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    Startseite » Scream VI
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    Scream VI

    Sascha Grethmannvon Sascha Grethmann8. März 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Der Ghostface Killer in Scream VI
    "What's your favourite scary movie?" © 2023 Paramount Pictures Germany
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    Gerade mal ein Jahr nach dem Release des durchaus gut rezipierten Scream (2022) erscheint der nunmehr sechste Teil der berühmten Horrorfilm-Reihe im Kino. Scream VI schlägt dabei ein paar neue Wege ein und hetzt die Überlebenden aus dem Vorgänger durch New York. Ob das Regie-Duo dabei einen neuen Freitag der 13.: Todesfalle Manhatten erschaffen hat, oder der Film ein würdiger Nachfolger ist, erfahrt ihr hier!

    Das offizielle Plakat zu Scream VI
    Das offizielle Plakat zu Scream VI © 2023 Paramount Pictures Germany

    Die Handlung von Scream VI

    Gerade mal ein paar Monate nach den Ereignissen von Scream (2022) hat es die Carpenter-Schwestern zusammen mit ihren FreundInnen Mindy und Chad zum Studieren nach New York verschlagen. Oder zumindest eine der beiden Schwestern. Samantha ist nur wegen Tara in den „Big Apple“ gezogen, damit sie diese beschützen kann, sollte der Ghostface Killer erneut aktiv werden. Und genau so soll es auch kommen, denn als eine Professorin der Uni und zwei Trittbrettfahrer brutal umkommen und der maskierte Killer hinter der Sache stecken soll, bricht die Panik bei den Überlebenden der letzten Morde aus Woodsboro aus. Sie können niemanden mehr trauen und so geraten ihre Kommilitonen nicht nur ins Visier des Mörders, sondern werden auch mit Misstrauen ihrer neuen FreundInnen bestraft…

    Melissa Barrera als Sam Carpenter und Jenna Ortega als Tara Carpenter in Scream IV
    Die beiden Carpenter Schwestern müssen auch in New York um ihr Leben fürchten © 2023 Paramount Pictures Germany

    Ghostface takes Manhatten

    So weit, so gut. Die Grundlage von Scream VI ist erstmal keine große Überraschung. Was neu ist, ist das Setting. Scream VI verlagert das Geschehen der Handlung erstmals heraus aus der kalifornischen Kleinstadt Woodsboro in die Großstadt New York. Aus der Metropole wird auch tatsächlich einiges herausgeholt. So wechseln die Schauplätze zwischen Studentenwohnungen, Parties, endlosen Gassen, Apartments, der U-Bahn oder dem Central Park. Hier wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um etwas Abwechslung in die Szenerie zu bringen. Das Ganze fühlt sich organisch an und nie gezwungen und zu einigen Momenten, an denen sich auch mal Menschenmassen in eine U-Bahn quetschen, kommt eine richtig klaustrophobische Spannung auf.

    Melissa Barrera als Sam Carpenter, Jenna Ortega als Tara Carpenter, Jasmin Savoy Brown als Mindy und Masion Gooding als Chad in Scream VI
    Freunde müssen zusammenhalten © 2023 Paramount Pictures Germany

    Do you like scary movies?

    Wer in den letzten Jahren fleißig Indie-Horrorfilme geguckt hat, wird sicher das ein oder andere Gesicht im Film wiedererkennen. Abgesehen von aufstrebenden Genre-Stars, wie Jenna Ortega und Samara Weaving, gibt sich erneut Jasmin Savoy Brown, bekannt aus Sound of Violence, die Ehre. Neu mit dabei sind Liana Liberato, bekannt aus The Beach House, oder Jack Champion, den man erst zuletzt in Avatar: The Way of Water sehen konnte. Dass der Film mit seinen Wurzeln bricht und nun bis auf Courteney Cox und Hayden Panettiere sämtliche DarstellerInnen aus den alten Filmen gestrichen hat, stößt vielen Fans sicher sauer auf, ist aber ein sinnvoller Schritt, damit das Franchise nicht auf der Stelle tritt. Die neuen DarstellerInnen sind eine gute Ergänzung und machen ihren Job, solange sie denn am Leben sind, echt gut. Von einigen sieht man in den kommenden Jahren sicherlich noch mehr.

