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    Startseite » No Looking Back – Ohne Rücksicht auf Verluste
    Filme

    No Looking Back – Ohne Rücksicht auf Verluste

    Tobias Theißvon Tobias Theiß12. Mai 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Viktoriya Korotkova als Olga und Sofya Krugova als Masha liegen im Film No Looking Back nebeneinander im dichten Grad und blicken nach oben in den Himmel
    Außer Atem: Olga und Töchterchen Masha. | No Looking Back © PierrotLeFou
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    Kirill Sokolovs überzeugt mit seinem neuesten Werk No Looking Back erneut mit bissigem Humor, absurden Gewaltausbrüchen und gut aufgelegten Darstellern.

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    Das deutsche Mediabook zum Film. | No Looking Back © PierrotLeFou

    Die Handlung von No Looking Back

    Olga (Viktoriya Korotkova) kommt nach 4 Jahren endlich aus dem Gefängnis frei. Zeit genug, ihr bisheriges Leben zu überdenken. Also schnappt sie sich direkt nach Haftentlassung ihre zehnjährige Tochter Masha (Sofya Krugova) und möchte mit ihr fernab von ländlicher Umgebung neu durchstarten. Blöd nur, dass Olgas Mutter (Anna Mikhalkova), die sich während Töchterchens Knastaufenthalt um die Enkelin kümmerte, ihr Sorgerecht nicht so einfach hergeben mag…

    Überraschende Herzenswärme

    Nachrichten aus und über Russland werden dieser Tage eher mit Verdruss aufgenommen. Auch der neue Film von Kirill Sokolov musste teilweise den Preis für die aktuelle russische Politik zahlen. Diverse Festivals nahmen das Werk wohl aus ihrem Programm, weil No Looking Back unter anderem mittels russischer Filmförderung finanziell unterstützt wurde. Sokolov selbst äußerte sich bislang wenig pro-russisch, was auch ein Grund dafür sein könnte, dass der Streifen seine Vorführungen während der Fantasy Filmfest Nights 2022 behalten durfte.

    In diesem widmet er sich, wie auch schon in seinem ersten Spielfilm Why Don’t You Just Die!, gesellschaftlichen Problemen Russlands. Das holde Patriarchat bekommt hier in einigen Nebensätzen ordentlich den Marsch geblasen. So verzeiht Oleg (Aleksandr Yatsenko) beispielsweise eine ihm durch eine Frau angetane Gewalttat. Dass diese Tat aber nur als Resultat seines toxischen Verhaltens gipfelt, ist ihm gar nicht bewusst. Sein „gönnerhaftes“ Verhalten wird nur von seiner eigenen Unfähigkeit der Selbstreflexion überschattet.

    Spannend auch, dass zwei sich anfangs gar nicht kompatible Handlungsstränge sogar als ziemlich kongruent erweisen. Mehrere Frauenfiguren wünschen sich völlig unabhängig voneinander für ihren Nachwuchs ein besseres Leben als jenes trostlose Dasein, das sie selbst führen.

    In No Looking Back steckt bei näherer Betrachtung sehr viel mehr Herz, Liebe und Menschlichkeit als es seine grelle Optik und grober Umgang der Menschen untereinander auf dem ersten Blick vermuten ließe.

    Viktoriya Korotkova als Olga, Sofya Krugova als Masha und Aleksandr Yatsenko als Oleg sitzen im Film No Looking Back an einem Tisch in einem düsteren Wohnzimmer und blicken fragend in die Kamera.
    Olga (Viktoriya Korotkova) sucht sich Hilfe bei Oleg (Aleksandr Yatsenko). | No Looking Back © PierrotLeFou

    Gut aufgelegte Mimen

    Neben den slapstickhaften Humoreinlagen und der überzeichneten Gewaltdarstellung (wer übrigens ein ähnlich blutiges Spektakel wie in Why Don’t You Just Die! erwartet, wird sicherlich enttäuscht), sind es vor allem die Darsteller, die auf ganzer Linie überzeugen und ganz wunderbar über den eigentlich flachen Plot hinwegtrösten.

    Besonderes Augenmerk verdient die gerade einmal 12 Jahre alte Sofya Krugova, die nicht nur Fluchen darf/kann wie ein Rohrspatz, sondern ihrer Figur verschiedene Facetten verleiht. Von vorlaut über tough bis hin zu zerbrechlich spielt sie sich durch alle Gefühlslagen einer heranwachsenden Teenagerin.

    Viktoriya Korotkova und Anna Mikhalkova als Mutterfiguren, schenken sich beide in ihrer Mutterliebe jeweils nichts. Gebrochene Nasen gehören bei ihren Auseinandersetzungen noch zum kleinsten Übel. Beiden Frauen nimmt man ihre verbitterten und zu allem entschlossenen Rollen definitiv ab. Die männlichen Charaktere sind interessanterweise eher dazu verdammt, großmäulige Nichtsnutze abzubilden, deren Sinn nach Ordnung sich allein auf ihre Männlichkeit  stützt.

    Anna Mikhalkova als Vera hält im Film No Looking Back mitten im Wald ihrer Filmtochter Olga, gespielt von Viktoriya Korotkova, eine Pistole an die Stirn.
    Auch wenn sie im Wald stehen: Olga und Vera (Anna Mikhalkova) sind sich nicht immer grün. | No Looking Back © PierrotLeFou

    Winning Team

    Sokolov setzt auf Bewährtes: neben der Regieführung zeigt er sich erneut für Schnitt und Drehbuch verantwortlich. Auch die Kamera bedient erneut Dmitriy Ulyukaev, dessen Bilder hier nicht mehr ganz so ausgefallen daherkommen wie noch im Film von 2018. Im Vergleich zu Why Don’t You Just Die! präsentiert sich No Looking Back als weniger hektisch, ohne deshalb an Tempo zu verlieren. Hier überschlagen sich die Ereignisse nicht am laufenden Band, sondern verlaufen relativ handelsüblich. In der Filmmitte bekommt man kurzzeitig das Gefühl, es würde auf der Stelle getreten. Bevor sich diese Annahme bestätigen kann, wird jedoch alsbald die nächste Überraschung aus dem Hut gezaubert.

    Langeweile kommt dennoch keine auf, da es Sokolov prächtig versteht, die Handlung mittels Rückblenden spannend zu halten und neue Perspektiven einzustreuen. Sein Faible für Western inklusive Mexican Standoff macht er auch hier mehr als deutlich.

    Viktoriya Korotkova als Olga steht im Film No Looking Back mit Blut bespritztem Gesicht vor einer rot tapezierten Wand und blickt zu allem entschlossen drein.
    Olga ist bereit alles für ihre Tochter zu tun… | No Looking Back © PierrotLeFou

    Unser Fazit zu No Looking Back

    Sokolov bleibt sich treu: No Looking Back überzeugt wie bereits Why Don’t You Just Die! mit knalligen Farben, comichafter Gewalt und – Überraschung! – viel Herz. Zwar ist Sokolovs zweiter Spielfilm nicht ganz so flott inszeniert, tritt zeitweilig sogar etwas auf der Stelle, aber noch immer ausreichend kurzweilig, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Highlight sind ganz klar, die superb aufgelegten Darsteller, deren Spaß am Spiel sich problemlos auf den Zuschauer überträgt.

    Wie auch schon Sokolovs Erstling erscheint No Looking Back bei Pierrot le Fou. Mit entsprechend einheitlichem Design ist der Film ab dem 13.05.2022 im Mediabook (DVD und Blu-ray, Booklet und Poster) zu erwerben.


    © Pierrot le Fou

    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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