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    Startseite » Colony – Staffel 1
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    Colony – Staffel 1

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt2. April 2020Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    Will Bowman (Josh Holloway) und seine Familie werden in Colony - Staffel 1 von einem Rothut bewacht.
    Will Bowman (Josh Holloway) und seine Familie werden von einem Rothut bewacht. © Pandastorm Pictures
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    Colony – Staffel 1 ist eine weitere Sci-Fi-Dystopie. Ein Jahr nach der sogenannten Ankunft haben Aliens mit Hilfe zahlreicher Kollaborateure ein faschistisches Regime errichtet. Mit Lost-Star Josh Holloway und der aus Prison Break  und The Walking Dead bekannten Sarah Wayne Callies ist die Serie hochkarätig besetzt. Ob sie sich auch lohnt, erfahrt Ihr hier.[su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=_OS0n2X-OrM&feature=youtu.be“]

    Titel Colony – Staffel 1
    Jahr 2016
    Land USA
    Regie Juan José Campanella, Nelson McCormick, Scott Peters, Roxann Dawson, Tim Southam
    Drehbuch Ryan J. Condal, Carlton Cuse u.a.
    Genre Serien
    Darsteller Josh Holloway, Sarah Wayne Callies, Peter Jacobson, Tory Kittles, Isabella Crovetti, Alex Neustaedter, Amanda Righetti, Carl Weathers, Paul Guilfoyle, Kathy Baker, Adrian Pasdar
    Länge 411 Minuten
    FSK ab 16 Jahren freigegeben
    Verleih Pandastorm Pictures

    Das Cover der DVD von Colony - Staffel 1.Das Cover der DVD von Colony – Staffel 1. © Pandastorm Pictures

    Darum geht es in Colony – Staffel 1

    Vor einem Jahr haben Aliens große Teile der Erde in Schutt und Asche gelegt. Der übrig gebliebene Rest wurde in sogenannte Kolonien aufgeteilt. Jeder dieser „Blocs“ ist umgeben von einer 90 Meter hohen Stahlmauer. Die Menschen dahinter sind quasi Gefangene, die von einem Marionettenregime mit faschistischen Methoden regiert werden. Wer nicht spurt, kommt in die „Fabrik“. Auschwitz lässt grüßen.

    Will Bowman (Josh Holloway) und seine Frau Katie (Sarah Wayne Callies) leben mit ihren Kindern Bram (Alex Neustaedter) und Grace (Isabella Crovetti) in der Kolonie Los Angeles. Doch ihr Sohn Charlie (Jacob Buster) wurde bei der Ankunft von ihnen getrennt. Um ihn zu suchen, versucht Will sich nach draußen zu schmuggeln. Das scheitert, weil just in diesem Moment eine Widerstandsgruppe an der Kontrollstelle eine Bombe hochgehen lässt.

    Will Bowman, gwespielt von Josh Holloway, sitzt nach einem Bombenanschlag auf dem zerstörten Kastcontainer, von Rothüten mit Gewehren bedroht.
    Eine Bombe ist am Kontrollpunkt hochgegangen. Rothüte halten Will Bowman (Josh Holloway) in Schach. © Pandastorm Pictures

    Will überlebt, wird aber festgenommen. Der „Proxy“ des Blocs, eine Art Untergouverneur, überredet ihn zu einem Deal: Als ehemaliger Elitesoldat und Ex-Top-Fahnder des FBI ist er prädestiniert, den Untergrund auszuschalten. Im Gegenzug will Proxy Alan Snyder (Peter Jacobson) ihm helfen, seinen Sohn zu finden. Pikant wird das Ganze, als sich Wills Frau Katie dem Widerstand anschließt.


