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    Startseite » Heated Rivalry – Staffel 1
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    Heated Rivalry – Staffel 1

    Jan Wernervon Jan Werner17. Januar 2026Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    © Warner Bros.
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    Kurz nach Deutschlandstart bringt HBO Max mit Heated Rivalry direkt eine Serie zu uns, die bereits bei Release in Übersee frenetisch gefeiert wurde. Doch Eishockey hat dort ein ganz anderes Gewicht – und auch die queere Story könnte hierzulande anders aufgenommen werden…

    Darum geht’s in Heated Rivalry

    Shane Hollander (Hudson Williams) und Ilya Rozanov (Connor Storrie) sind zwei der größten Stars im Major League Hockey, zerfressen von Ehrgeiz, Rivalität und einer magnetischen Anziehungskraft, die keiner von ihnen vollständig versteht. Was als geheime Affäre zwischen zwei frischgebackenen Rookies beginnt, entwickelt sich zu einer jahrelangen Reise der Liebe, Verleugnung und Selbstfindung. In den nächsten acht Jahren jagt das Paar dem Ruhm auf dem Eis nach, während es darum kämpft, seine Gefühle füreinander zu überwinden. Hin- und hergerissen zwischen dem Sport, für den sie leben, und der Liebe, die sie nicht ignorieren können, müssen Shane und Ilya entscheiden, ob es in ihrer hart umkämpften Welt Platz für etwas gibt, das so zerbrechlich und so mächtig ist wie die wahre Liebe.

    Heated Rivalry: Hudson Williams als Shane Hollander © Warner Bros. Entertainment

    Eine etwas bessere Fanfiction als Welterfolg

    Schon die Buchvorlagen hatten vor allem in Kanada eine riesige Welle geschlagen – natürlich wegen des gigantischen Stellenwerts, den dort der Eishockeysport genießt. So ist Heated Rivalry zwar voll mit fiktiven Vereinsnamen und anderen Umbenennungen, bei denen jedoch allen Fans klar ist, um wen es eigentlich geht – so wie einst bei Pro Evolution Soccer, wo man im Gegensatz zu EA’s FIFA-Reihe nicht die Lizenzen für die Spieler- und Vereinsnamen hatte. So spielt nun die Serie nicht im „echten“ Eishockey-Zirkus, aber ist alles in allem schon deutlich so konzipiert, dass sie es gut und gerne könnte.

    Im Endeffekt ist das dann damit ein klassisches Fanfiction-Projekt, wenngleich man schon sagen muss, dass es mehr entgegen dem landläufigen Vorurteil gegenüber dieser literarischen Form Beiträge gibt, die qualitativ durchaus solide dastehen – und hierzu kann man auf jeden Fall auch diese Reihe zählen. Nichtsdestotrotz: Eine Wertung von über 9 bei IMDB ist selbstredend hier kein valider Indikator über die tatsächliche Klasse des Stoffs, weil hier die Fan-Army doch alles in ihrer Macht stehende getan hat, um das Rating nach oben zu treiben, wie es leider inzwischen bei solchen Bubble-Lieblingen regelmäßig passiert, wodurch jedweder Maßstab abhanden kommt. Kurzum: Nein, auch wenn es dieser Score nahelegt, Heated Rivalry ist auf gar keinen Fall eine Serie, die man in einer Reihe mit Breaking Bad und Co. einordnen kann, die diese Wertung wirklich verdienen.

    Wichtig für die LGBTQ+-Community, …

    Es fällt mir wirklich schwer, diese Serie nun zu beurteilen. Ich verstehe den Hype durchaus, verstehe, weshalb diese Bücher und nun die Umsetzung so einen Stellenwert für die queere Community hat, weshalb Heated Rivalry in Sachen progressiver Repräsentanz gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Bedenkt man – aus deutscher Sicht erscheint diese Analogie nur logisch -, dass sich bis dato kein aktiver Bundesliga-Fußballer als homosexuell geoutet hat, dann ist eine Romanze dieser Art in einer Profisport-Welt nicht nur mutig, sondern vor allem auch potenziell ein Schritt in Richtung Akzeptanz und ein Mutmacher für diejenigen, die sich noch nicht trauen, zu ihrer Sexualität zu stehen, weil die Öffentlichkeit weiterhin andere Männlichkeitsbilder in solchen Sportarten zu befördern scheint.

    Wir hatten im letzten Jahrzehnt nun schon eine ganze Reihe von Filmen und Serien, die speziell für die heutige, junge LGBTQ+-Generation als richtungsweise angesehen werden, manchmal waren es sogar einzelne Handlungsstränge und Szenen um spezielle Charaktere, die hier für große Schritte nach vorne gesorgt haben. Man nenne hier Call Me By Your Name, Love, Simon, Heartbreaker oder – man höre und staune – Shazam 2.

    Doch Heated Rivalry geht hier einen deutlichen Schritt weiter, weil, obwohl das Schwulsein hier nicht verromantisiert wird und so getan wird, als würden inzwischen alle problemlos akzeptieren, wenn eine Person in der Öffentlichkeit sich als solches outet, werden die ganzen romantischen Elemente, vor allem aber auch die Reibereien und das Up and Down wie selbstverständlich auf Augenhöhe inszeniert, wie man es gemeinhin in heteronormativ geprägten Romanzen tut.

    … aber auch gut?

