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    Startseite » A Thousand Blows
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    A Thousand Blows

    Jan Wernervon Jan Werner22. Februar 2025Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Mit Peaky Blinders hat Steven Knight absolutes Kult-Fernsehen erschaffen. Auch seine neueste Kreation spielt nun wieder in früherer Zeit in England – jedoch in einem etwas anderen Milieu. A Thousand Blows ist ein Box-Action-Drama. Sitzen also die Hiebe oder schlägt Knight diesmal am Ziel vorbei?

    Key-Art der Serie © 2024 Disney und seine verbundenen Unternehmen

    A Thousand Blows – Die offizielle Handlung

    Die Serie ist inspiriert von der wahren Geschichte einer Gruppe von Charakteren, die im brutalen Londoner East End der 1880er Jahre ums Überleben kämpften. Hezekiah Moscow und Alec Munroe, sein bester Freund aus Jamaika, finden sich in der kriminellen Unterwelt von Londons Boxszene mit bloßen Fäusten wieder. Als Hezekiah durch die Kunst des Boxens zu Ruhm und Reichtum gelangt, erregt er die Aufmerksamkeit der berüchtigten Königin der Forty Elephants, Mary Carr, die seine Talente für ihre kriminellen Machenschaften ausnutzen will. In der Zwischenzeit beschließt der bedrohliche und selbst ernannte Herrscher der Boxwelt des East End, Sugar Goodson, Hezekiah zu vernichten, dessen Ambitionen, im West End zu kämpfen, alles bedrohen, was er aufgebaut hat. Was folgt, ist ein Kampf zwischen der alten und der neuen Welt.

    Wie von Knight gewohnt

    Ob Peaky Blinders, Taboo, SAS: Rogue Heroes oder auch in seinen Filmen wie Locke: Steven Knight hat es perfektioniert, Stoffen, die in der Vergangenheit spielen, Coolness einzuimpfen. Dabei schrammt er zwar regelmäßig am Rande zum Pulp, aber in der Regel kriegen die Projekte immer noch rechtzeitig die Kurve, sodass man mitfiebert – und nicht die Stirn runzelt. Das – so viel gleich der Eindruck nach wenigen Szenen von A Thousand Blows – scheint ihm ein weiteres Mal gelungen zu sein. Denn auch wenn die Prämisse schnell in seichtes Terrain hätte abrutschen können, überwiegt doch der seriöse Touch, sodass man bei aller dramaturgischer Überspitzung das Setting erstmal als glaubhaft abnimmt.

    Erneut geht es hier nun in eine nischige Szene, diesmal in London kurz vor der Jahrhundertwende, in der ganz eigene Regeln gelten, die man als Zuschauer gar nicht näher hinterfragt. Denn das Milieu, das hier abgebildet wird, ist so nischig, dass einem ziemlich viel erzählt werden kann, was man ohnehin nicht überprüfen könnte. Wichtiger ist bei den Knight-Projekten, dass man in diese Parallelwelten entführt wird und dann an der Seite der Protagonisten die Wucht mittels stark inszenierter Actionszenen am eigenen Leibe mitempfinden kann. Und das gelingt auch hier wieder einmal – mit ein paar Makeln, die A Thousand Blows zwar nicht die Empfehlung kosten, aber insbesondere „Die-Hard-Blinders-Fans“ das Vergnügen einbremsen können.

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    Überzeugend in der Action

    Bleiben wir aber noch kurz beim Positiven, denn das überwiegt doch die Schwachstellen glücklicherweise deutlich: Die Bilder sind zwar Knight-typisch gestochen scharf und haben eine sanfte Digital-Ästhetik, die mitunter im zeitlichen Kontext etwas Anachronistisches verleiht. Das aber ist ja genau der Look, der nicht nur Peaky Blinders, sondern auch Taboo so herausragend gemacht hat – hochwertig, dynamisch und im Stil eigenartig. Hier liegt der Schwerpunkt auf den brutal eingefangenen Box-Kämpfen, deren Choreografie definitiv Punch hat. Damit drängen sich hier nicht nur Vergleiche mit vorherigen Knight-Projekten auf, sondern auch welche mit der Bruce Lee-Martial-Arts-Serie Warrior, die zwar zeitlich in ähnlichem Kontext verortet war, aber sich durch ihr Milieu im Chinatown San Franciscos doch deutlich abgrenzt.

    Interessanterweise ist sogar mit Jason Tobin einer der wichtigen Darsteller in Warrior ebenfalls dabei gewesen. Seine Rolle hier ist jedoch eine ganz andere. Hier rückt er ins zweite Glied, überlässt weitestgehend den Kollegen die handfesten Action-Szenen. Und die machen ihren Part dann auch wirklich gut, wobei fast schon erwartbar die Qualität der Choreografien von Warrior nicht erreicht wird. Die musikalische Untermalung ist dann eher auch wieder an Knights eigenen Werken dran, spielt aber nicht so aggressiv mit Anachronismen wie in SAS: Rogue Heroes – ohne den Effekt davon einzubüßen. A Thousand Blows ist alles in allem Historien-Action-Drama, das sich zwar wahre Begebenheiten als Ausgangslage auf die Fahne schreibt, aber dann alles in allem doch wie eine rein fiktionale Story rüberkommt – typisch Steven Knight eben.

