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    Startseite » Tod auf dem Nil
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    Tod auf dem Nil

    Leo Solledervon Leo Solleder9. Februar 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Hercule Poirot (Kenneth Branagh) steht rechts im Bild. Er trägt einen weißen Anzug und sieht fokussiert auf ein unbestimmbares Ziel - Tod auf dem Nil
    Kenneth Branagh schlüpft erneut in die Rolle des Hercule Poirot ©Disney
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    Kenneth Branagh ist zurück und führt wieder Regie bei einem Klassiker von Agatha Christie. Nachdem Mord im Orient Express ein Kassenschlager war, aber bei der Kritik gemischte Reaktionen erhielt, bleibt die Frage, ob Tod auf dem Nil begeistern kann. Die Antwort gibt es in dieser Kritik!

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    Das Kinoplakat von Tod auf dem Nil zeigt den Cast auf einem Dampfschiff. Im Hintergrund schimmert eine Pyramide. Der Schriftzug "Tod auf dem Nil" ist in Leuchtbuchstaben im Vordergrund zu sehen.
    Das Poster zu Tod auf dem Nil © Disney

    Die Handlung von Tod auf dem Nil

    Die Millionärin Linnet Ridgeway (Gal Gadot) heiratet Simon Doyle (Armie Hammer), den eigentlichen Verlobten ihrer Bekannten Jacqueline de Bellefort (Emma Mackey). Da diese den frisch Vermählten auf ihrer Hochzeitsreise hinterherfährt und sich das Ehepaar bedrängt fühlt, beauftragen sie den Detektiv Hercule Poirot. Dieser soll Jacqueline im Auge behalten und Unannehmlichkeiten vorbeugen. Als jedoch Linnet auf dem Nildampfer Karnak tot aufgefunden wird, steht Poirot vor einer schwierigen Aufgabe. Denn anscheinend besitzt jeder der Anwesenden einen Grund, um Linnet zu ermorden…

    Kenneth Branagh steht rechts im Bild. Er trägt einen weißen Anzug und sieht fokussiert auf ein unbestimmbares Ziel - Tod auf dem Nil
    Kenneth Branagh schlüpft erneut in die Rolle des Hercule Poirot © Disney

    Ein Kommissar zum Anecken

    Nach Mord im Orient Express schlüpft Kenneth Branagh erneut in die Rolle des Meisterdetektivs Hercule Poirot. Dabei tritt er in große Fußstapfen, ist doch die Verfilmung von 1972 mit Sir Peter Ustinov für viele ein Klassiker. Kenneth Branagh ist dabei stets bemüht, den Charakter authentisch zu präsentieren. Das gelingt ihm jedoch zu selten. Vielmehr sind seine Versuche, Poirot als echten Belgier darzustellen, eher als lachhaft zu bezeichnen. Der französische Akzent Branaghs wirkt wie aus einer billigen Sketchshow und bei einer Rückblende, in der Branagh Französisch spricht, müssen selbst Muttersprachler*innen auf die Untertitel zurückgreifen, um das Gesprochene verstehen zu können. Dies verleiht der Darstellung von Hercule Poirot keine Authentizität, sondern verkommt fast schon zur Parodie auf den großen Detektiv.

    Dennoch gibt es auch Aspekte, die Kenneth Branagh im Vergleich zu seiner ersten Christie-Verfilmung verbessert hat. Dazu gehört auf jeden Fall das humoristische Timing, welches eine Leichtigkeit in Branaghs Schauspiel bringt. Auch ist Poirot nicht mehr nur Fremdkörper im Cast, sondern fügt sich auch in die Dynamik der Gruppe ein. Dies hilft zwar den Zuschauer*innen, mit Poirot mitzufühlen, allerdings sei auch hier gesagt, dass einige dieser Momente zu sehr in großen Pathos und überstilisierte Emotionalität umschwenken.

    Armie Hammer wird von zwei Frauen angehimmelt: Emma Mackey und Gal Gadot - Tod auf dem Nil
    Das handlungstreibende Trio: Linnet Ridgeway, Jacqueline de Bellefort und Simon Doyle © Disney

    Verdächtige unter einem Dach

    Auch in Tod auf dem Nil strotzt der Cast wieder vor großen Namen. Mit Armie Hammer und Gal Gadot als Simon Doyle und Linnet Ridgeway hat Kenneth Branagh ein tolles Leinwandpaar gefunden, welchem man auch die Liebe untereinander abnimmt. Das Duo wird ergänzt von Emma Mackey als Jacqueline de Bellefort. Mackey, der mit ihrer Rolle in Sex Education der Durchbruch gelang, spielt die Verletzlichkeit einer Verlassenen sehr gut und trägt immens dazu bei, dass das ursprüngliche Figurenkonstrukt von Agatha Christie eine Einheit bleibt. Ansonsten nimmt sich Kenneth Branagh viele Freiheiten für die Gestaltung seiner Handlung.