    Man erkennt hier doch recht klar, dass sich die Macher beim Style ihrer Show an Euphoria orientiert haben – was natürlich gar nicht schlimm ist, weil auch die Sam Levinson-Serie für die Community öffentlichkeitswirksam viel Buzz generiert hat. Heated Rivalry ist dabei aber bei weitem nicht so rauschhaft, in Teilen traumartig inszeniert, sondern schon bodenständiger, jedoch qualitativ sehr weit über dem Niveau von klassischen Dramaserien im Romantikbereich. Die Dialoge sind in Teilen zwar ziemlich lang, aber nie bedeutungsschwanger, sondern wenn, dann immer ehrlich tiefgründig. Und sie können natürlich nur so gut rüberkommen, wie sie von den entsprechenden Darstellern vorgetragen werden – und hier hat man wirklich mit jeder Besetzung einen Treffer gelandet, besonders natürlich bei den beiden Protagonisten, aber auch in der zweiten Reihe.

    Stilprägend ist auch direkt die musikalische Untermalung, die ebenfalls zum Teil Erinnerungen an einen Meilenstein der letzten Jahre weckt: an Challengers. Doch ganz so nach vorne drängend und technolastig wie der Trent Reznor/Atticus Ross-Soundtrack ist hier der Score und die Musikauswahl dann doch nicht – zum Glück, denn sonst würde man schnell eine Flanke aufmachen, sich bei Guadagnino zu offensichtlich bedient zu haben. Auch wenn man die Einflüsse verschiedener Erfolge vergangener Jahre hier merkt, ist die Serie grundlegend aber in der Zusammenstellung dieser Element einzigartig, neu und damit tatsächlich eine gute Show.

    Sprunghafte Erzählung …

    Bereits diese erste Staffel mit nur sechs Folgen deckt einen verhältnismäßig großen Zeitraum und damit in kurzer Zeit viele Phasen der Beziehung von Ilya und Shane ab. Es beginnt mit dem Kennenlernen 2008, geht dann über zwei olympische Zyklen und verschiedene Karriereschritte um am Ende im Jahr 2017 anzukommen – und dabei gibt es dann sogar noch eine Standalone-Folge (Episode 3), die sich um ein ganz anderes Paar dreht (und die für sich genommen nochmal andere Aspekte aufs Tableau bringt und ebenfalls zwei starke Leads hat). Trotzdem fühlt sich das ganze organisch und nie gehetzt an, weil man sich auf einzelne prägende Momente fokussiert und diese dann vollumfänglich abbildet, sodass die erzählerischen Lücken quasi gar keiner Füllung bedürfen. Erzählerisch ist Heated Rivalry damit ebenfalls ziemlich klug konzipiert und untermauert auch auf dieser handwerklichen Ebene, mehr zu sein, als „nur“ ein Repräsentationsvehikel.

    Connor Storrie als Ilya Rozanov und Hudson Williams als Shane Hollander © Warner Bros. Entertainment

    … mit perfektem Lead-Duo

    Das Totschlagargument für die Hype-Serie ist aber zweifelsohne die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Connor Storrie und Hudson Williams sowie deren fantastische Darstellerleistungen. Immer wieder muss man sich bewusst machen, dass Storrie ein Texaner ist, so authentisch bringt er den russischen Akzent – ohne Klischees – rüber. Und Hudson Williams hat eine leicht verletzliche Aura um sich, die er perfekt einzusetzen weiß, ohne aber zu einem fragilen Charakter zu verkommen. Ganz wichtig ist aber dann auch, dass man beiden sowohl die Liebe zu ihrem Sport und die Besessenheit, die besten sein zu wollen, abnimmt, wodurch Eishockey hier eben nicht nur eine austauschbare Kulisse ist, sondern ein integraler Bestandteil der Geschichte – für die Serie, aber auch für die, der beiden jungen Männer miteinander.

    Will man einen Kritikpunkt ausmachen, dann ist es, dass sich die beiden rein optisch für die große Spanne der Geschichte fast ein bisschen zu wenig entwickeln, aber das wird jeder vernünftige Zuschauer als dem Format geschuldet akzeptieren, denn mit verschiedenen Darstellern in unterschiedlichem Alter hätte die Identifikation definitiv mehr gelitten.

    Und last but not least muss man natürlich noch den Aspekt der Erotik in dieser Serie ansprechen. Denn Heated Rivalry ist in den Sexszenen durchaus explizit, aber nie vulgär-erotisch, nie voyeuristisch und nie unangenehm anzusehen. Doch diese Szenen sind natürlich wichtig, um die Affäre als solche und ihren Verlauf hin zu einer Beziehung (?) zu charakterisieren – und sollen selbstverständlich auch den Hype um die beiden Figuren und deren Darsteller medial noch etwas pushen. Wer will es HBO/Crave verdenken, dass man, wenn man schon so ein heißes Eisen im Feuer hat, dieses auch entsprechend vermarkten will.

    © Warner Bros. Entertainment

    Unser Fazit zu Heated Rivalry

    4.0 Stark

    Heated Rivalry ist für HBO Max zum Start zurecht eines der Formate, mit dem man den Dienst auch hierzulande populär machen will. Denn die Sportserie mit ihrer queerrepräsentativen Funktion ist eben mehr als die Summe ihrer Teile, weil von Inszenierung über Besetzung und Schauspiel bis hin zur Dramaturgie hier alles auf dem Level ist, das man von HBO nun mal gewohnt ist. Was Industry für die Finanzbranche und The Pitt für Krankenhaus-Serien, ist dieses Format für das Subgenre der Sportserie: frisch, progressiv und nur auf den ersten Blick nischig.

    • User Ratings (3 Votes) 3.9
    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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