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    Senna

    Jan Wernervon Jan Werner22. November 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    SENNA. (L to R) Gabriel Leone as Ayrton Senna in Senna. Cr.Courtesy of Netflix ©2024
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    Senna ist zweifelsohne einer der bekanntesten Formel 1-Fahrer aller Zeiten und sein Schicksal eine Geschichte, die die Welt bewegte. Gelingt es Netflix mit der Miniserie diesem Vermächtnis gerecht zu werden?

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    Senna – Die Story

    Diese Serie über den dreifachen Weltmeisters  der Formel 1 beginnt mit seinem Umzug nach England, wo er in die Formel Ford einstieg, und endet mit seinem tragischen Unfall beim San Marino Grand Prix im italienischen Imola.

    Formel 1 als Dramastoff – ein gefundenes Fressen

    Die Formel 1 ist ein Mythos mit Jahrzehnten voller Heldengeschichten, Tragödien, Glamour und Skandalen. Da wundert es kaum, dass es auch in der Filmbranche immer wieder „Trittbrettfahrer“ gibt, die von dieser Marke und dem Glanz profitieren wollen. Das hat einige starke, sogar preisgekrönte Projekte hervorgebracht – sowohl im Spielfilm als auch im Doku-Bereich -, ist aber auch einige Male gehörig ins Kiesbett abgedriftet. Auf der Seite der Gewinner finden sich unter anderem der Oscar-Film Rush mit Daniel Brühl als Nikki Lauda, den Frankenheimer-Klassiker Grand Prix von 1966 oder die Dokus One mit Michael Fassbender und eben auch Senna, die gleichnamige Dokumentation über den legendären Ayrton Senna aus dem Jahr 2010. Diese Geschichte wird nun also noch einmal fiktionalisiert wiederaufbereitet. Ob es das gebraucht hat, klären wir im weiteren Verlauf der Kritik.

    Totalausfälle wie beispielsweise der Neunzigerjahre-Unfall Driven mit Silvester Stallone sind der altehrwürdigen Rennsportserie bislang erspart geblieben, seitdem Netflix mit Drive to Survive dem in den Zehnerjahren kriselnden Rennzirkus nachdrücklich auf die Beine geholfen und in den USA zu einem regelrechten F1-Boom beigetragen hat, ist das Interesse am Kampf Mann gegen Mann in den Hightech-Einsitzern nochmals mit Zwischengas auf ein neues Höchsttempo beschleunigt worden. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass für den kommenden Sommer einer der großen Blockbuster ein Formel 1-Film des Top Gun:Maverick-Machers mit Budget im Bereich von kolportierten 300 Millionen Dollar – und Brad in der Hauptrolle – sein wird. Bis die Apple-geförderte Kino-Sensation aber auf die Leinwand kommt, ist nun endlich Senna bei Netflix am Start. „Endlich“, weil die Miniserie über die Rennlegende bereits 2020 angekündigt wurde. Ist die lange Entwicklungszeit dem Projekt förderlich gewesen?

    Klassische Biopic-Kost

    Direkt die Auftaktszene zeigt den erschütternden Unfall, der dem Weltmeister das Leben kosten sollte. Ein klassischer Move in solchen Biopics. Im Anschluss springt man dann zurück an die Karriereanfänge (nach einem kurzen Abstecher in die früheste Kindheit) und fortan erzählt Senna nahezu chronologisch vom Werdegang des Brasilianers. Klassisch, klassischer, Senna. Das muss erstmal noch nicht negativ sein, doch leider fehlt den Machern nicht nur der Mut in Sachen Erzählweise, auch in anderen Aspekten hat man das Gefühl, dass permanent jemand die Handbremse anzieht. Die Dialoge sind zwischen pathetisch-geschwollen und bemüht-erklärend angesiedelt, man will wohl alle Zuschauenden abholen: Die, die noch nie auf einem Fahrersitz, geschweige denn in einem Rennauto saßen, die, die von Ayrton Senna noch wenig wissen und die, die noch nicht viel Film und Serie über Motorsport gesehen haben.

