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    The Beauty

    Jan Wernervon Jan Werner22. Januar 2026Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    © FX
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    Ryan Murphy hat zuletzt eher Verrisse am laufenden Band geerntet: Monster: Ed Gein, All’s Fair oder auch für die neueren Staffeln von American Horror Story. Doch noch immer erinnert man sich gern an die besseren Projekte des vielschaffenden Serienschöpfers. Kann er nun mit The Beauty alte Höhe erklimmen?

    Darum geht’s in The Beauty

    In The Beauty wird die glamouröse Welt der High Fashion plötzlich düster, als internationale Supermodels auf grausame und rätselhafte Weise sterben. Die FBI-Agenten Cooper Madsen (Evan Peters) und Jordan Bennett (Rebecca Hall) werden nach Paris geschickt, um die Fälle zu untersuchen. Was sie entdecken, ist ein sexuell übertragbares Virus, das gewöhnliche Menschen in perfekte Schönheitsideale verwandelt – jedoch mit furchterregenden Nebenwirkungen. Ihre Ermittlungen führen sie direkt ins Visier von „The Corporation“ (Ashton Kutcher), einem geheimnisvollen Tech-Milliardär, der im Verborgenen ein Wundermittel entwickelt hat: The Beauty. Um sein Imperium zu schützen, schreckt er vor nichts zurück – und setzt unter anderem seinen tödlichen Vollstrecker, „The Assassin“ (Anthony Ramos), auf all diejenigen an, die eine Bedrohung für ihn darstellen. Während sich die Epidemie ausbreitet, gerät Jeremy (Jeremy Pope), ein Außenseiter auf der Suche nach Halt, zwischen die Fronten. Derweil eilen die Ermittler quer durch Paris, Venedig, Rom und New York, um eine Bedrohung aufzuhalten, die die Zukunft der Menschheit für immer verändern könnte. Was würdest du für Perfektion opfern?

    Key-Art © Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Quo vadis, Mr. Murphy?

    Es ist einerseits kurios und irgendwie auch spannend zu beobachten, wie Ryan Murphy, der einst die doch ziemlich gute Show Nip/Tuck, die sogar weithin gefeierte Serie Pose oder auch das Massenphänomen Glee mitverantwortete, in den letzten Jahren mit all seinen neuen Projekte komplett auf Krawall gebürstet zu sein – oder aber sich schlicht um die qualitative Wahrnehmung nicht mehr groß zu scheren, denn seien es die Monster-Staffeln bei Netflix, der ebenfalls dort erschienene Mysterythriller The Watcher oder eben der angesprochene wertungstechnische Karrieretiefpunkt mit der Hulu-Serie All’s Fair, mit der wenn überhaupt noch der Beweis erbracht wurde, dass Kim Kardashian wahrscheinlich sogar eine begnadete Geschäftsfrau ist – aber von seriösem Schauspiel nicht weiter entfernt sein könnte -, Aufmerksamkeit war den Formaten aber stets Gewiss. Im Gegenteil hat der Unfall-Gaffer-Faktor womöglich erst recht das Interesse an besagten Titeln geschürt.

    Andererseits aber ist es schon ein Stück weit eben auch traurig, wenn jemand, der zweifelsohne ja ein gewisses erzählerisches Talent, ein Gespür für Relevanz und eine Finesse für einen eigenen audiovisuellen Stil hat, zugunsten von zweifelhafter Aufmerksamkeit seine Ansprüche so zu verschieben bereit ist. Denn: Selbst Murphy selbst kann nie im Leben sagen, dass beispielsweise eben All’s Fair eine neutral betrachtet gute Serie ist. Auch die American Horror Story-Beiträge waren immer von schwankender Qualität und konnten sogar in den neueren Staffeln immer wieder mal noch Wirktreffer landen. Entsprechend hat man als einigermaßen offener Serienfan bei jeder Ankündigung eines neuen Murphy-Projekts wieder die Hoffnung, dass der US-Amerikaner mal wieder etwas für die Kritiker und weniger für die Boulevardpresse schöpfen könnte.

