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    Narziss und Goldmund

    Christian Willach (Chrischi)von Christian Willach (Chrischi)11. Oktober 2020Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Die titelgebenden Figuren Narziss und Goldmund sind auf dem Bild zu sehen. Der verlebte Goldmund hat seinen rechten Arm um Narziss Schulter gelegt, um sich zu stützen. Goldmund trägt eine Augenklappe über seinem rechten Auge und trägt einen Vollbart. Es sind Wunden an seiner Brust zu erkennen und auch seine rechte Hand ist verbunden. Narziss trägt seine Mönchtunika. Beide schauen mit ernster Miene auf etwas außerhalb des Bildes.
    Die titelgebenden Figuren Narziss und Goldmund © Sony Pictures Entertainment
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    Mit Narziss und Goldmund nimmt sich Stefan Ruzowitzky der Erzählung von Hermann Hesses an. Ist es eine staubtrockene und religiöse Buchverfilmung oder überrascht der Filmemacher mit seinen beiden jungen Hauptdarstellern das Publikum? Mehr über Narziss und Goldmund erfahrt ihr hier bei uns!

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=3HwScPRL338″]

    Das Blu-ray Cover zu "Narziss und Goldmund" zeigt im unteren Bereich die Titel in goldener Schrift. Darüber sind großflächig die Köpfe von Sabin Tambrea als Narziss und Jannis Niewöhner als Goldmund zu sehen. Dazwischen sind einige weitere Darsteller zu sehen, wie Emilia Schüle, Kida Khodr Ramadan oder Uwe Ochsenknecht.
    Das Blu-ray Cover zu „Narziss und Goldmund“ © Sony Pictures Entertainment

    Narziss und Goldmund – Handlung

    Nachdem ihn sein Vater ins Kloster Mariabronn schickt, trifft der junge Goldmund (Jannis Niewöhner) auf den frommen Narziss (Sabin Tambrea). Narziss, der sich mit Leib und Seele den strengen Regeln des Klosters verschrieben hat, kümmert sich zunächst widerwillig um den stürmischen Goldmund. Dennoch entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden gegensätzlichen Jungen. Doch zunehmend wird klar, dass das Leben im Kloster nicht mit den Vorstellungen des lebenslustigen Goldmund übereinstimmt. Ermutigt von Narziss, begibt er sich bei der Suche nach seiner Mutter auf eine Reise voller Abenteuer, bis beide Jahre später wieder aufeinandertreffen.

    Freunde auf Umwegen

    Eisige und in Nebel gehüllte Wälder, ein Herrenchor erklingt und ein Mann und sein Sohn reisen zu Pferd durch die winterliche Landschaft. Ihr Ziel ist das Kloster Mariabronn, wo der Vater seinen Sprössling abgeben bzw. loswerden möchte. Mit zornigen Worten voller Verachtung übergibt er ihn an die Mönche, die sich von nun an um ihn kümmern sollen. Der junge und schmächtige Klosterschüler Narziss wird vom Oberhaupt mit der Betreuung des neuen Schülers beauftragt. Widerwillig kommt Narziss der Bitte nach.

    Denn der demütige und auf korrektes Benehmen ausgerichtete Narziss stellt das absolute Gegenteil zu dem wilden und quirligen Jungen dar. Doch nachdem der äußerst gescheite, aber als Außenseiter geltende Narziss, erneut Prügel von seinen Mitschülern abbekommt, verteidigt der kleine Junge ihn. Nachdem ihn Narziss von seiner äußerst brutalen Bestrafung befreit, beschließt der Neuling, dass diese von nun an beste Freunde sein sollen, und stellt sich als Goldmund vor.

    „Mehr als in ein Leben passt“

    Seitdem gelten die beiden im Kloster als unzertrennlich, obwohl sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Die zuvor gezeigten Kinderjahre der beiden Figuren sind bereits nach der Einblendung des Filmtitels beendet. Stattdessen konzentriert sich die Handlung von Narziss und Goldmund auf die späteren Jahre. Trotzdem bildet sich bereits in der kurzen Zeit ein bleibender und authentischer Eindruck des rauen und anspruchsvollen Lebens im Kloster. Besonders die brutalen Bilder der Bestrafungen lassen nicht kalt, wenn die Rücken oder Beine der Kinder mit blutigen Striemen überzogen sind.

