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    Startseite » Predator: Badlands
    Action Filme Science Fiction

    Predator: Badlands

    Louis Kiehlvon Louis Kiehl8. November 2025Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    © 2025 20th Century Studios. All Rights Reserved.
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    Mit Predator: Badlands darf Regisseur Dan Trachtenberg zum dritten Mal auf die Yautja-Jagd gehen. Doch ist sein Beutezug auf die große Leinwand ebenso spektakulär wie Killer of Killers oder bleibt die Trophäenwand – wie schon bei seinem Startversuch Prey – erschreckend leer?

    Darum gehts in Predator: Badlands

    Ein noch junger Predator namens Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) wird von seinem eigenen Clan verstoßen. Die anderen sehen in ihm keinen starken, furchtlosen Krieger heranwachsen. Damit ist er für die Gemeinschaft wertlos, da niemand glaubt, dass Dek eine glorreiche Zukunft bei der Jagd bevorsteht. Fortan muss er also alleine auf einem abgelegenen Planeten klarkommen. Doch dort bleibt er nicht lange allein. Dek stößt auf Thia (Elle Fanning), mit der er eine unverhoffte Verbündete findet. Von nun an gehen die beiden gemeinsam auf die Jagd und müssen sich schließlich einer scheinbar übermächtigen Bedrohung stellen …

    Key-Art © 2025 20th Century Studios. All Rights Reserved.

    Von Live-Action-Unfall…

    Dass Dan Trachtenberg Hochspannung und Atmosphäre inszenatorisch beherrscht, hat er einstmals mit 10 Cloverfield Lane eindrucksvoll bewiesen. Diese Stärke – oder vielmehr: die damit verbundenen Erwartungen – konnten sich jedoch in Prey nie entfalten. Zwar merkt man dem Werk jederzeit an, dass es ein Film von einem Fan für Fans sein möchte, doch trotz aller Liebe zur Reihe stellte sich weder Begeisterung noch echte Überzeugung ein. Zu digital, vorhersehbar und dramaturgisch schwach verläuft das Geschehen. Zu austauschbar und unausgegoren wirkt das Gesamtergebnis. Trachtenberg gelingt es zwar vereinzelt, atmosphärisch dichte Momente einzustreuen, doch das täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass Prey ein müder Cash-Grab-Versuch war, eine Reihe zu reanimieren und neu auszurichten.

    …bis Animations-Überraschung

    Mit etwas Abstand meldete sich Trachtenberg in diesem Frühjahr erneut – und gewann mit Killer of Killers jene zurück, die mit seinem Predator-Fauxpas von 2022 nicht warm geworden sind. Als Animationsfilm zog er diesmal alle Register: Es entfaltete sich ein Anthology-Feuerwerk, das den Predator in drei verschiedenen Epochen konfrontierte – und damit das Publikum begeisterte. Die Härte wurde deutlich angezogen, die kreative Energie überzeugte. Killer of Killers dachte über das eher banale, aber effektive Jagd-Gimmick hinaus und entwarf eine neue Welt mitsamt frischen Ideen. So stellte sich nicht zu Unrecht die Frage: Liegt Trachtenberg vielleicht die Animation mehr als Live-Action?

    3x dasselbe – und jedes Mal anders!

    Und wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Trachtenberg bewegt sich weiterhin zwischen bekannten Stärken und klassischen Strukturproblemen, stellt dabei jedoch eines unter Beweis: Vertrauen. Predator: Badlands zeigt, dass er der richtige Regisseur ist, um die Reihe in die Moderne zu führen. Gerade dadurch wirkt der Science-Fiction-Film in vielerlei Hinsicht deutlich entfernt von Killer of Killers und unterscheidet sich ebenso spürbar von der Idee eines Prey. Es entsteht der Eindruck, als stamme der Film aus völlig anderer Hand – und das im besten Sinne.

    Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) und Thia (Elle Fanning) © 2025 20th Century Studios. All Rights Reserved.

    Eine Neuverhandlung der Predator-Identität

    In seinen besten Momenten ist Predator: Badlands ein eindrucksvoller Science-Fiction-Film, der sich die Predator-Lore konsequent aneignet und das Fanherz höherschlagen lässt. Zwischen Clanritualen, Rachemotiven und dem handelsüblichen Trophäenpfad werden der Hauptfigur mehrfach Steine in den Weg gelegt. Doch nach dem hervorragenden und dramatischen Intro zeigt sich: Klassisch ist in diesem Film gar nichts mehr. Der junge Yautja Dek wird zur Hauptfigur – ohne vermenschlicht, ohne entmystifiziert zu werden. Trachtenberg gelingt dieser gewagte Balanceakt: Er erzählt den Predator-Film neu und verleiht seiner naiven Hauptfigur einen überzeugenden Redemption-Arc, der den Film inhaltlich und emotional aufwertet.

    Die massentaugliche Disney-fizierung

    Doch diese Neuerung trägt nur so weit, wie auch Härte und die Verbeugung vor dem Klassiker bestehen bleiben – und genau darin liegt das größte Problem. Predator: Badlands ist gemacht für ein neues, größtmögliches Publikum und schlägt damit jenen Weg ein, den viele Reihen zuvor gegangen sind. Predator wird bunt, schrill und schnell. Das ist zweifellos unterhaltsam, entfernt sich jedoch spürbar vom düsteren Geist der Vorgänger und verwässert damit eine Welt, die einst von Mystik, Brutalität und Grauen geprägt war. Zwar inszeniert er schöne und variable Gegenspieler in eindrucksvollen Biomen, tobt sich abwechslungsreich aus und unterhält mit Bravour – doch immer mit einem bitteren Nachgeschmack.

