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    Wake Up

    Louis Kiehlvon Louis Kiehl26. November 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    ©2025 Lighthouse Home Entertainment. All Rights Reserved.
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    Während One-Location-Slasher oftmals zur brotlosen Kunst verkommen – kamen die Wenigsten auf die Idee im Möbelhaus das Messer zu zücken. Ausgerechnet die Regisseure des Genre-Hits Summer of 84 wagen sich an dieses ungewöhnliche Slasher-Setting. Doch ist Wake Up auch ein Genreerwachen – oder doch nur zum Einschlafen?

    Wake Up – darum gehts 

    Sechs junge Umweltaktivisten planen eine Protestaktion in einem riesigen Baumarkt. Sie schleichen sich nach Ladenschluss mit bunten Tiermasken getarnt in das Gebäude und filmen ihre Aktion für die soziale Medien. Allerdings haben sie nicht mit den beiden Wachmännern gerechnet. Als einer von ihnen durch einen Unfall ums Leben kommt, mutiert sein Bruder zu einem aggressiven, blutrünstigen Jäger und der Store mit seinen labyrinthartigen Gängen verwandelt sich in eine tödliche Falle!

    Cover des Film © 2025 Lighthouse Home Entertainment. All Rights Reserved.

    Vom Retro-Hit zum Slasher-Mid 

    Das Regietrio François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell feierte mit seinem Debütfilm Turbo Kid einen respektablen Retro-Erfolg und legte knapp drei Jahre später mit Summer of 84 ein hervorragendes Mash-up aus Die Goonies und Stand by Me im Horror-Mystery-Gewand nach. Einzigartig war daran zwar wenig – geschweige denn eigenständig –, doch das Geschehen überzeugte dennoch: erstaunlich feinfühlig umgesetzt und immer wieder von überraschenden Härten durchzogen. Auch We Are Zombies folgte diesem Muster: Ein scheinbar totgeglaubtes Subgenre wurde mit genügend Einfällen und spürbarer Härte angereichert. Gerade so, dass der Film nicht im Mittelmaß verendete oder das ausgelaugte Genre um einen weiteren trostlosen Beitrag erweitern musste.

    Zwischen diesen Filmen nimmt Wake Up nun Platz – limitiert auf seine Ausgangslage wie We Are Zombies, genreverliebt wie Turbo Kid und auf dem Papier so schonungslos wie Summer of 84. Und dennoch lässt sich ein Gefühl der Leere kaum abschütteln. Denn genau das, was die Regisseure bislang ausgezeichnet hat, fehlt.

    Zum Einschlafen

    Bisher verband das Trio seine inszenatorische Kompetenz stets mit spürbarer Genre-Knowledge – und bewies damit, dass die erzählten Stoffe nicht nur verstanden, sondern auch souverän adaptiert und gleichermaßen weitergedacht wurden. Summer of 84 verwandelte die inhaltliche Vorhersehbarkeit und das Kinderabenteuer in intensiven Survival-Horror, und ihr Zombiebeitrag machte aus den generischen Untoten einen überraschend charmanten Guilty-Pleasure-Spaß mit Witz. Wake Up hätte genau das für den Slasher-Archetypen leisten sollen – schafft es aber nicht. Keine erkennbare Handschrift, kaum eigene Ideen und jede Menge Genre-Einerlei lassen den Film erschreckend austauschbar wirken und laden eher zum Einschlafen ein, als wirklich zum Aufwachen anzuregen. Denn an Wake Up verhoben sich die Regisseure gewaltig – nicht nur inszenatorisch, sondern vor allem erzählerisch.

    Gut gedacht, schlecht gemacht

    Was auf dem Papier wie eine starke, politisch gefärbte Grundidee wirkt und mit einem soliden Konzept beginnt, entpuppt sich im Verlauf als spürbar limitiert. Zwar spielt das Kaufhaus-Setting mit seinen variablen Räumen und dem gelungenen Hide-and-Seek-Gimmick dem Slasher-Subgenre grundsätzlich in die Karten, doch in den reduzierten 80 Minuten gelingt es Wake Up kaum, ausgewogene Spannung aufzubauen oder echte Highlights zu setzen. Stattdessen bleibt es bei platt inszenierter, zu plakativ platzierter Sozialkritik, die kaum über das Offensichtliche hinausgeht und wenig zu sagen hat.