    Auch die weitere Handlung, die sieben bzw. 22 Jahre später spielt, zeigt verschiedene Formen von Leid, Gewalt und Tod. Bevor jedoch der Hauptteil der Geschichte beginnt, eckt Goldmund mit queren Gedanken und seinem künstlerischen Talent mit den Gepflogenheiten des Klosters an. Obwohl es Narziss widerstrebt, schickt er auf Bitten des Kloster-Oberhaupts Goldmund fort, damit dieser seine Mutter sucht. Erst Jahre später treffen die beiden erneut aufeinander und Goldmund hat sich sehr verändert. Auf seiner Odyssee erlebt Goldmund nach eigener Aussage „mehr als in ein Leben passt“. In Rückblenden erzählt er aus seinem aufregenden und bewegten Leben.

    Goldmund erlernt in "Narziss und Goldmund" das Schreinerhandwerk. Auf dem Bild sitzt er auf eine Hocker und ist gerade an einer Figur am Schnitzen. Links von ihm sitzen weitere Schüler. Hinter ihm steht die Magd Lene (Henriette Confurius), die einen Trog mit Speisen verteilt, während sie den Schülern bei der Arbeit zusieht. Im Hintergrund sind viele weitere Figuren zu sehen.
    Goldmund erlernt das Schreinerhandwerk © Sony Pictures Entertainment

    Stefan Ruzowitzky und die Liebe zum Detail

    Regisseur und Drehbuchautor Stefan Ruzowitzky (Die Fälscher, 2008 ausgezeichnet mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film) hat den Stoff nach dem Roman von Hermann Hesse sehr gefühlvoll und mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Sicherlich mag Narziss und Goldmund nach außen sehr religiös und staubtrocken wirken. Dennoch erschafft Ruzowitzky eine frische Perspektive auf ein mittelalterliches Thema, in dessen Zentrum die innige Freundschaft zwischen zwei Männern steht. Das wird nicht jeden Geschmack vollends treffen, aber das Abenteuer Goldmunds weiß dennoch zu fesseln. Darüber hinaus erlaubt der Film einen bemerkenswerten Blick in die mittelalterliche Zeit, inmitten der bösartigen Seuchen und Armut. Denn nicht nur Liebschaften und Enttäuschungen bestimmen den Weg des jungen Mannes, sondern auch Pest und Krieg.

    Diese erbarmungslose Zeit wird verdeutlicht durch authentische und lebendige Kulissen, die rau und schmutzig wirken. Ebenso das detaillierte Makeup sowie die imposanten visuellen Aufnahmen unterstreichen dieses Weltbild. Daneben glänzt Narziss und Goldmund mit historisch authentischen Kostümen, die dennoch modern wirken. Mönchstunika, prunkvolle Kostüme oder eben nur Lumpen verorten die Figuren sehr gut in der Welt, in der die Handlung spielt. Dazu werden viele starke und für Goldmund bedeutende Frauenfiguren dargestellt, die ihn auf seiner Reise geprägt haben.

    Goldmund (Jannis Niewöhner) und die Jüdin Rebekka (Jessica Schwarz) stehen inmitten von Trümmern. Die komplett in schwarz gekleidete Rebekka schaut zornig auf Goldmund und hält dabei etwas scharfes in der rechten Hand, dass sie scheinbar kurz davor ist zu werfen. Goldmund, der ein buntes Gaukler Oberteil trägt und eine braune Lederhose scheint in die Knie zu gehen, damit er sich ducken und besser verteidigen kann. Im Hintergrund und auf dem Boden ist alles verbrannt und voller Asche.
    Goldmund und die Jüdin Rebekka (Jessica Schwarz) inmitten von Trümmern © Sony Pictures Entertainment

    Jungdarsteller, die bekannte Namen in den Schatten stellen

    Diese werden erstklassig von Elisa Schlott (Fremde Tochter), Jessica Schwarz (Das perfekte Geheimnis), Henriette Confurius (Das kalte Herz) und Emilia Schüle (Simpel) dargestellt. Auch für die männlichen Nebenrollen konnten einige namenhafte Darsteller gewonnen werden. Von André Hennicke (Der Mann aus dem Eis) über Uwe Ochsenknecht (Ich war noch niemals in New York) bis zu Kida Khodr Ramadan (Man From Beirut) wurden weitere Rollen mit bekannten Schauspielern besetzt. Allerdings konnte von den drei Akteuren nur André Hennicke einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die eindruckvollsten Performances hinterlassen freilich die zwei Hauptdarsteller von Narziss und Goldmund: Sabin Tambrea und Jannis Niewöhner.

