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    Spirited

    Leo Solledervon Leo Solleder16. November 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Clint Briggs ist an den Geist der gegenwärtigen Weihnacht gelehnt, der einen traditionellen Anzug trägt
    Das Poster zu Spirited © Apple TV+
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    Es weihnachtet sehr bei Apple TV+! Mit Spirited startet eine Neuadaption der Weihnachtsgeschichte mit Ryan Reynolds und Will Ferrell von Charles Dickens. Grund zum froh und munter sein oder sollte Knecht Ruprecht die Macher besuchen?

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    Clint Briggs ist an den Geist der gegenwärtigen Weihnacht gelehnt, der einen traditionellen Anzug trägt
    Das Poster zu Spirited © Apple TV+

    Die Handlung von Spirited

    Jedes Jahr besuchen die Geister der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht moralisch ambivalente Menschen in der Weihnachtszeit. Das Ziel ihrer Mission besteht darin, die oft egoistischen und unfreundlichen Besuchten an die Nächstenliebe und die Essenz von Weihnachten zu erinnern. Als der eigensinnige Clint Briggs (Reynolds) in den Fokus der Geister gerät, stellt er sie vor ein Rätsel. Denn Briggs, der auch dank seiner treuen Assistentin Kimberly (Spencer) so erfolgreich ist, wirkt wie ein zweiter Ebenezer Scrooge und somit „unerlösbar“. Gelingt es dem Team rund um den Geist der gegenwärtigen Weihnacht (Ferrell), Clint Briggs zu einem besseren Menschen zu wandeln?

    Schrill und bunt: Clint Briggs und der Geist der gegenwärtigen Weihnacht in „Spirited“ ©Apple TV+

    Die Welt verändert sich, wann tut es Weihnachten?

    Wenn man Leute zu ihrer Meinung befragt, so wird man häufig zu hören bekommen, dass Weihnachten aus jahrelangen Traditionen besteht. In einer immer unsichereren Welt bleiben diese Feiertage für viele ein sicherer Hafen. Dennoch ändert sich unbewusst einiges im Verhältnis zu den alten Traditionen. Alte werden abgelegt, neue adaptiert. Und wieder andere werden nur aus Liebe zu den Liebsten noch aufrecht erhalten. Klar ist, dass sich auch Weihnachten stetig verändert. Und damit auch die entsprechende Popkultur. Spirited ist nichts anderes als eine Adaption von Charles Dickens Eine Weihnachtsgeschichte. Der Inhalt ist bekannt, das Setting auch. Denn Clint Briggs ist nicht die erste Reinkarnation des Ebenezer Scrooge als Bösewicht im modernen Gewand. Wer Bill Murray in Die Geister, die ich rief gesehen hat, kennt die moderne Auslegung des industriellen Bösewichts als selbstverliebten Medienschaffenden. Während dort noch eine gesellschaftskritische Note mit schwang, gibt es in dieser Interpretation nur Oberflächlichkeiten. Tiefgang? Fehlanzeige.

    Spirited gelingt keine interessante Charakterisierung seines (zeitweiligen) Antagonisten Clint Briggs. Ryan Reynolds spielt diesen zwar als neoliberalen Selbstoptimierer, der die Fehler seiner Gegner konsequent ausnutzt. Allerdings bleibt er nichts weiter als ein Abziehbild ohne Ecken und Kanten. Briggs ist kein Scrooge. Er ist glatt und unangreifbar. Doch auch als manipulierenden Showman kann man ihn nicht ernst nehmen. Dennoch sind es diese Momente, die zu den besten des Films gehören. In diesen Szenen versprüht Spirited mit seinen übertriebenen Musicaleinlagen und bunten Effekten einiges an Kreativität.