    Die großen Themen werden zu banal abgehandelt, die Darsteller bleiben unsympathisch und austauschbar – und der Killer ist so limitiert gezeichnet, dass keine nachhaltige Wirkung entsteht, obwohl Turlough Convery die nötige Präsenz mit sich bringt. Erst wenn das Tempo spürbar anzieht, kommt auch der Gegenspieler in Fahrt. Doch bis dieser Punkt erreicht ist, vergehen rund 40 Minuten, die sich wie ereignisloser und unaufgeregter Leerlauf anfühlen.

    ©2025 Lighthouse Home Entertainment. All Rights Reserved.

    Ein kurzes Aufleuchten

    Lediglich ein Neon-Schauwert im letzten Akt sticht hervor und befreit Wake Up kurz, aber wirkungsvoll aus dem Halbschlaf. In einer visuell starken Sequenz wird plötzlich mit Urängsten gespielt, mit der Geschichte des Killers und mit der Angst vor Dunkelheit, die von Neonfarben gebrandmarkte Überlebende durchbrechen müssen. Für einen Moment fühlt sich der Slasher tatsächlich so an, als hätte das Regietrio jenes Genrefeeling gefunden, das man nach den vorherigen Werken erwarten durfte.

    Denn das Konzept wird weitergesponnen, um eine gute, wenn auch wenig neue Idee erweitert und inszenatorisch sogar clever aufgelöst. Nur wirkt es, als sei der Rest des Films um genau diese Szene herumgebaut – und erinnert dabei eher an einen traurigen Versuch Kevin – Allein zu Haus als einen Slasher zu reanimieren: nur ohne erhoffte Härte, jegliche Spannung und Saw-artige Fallen, die die spürbare Präsenz des Schurken hätten aufwerten können. Stattdessen drehen alle Genre-Stellschrauben auf absolutem Mindestmaß – und lassen den Film wie auf Autopilot wirken.

    © 2025 Lighthouse Home Entertainment. All Rights Reserved.

    Unser Fazit zu Wake Up

    2.0 Tut nicht weh

    Gekonnt verweist der High-Concept-Slasher auf einzelne gelungene Aspekte, ein frisches Setting und eine stark inszenierte Szene. Doch abseits dieser Lichtblicke hält sich der Film nur mit Biegen und Brechen am Leben. Immer wieder stellt sich Wake Up selbst ein Bein, verhebt sich an seinen Ambitionen und findet aufgrund einer nur schwer in Fahrt kommenden Handlung kaum Fokus – was den kurzen 80 Minuten jegliches Potenzial nimmt. Wer auf spürbare Härte, verspielte Fallen-Kills oder angespannte Hide-and-Seek-Atmosphäre hofft, sucht sie vergeblich. Stattdessen serviert der Film ernüchternd zahme, schwach gespielte und emotional völlig unterwältigende Tode – und hinterlässt mehr Frust als Spannung.

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    Louis Kiehl

    Schon seit jungen Jahren filmverrückt: Viel zu früh Genrefilme aller Art konsumiert und mit 14 Jahren begonnen, regelmäßig Kino+ zu schauen – obwohl er zu diesem Zeitpunkt kaum einen der besprochenen Filme selbst gesehen hatte. Geprägt wurde seine Leidenschaft maßgeblich von seiner Oma bei Star Wars: The Clone Wars und dem Schauen „alter Schinken“ vor der Glotze, seinem Vater und seinem großen Bruder mit dem er alles teilte – außer eine gleiche Meinung. Film-Begeisterung wurde beim Schauen von E.T., Jurassic Park, Zurück in die Zukunft und Indiana Jones und der Tempel des Todes entfacht, die bis heute zu den Lieblingsfilmen gehören – ab diesem Moment war klar: Filme werden ihn ein Leben lang begleiten. Er versucht, wöchentlich ins Kino zu gehen, ist sich dabei aber nie zu schade, auch den trashigsten DTV-Untiefen von Action bis Horror eine Chance zu geben oder auch mal ins indische Kino abzudriften. Bekannt aber vor allem für eines: „Alle geben 4 oder 5/5 – und er gibt ’ne 1/5, du weißt genau, da is‘ er, der Louis.“

    • Louis Kiehl
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