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    Startseite » Die Professorin
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    Die Professorin

    Jan Wernervon Jan Werner28. August 2021Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Drei Frauen an einer Holztafel, Sandra Oh, Nana Mensah, Holland Taylor (von links nach rechts)
    THE CHAIR (L to R) SANDRA OH as JI-YOON, NANA MENSAH as YAZ, and HOLLAND TAYLOR as JOAN in episode 106 of THE CHAIR Cr. ELIZA MORSE/NETFLIX © 2021
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    Eine Serie, die sich um eine Fakultätsvorsitzende und etliche moderne Herausforderungen an einer altehrwürdigen Universität dreht, bringt uns Netflix mit Die Professorin. Überzeugt die Auftaktstaffel mit ihren 6 Folgen?

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    Das englische Poster zur Serie zeigt Sandra Oh hinter dem Schreibtisch mit Kutte und Hut. Vor ihr steht ein Schild auf dem Tisch, auf dem steht "F*CKER IN CHARGE - OF YOU F*CKING F*CKS"
    Das Plakat zu Die Professorin (OT: The Chair) © Netflix

    Die Professorin – Kulturkampf auf dem Campus

    In Die Professorin findet sich Dr. Ji-Yoon Kim (Sandra Oh) in ihrer neuen Rolle als Lehrstuhlinhaberin der Englisch-Fakultät an der renommierten Pembroke University ein. Als erste Frau in dieser Position und eine der wenigen People of Color in der Belegschaft steht Ji-Yoon vor einer ganzen Reihe einzigartiger Herausforderungen.

    In einem Wohnzimmer sitzt Sandra Oh auf der Couch vor einem Bücherregal während neben ihr Jay Duplass liegt. Beide halten sich an der Hand. Im Vordergrund sieht man einen Couchtisch auf dem einige Bücher, ein Kopfhörer, ein Glas und zwei Dosen mit Pillen stehen.
    Ji-Yoon (Sandra Oh) und Bill (Jay Duplass) sind Kollegen und Freunde © Netflix

    Nicht das, was man von den GoT-Showrunnern erwartet

    Nach dem Ende von Game of Thrones bröckelte ein wenig das Ansehen der beiden lange Zeit hoch gehandelten Showrunner Daniel Benioff und D.B. Weiss. Trotzdem tütete das Produzentenduo relativ zeitnah direkt einen großen Vertrag mit Netflix ein. Bevor demnächst mit der Verfilmung des Science-Fiction-Welterfolgs Die drei Sonnen das nächste Großprojekt verwirklicht wird, überraschen uns Benioff und Weiss nun mit einer tragikomischen, gesellschaftssatirischen Comedyserie, die man wohl so von den Machern einer der ambitioniertesten Fantasyserien nicht erwartet hätte. Wahrscheinlich ist es für die beiden jedoch genau das Richtige, um nach dem Kritikhagel erstmal neue Energie und vor allem Kreativität für kommende Blockbuster-Produktionen zu tanken. 

    Riesiges Themenspektrum

    In Die Professorin hat man in die sechs halbstündigen Episoden der Auftaktstaffel direkt mal so viele Themenfelder gepackt, dass so manch ein Konflikt nur angerissen werden kann und wohl erst in einer möglichen Fortsetzung nochmals Vertiefung erfahren wird. Man merkt, dass die Autoren große Pläne mit diesem Format hatten. Größtenteils schafft man es auch schon innerhalb der Kürze der Zeit präzise Botschaften zu transportieren und viele Gespräche anzuregen. Doch die ein oder andere thematische Konzentration hätte noch mehr Aussagen nachhallen lassen. So ist diese Staffel vollgepackt mit allen modernen Kulturkonflikten, die man sich so vorstellen kann.

    Es reicht nicht, dass die Protagonistin sich in einer Welt alter weißer Männer durchsetzen muss. Nein, sie hat auch noch eine sehr anstrengende Adoptivtochter, einen Freund/Kollegen, der aus einer albernen Unbedachtheit heraus in einen Hitler-Gruß-Skandal rutscht und außerdem findet sie sich auch noch mitten in gleich mehreren akademischen Paradigmenwechsel wieder.

    Joan (Holland Taylor) steht hinter ihrem Schreibtisch. Neben diesem steht eine Metalltonne aus der Feuer herausbricht.
    Joan (Holland Taylor) ist auch in ihrem Alter noch rebellisch © Netflix

    Intelligenter Witz, präzise Beobachtungen

    Auch wer sich von Die Professorin so etwas wie eine Workplace-Comedy à la The Office vor akademischem Hintergrund verspricht, wird eher enttäuscht werden. Das heißt jedoch nicht, dass es hier nichts zu lachen gibt. Ganz im Gegenteil! Die Beobachtungsgabe der Autoren für die doch sensiblen Problemfelder ist fantastisch und wie man geschafft hat, hieraus sogar den ein oder anderen Running Gag zu kreieren, sogar noch beeindruckender.