    Ich kann Champion sein. Das weiß ich.

    Doch damit verkennt Netflix eindeutig, dass die Zielgruppe für speziell dieses Projekt eine diametral andere ist. PS-Freaks, die alle Stoffe mit vierrädrigen Protagonisten und zweibeinigen Statisten inhalieren, werden von diesem Vortrag hier womöglich mehr als gelangweilt sein. Dabei ist Senna beileibe keine schlechte Produktion. Doch die Art, das Publikum mit auf die Rennstrecke zu nehmen, die Weise, wie man psychische Merkmale des Protagonisten auf dessen Motorsport-Motivation projiziert und die ganze Dramaturgie sind derart „Standard“, dass über weite Strecken schwer vermittelbar ist, was denn nun das gewisse Etwas von Ayrton war.

    Starker Hauptdarsteller kitzelt mehr raus als drin ist

    Gabriel Leone ist für die Titelrolle eine fantastisch Wahl. Bislang kannte man ihn, wenn überhaupt, aus der Amazon Prime-Serie Dom – oder ironischerweise dank eines Kurzauftritts in Michael Manns Ferrari. Nun aber muss er die undankbare Aufgabe übernehmen, einer Legende mit traurigem Ende ein Gesicht zu verleihen. Das gelingt dem Südamerikaner mit Bravour, da er eine natürliche Unbändigkeit ausstrahlt und so dem berüchtigten Heißsporn gut in die Reifenspuren fahren kann. Natürlich spielt nicht nur der Motorsport in einem Biopic, dass sich acht Folgen Zeit nimmt, eine Rolle.

    Das Liebes- und Familienleben wird ebenfalls angerissen, aber passend zum „echten“ Senna dem automobilen Part untergeordnet. Das wiederum ist womöglich aber gar keine Absicht der Macher gewesen, sondern dem Umstand zu verdanken, dass die meisten Nebendarsteller hier seltsam blass, klischeehaft und uninteressant bleiben. Speziell einige Familienmitglieder sind so nur Stichwortgeber. Das steht letztlich dann doch einer noch tieferen Charakterzeichnung des Hauptdarstellers im Wege, wodurch auch in diesem Aspekt Potenzial in der Boxengasse zurückgelassen wird.

    Eines muss man aber zur Einordnung doch festhalten: Dafür dass es sich ja „nur“ um eine Serienproduktion für die heimischen vier Wände handelt, ist die Renn-Action dann doch adrenalingeladen bebildert. Mit den Kino-Schauwerten von LeMans 66 oder auch Ferrari kann der Produktionswert nicht mithalten, aber der Puls steigt doch merklich an, wenn die alten Rennkarossen über die Strecken heizen. Bedauerlich ist vielmehr, dass aber in Sachen Emotionen hier trotz vorliegender Ausgangslage ein recht nüchternes Werk entstanden ist. Dabei hat doch Enzo und die wundersame Welt der Menschen unter Beweis gestellt, wie sehr Stoffe über Rennfahrer unter die Haut gehen können.

    Früh übt sich: Senna bereits als Kind begeistert vom Motorsport © Netflix

    © Netflix

    Unser Fazit zu Senna

    3.5 Sehenswert

    Senna ist eine solide Miniserie mit leichter Überlänge, aber dafür einem starken, sympathischen Protagonisten. Wer wirklich etwas über die Rennlegende erfahren möchte, greift weiterhin zur 2010er-Doku. Wer aber jede Produktion über Motorsport mit festgezogenem Gurt auf dem Rennsessel mitverfolgt, der bekommt auch hier wieder einige toll fotografierte Szenen und dabei einen mehr als nur oberflächlichen Abriss über das Leben einer Legende, die diesen Titel wahrlich verdient.

    Senna streamt bei Netflix.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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