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    The Raid 2

    Tobias Theißvon Tobias Theiß12. Mai 2022Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    Mit The Raid 2 setzt Regisseur Gareth Evans seinen Actionreißer The Raid fort und toppt ihn problemlos in allen Belangen: Lauflänge, Choreographien und Story. Evans steigert die bereits vorhandene Brillanz des Vorgängers ohne Mühen und zaubert ein atemberaubendes Actionballett aufs Parkett.

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    Das Cover der deutschen Special Edition auf Blu-ray zu The Raid 2
    Das Cover der 2 Disc Special Edition. | THE RAID 2 © Koch Films

    Die Handlung von The Raid 2

    Regisseur Gareth Evans setzt nahezu nahtlos am Ende des Vorgängerfilms an: Rama (Iko Uwais) übergibt das in The Raid sichergestellte Beweismaterial sowie den korrupten Captain Wahyu (Pierre Gruno) an Bunawar (Cok Simbara), den Chef einer Undercover-Einheit. Diese hat sich dem Kampf gegen die Überhand nehmende Korruption verschrieben und möchte Rama aufgrund seiner kämpferischen Fähigkeiten für ihre Zwecke rekrutieren. Anfangs ablehnend, steigt er schlussendlich doch ein, als er erfährt, dass sein Bruder Andi (Donny Alamsyah) von Bejo (Alex Abbad) hingerichtet wurde und seiner eigenen Familie fortan Gefahr droht.

    Um die großen Fische der kriminellen Organisationen zur Strecke zu bringen, wird Rama unter einem Vorwand ins Gefängnis eingeschleust. Dort soll er Vertrauen und Gunst von Uco (Arifin Putra), dem Sohn des Gangsterbosses Bangun (Tio Pakusadewo) gewinnen, um Beweise für deren kriminellen Machenschaften zu sammeln…

    Iwo Uwais als Rama prügelt sich in The Raid 2 auch im Gefängnis mit dutzenden Insassen und Wärtern.
    Rama (Iko Uwais) muss sich überall seiner Gesundheit erwehren – auch im Gefängnis. | THE RAID 2 © Koch Films

    Große Vorbilder

    Allein die Wiedergabe der Ausgangssituation zeigt deutlich, dass The Raid 2 einen anderen Weg beschreitet als noch sein Vorgänger. War dieser noch völlig auf geradlinige Action ausgelegt, verbeugt sich der Nachfolger vor großen Gangsterepen unserer Zeit. Die auftretenden Gruppierungen und Verbindungen einzelner Personen zueinander zeigen sich deutlich komplexer. So erhält manch eine im Vorgänger angedeutete Person nun überhaupt erst ein Gesicht, beispielsweise der ominöse Reza (Roy Marten).

    Von einer Jahrzehnte umspannenden Saga wie die Der Pate-Trilogie oder Es war einmal in Amerika ist auch The Raid 2 noch weit entfernt. Aber es ist ungeheuer erfrischend, wie Evans seine brachiale Action hier konsequent mit Handlung und komplexen Beziehungen untermauert. Dieses Geflecht benötigt natürlich einen entsprechenden Nährboden – und so beträgt die Laufzeit stattliche 150 Minuten. Wer nun allerdings fürchtet, die Essenz des ersten Teils würde dadurch verwässert werden, kann beruhigt aufatmen. Zwar ist die Dichte an Auseinandersetzungen nicht mehr so hoch, aber es vergeht dennoch kaum eine größere Szene, ohne in beeindruckenden Fights zu gipfeln.

    Die Zeit dazwischen nutzt Evans um seinen Figuren Raum zu geben. Vor allem die Beziehung zwischen Uco und seinem Vater ist mit Spannung beladen, zeigt sich hier doch deutlich das klassische Aufbegehren der nachrückenden Generation gegenüber den gegenwärtigen Platzhirschen. The Raid 2 gelingt der Spagat zwischen beeindruckenden Actioneinlagen und ruhigen Spannungsmomenten. Bei der Vielzahl an auftauchenden Charakteren und Verbindungen zueinander kann man also getrost das Prädikat Epos aussprechen. Ursprünglich sollte The Raid 2: Berandal (Alternativtitel) der erste Film sein. Die Finanzierung schlug jedoch fehl. Ein günstigerer Film sollte mit seinem Einspiel dann für die finanzielle Mittel sorgen: The Raid war geboren.