    Gemeinsam mit seinem Drehbuchautor Michael Green verändert er Aspekte, die mitunter an der Glaubwürdigkeit der schauspielerischen Darstellungen kratzen. So sollen sowohl Jacqueline de Bellefort, Linnet Ridgeway und die Figur der Rosalie Otterbourne (Letitia Wright) alle im selben Alter sein. Allerdings wirken diese drei Frauen so unterschiedlich auf die Zuschauer*innen, dass dies eher wie ein Fehler im Skript scheint. Auf der anderen Seite modernisiert das Team Branagh/Green auch einige altbackene Aspekte. Durch die Besetzung von Ali Fazal, Letitia Wright und Sophie Okonedo implementiert man auch nicht-weiße Schauspieler*innen in den Film und schafft ein diverseres Gesamtbild. Positiv hervorzuheben ist auch die erneute Einbindung der Rolle des Bouc (Tom Bateman). Nachdem dieser schon in Mord im Orient-Express eingeführt wurde, unterstützt er auch hier wieder Poirot bei den Ermittlungen. Die offene und extrovertierte Art von Batemans Figur erleichtern den Zugang zu Poirot und wirken wie ein willkommener Türöffner für die Zuschauer*innen.

    Kenneth Branagh sitzt abgewandt auf einem Stuhl. Er sieht in die Ferne und betrachtet die Pyramiden, die den Großteil des Bilds ausmachen - Tod auf dem Nil
    Schauplatz von Tod auf dem Nil ist Ägypten im Jahr 1937 © Disney

    Ein Nil voller Bits und Pixel

    Wie auch schon im Vorgänger verzichtet Tod auf dem Nil auf viele Originalschauplätze. Leider tritt auch hier wieder der Fall ein, dass man dies deutlich sieht. Das Ägypten des Jahres 1937, in welchem der Film spielen soll, wirkt dadurch komplett künstlich und wie aus einem Computerspiel stammend. Dieser Aspekt stimmt ärgerlich, da man diese Kulisse durch authentische Sets sicherlich hätte verbessern können. Diesem Fakt steht zum Glück entgegen, dass man mit dem Dampfer Karnak einen Schauplatz hat, der auch genutzt wird. Die Szenen, die sich in den Räumlichkeiten des Schiffs abspielen, strotzen zwar nicht vor innovativen Einfällen, jedoch macht es Spaß, dort der Handlung zu folgen. Diese Entscheidung für die zum Teil künstlich erzeugte Welt ist allerdings fatal. Zu wenig nimmt man sich der Welt wirklich an, da die computeranimierten Sets das Eintauchen in die Realität des Films unnötig erschweren.

    Unser Fazit zu Tod auf dem Nil

    Tod auf dem Nil steht und fällt mit der Darstellung seines Hauptcharakters Hercule Poirot. Dieser funktioniert zwar besser als in Mord im Orient Express, dennoch leistet Kenneth Branagh in seiner Doppelrolle als Regisseur und Hauptdarsteller der Produktion an sich einen Bärendienst. Auch der restliche Cast überzeugt nicht auf voller Linie, positiv hervorzuheben ist allerdings die schauspielerische Leistung von Emma Mackey. Für 2 Stunden tuckert der sinnbildliche Dampfer auf seinem CGI-animierten Nil und erzeugt auch den ein oder anderen humoristischen Moment. Fans von kurzweiliger Unterhaltung könnten sich dabei gut amüsieren, in Anbetracht seines Produktionsbudgets und Staraufgebots genügt dies aber eigentlich nicht, um den Film vorbehaltlos weiterempfehlen zu können.

    Tod auf dem Nil startet am 10. Februar in den deutschen Kinos!


    © Disney

    Leo Solleder

    Léo wollte eigentlich Theaterschauspieler werden, nun ist der Medienkulturwissenschaftler freier Journalist, Social Media Manager und Redakteur. Seine Liebe für die Bretter, die die Welt bedeuten, zeigt sich allerdings immer wieder in seiner Filmvorliebe für Kammerspiele. Diese dürfen gern international, etwas cheesy und gut geschrieben sein, doch eigentlich ist Léo genretechnisch dann doch vielfältig. Immer wieder von A24-Produktionen begeistert und dennoch mit dem Gespür für deutsche Fernsehfilme der 60er-Jahre podcastet und schreibt sich Léo seit Dezember 2021 durch die Redaktion von "Filmtoast", außerdem betreibt er mit seinem Redaktionskollegen Kenan den Popkultur-Podcast "Bleibende Schäden". Immer auf der Suche nach neuen Blockbustern und kleinen Genreperlen, die vielleicht irgendwann mal den Status seiner Lieblingsfilme "Fight Club" und "Whiplash" erreichen können.

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