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    Showgirls

    Christian Willach (Chrischi)von Christian Willach (Chrischi)30. Oktober 2020Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    Nomi (Elizabeth Berkley) bei einer Tanznummerin "Showgirls". In Einem Stripclub leckt sie die Tanzstange ab und blickt sehr lustvoll auf jemanden im Publikum.
    Nomi bei einer Tanznummer im Stripclub © Capelight Pictures
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    Kaum ein Film spaltet das Publikum so sehr wie Paul Verhoevens Showgirls. Vom schlechtesten Film aller Zeiten bis Meisterwerk gibt es sämtliche Meinungen zu dem inzwischen zum Kultfilm avancierten Erotik-Drama. Ob es sich lohnt in die Welt der Las Vegas Showgirls entführt zu werden, lest ihr hier.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=dPnG7LgO3lw“]

    Das deutsche Blu-ray-Mediabook Cover von "Showgirls" ist sehr schlicht gehalten. Das Cover ist größtenteils in schwarz gehalten. Zentral steht der Schriftzug Showgirls. Das Show und Girls wird zentral geteilt durch ein Bild von Nomi (Elizabeth Berkley). Zu sehen ist aber nur ihre linke Seite von Kopf bis Fuß, welche sich vom oberen bis unteren Rand des Covers zieht. Rechts unten ist zudem ein rosa farbiger Klecks auf beigen Hintergrund zu sehen. Dieser stellt das Cover der beigefügten Dokumentation "You Don't Nomi" dar.
    Das deutsche Blu-ray-Mediabook Cover von „Showgirls“ © Capelight Pictures

    Worum geht es in Showgirls?

    In der Hoffnung dort als Tänzerin Karriere zu machen und sich ein neues Leben aufzubauen, macht sich Nomi Malone (Elizabeth Berkley) auf den Weg nach Las Vegas. Doch es ist ein langer Weg bis zur Erfüllung ihres Traums. Die attraktive Nomi muss aus Geldnot einen Job als erotische Tänzerin in einem Striplokal annehmen. Eines Tages bekommt sie jedoch die Chance in der erfolgreichen Bühnenshow „Goddess“ im Stardust-Hotel neben Cristal Connors (Gina Gershon), dem Star der Show zu tanzen. Jedoch hat ihre Traumwelt voller Glitzer und Glamour auch ihre Schattenseiten. Um ihren Traum zu verwirklichen, muss Nomi das Spiel aus Missgunst, Intrigen und Gewalt mitspielen, damit sie an ihr Ziel kommt.




    Einblick hinter die Kulissen des glitzernden Showgeschäfts von Las Vegas

    In der Eröffnungsszene geht eine junge Frau in schwarzer Lederjacke, samt ihrem großen Koffer, den gut befahrenen Highway entlang. Ihr Ziel scheint offensichtlich, denn im Hintergrund steht ein riesiges Schild, welches angibt, dass es noch 342 Meilen bis nach Las Vegas sind. Als sie per Anhalter mitgenommen wird, wird der Fahrer kurz zudringlich. Doch die taffe Frau, die sich als Nomi vorstellt, zögert nicht lange und zückt ein Klappmesser. Schon hier wird klar, dass Nomi eine Menge Feuer besitzt und sich durchzusetzen weiß. Dennoch wird sie bereits am ersten Tag beklaut und steht vor dem Nichts. Zum Glück trifft sie auf Molly (Gina Ravera), die ihr eine Unterkunft anbietet und sich in der kurzen Anfangszeit als zuverlässige Freundin entpuppt.

    Nach dieser kurzen Einführung folgt ein Zeitsprung von sechs Wochen. Ab hier beginnt sich die eigentliche Handlung zu entwickeln und der Zuschauer bekommt erste Eindrücke vom alltäglichen Las Vegas-Nachtleben. Nomi arbeitet aus der Not heraus als Stripperin im Cheetah´s, einem billigen Striplokal. Es ist scheinbar die Kehrseite des von Nomi gewünschten Traumberufs eines Las Vegas-Showgirls. Doch auch bei den großen Shows zeigt sich, dass nicht alles glänzt. Da Freundin Molly im renommierten Stardust-Casino bei der „Goddess“-Show als Kostümdesignerin arbeitet, kann Nomi mit zu einer der Shows. Die Missgunst unter den Tänzerinnen im Hintergrund der Bühnenshow ist sichtbar, wie spürbar, mitzuerleben. Auch deswegen scheint Showgirls nach außen einen guten Einblick hinter die Kulissen des glitzernden Showgeschäfts von Las Vegas zu bieten.