    In The Raid 2 hält Yayan Ruhian als Prakoso seinem blutüberströmten Gegner eine abgebrochene Flasche an den Hals.
    Prakoso (Yayan Ruhian) muss sich mit Verrätern auseinandersetzen. | THE RAID 2 © Koch Films

    Gekonnte Inszenierung

    Beide Filme im direkten Vergleich machen deutlich, mit welchen Ambitionen Evans Ursprungsidee aufwartet. The Raid 2 kostete deshalb auch etwa das Vierfache seines Vorgängers – hinsichtlich der Summen die heute in Triple A-Produktionen fließen, scheinen die 4,5 Millionen US-Dollar allerdings geradezu lachhaft. Betrachtet man dann jedoch die Mühen, die in die Choreografie der Kampfszenen geflossen sind, erscheint vieles des gegenwärtigen Actionkinos Hollywoods amateurhaft – vor allem wenn man das Vielfache der Produktionskosten berücksichtigt.

    The Raid konnte mit seinen brachialen Nahkämpfen und dank Iko Uwais‘ Silat-Talent beeindrucken. The Raid 2 stellt seinen Vorgänger ohne wenn und aber in den Schatten. Was Evans und seine Crew hier an Setpieces liefern, die für groß angelegte Auseinandersetzungen herhalten müssen, ist wahrlich beeindruckend. Nicht nur die Wucht der Kämpfe ist nahezu spürbar (kein Wunder: die Schläge und Tritte sind allesamt echt!), auch wie diese in Szene gesetzt sind, erhöht deren Spannung deutlich.

    Da werden Zeitlupen an den richtigen Stellen eingesetzt, um eine sich anbahnende Gefahr zu intensivieren. Da wird minimalistische, aber förderliche Musik eingesetzt, die den Flow der Kämpfe unterstützt und teils sogar die Kämpfe zu dirigieren scheint. Den größten Dank gilt es allerdings den beiden Kameramännern Matt Flannery und Dimas Imam Subhono auszusprechen. Deren Aufnahmen sind bei aller hektischer Intensität in den Bildern von solch klarer Struktur und Übersicht, dass der Zuschauer sich an den majestätischen Kämpfen geradezu ergötzen kann. Denn die beste Choreografie ist umsonst, wenn nach dem Filmschnitt nur noch ein unübersichtlicher Rumpf übrig bleibt, der sämtliche Intensität vermissen lässt.

    Very Tri Yulisman als Baseball Bat Man verprügelt auf offener Straße Anhängern der Yakuza mit seinem Baseballschläger in The Raid 2.
    Der Baseball Bat Man (Very Tri Yulisman) mischt die Yakzua auf. | THE RAID 2 © Koch Films

    Brutalität

    Und intensiv sind die Auseinandersetzungen ohne Wenn und Aber. Im Gegensatz zum Vorgänger beharken sich die Kontrahenten fast ausschließlich in Nahkämpfen. Dadurch sind sie nicht nur ungleich brutaler, sondern dank der Choreografien auch beeindruckender. Überraschend auch, dass erst zum Finale hin Kämpfe Eins gegen Eins im Vordergrund stehen. Vorher sind es viele Aufeinandertreffen von größeren Gruppen.

    Selbst in diesen groß angelegten Keilereien entgeht dem Auge des Betrachters durch die ruhige Kameraführung nichts. Der erste Kampf zwischen Rama und weiteren Gefängnisinsassen in einer winzigen Toilettenkabine fällt verhältnismäßig kurz aus, zeigt aber deutlich die Marschrichtung: gebrochene Knochen, demolierte Visagen und ein Held, der selber einstecken können muss.