    Zu den Casting-Entscheidungen kann nur gratuliert werden, denn beide verkörpern ihre Charaktere durch und durch. Jannis Niewöhner (Jugend ohne Gott, Der Fall Collini) scheint das Idealbild für den schönen und charismatischen Goldmund. Er erzeugt das Gefühl, als hätte dieser nicht viel für diese Rolle investieren müssen, so natürlich wirkt seine Darstellung als lebenslustiger und unbändigerer Goldmund. Wie in der Geschichte selber bildet Sabin Tambrea (La Gomera) den Gegenpol und die passende Ergänzung zu Niewöhner. Tambrea spielt Narziss mit der gebührenden Demut und sehr zurückhaltend. Dennoch erschafft er alleine mit seiner Mimik ein starkes Gefühl für seine Figur, die nicht ohne Wirkung bleibt.

    Narziss und Goldmund im Gespräch mit Mönch Lothar. Goldmund trägt ein langes graues Gewand und lehnt auf einer Krücke. Dabei schaut er in erster Linie die vor ihm stehenden Narziss und Lothar an. Die drei halten ein gelbliches Papier in der Hand, genauso wie die weiteren Mönche, die im Hintergrund stehen.
    Goldmund im Gespräch mit Narziss und Lothar © Sony Pictures Entertainment

    Unser Fazit zu Narziss und Goldmund

    Trotz der ruhigen Erzählweise hat Regisseur und Drehbuchautor Stefan Ruzowitzky in seiner Verfilmung von Hermann Hesses Narziss und Goldmund eine fesselnde Erzählung erschaffen. Im Vordergrund steht die Freundschaft zweier vollkommen gegensätzlicher Männer auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Durch imposante Bilder und authentische Sets, aber vor allem durch das Schauspiel der Protagonisten, zieht einen die Handlung in seinen Bann. Sicherlich wird nicht jeder in den 118 Minuten Laufzeit mitgerissen. Aber die Reise Goldmunds, die in Rückblenden erzählt wird, erzeugt einen nicht abreißenden Wunsch über dessen Geschichte mehr zu erfahren.

    Narziss und Goldmund ist seit dem 17.08.2020 als DVD und Blu-ray sowie als Digital Download erhältlich!


    © Sony Pictures Entertainment

    Christian Willach (Chrischi)

    Von seinem Kennenlernen mit dem Mauswanderer in einem Land vor unserer Zeit über seinen ersten Kinobesuch mit der rothaarigen Meerjungfrau, hat sich bis heute eines nie geändert: Die Film- und Fernsehwelt ist ein fester Bestandteil von Chrischi. Das steht nicht immer ganz im Einklang mit seiner hauptberuflichen Beschäftigung im öffentlichen Dienst, doch ein Blick in Chrischis „Cave“ mit inzwischen weit über 3.000 Medienträgern und einigen schicken Sondereditionen offenbart seine eigentliche Berufung. Auf der Suche nach Gleichgesinnten fand er schließlich Ende 2019 zu Filmtoast und ist seitdem fleißig am texten und quatschen im Zeichen des Toasts. So mancher Psychologe würde vermutlich beim Anblick auf Chrischis Filmauswahl mit der Stirn runzeln, doch fühlt sich Chrischi eben in nahezu jedem Genre wohl; außer vielleicht Horror. Seine Favoriten: Warrior, Kingsman, Lucky Number Slevin und Ratatouille sowie Filme von Nolan, Villeneuve, Anderson (Wes!) bzw. mit Robin Williams oder Kevin Costner (beide werten für ihn jeden Film auf). Sein Guilty Pleasure: Howard the Duck.

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