    Etwas weniger positiv fällt Hayden Panettiere in ihrer Rolle als Kirby Reed auf. Besonders neben Jenna Ortega wirkt ihr Schauspiel sehr steif und unmotiviert. Direkt dahinter nimmt Dermot Mulroney, der den ermittelnden Detective spielt, den Platz ein. In vielen Situationen spielt er sehr überspitzt und wirkt so, als würde er in einem Theaterstück statt in einem Film sein.

    Das Franchise Problem

    Die Existenz von anderen Horrorfilmen in Scream VI ist im Franchise natürlich keine Neuerung. Die Reihe war sich auch nie zu schade, Namen zu nennen und Klischees anzuprangern. Wir erinnern uns zurück: Scream (1996) hat sich der Horror und Slasherfilme der 70er und 80er Jahre angenommen, in Scream 2 (1997) ging es um gehetzte Fortsetzungen und in Scream 3 (2000) um Horrorreihen, die mit jedem Teil schlechter wurden. Mit Scream 4 (2011) wurden Remakes aufs Korn genommen und mit Scream (2022) der aufkommende Trend der Legacy-Sequels. Aber woran hängt sich Scream VI auf?

    Das Über-Thema ist der eben angesprochene Umgang mit Franchises in der aktuellen Filmlandschaft. Scream VI blickt, wie viele andere späte Vertreter in einem Franchise, auf seine Vorgänger zurück und versucht, alte Elemente wieder zu verwerten. Dabei vermittelt er, dass heutzutage viele Filme nicht mehr auf die Legacy-Figuren angewiesen sind, weshalb diese ebenfalls nicht mehr vor dem Tod sicher sind. Allerdings wirkt dieses Konstrukt etwas weit hergeholt. Der Film spielt leider nur wenig mit diesen Elementen und tötet Figuren, die für das Franchise überhaupt keine Bedeutung haben.

    Gewalt stand bei der Scream-Reihe noch nie wirklich im Mittelpunkt, doch der sechste Teil zieht diesbezüglich nochmal eine Schraube an und zeigt beispielsweise Einstichwunden deutlich expliziter, als es die Vorgänger taten. Auch das könnte natürlich ein Kommentar auf den immer weiter steigenden Gewaltgrad in modernen Horrorfilmen sein, aber dafür ist es noch nicht überspitzt genug. Die Freigabe ab 18 Jahren hat der Film sich dennoch verdient.

    Courteney cox als Gale Weathers in Scream VI
    Gale Weathers ist erneut mit von der Partie und investigiert auf eigene Faust © 2023 Paramount Pictures Germany

    Unser Fazit zu Scream VI

    Scream VI ist schwierig. Der Film beginnt richtig stark und baut eine dichte Atmosphäre auf, die einem suggeriert, man könnte Niemanden trauen. Der „whodunit“-Charakter des Films ist mit einer der ausgeprägtesten der Reihe, was einen als ZuschauerIn gut mitfiebern lässt. Im letzten Viertel, das hier aus Spoilergründen nicht angesprochen wird, bricht der Film allerdings stark auseinander und wirkt durch viele Drehbuchentscheidungen sehr konstruiert, damit das Finale so stattfinden kann, wie es passiert. Vieles kommt dadurch sehr inkonsequent rüber. Das ist sehr schade, da die Geschichte bis dahin sehr gut auch ohne solche Stilmittel funktioniert hat. Das fällt hier aber besonders negativ auf und deswegen etwas mehr ins Gewicht. Spaß kann man mit Scream VI aber trotzdem haben, wenn man darüber und über die wenigen Aussetzer bei den DarsterllerInnen hinwegsehen kann.

    Scream VI ist ab dem 9. März 2023 bundesweit im Verleih der Paramount Pictures Germany im Kino zu sehen!


    © 2023 Paramount Pictures Germany

    Sascha Grethmann

    Sascha ist seit 2020 Autor bei Filmtoast und interessiert sich für ein breites Spektrum an Pop-Kultur. Zu Hause fühlt er sich besonders irgendwo bei Horror, Action,Thrillern, Animationsfilmen und Musicals.

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