    Kimberly steht auf einer Eisfläche und singt. Hinter ihr ist ein Neonschild angebracht, welches die Wörter "Sky High" darstellt
    Taffe Assistentin: Clint Briggs rechte Hand Kimberly © Apple TV+

    Warum wir Weihnachtsfilme lieben oder hassen

    Weihnachtsfilme sind dafür berüchtigt, einfache Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu geben. Besonders in amerikanischen Produktionen ist die Erlösung durch die sogenannten Weihnachtswunder Teil der gängigen Erzählung geworden. Dies kann durchaus kritisch beäugt werden. Dennoch drückt das Publikum gern ein Auge zu, selbst wenn es mal kitschig wird. Dafür müssen auf der anderen Seite Inszenierung und Figurenzeichnung stimmig sein. Hier reiht sich Spirited jedoch in die Masse diverser Streamingproduktionen ein, die in den letzten Jahren zur Weihnachtszeit auf Quantität statt Qualität gesetzt haben. Der Film soll viele Genres und Ideen abdecken. Er startet mit Kitsch und Musicals, um dann jedoch romantisch und verrucht zu sein. Elemente einer Buddykomödie reihen sich an pseudoromantische Szenen, um ein unnötiges Love Interest zu etablieren. Am Ende siegen Kitsch und die Macht der Liebe.

    Ist das das Weihnachtsgefühl, was einem Publikum vermittelt werden soll? Keines der Elemente ist durchdacht oder einzigartig. Viel passender ist hier das Bild rohen Plätzchenteigs, der in den Rachen seines Publikums gepresst wird. Dieser Teig ist sehr zäh. Die eigentlich schnell erzählte Handlung wird auf über 2 Stunden gezogen. Jede Minute jenseits der 60-Minuten-Marke ist eine Qual. Daran ändert auch der namenhafte Cast nichts. Denn während die meisten Darsteller:innen eher gelangweilt wirken, ist das Protagonistenpaar Ferrell/Reynolds fast unerträglich. Hier führt die fehlende Handschrift von Regisseur Sean Anders dazu, dass das Spiel beider Darsteller zu einer Parade schlechter Gags und dämlicher Grimassen verkommt. Weniger wäre hier mal wieder mehr gewesen. Das gilt nicht nur für die beiden Stars, sondern für die ganze Tonalität der Komödie. Und eventuell auch für Weihnachtsfilme per se.

    Clint und der Geist der gegenwärtigen Weihnacht sitzen erschreckt im Bett, der Geist trägt dabei eine antike Schlafmütze
    Nicht die besten Freunde: Der Geist der gegenwärtigen Weihnacht will den eigensinnigen Clint bekehren © Apple TV+

    Unser Fazit zu Spirited

    Spirited ist ein Paradebeispiel für eine halb ausgereifte Filmidee, die im Rahmen der alljährlichen Weihnachtsflut auf das Publikum abgelassen werden. Dabei möchte der Film zu Beginn einen neuen Weg einschlagen und überrascht unter anderem mit Musicalelementen. Obwohl sehr gewollt besitzen diese noch eine gewisse Originalität. Mit zunehmender Laufzeit verliert sich Spirited jedoch in einem unerträglichen Mix aus plumper Gesellschaftskritik, alten Rom-Com-Mustern und nervtötender Buddy-Comedy. Darüber hinaus überzeugen die Hauptdarsteller Ryan Reynolds und Will Ferrell auch nicht. Spirited zwingt sein Publikum förmlich, weihnachtlich gestimmt zu sein, anstatt es mit allgemein gültigen Aussagen abzuholen. Wer sich in dieser Stimmung befindet und die eklatanten Schwächen übersehen kann, könnte sich mit dem Film anfreunden. Ohne diesen sehr speziellen Gemütszustands sollte man jedoch einen großen Bogen um den Film machen.

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    © Apple TV+

    Leo Solleder

    Léo wollte eigentlich Theaterschauspieler werden, nun ist der Medienkulturwissenschaftler freier Journalist, Social Media Manager und Redakteur. Seine Liebe für die Bretter, die die Welt bedeuten, zeigt sich allerdings immer wieder in seiner Filmvorliebe für Kammerspiele. Diese dürfen gern international, etwas cheesy und gut geschrieben sein, doch eigentlich ist Léo genretechnisch dann doch vielfältig. Immer wieder von A24-Produktionen begeistert und dennoch mit dem Gespür für deutsche Fernsehfilme der 60er-Jahre podcastet und schreibt sich Léo seit Dezember 2021 durch die Redaktion von "Filmtoast", außerdem betreibt er mit seinem Redaktionskollegen Kenan den Popkultur-Podcast "Bleibende Schäden". Immer auf der Suche nach neuen Blockbustern und kleinen Genreperlen, die vielleicht irgendwann mal den Status seiner Lieblingsfilme "Fight Club" und "Whiplash" erreichen können.

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