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    All Her Fault

    Jan Wernervon Jan Werner23. Dezember 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    © Sarah Enticknap/PEACOCK
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    HBO Max geht nicht nur mit Eigenproduktionen in Deutschland an den Start, sondern hat unter anderem mit All Her Fault auch direkt ein Lizenzprojekt im Gepäck. Lohnt sich das Peacock-Drama mit Succession-Star Sarah Snook?

    Darum geht’s in All Her Fault

    Marissa Irvine (Sarah Snook) möchte ihren kleinen Sohn Milo von seinem ersten Playdate abholen. Doch die Frau, die die Tür öffnet, ist keine Mutter, die sie kennt. Sie hat Milo nicht, und hat noch nie von ihm gehört. Während sich der schlimmste Albtraum aller Eltern entfaltet, tauchen neue Fragen auf, die zu dunklen Geheimnissen führen. Risse zeigen sich in der scheinbar perfekten Welt der Irvines, bis alles in Scherben liegt.

    Jake Lacy als Peter Irvine © NBC Universal

    Ein Albtraum für jede Mutter

    Versetzt man sich – unabhängig davon, ob man selbst Kinder hat, aber natürlich speziell dann, wenn man schon aktiv in der Elternrolle ist – in die Situation, der sich Marissa hier direkt zu Beginn der Miniserie gegenüber sieht, dann wähnt man sich mutmaßlich in einem Horrorfilm oder dem schlimmsten Albtraum. Anfangs geht man natürlich noch von einer Verwechslung, einem Missverständnis aus und glaubt, schon in den nächsten Minuten sein Kind wieder in die Arme schließen zu können. Doch sobald man realisiert, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, folgt unweigerlich Panik.

    Wir sind also in den ersten Minuten von All Her Fault hautnah dran an Sarah Snook als Marissa, die mit allerhöchster Authentizität diese Fassungslosigkeit, die Schockstarre, den blindwütigen Aktionismus rüberbringt. Allein wie ihr die Gesichtszüge bei der Realisierung der Situation entgleiten, ist sensationell gespielt – wie man es von der Succession-Ikone fast schon erwartetet.

    Gewohnte Genre-Kost

    Die Roman-Verfilmung bewegt sich inszenatorisch auf inzwischen etablierten Pfaden. Routiniert werden diese Highsociety-Dramen seit The Affair und dann natürlich dem größten Hit des Subgenres Big Little Lies in einem ähnlichen Stil vorgetragen und können inzwischen in Regelmäßigkeit mit einem absoluten Star-Ensemble aufwarten und sind handwerklich ohnehin über jeden Zweifel erhaben: So sitzt auch in All Her Fault jeder Musikeinsatz, die Kameraarbeit ist mitsamt toller Totalen der Metropole Chicago in der Spitzengruppe derartiger Produktionen einzuordnen und in Sachen Schnitt und Compositing versteht die Crew von Showrunnerin Minkie Spiro definitiv ihr Fach. Die Routine kommt nicht von ungefähr, hat Spiro doch an Dutzenden ähnlich ambitionierten Projekten der letzten beiden Jahrzehnte mitgewirkt, wie beispielsweise in Dead to Me, Better Call Saul, Fosse/Verdon oder zuletzt Toxic Town.

    Und ebenfalls typisch für derlei Formate ist das Erzählen auf mehreren Zeitebenen, beziehungsweise das Verwenden von Rückblenden zu für die Gegenwart relevanten Momenten, wie dem Kennenlernen von Handlungsträgern. Alles in allem ist diese Miniserie also eher ein weiterer Beitrag in einer Reihe von überdurchschnittlich packender Familiendramen mit starker Besetzung als ein Meilenstein oder Gamechanger in diesem dicht besiedelten Fach. Doch nicht von ungefähr gibt es alljährlich mehrere so hochkarätig ausgelegte Produktionen in diesem Bereich, weil es nicht um inszenatorische Husarenstücke oder Mind-Fuck-Momente geht, sondern um das Mit- und Einfühlen in die Schicksale von leidgeprüften Charakteren.

    Dakota Fanning als Jenny Kaminski © NBC Universal

    Packend bis zur Auflösung

    Was aber steckt hinter der vermeintlichen Entführung eines Kindes? Welche Geheimnisse haben die Charaktere, die peu à peu offenbart werden? Und: gibt es ein Happy End oder endet diese Geschichte in einer Tragödie für manche oder alle Beteiligte? All Her Fault steht dramaturgisch auf einem äußerst stabilen Fundament und hat eben nicht nur vor sondern vor allem hinter der Kamera ein Ensemble, das genau weiß, wann was zu enthüllen ist, wann welcher Satz fallen muss, wann welcher Blick eine Wahrheit offenbaren muss.

    Im Kern geht es hier um einen modernen Blick auf Mutterschaft, ein Hauch von gesellschaftlicher Kritik darf nicht fehlen, wird aber dabei auch nicht überstrapaziert und im Endeffekt trägt das Hin und Her vor allem zwischen Sarah Snook und Dakota Fanning diese Miniserie fast im Alleingang. Vielleicht ist der Aufschlag dieser NBC-Produktion nicht ganz so stark wie vor einigen Jahren mit Big Little Lies und ein Alleinstellungsmerkmal wie die Perspektivwechsel in The Affair fehlt hier dem ein oder anderen bestimmt auch. Doch im Haifischbecken dieser Highsociety-Thriller ist All Her Fault tatsächlich endlich mal wieder ein Champions League-Aspirant und nicht ein schnell vergessener Beitrag wie beispielsweise The Undoing oder Ein neuer Sommer.

    Wie in vielen Thrillerserie dieser Façon gibt es auch hier in der finalen Folge eine Auflösung, die zwar in diesem Fall stimmig daherkommt und glaubhaft verkauft wird, aber die dem ein oder anderen bei genauerem Nachdenken doch zu konstruiert vorkommen könnte. Sei’s drum! Mich hat der emotionale Punch am Ende richtig erwischt, vor allem weil im Verlauf Sophia Lillis (Es) schauspielerisch noch ihre Qualitäten unter Beweis stellen kann, wodurch im Endeffekt hier fast eine Handvoll Extraklasseleistungen äußerst begabter Darstellerinnen als Pro-Argumente zu Buche stehen.

    © NBC Universal

    Unser Fazit zu All Her Fault

    3.5 Sehenswert

    All Her Fault ist eine stark gespielte, dramatische Thrillerserie mit überzeugenden Wendungen, klasse Darstellerleistungen und einem Ende, das durchaus nachhallt. Dass die Geschichte in vielen Belangen auf bekanntem Terrain unterwegs ist, schmälert die packende Atmosphäre nur geringfügig. Vor allem für Fans von Sarah Snook, Sophia Lillis und Dakota Fanning ist das eigentlich Pflichtprogramm.

    All Her Fault ist einer der Starttitel zum Deutschlandstart von HBO Max am 13. Januar 2026.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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