    Denn Dek wird vom Einzelkämpfer zum Rudeljäger und bekommt zwei Sidekicks an die Hand, die der „Franchise-Formel“ zum Opfer fallen. Zum einen eine von Elle Fanning gespielte Figur, die er – wie C-3PO in Das Imperium schlägt zurück – auf dem Rücken trägt, während sie ununterbrochen redet und vermeintlich lustige Sprüche klopft. Zum anderen ein junges Wesen mit riesigen Augen, das vor allem das jüngere Publikum begeistern soll – ähnlich wie „Baby Yoda“ in The Mandalorian, was ja auch schon „nur“ eine Reminiszenz an die uralter Lone Wolf and Cub-Formel war. Trachtenberg setzt dies zwar charmant, verniedlicht und mit spürbarem Respekt um, doch seine klar auf PG-13 ausgerichtete Tonalität entrückt den Film zu weit vom eigentlichen Predator-Leitgedanken – und wird die Fans spalten.

    Von alter Stärke zu neuer Schwäche

    Dennoch kaschiert Predator: Badlands das fehlende Blut und erwachsene Alien-Gemetzel clever. Durch starke Kameraeinstellungen und saubere Choreografien wirkt die Action nie so, als wäre sie für das Massenpublikum sonderlich entschärft worden. Trachtenberg ersetzt Kreaturen durch Androiden, Blut durch Öl – und Gegner durch Elemente, die hart aussehen und klingen, echter, roher Brutalität aber nicht mehr entsprechen. Leider vernachlässigt er trotz sichtbarer Liebe zum Action-Exzess, seine blasse Schurkenseite auszubauen.

    Mike Homik als Kwei und Dimitrius Schuster-Koloamatangi als Dek © 2025 20th Century Studios. All Rights Reserved.

    Trotzdem tobt sich Badlands aus und zerlegt seine „Monster-of-the-Week“-Schurken in neon-grünen Körperflüssigkeiten mit nötiger Durchsetzungskraft. Die Kreaturen wirken variabel, detailliert und angenehm überdreht, während der Drang zum digitalen Größenwahn spürbar wächst. Trachtenberg steigert sich sukzessive in Größe, Form und Ideenvielfalt – bis er im Finale bei einer astreinen Aliens-Hommage angekommen ist, die auf die Leinwand gehört.

    Krieg der Welten

    All das findet in einer Welt Platz, die zur eigenständigsten Figur wird. Trachtenberg macht die Umgebung greifbar und zeigt eine lebendige Welt, die sich gegen jede Bedrohung zur Wehr setzt und in ihrer Unscheinbarkeit Pflanzen hervorbringt, die betäuben, töten oder ausbeuten. Er fängt den Planeten Genna als wunderschönen und geheimnisvollen Ort ein, verleiht ihm Charakter und erschafft parallel zur lernenden Hauptfigur ein faszinierendes Spiel mit Ungewissheit. Dies nutzt er bedacht, um Atmosphäre und Bildgewalt zu entfalten. Als visuelle Mischung aus Star Trek und Herr der Ringe findet auch Badlands zwischen all dem Trubel immer wieder ruhige Zwischentöne, in denen man sich gerne verliert – bis Yautja-Prime Killer of Killers-Fans aufschreien lässt.

    © 2025 Disney und seine verbundenen Unternehmen.

    Unser Fazit zu Predator: Badlands

    3.5 Sehenswert

    Dan Trachtenberg wagt mit seinem dritten Predator-Ausflug den Start in eine neue, zugänglichere und massentauglichere Ära des Franchises – und das ist zugleich mutig wie riskant. Badlands ist ein Film, den man entweder akzeptiert – oder ablehnt. Er tanzt zwischen leidenschaftlicher Fankultur und austauschbarem Mainstream. Doch gerade aus dieser streitbaren Ambivalenz zieht der Film seine Energie. Predator: Badlands ist rasantes Blockbuster-Fastfood – großartig bebildert, wuchtig inszeniert und mit reichlich Tempo erzählt. Das Geschehen macht Spaß, trägt sich mühelos über seine kompakten 107 Minuten und erreicht vor allem eines: Man verlässt den Kinosaal mit Lust auf mehr!

    • User Ratings (2 Votes) 3.5
    Louis Kiehl

    Schon seit jungen Jahren filmverrückt: Viel zu früh Genrefilme aller Art konsumiert und mit 14 Jahren begonnen, regelmäßig Kino+ zu schauen – obwohl er zu diesem Zeitpunkt kaum einen der besprochenen Filme selbst gesehen hatte. Geprägt wurde seine Leidenschaft maßgeblich von seiner Oma bei Star Wars: The Clone Wars und dem Schauen „alter Schinken“ vor der Glotze, seinem Vater und seinem großen Bruder mit dem er alles teilte – außer eine gleiche Meinung. Film-Begeisterung wurde beim Schauen von E.T., Jurassic Park, Zurück in die Zukunft und Indiana Jones und der Tempel des Todes entfacht, die bis heute zu den Lieblingsfilmen gehören – ab diesem Moment war klar: Filme werden ihn ein Leben lang begleiten. Er versucht, wöchentlich ins Kino zu gehen, ist sich dabei aber nie zu schade, auch den trashigsten DTV-Untiefen von Action bis Horror eine Chance zu geben oder auch mal ins indische Kino abzudriften. Bekannt aber vor allem für eines: „Alle geben 4 oder 5/5 – und er gibt ’ne 1/5, du weißt genau, da is‘ er, der Louis.“

    • Louis Kiehl
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