    Das gewisse Etwas fehlt (noch)

    Auch wenn die beiden jamaikanischen Freunde, die im Untergrund Londons eine Möglichkeit auf Aufstieg sehen, interessante Protagonisten sind und auch von Malachi Kirby und Francis Lovehall sehr gut gespielt werden, sind sie nicht die perfekten Identifikationsfiguren, die es vielleicht bräuchte, um aus A Thousand Blows statt einer guten, eine herausragende Serie zu machen. Den beiden fehlt es an der Aura typischer Knight-Hauptfiguren, wie eben einem Cillian Murphy als Tommy Shelby oder Tom Hardy in Taboo. Selbst die Starriege der Rogue Heroes konnte durch Ecken, Kanten und Charisma schneller eine Verbindung zum Publikum aufbauen. Sympathisch ist Kirby auf jeden Fall und vielleicht braucht es nur etwas länger, um ihn richtig lieben zu lernen, aber der Einstieg wird dadurch etwas erschwert.

    Da bringt es auch wenig – oder vielleicht ist es sogar kontraproduktiv -, dass die Promo ziemlich auf den größten Namen im Cast zugeschnitten war und damit falsche Erwartungen schürt. Denn zweifelsohne ist Stephen Graham hier eine wichtige Personalie, aber eben nicht die herausragend wichtige. Dabei soll nicht unter den Teppich gekehrt werden, wie vor allem physisch überzeugend Graham in der Rolle des Box-Hünen ist. Ja, Hüne, denn obwohl der Brite nur 1,68 Meter groß ist, hat er hier eine körperliche Erscheinung, die in Sachen „Aufgepumptheit“ an einen James McAvoy in Split erinnert.

    Starker Handlungsstrang mit starken Frauen

    Was ebenso gut gelungen ist, ist ein weiterer wichtiger Strang, der nur bedingt mit dem Boxen in Verbindung steht. Die Rede ist von den Forty Elephants und ihren Raubzügen. Im Setting eines historischen Londons solchen Verbrechen beizuwohnen, die verblüffenderweise von einer reinen Frauengruppe verübt werden, hat definitiv einen Reiz und wurde so auch selten bis gar nicht gezeigt. In Sachen starker Frauenfiguren, ebenbürdig zu den männlichen Akteuren, hat Knight schon ansatzweise in Peaky Blinders sein Händchen bewiesen. Dies setzt er nun dank starker Performances unter anderem von Erin Doherty und Jemma Carlton fort.

    Manchmal übertreibt es das Skript dann etwas mit den „subtilen“ Botschaften zu Feminismus und Empowerment etwas, wodurch ein paar Szenen doch ein bisschen zum Schmunzeln anregen werden. Gleiches gilt für die ein oder andere Entscheidung in puncto der Boxkämpfe, aber genaueres soll hierzu an dieser Stelle nicht verraten werden. So ist es wichtig, sich stets zu vergegenwärtigen, dass obgleich des Hauchs von historischer Akkuratesse, hier ein Produkt von spannungsgetriebener Fiktion vorliegt. Manchmal haben die Stoffe von Knight auch ein bisschen was Soapiges, da macht auch A Thousand Blows keine Ausnahme – im Gegenteil, vielleicht ist es sogar in einigen Momenten, vor allem in Sachen Romanzen, die theatralischste seiner bisherigen Arbeiten.

    Malachi Kirby als Hezekiah © 2024 Disney und seine verbundenen Unternehmen

    © 2024 Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Unser Fazit zu A Thousand Blows

    3.5 Sehenswert

    Für Fans von Peaky Blinders kommt A Thousand Blows zur perfekten Zeit, steht ja der Start des angekündigten Spin-Off-Films noch nicht unmittelbar bevor. Denn vieles fühlt sich hier typisch nach Serienmacher Steven Knight an. Das bedingt einerseits Wiedererkennungspotential, andererseits natürlich auch Abnutzungsmomente. Spaß machen die sechs Folgen (denen im kommenden Jahr nochmal sechs folgen werden) auf alle Fälle, da die Akteure Spaß haben und Spaß machen! Insbesondere die Kämpfe sind stark gemacht und treiben das Publikum nur so durchs historisch nicht ganz so akkurate London, sodass man die historischen Ungenauigkeiten irgendwann gar nicht mehr hinterfragt.

    A Thousand Blows ist am 21. Februar 2025 bei Disney Plus!

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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