswerte für das Publikum.

    Irgendwie könnten wir alle in diesem Auto sitzen. Der Witz der Inszenierung liegt nicht nur in den sich bis ins Absurde zuspitzenden Situationen, sondern gerade auch in den kleinen Momenten. In den Blicken etwa, mit denen Patrick genervt auf jede Verzögerung reagiert, sei es, weil George einen Kaffee haben will, Sophia zum Geldautomaten muss oder Julia als Verkörperung des modernen Start-Up-Workaholic kurz vorm Nervenzusammenbruch unbedingt eine Raststätte für ihre Internetverbindung ansteuern will. Das Chaos nimmt in kleinen Schritten permanent zu. Und je länger die Gruppe unterwegs ist, um so fraglicher wird es, ob Patrick zur Geburt seines Kindes am Ziel sein wird.

    Soundtrack treibt durch das Roadmovie

    Wirkungsvoll unterstützt More than Strangers der Soundtrack, der basierend auf treibendem Elektrogroove passend zur multikulturellen Reisegruppe entsprechende musikalische Elemente aufgreift und zu einem Ethno-Mix aufbereitet. Bleibt die spannende Frage, ob sich Gruppe ebenso harmonisch wird zusammenraufen können.

    Chris, gespielt von Samuel Schneider, zählt sein Geld, während Julia, gespielt von Julie Kieffer, George, gespielt von Léo Daudin, und Sophia, gespielt von Smargda Karydi, beraten, wie es weitergehen soll.
    Die Kasse wird knapp: Chris zählt sein Geld, während Julia, George (Léo Daudin) und Sophia beraten, wie es weitergehen soll. © W-FILM / Pallas Film

    Der Kamera von Patrick Orth gelingt es dabei neben schicken Landschaftsaufnahmen vor allem die Enge des Pkw-Innenraums spürbar zu machen, dabei immer wieder neue Perspektiven und Blickwinkel auch aus dem Wagen nach draußen einzufangen. So trägt die Bildgestaltung mit dazu bei, dass bei der langen Fahrt keine Langeweile aufkommt. Die Darstellenden spielen durchweg solide, vor allem aber Smaragda Karydi besticht durch temperamentvolle Komik und Authentizität. Wer Griechen kennt (und ich bin mit einer verheiratet), erkennt das deutlich.

    Unser Fazit zu More than Strangers

    More than Strangers ist eine gelungene kleine Komödie über den alltäglichen Wahnsinn, aber auch über Rassismus und Vorurteile. Und über die Frage, ob sich eigentlich fremde Menschen zu einer Gemeinschaft formen können. Durchaus Themen von brennender Aktualität. Eine Komödie, die nicht nur den Zeitgeist auf die Schippe nimmt, sondern auch den Fragen der Zeit nachgeht. Sehenswert!

    More than Strangers startet am 22. August 2024 in den deutschen Kinos.

    © W-Film / Pallas Film

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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