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    Die unsichtbare Bedrohung

    Ähnlich gelagerte Dystopien gibt es mittlerweile einige. Mal kommen sie wie Falling Skies im Science-Fiction-Gewand daher, mal sind sie wie The Man in the High Castle im Alternativwelten-Setting angelegt. Wobei Colony – Staffel 1 mit seinen etwas dick aufgetragenen Nazi-Versatzstücken eher an die 80er-Jahre-Invasionsserie V – Die außerirdischen Besucher erinnert. Was ja nicht schlecht sein muss. Doch anders als die meisten Genrevertreter kann Colony – Staffel 1 mit einem Kunstgriff aufwarten: Die allgegenwärtige Bedrohung bleibt unsichtbar. Was die Spannungsschraube noch mal etwas anzieht. Zumindest in der ersten Staffel ist keiner der Außeriridischen zu sehen. Nur einmal ein Wesen in einem Schutzanzug, dessen Inneres jedoch verborgen bleibt.

    Präsent sind nur die ständig alles überwachenden Roboterdrohnen, deren Zerstörungspotenzial bald deutlich wird. Die Brutalität der Invasoren ist in der Erinnerung lebendig und wird von ihren Handlangern immer aufs Neue vergegenwärtigt. Die „Rothüte“ der Homeland Security sind willige Erfüllungsgehilfen. Durch die gewonnene Machtfülle dürfen sie ihre niedersten Instinkte austoben. Auch darin sind sie den Nazischergen von damals nicht unähnlich. Und die ominösen Aliens im Hintergrund scheinen gar einer Art außerirdischem Vulgärdarwinismus anzuhängen, wenn sie „unwürdige Krankheiten“ wie Diabetes nicht behandeln lassen wollen. „Die Raps wollen die Schwachen aus der Herde ziehen“, heißt es. Wofür – das bleibt im Unklaren.

    Ein weiterer schöner Tag in Colony – Staffel 1

    Doch die Angst regiert unterschwellig. Vordergründig scheint das Leben, von einigen Versorgungsproblemen abgesehen, seinen normalen Gang zu gehen. So wirken auch die ersten Bilder des Familienlebens der Bowmans nahezu idyllisch. „Es ist ein weiterer schöner Tag in Los Angeles“, plärrt anfangs eine Radiostimme. Skeptisch wird man erst, wenn die Kamera auf den Natodraht über der Gartenmauer schwenkt. Auch dass der Orangenbaum im Garten nicht nur der Zierde dient, sondern die Früchte wichtiges Tauschgut darstellen, wird erst allmählich deutlich. Hinter einem zerbrochenen Ei flackert unterschwellige Wut auf, die den Mangel verrät. Besorgte Blicke signalisieren, dass in Colony – Staffel 1 etwas nicht in Ordnung ist. Geschickt baut die Inszenierung nachhaltige Spannung auf.

    Proxy Alan Snyder, gespielt von Peter Jacobson, steht in Colony - Staffel 1 mit Aktentasche im Foyer des Regierungsgebäudes.
    Aalglatt: Proxy Alan Snyder (Peter Jacobson) will sein Schäfchen ins Trockene bringen. © Pandastorm Pictures

    Es ist aber vor allem die familiäre Zerreißprobe, die der Serie Dynamik verleiht. Will als zwar widerwilliger aber dennoch effektiver Exekutor des Systems auf der einen Seite, Katie als überzeugte Widerstandskämpferin, die ihren Mann ausspionieren soll, auf der anderen – das bietet reichlich Stoff für Loyalitätskonflikte. Dass die Sperenzchen des Sohnemanns, der mit seinen 18 Jahren rebellisch eigene Wege gehen mag, das weiter verkomplizieren, gehört zur Natur der Serie. Doch auch für die kleine Grace zeichnet sich bereits ein Drama ab: Kollaborateure versuchen gerade die Jüngsten mit religiösem Eifer zu indoktrinieren und auf einen ominösen „größten Tag“ vorzubereiten.

