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Madison (Hailey Foss) als Gefangene in Red Letter Day - Töte deine Nachbarn

Red Letter Day – Töte deine Nachbarn

Ein Brief mit rotem Umschlag versetzt in Red Letter Day – Töte deine Nachbarn die Nachbarschaft eines kleinen Vororts in Angst und Schrecken. Ob sich der Ausflug dorthin lohnt, erfahrt ihr hier.

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TitelRed Letter Day – Töte deine Nachbarn
Jahr2019
LandKanada
RegieCameron Macgowan
DrehbuchCameron Macgowan
GenreHorrorThriller
DarstellerDawn Van de Schoot, Hailey Foss, Kaeleb Zain Gartner, Roger LeBlanc, Arielle Rombough, Michael Tan
Länge76 Minuten
FSKab 18 Jahren freigegeben
VerleihTiberius Film
Cover zu Red Letter Day - Töte deine Nachbarn
Blu-ray-Cover zu Red Letter Day – Töte deine Nachbarn © Tiberius Film

Kettenbrief

Endlich Ruhe und Geborgenheit. Genau darüber freut sich Melanie (Dawn Van de Shoot), nachdem sie mit ihren beiden Teenager-Kindern in eine ruhige Vorortsiedlung gezogen ist. Doch eines Morgens liegen mysteriöse Briefe in roten Umschlägen in den Briefkästen. Dort wird eine Nachbarin genannt, welche sie ermorden soll, bevor sie selbst von dieser ermordet wird. Die Nachbarin ist sogar eine gute Freundin von ihr und hat auch diesen Brief erhalten, bloß mit Melanie als Ziel. In der gesamten Siedlung wurden diese Briefe verteilt und hetzen die Nachbarschaft aufeinander los. Angst und Paranoia machen sich breit und Melanie setzt alles daran, sich und ihre Kinder zu beschützen.




Spannend wie eine Briefmarkensammlung

Interessant ist sie, die Prämisse in Red Letter Day – Töte deine Nachbarn. Zu beobachten, wie durch eine provokante Briefaktion Fassaden fallen und sich Verunsicherung sowie ein rigoroser Selbsterhaltungstrieb breitmachen, kann ungemein spannend und gesellschaftskritisch sein. Die Betonung liegt hier aber ganz klar auf „kann“. Denn der erste Langspielfilm von Regisseur Cameron Macgowan lässt nicht nur sein vorhandenes Potential liegen, sondern krankt zudem an einer spärlichen Inszenierung und einem ziemlich dummen Drehbuch. Vieles davon ist zwar dem geringen Budget geschuldet, offenbart aber auch mangelnde Erfahrung und überschaubares Talent bei den Machern. Während man sich mit dem Etablieren des Settings nicht viel Zeit lässt, dauert es ewig, bis diese dann auch ausgespielt wird. Ein Balanceakt, der nicht wirklich aufgeht und den Film trotz seiner knackigen Laufzeit spürbar länger macht. Denn nachdem die Inhalte der Briefe angekommen sind, verharrt der Film gefühlte Ewigkeiten in Schockstarre und verliert sich in belanglosen Diskussionen.

Der Rote Brief in Red Letter Day- Töte deine Nachbarn
Timothy (Kaeleb Zain Gartner) öffnet den ominösen roten Brief © Tiberius Film

Der Film ist gerade in dieser Phase bemüht mit seinen Diskussionen gesellschaftsrelevante Themen anzusprechen. Viel mehr als ein gekünstelter Wortwechsel über das digitale Zeitalter ist dabei aber nicht zu erwarten. Angesprochen wird das Offensichtliche, wodurch der Film marginal an der Oberfläche seiner angepeilten Themen kratzt. Bevor die Langeweile gänzlich überhandnimmt, versucht das Drehbuch mit absurden Handlungen der Figuren Spannungsmomente zu konstruieren. Das geht aber nicht wirklich auf, da die Verhaltensmuster zu dämlich, die Darsteller zu schlecht und die Inszenierung zu hölzern ist. Letztere „glänzt“ mit hellen sterilen Bildern und einer ungemein unpassenden musikalischen Untermalung. Atmosphärisch ein Killer, verspielt der Film so eine weitere Möglichkeit, zumindest irgendwas Stimmiges aus dem Setting zu holen. Einzig ein gespaltener Unterkiefer stellt sich gegen die absolute Bankrotterklärung des Films und lässt für wenige Minuten Genre-Herzen höherschlagen.

Unser Fazit zu Red Letter Day – Töte deine Nachbarn

Eine Prämisse wie eine Black-Mirror-Folge und die Klasse eines B-Movies, eines schlechten B-Movies. Mit seiner hellen und sterilen Vorstadt-Optik versucht Red Letter Day – Töte deine Nachbarn genau jene zu persiflieren, ist dafür aber zu oberflächlich und beraubt sich letztlich nur seiner möglichen Atmosphäre. So verkommt die mit ordentlich Potential versehene Ausgangslage zu einem lauen Genre-Lüftchen, dass lediglich mit einem gespaltenen Unterkiefer überzeugen kann. Alles davor und danach lädt gar zum fremdschämen ein. So mies sind die Darsteller und Dialoge. Dafür fühlt sich der Streifen deutlich länger als seine 76 Minuten an. Ist auch eine Leistung.

Der Film ist seit dem 27.02.2020 digital erhältlich und am 05.03.2020 auf DVD und Blu-ray erschienen.

Unsere Wertung:

 

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© Tiberius Film

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