    Wenn dann kurze Zeit später im strömenden Regen Wärter und Insassen aufeinandertreffen, erinnert die Szene an Scorceses Eröffnungsschlacht um die Five Points in Gangs of New York. Von da an übertrumpft sich The Raid 2 von Kampf zu Kampf in Sachen virtuoser Choreografie und Brutalität: abgebrochene Flaschen gleich im Dutzend in den Hals des Gegenüber zu rammen, wird da fast zur alltäglichen Beiläufigkeit. Brechen gerade keine Knochen, schlitzen sich scharfe Klingen durchs Fleisch, Fersen machen Bekanntschaft mit zerbrochenen Scheiben und allerlei unbedarfte Gegenstände werden zur Verteidigung zweckentfremdet.

    Besonders im Gedächtnis bleibt sicherlich der hammerschwingende Midnight Meat Train-mäßige Auftritt von Hammer Girl (Julie Estelle: The Night Comes for Us, Foxtrot Six, Headshot) in der U-Bahn. Besonders schön auch, dass Evans in dieser Szene mit Parallelmontage arbeitet, wie man sie aus Mehrfachattentaten großer Mafiafilme kennt. Im Finale regiert nur noch der Schmerz und sämtliche Rücksichtnahme ist aus den Figuren gewichen – survival of the fittest in Reinkultur.

    Figurenzeichnung

    Aufgrund seiner ausgebauten Handlung fällt Gareth Evans Film folgerichtig auch dialoglastiger aus, langweilt dabei aber nicht mit aufgesetzten wirkenden Gesprächen, sondern konzentriert sich immer auf das Wesentliche. Einige zentrale Figuren werden sogar ohne große Worte sondern mit bloßen Andeutungen und Gesten charakterisiert. Die tragische Figur des Prakoso (Yayan Ruhian, im Vorgänger noch als Mad Dog) ist beispielsweise gleichermaßen gnadenloser Auftragskiller und gescheiterter Ehemann wie Vater. Dieser Umstand wird nie sonderlich dramatisiert, in seiner Andeutung gibt er Prakoso aber genügend Substanz, um Emotionen beim Publikum zu wecken.

    Anders verhält es sich mit spezielleren Gangstern wie dem angesprochenen Hammer Girl, dem Baseball Bat Man (Very Tri Yulisman: Headshot, Headshot, The Raid) oder dem Assassin (Cecep Arif Rahman: John Wick: Kapitel 3, Gundala). Diese bleiben charakterlich zwar blass, erhalten durch ihre persönliche Bewaffnung aber nicht nur Gefährdungspotential, sondern auch ein Stück Identität.

    Ramas Auseinandersetzungen mit diesen drei Handlangern Bejos stellen dann auch das fantastische und knüppelharte Finale dar. Allein der Kampf gegen den Assassin in der Küche dauert mit allem drum und dran fast siebeneinhalb Minuten! Und macht dabei nochmals deutlich, welcher Aufwand in die Scharmützel geflossen ist. Schenkt man den Trivia-Einträgen der IMDb Glauben, wurden allein für den Küchenkampf acht Drehtage investiert, denen nochmals sechs Wochen Planung vorangingen.

    Ramas Hintergrund mit schwangerer Frau wird zwar leicht ausgebaut, ruht aber bis auf wenige Szenen zu Beginn im Hintergrund. Seine Motivation, lebend aus der Sache rauszukommen, bleibt für den Zuschauer jedoch immer klar.

    Unser Fazit zu The Raid 2

    Trotz der für einen Actionfilm massiven Laufzeit von 150 Minuten verquatscht sich The Raid 2 in keiner einzigen Szene und ist ohne Längen inszeniert. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Dichte der kämpferischen Handlungen natürlich geringer, wenn es kracht dann jedoch virtuos inszeniert: atemberaubende Choreografien saugen einen mit beinharter Brutalität ins Geschehen und Iko Uwais zeigt einmal mehr, was für ein talentierter Silat-Kämpfer er ist. Evans ist mit The Raid 2 sein persönliches Magnum Opus des modernen Actionfilms gelungen.

    „Ich bin raus!“


    © Koch Media

    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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