    Nomi (Elizabeth Berkley) tanz in "Showgirls" für die große Show "Goddess" vor. Lediglich mit BH und Strumpfhose bekleidet tanzt sie neben mehreren anderen Kandidatinnen.
    Nomi (Elizabeth Berkley) beim Vortanzen © Capelight Pictures

    Ein Film spaltet das Publikum

    Die vielversprechenden schonungslosen Darstellungen vom Showbiz und dem Sexismus in Las Vegas, kann der Film allerdings nur teilweise erfüllen. Obwohl mit Regisseur Paul Verhoeven und Drehbuchautor Joe Eszterhas erneut die zwei Filmmacher zusammenkamen, die schon mit Basic Instinct erfolgreich waren. Doch die Stimmen zum Film waren damals mehr schlecht als recht und machten den Film einst zum großen Gewinner der Goldenen Himbeere. Vom schlechtesten Film aller Zeiten bis Meisterwerk gibt es sämtliche Meinungen zu dem inzwischen zum Kultfilm avancierten Erotik-Drama. Kaum ein Film spaltet das Publikum so sehr wie Showgirls.

    Es ist kein Wunder, denn Showgirls macht scheinbar alles verkehrt und ist dennoch nie der komplette Reinfall. Trotz über zwei Stunden Laufzeit hat der Film eine kurzweilige Wirkung und kann darüber hinaus sogar sehr gut unterhalten. Inszenatorisch macht der Film dank der Regie Verhoevens vieles richtig. Insbesondere die große Bühnenshow mit den gut choreografierten Tanzszenen und imposanten Kulissen versprüht den Las Vegas Glanz. Die kurzen Sequenzen der Showeinlage, samt explodierendem Show-Vulkan, sind geladen voller Energie und scheinen von einigen realen Vegas-Produktionen inspiriert zu sein. Aber letzten Endes retten diese Aufnahmen nicht das Gesamtwerk.

    "Showgirls" bietet einige Imposante Bilder von der Bühnenshow. Auf dem Bild sind viele halbnackte Tänzerinnen und Tänzer in schwarzen, beinahe nicht existenten, Lederkostümen. Dazu ist auf der Bühne eine Stahlkulisse aufgebaut auf der weitere Tänzerinnern zu sehen sind.
    Imposante Bilder von der Bühnenshow in „Showgirls“ © Capelight Pictures

    Showgirls selbst ist sein größter Feind

    Speziell das Drehbuch von Joe Eszterhas steht sich selber und Showgirls häufig im Weg. Die interessante Grundidee einer Satire auf das Showgeschäft findet teils mit einigen bitteren und augenscheinlich reellen Momenten zu seinen Stärken und weiß hierbei zu packen. Ob im Striplokal oder der renommierten Casino-Show, die Abläufe im Hintergrund, wie Missbrauch von Personen oder die Erniedrigung dieser, bietet einige sehr spannende und authentisch wirkende Momente.

    Dem entgegen stehen wiederum überspitzt anmutende Augenblicke, wobei die Masse an Nacktheit hierbei das geringste Problem ist. Die größtenteils mehr als unsympathischen Figuren, ein schlagartiges und übergezogenes Maß an Gewalt sowie leider sehr unbeholfene Dialoge sorgen des Öfteren für Stirnrunzeln. Der größte Störfaktor bleibt aber vermutlich das verstörend übertriebene Schauspiel von Hauptdarstellerin Elizabeth Berkley, welches den Zuschauer immer wieder blitzartig aus der Handlung reißt.

    Die Definition von Overacting

    Elizabeth Berkley hat eine wilde Energie, die besonders bei den Tanzszenen gut zur Geltung kommt. Aber in den restlichen Szenen zeigt sich vor allem eines: Wirklich jeder Darsteller in Showgirls spiel besser als sie und wirkt dabei natürlicher. Vielleicht war die Figur der Nomi Malone aber auch generell mit einem haarsträubenden Temperament und ernsthaften Verhaltensproblemen angelegt. Es scheint allerdings eher den Anschein zu haben, dass Berkley einfach den schmalen Grat zwischen energisch spielen und Overacting weit überschritten hat. Ferner hat sie für seifenopernartiges Overacting einen neuen Superlativ erschaffen.

    Gerade hysterische Anfälle bzw. Wutausbrüche werden maßlos übertrieben dargestellt, als wenn ein kleines Kind beleidigt ist. Wiederum wird es dadurch nie langweilig und im Zweifelsfall ist Berkleys Schauspiel nicht ansprechend aber macht Spaß, da es so grotesk übertrieben ist. Definitiv hat es seinen Grund, warum Elizabeth Berkeley nach Showgirls nahezu in der Versenkung verschwand.