    Der Witz in dieser Serie ist anspruchsvoll, aber besitzt doch noch eine gewisse Leichtfüßigkeit. So kann man sich auch alle Folgen am Stück anschauen und wird weder von der Komplexität erschlagen noch von sich wiederholenden Scherzen angeödet. An die komödiantische Klasse von Fleabag kommt die neue Show zwar nicht heran und auf emotionaler Ebene erreicht sie noch nicht den Impact von Ricky Gervais After Life. Doch wer diese Formate oder auch The Kominsky Method mit Michael Douglas mochte, der wird hierin einen respektablen Nachfolger finden.

    Tolles Schauspiel, …

    Sandra Oh ist nach ihrem Ausstieg bei Grey’s Anatomy in der schwarzhumorigen Krimiserie Killing Eve in Erscheinung getreten und durfte dort dank ihrer kongenialen Partnerin ihre Klasse unter Beweis stellen. Auch in Die Professorin ist die Kanadierin eine Idealbesetzung. Die Akademikerin nimmt man ihr ohnehin ab, aber auch die immer wieder durchscheinenden Unsicherheiten wirken authentisch. Die manchmal roboterartige Anmutung, die ihr lange Zeit in der Krankenhausserie anhaftete, hat sie gekonnt zu ihrem Markenzeichen gemacht. Und durch das bewusste Spiel damit gelingt es ihr inzwischen auch, Sympathien zu sammeln.

    An der Seite der Titelfigur fällt der Rest im Cast glücklicherweise qualitativ nicht ab. Zu loben ist dabei die grandiose, selbstironische Darbietung von Holland Taylor, die auf extrem charmante Art mit ihrem Alter zu kokettieren weiß. Jay Duplass wiederum schafft mühelos den Spagat aus Unbeholfenheit und fachlicher Kompetenz. Ein Highlight und an sehr vielen der lustigsten Momenten der Debütstaffel beteiligt ist die Serientochter von Sandra Oh, Ju-Hee, gespielt von Everly Carganilla. Ein Beispiel hierfür ist eine Szene mit einer potenziellen Nanny, die die Kleine auf äußerst unerwartete Weise zu vergraulen weiß.

    … aber etwas wenig Zeit zur Entfaltung

    Zusätzlich harmoniert nicht nur Ju-Hee mit ihrer Adoptivmutter Ji-Yoon perfekt, sondern das gesamte Ensemble spornt sich auf schauspielerischer Ebene zu Höchstleistungen an. Dem zuträglich ist natürlich auch das Dialogdrehbuch, das hier nicht unerwähnt bleiben darf. Auch die Figuren von David Morse und Bob Balaban haben ein paar Momente, die im Gedächtnis bleiben werden. Leider ist diese erste Staffel viel zu früh vorbei, um tatsächlich von allen interessanten Persönlichkeiten genug gesehen zu haben. So muss man hoffen, dass die Serie fortgeführt wird und die spannenden Charaktere dann weiter Profil bekommen.

    David Morse steht hinter Sandra Oh und legt ihr seine linke Hand auf die Schulter. Sie trägt ein rotes Kleid und in der rechten Hand ein Weinglas, halb gefüllt. Hinter den beiden sieht man einige Personen auf der Abendgesellschaft.
    David Morse und Sandra Oh sind Kollegen am Lehrstuhl © Netflix

    Unser Fazit zu Die Professorin

    Die Professorin ist für Fans von tragikomischen Serienproduktionen, die sich trauen, mit dem nötigen Ernst und trotzdem dem angemessenen Fingerspitzengefühl in Themengebiete einzutauchen, die man als schwierige Fahrwasser bezeichnen kann. Ob es der Generationenzwist, die Meinungs- und Lehrfreiheit oder der Alltagsrassismus ist, wenn die Witze so intelligent wie hier geschrieben sind, dann kann man nur den Hut ziehen und darf selbstverständlich trotzdem lachen!

    Am Ende kann ich die Serie bedenkenlos empfehlen, wenn man nicht mit den falschen Erwartungen aufgrund der Macher hinter der Produktion herangeht. Wenn man noch einen Tick fokussierter geskriptet hätte, wäre man noch näher an Benchmark-Titel wie Fleabag herangekommen. Doch das Potential für eine Fortsetzung ist genauso vorhanden wie mein Interesse daran, mehr Zeit mit den interessanten Figuren verbringen zu können.

    Die Professorin ist ab dem 20. August komplett bei Netflix abrufbar!


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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