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    Sacrifice – Der Auserwählte

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt12. April 2022Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Eine Gruppe Einheimischer hat sich für eine Taufzeremonie in Kutten zusammengefunden.
    Mysteriöser Kult: Die Einheimischen auf der Insel leben im Geheimen als Sekte. © Tiberius Film
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    Der Horror-Mystery-Thriller Sacrifice – Der Auserwählte versucht, auf den Spuren von Midsommar zu wandeln. Allerdings sind diese Schuhe dann doch ein Nummer zu groß. Ob es sich dennoch lohnen kann, sich den Film anzusehen, erfahrt Ihr hier.

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    Das Filmplakat von Sacrifice - Der Auserwählte zeigt Isaac, gespielt von Ludovic Hughes, im Halbkreis umgeben von Sektierern mit brennenden Fachkeln. Die obere Bildhälfte zeigt Barbara Crampton als Inselpolizistin ebenfalls in eine Kutte gehüllt.
    Das Filmplakat von Sacrifice – Der Auserwählte. © Tiberius Film

    Die Handlung von Sacrifice – Der Auserwählte

    Nach dem Tod seiner Mutter kehrt Isaac Pickman (Ludovic Hughes) mit seiner hochschwangeren Frau Emma (Sophie Stevens) an den Ort seiner Geburt zurück, eine abgelegene norwegische Insel. Sie beziehen das seit 25 Jahren leer stehende Haus der Familie, das sie renovieren und anschließend verkaufen wollen. Isaacs Vater war damals darin gestorben. Die Umstände des Todes scheinen noch immer ungeklärt, denn schon kurz nach ihrer Ankunft erhalten die Pickmans Besuch von der Inselpolizistin Renate Nygard (Barbara Crampton), die Näheres über die damaligen Umstände erfahren möchte. Doch Isaac, damals ein kleiner Junge, hat keine Erinnerungen an den Vorfall, bei dem seine Mutter seinen Vater tötete und mit ihm von der Insel floh.

    Die Inselgemeinschaft ist Fremden gegenüber nicht gerade freundlich gesinnt, was auch Isaac und Emma beim ersten Besuch in der örtlichen Kneipe erfahren müssen. Doch als er den Dorfleuten erzählt, dass er eigentlich ein Einheimischer sei, wird Isaac als lang Vermisster mit viel Schnaps aufs Herzlichste willkommen geheißen. Emma beginnt, sich ausgeschlossen zu fühlen. Dieser Eindruck verstärkt sich, je enger Isaacs Bindung an die Dorfgemeinschaft wird. Das wird nicht besser, als Emma erkennt, dass die Einheimischen einem seltsamen Kult angehören – und Isaac bei einer Taufzeremonie mitmacht. Isaac wird ihr gegenüber immer aggressiver und will auf der Insel bleiben. Die Ereignisse von vor 25 Jahren scheinen sich zu wiederholen.

    Midsommar lässt schön grüßen – aus der Ferne

    Wenn ein Film erfolgreich ein relativ neues Sujet auf die Leinwand bringt, finden sich schnell Nachahmer. Es ist also kein Wunder, dass nach Midsommar von 2019 bereits ein Jahr später Sacrifice – Der Auserwählte ebenfalls mit einem geheimnisvollen nordischen Kult auf der Welle schwimmen möchte. Und wie so oft kann auch hier die Kopie dabei dem Original nicht das Wasser reichen. Da hilft es auch nicht, wenn sich die englische, aber in Norwegen gedrehte Produktion mit dem Aushängeschild „Lovecraft“ brüstet, von dessen Schriften das Drehbuch laut Titelvorspann inspiriert worden sein soll. Auch ohne nun ein besonders guter Kenner der US-amerikanischen Horrorikone zu sein – der Einfluss Lovecrafts erschöpft sich offenbar in unheilvoller Stimmung zwischen Berggipfeln, einem mystischen Geheimnis aus dem Meer und einigen gelegentlich durchs Bild zuckenden Tentakeln.

    Das kleine Dorf, in dem Sacrifice - Der Auserwählte spielt, liegt am Fuß einer unheimlich wirkenden Bergkette.
    Unheimlich: Die düstere Bergkulisse auf der Insel mahnen schon von weitem Gefahr an. © Tiberius Film

    Lovecraft hin und Midsommar her – als kleines B-Movie mit schmalem Budget hält sich Sacrifice noch ganz ordentlich. Immerhin bemühen sich die beiden Regisseure Andy Collier und Tor Mian redlich um ein atmosphärisch einigermaßen dichtes Gruselstück. Ein wenig Nachhilfe haben sie dabei auch bei Dario Argento gesucht. Wobei der intensive Einsatz von Farben in bestimmten Sets lange nicht die suggestive Wirkung des italienischen Altmeisters entfaltet, sondern eher schablonenhaft wirkt.