    Andere Darsteller sind hingegen noch heute in Film und Fernsehen zu sehen, so wie Gina Gershon (Bound – Gefesselt). Diese kann mit einer tollen Ausstrahlung glänzen, aber auch Gershon kann nur ihre Figur nur so gut darstellen, wie Eszterhas sie geschrieben hat. Mit Kyle MacLachlan (Giant Little One) gehört ein weiterer noch heute bekannter Darsteller zum Cast. Er spielt den geleckten Geschäftsmann Zach, den er mit einer gewohnt guten Präsenz mimt. Die Figuren James (Glenn Plummer), der Nomi ermutigt, ihren Tanz ernst zu nehmen, und Nomis beste Freundin Molly, die von Gina Ravera verkörpert wird, wirken in dem ganzen Geschehen noch am natürlichsten.

    Gina Gershon und Kyle MacLachlan spielen in "Showgirls" Cristal und Zach. Die beiden schauen sich im Stripclub sehr erregt die ihnen gebotene Show an.
    Gina Gershon und Kyle MacLachlan im Stripclub © Capelight Pictures

    Blu-ray-Mediabook inklusive Dokumentation You Don’t Nomi

    Capelight Pictures hat Showgirls nun neu veröffentlicht, unter anderem als 2-Disc Limited Collector’s Edition im Blu-ray-Mediabook, welches uns zur Ansicht zur Verfügung gestellt wurde. Beim Film selbst wurde sowohl das Bild als auch der Ton einwandfrei aufgearbeitet. Besonders die Bühnenshow kommt dank der DTS-HD Master Audio 5.1 Tonspur so energiegeladen rüber, wie es sich vermutlich Regisseur Paul Verhoeven erhofft hat. Neben der Aufarbeitung und einer ansehnlichen Aufmachung (siehe Filmtoast Unboxing), beinhaltet das Mediabook auch einige interessante Extras.

    Außer dem Spielfilm beinhaltet die erste Disc Audiokommentare und Interviews mit einigen Beteiligten des Films sowie Featurette und ein elfminütiges Special. Auf der zweiten Disc befindet sich die Dokumentation You Don’t Nomi von 2019, welche sich mit dem Film aus einer anderen Perspektive beschäftigt. Zu guter Letzt beinhaltet das Mediabook ein 24-seitiges Booklet, in dem sich Autor Peter Osteried dem Film, den Kritiken und weiteren Themen widmet.

    Unser Fazit zu Showgirls

    Es verwundert nicht, dass die Meinungen über Showgirls so auseinander gehen. Nach außen verspricht die interessante Grundidee einer Satire auf das Showgeschäft einen guten Einblick hinter die Kulissen dieser glitzernden Welt. Allerdings steht sich das Drehbuch von Joe Eszterhas dabei gern selbst im Weg und kann die Hoffnung nur teilweise erfüllen. Sehr unbeholfene Dialoge und vor allem das verstörend übertriebene Schauspiel von Hauptdarstellerin Elizabeth Berkley sorgen leider des Öfteren für Stirnrunzeln. Dennoch ist Showgirls kein kompletter Reinfall. Trotz über zwei Stunden Laufzeit weiß der Film sehr gut zu unterhalten und mit einigen sehr spannenden und authentisch wirkenden Momenten zu packen. Regisseur Paul Verhoeven macht inszenatorisch vieles richtig und sorgt für einige energiegeladene Schauwerte. Insbesondere die große Bühnenshow versprüht mit den gut choreografierten Tanzszenen und den imposanten Kulissen den Reiz an Las Vegas.

    Showgirls ist seit dem 30.10.2020 als 2-Disc Limited Collector’s Edition im Blu-ray-Mediabook sowie als 3-Disc Limited Collector’s Edition im UHD-Mediabook erhältlich.


    Verfügbarkeit von Showgirls auf WerStreamt.es prüfen

    © Capelight Pictures

    Christian Willach (Chrischi)

    Von seinem Kennenlernen mit dem Mauswanderer in einem Land vor unserer Zeit über seinen ersten Kinobesuch mit der rothaarigen Meerjungfrau, hat sich bis heute eines nie geändert: Die Film- und Fernsehwelt ist ein fester Bestandteil von Chrischi. Das steht nicht immer ganz im Einklang mit seiner hauptberuflichen Beschäftigung im öffentlichen Dienst, doch ein Blick in Chrischis „Cave“ mit inzwischen weit über 3.000 Medienträgern und einigen schicken Sondereditionen offenbart seine eigentliche Berufung. Auf der Suche nach Gleichgesinnten fand er schließlich Ende 2019 zu Filmtoast und ist seitdem fleißig am texten und quatschen im Zeichen des Toasts. So mancher Psychologe würde vermutlich beim Anblick auf Chrischis Filmauswahl mit der Stirn runzeln, doch fühlt sich Chrischi eben in nahezu jedem Genre wohl; außer vielleicht Horror. Seine Favoriten: Warrior, Kingsman, Lucky Number Slevin und Ratatouille sowie Filme von Nolan, Villeneuve, Anderson (Wes!) bzw. mit Robin Williams oder Kevin Costner (beide werten für ihn jeden Film auf). Sein Guilty Pleasure: Howard the Duck.

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