    Widerstand führt zu Verzweiflung und Tod

    Doch lobenswerter Weise vermeidet Colony – Staffel 1 allzu plumpe Schwarzweißmalerei. Im Gegenteil: Ein Großteil der Spannung entsteht durch nachvollziehbare Konflikte. Niemand kann dabei für sich in Anspruch nehmen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Der Widerstand bedient sich kaum weniger dubioser Mittel als die Kollaborateure, und sein Chef ist ein echter Unsympath. Auch kann die Gegenseite durchaus gute Argumente für ihr Handeln aufbringen. Allen voran die Chefin von Wills Spezialeinheit, Phyllis, hervorragend gespielt von der großartigen Kathy Baker (Picket Fences – Tatort Gartenzaun, Jesse Stone), kann überzeugende Motive aufweisen. Denn würden sie nicht mitspielen, würde alles nur noch viel schlimmer werden. „Es gibt keine Form eines effektiven Widerstands“, sagt sie, „nur fehlgeleiteten Idealismus, der ausschließlich zu Verzweiflung und Tod führt.“

    Widerstandskämpfer Broussard, gespielt von Tory Kittles, und eine Kumpan gehen mit den Waffen im Anschlag durch einen Tunnel.
    Widerstandskämpfer Broussard (Tory Kittles) und ein Kumpan planen einen Anschlag. © Pandastorm Pictures

    Das ist zwar ein altes Argument aller Kollaborateure. Angesichts der hinlänglich demonstrierten Vernichtungsmacht und -wut der Aliens ist es aber auch nicht von der Hand zu weisen. Da stellt sich dem geneigten Zuschauer schon mal die Frage, wie er sich denn in einer solchen Situation verhalten würde. Natürlich sind die meisten der menschlichen Unterdrücker echte Fieslinge. Sei es der sadistische Rothut oder die eitle Kunst-Konfisziererin, die ihre persönlichen Machtspielchen genießt. Doch selbst dem schleimigen und immer gern gegen Schwächere auskeilenden Proxy Snyder mag man gelegentlich Sympathie entgegenbringen. Und einen Hauch Verständnis.

    Eher Beachboy als tougher Superagent

    Dieser Mehrdimensionalität der Charaktere entspricht das eher eindimensionale Spiel Josh Holloways in Colony – Staffel 1 leider nicht. Er stapft mit ewig sauertöpfischer Miene wie ein leberkranker Otter durchs Geschehen. Man würde ihm den surfenden Beachboy vermutlich eher abnehmen als den toughen Superagenten. Er gefällt halt weniger durch mimisches Talent als durch starke Bildschirmpräsenz, ein einprägsames Gesicht – und natürlich durch seinen Waschbrettbauch. Und das ist doch auch etwas. Man (oder auch frau) sieht den Typen einfach gern.

    Will Bowman, gespielt von Josh Holloway, und sein von Carl Weathers gespielter Partner stehen an einem Auto.
    Will Bowman (Josh Holloway) und sein Partner (Carl Weathers) jagen Widerstandskämpfer. © Pandastorm Pictures

    Sarah Wayne Callies dagegen ist ein echtes schauspielerisches Schwergewicht, die das gesamte Spektrum der Emotionen mühelos in Mimik und Körpersprache zum Ausdruck bringen kann. Und auch Peter Jacobson versteht es, dem schleimigen Snyder mal charmant, mal larmoyant, mal verschmitzt, mal aufbrausend Tiefe zu verleihen. Nicht zu vergessen Rocky-Urgestein Carl Weathers, der hier Wills pragmatischen Partner gibt.

    Mein Fazit zu Colony – Staffel 1

    Colony – Staffel 1 ist eine spannende Dystopie mit einigem Stoff zum Nachdenken. Die Dynamik der verschiedenen Loyalitätskonflikte bietet genügend Abwechslungspotenzial, um nicht zu ermüden. Die Serie findet eine ausgewogene Balance zwischen Drama und Action. Und die teils hervorragenden SchauspielerInnen verleihen der Geschichte genügend Authentizität, um auch mal schlucken zu müssen. Einziger Wermutstropfen: Colony – Staffel 1 wurde nach der dritten Staffel ohne vernünftigen Abschluss eingestellt. Nun mag man das angesichts zahlreicher vergurkter Serien-Finales nicht ganz so schlimm finden, unbefriedigend bleibt es dennoch. Immerhin veröffentlicht Pandastorm die zweite und dritte Staffel relativ zügig im Anschluss, so dass man nicht lange warten muss.

    Colony – Staffel 1 erscheint am 3. April 2020 auf DVD und Blu-ray. Die Folgestaffeln sind für den 25. Mai und 11. September angekündigt.

    © Pandastorm Pictures

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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