    Grusel kommt in Sacrifice in kleinen Schritten

    Dennoch erzeugen die beiden durchaus spannende Gruselstimmung. Im Prolog wird die Vorgeschichte schnell abgehandelt: Eine Frau wäscht ihre blutigen Hände im Waschbecken, bevor sie mit einem Kind auf ein Boot flüchtet. Dann entfaltet sich die eigentliche Handlung in angemessen ruhigem Tempo. Die stärker werdende Bindung Isaacs an die Dorfgemeinschaft bei gleichzeitiger Entfremdung von seiner Frau wird in kleinen Schritten glaubwürdig erzählt. Es sind nur kleine, dazwischen gestreute Momente, die immer wieder zeigen, dass auf dieser Insel nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

    Inselpolizistin Renate Nygard, gespielt von Barbara Crampton, in ihrer Uniform.
    Geheimnisvoll: Inselpolizistin Renate Nygard (Barbara Crampton) will herausfinden, warum Isaacs Vater getötet wurde. © Tiberius Film

    Etwa der verführerische Blick, mit dem Renates äußerst attraktive Tochter Astrid (Johanna Adde Dahl) bei einem Essen zu Viert die Aufmerksamkeit Isaacs auf sich zu lenken versucht. Ein wenig später steigt sie in Sacrifice in verführerischer Nacktheit vor Isaacs Augen aus dem Meer und versucht, ihn aus dem Reich der Rationalität zu entführen. Wissenschaft, so sagt sie, „kann uns zwar sagen wie, aber sie kann uns nicht sagen, wieso.“ Gut argumentiert, und da kann auch Isaac nicht lange gegenhalten.

    Träum schön – doch nicht nur in der Nacht

    Dann gibt es noch den merkwürdigen Gruß, mit dem die Besucher von den Einheimischen verabschiedet werden: „Träum schön!“ Ein Gruß, der auf den Mythos des schlummernden Mannes verweist. Doch von schönen Träumen kann nicht die Rede sein. Während Isaac von verstörenden Visionen heimgesucht wird, erlebt Emma angsterregende Alpträume, die mit zunehmender Entfremdung von Isaac zunehmen.

    Isaac, gespielt von Ludovic Hughes, baut wie die anderen Inselleute in Sacrifice eine mysteriöse Skulptur in seinen Vorgarten, die an den schlummernden Mann erinnern soll.
    Entfremdung: Isaac gerät immer stärker in den Bann des mysteriösen Kults um den schlummernden Mann. © Tiberius Film

    Das ist durchaus schön gefilmt, mit ein paar optischen Leckerbissen in Form fantasievoller Überblendungen etwa aus dem Spülbecken zu einer Traumsequenz unter Wasser. Oder beim Schnitt vom eingießenden Kaffee auf die heidnische Taufzeremonie. Atmosphärisch unterstützt wird die Stimmung vom unheilschwanger dräuenden Score, der oft nur auf einer Harmonie zunehmend anschwillt und so die Bedrohung verstärkt. Gewürzt wird die Geschichte noch am Ende von einem überraschenden Twist, der aber auch ein wenig aufgesetzt wirkt.

    Aufgewärmter Kaffee mit schwacher Besetzung

    Da hätte durchaus was draus werden können. Doch leider reichen die positiven Aspekte nicht aus, um aus Sacrifice – Der Auserwählte mehr als aufgewärmten Kaffee zu machen. Enttäuschend sind auch die schauspielerischen Leistungen. Insbesondere Scream Queen Barbara Crampton (Re-Animator, From Beyond, The Lords of Salem) als Dorfpolizistin spielt unterirdisch. Der bislang fast nur in einigen unbedeutenden Kurzfilmen in Erscheinung getretene Ludovic Hughes macht seine Sache zwar einigermaßen solide, den Wandel vom Softie zum Berserker nimmt man ihm aber doch nicht ab. Generell fehlt es dem Film aber an Sympathieträgern, so dass einem die Schicksale der Handelnden recht gleichgültig lassen.

    Unser Fazit zu Sacrifice – Der Auserwählte

    Im Kielwasser von Midsommar schwimmend versucht Sacrifice an den Erfolg des kultigen Horror-Streifens anzuknüpfen. Ein Vorhaben, das fast zwangsläufig misslingen muss. Ein paar gute Ideen und eine annähernd stimmige Atmosphäre wiegen die Defizite der B-Produktion nicht auf. Der schlechte beziehungsweise uninteressante Cast bietet auch schauspielerisch keinen Anreiz, sich den Film anzuschauen. Dabei kann er, wenn man die Abstriche in Kauf nimmt, durchaus unterhalten. Kann man sich geben, muss man aber nicht.

    Sacrifice – Der Auserwählte ist digital am 7. April 2020 (EST) erschienen, am 14. April als VOD und am 6. Mail als DVD und Blu-ray.


    © Tiberius Film

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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