    Klingt verdächtig nach The Substance

    Und so ist nun eben im Windschatten der All’s Fair-Verlängerung wenige Wochen nach Ende von Staffel 1 direkt das nächste Murphy-Hulu-Projekt auch hierzulande am Start, das doch wieder eher in den Gefilden unterwegs ist, wo auch die AHS-Stoffe angesiedelt sind: Moderner, plakativer, bonbonbunter und in Teilen ziemlich zynischer Horror mit Stars, die sich für einen solchen B-Movie-Quark nicht zu schade sind und entsprechend gute Mine zum bösen Spiel machen. The Beauty ist aber, wie schon die ersten Szenen deutlich machen, schon nochmal ein spezieller Fall, weckt die Serie doch mehr als offensichtlich Erinnerungen an den sogar bei den Oscars 2025 erwähnten Body-Horror-Streifen The Substance mit Demi Moore als gealtertem Showstar mit gewaltigem Selbstachtungsproblem.

    So gibt es nun in der Murphy-Geschichte eine mysteriöse Behandlung, die zwar aus „Normalos“ Supermodels macht, aber natürlich nicht ohne fatale Konsequenzen daherkommt, die hier schon im Auftakt recht explizit vor Augen geführt werden. Es geht also hier wie da um Schönheits- /Jugendwahn, um Oberflächlichkeit, um Opferbereitschaft für eine zweifelhafte Zugehörigkeit zu einer rein auf Äußerliches fokussierten Gesellschaft. Doch während The Substance bei aller Satire noch den Drahtseilakt in Bezug auf die bissige Message und die Tragik, die dem Ganzen unter der glitzernden Oberfläche innewohnt, meisterte, ist The Beauty – typisch für Murphy – eine ziemliche Farce bezüglich seiner Aussagen. Das Ding aber ist: Diese Serie ist SO plakativ, SO selbstreferenziell, SO überdreht, schrill und karikaturesk, dass man ihr einen gewissen Unterhaltungsfaktor kaum absprechen kann.

    Wenn es also Murphys Ansinnen war, mal wieder Gesprächsstoff zu erschaffen, etwas zum Talk of the Town zu machen, weil man sich immer wieder fragt, ob man das Gezeigte gerade echt gesehen hat, dann darf dem ihm auf die Schulter klopfen und sagen: Gratulation, Ryan, The Beauty ist ein richtiges Trash-Highlight!

    Wer schreibt solche Dialoge?!

    Schon in All’s Fair wollte man mehrfach seinem Ohren nicht trauen ob der Sätze, die hier gestandene Hollywoodstars aufsagen (müssen). Auch hier gibt es nun wieder Gespräche, die so schräg anmuten, dass man nie wirklich weiß, ob das nun ernstgemeint ist oder ob es bewusst peinlich, grenzdebil oder pseudo-provokant sein soll, um beispielsweise Klischees zu entlarven. Doch ehrlicherweise würde ich Murphy so eine Doppelbödigkeit inzwischen nicht mehr zutrauen, also gehe ich eher davon aus, dass die Dialoge tatsächlich ernstgemeint sind, was sie aber nur noch unfreiwillig witziger macht.

    Allein wie sich die beiden von Evan Peters und Rebecca Hall, immerhin zwei Darstellende, die auch schon mit Preisen bedacht wurden, hier fast durch die Bank weg unterhalten, ist irgendwo zwischen Buddy-Cop-Parodie und auf die Spitze getriebener Fake-Coolness. Darüber hinaus haben alle Spannung- und Action-Momente in ihrer Darbietung auch eine comichafte Übertreibung mitschwingen, wodurch auch hier nicht klar ist, ob man einer Telenovela, einer Persiflage oder nur einem Werbeclip beiwohnt. Die Musikauswahl, die ausnahmslos aus ausgenudelten Standard-Tracks besteht, unterstreicht diese inszenatorische Ambitionsarmut nochmals.

    Ein Modell dreht völlig durch © Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Doch in einem Punkt macht The Beauty tatsächlich was her: Die Body-Horror-Einschübe und wie diese getrickst und inszeniert sind, haben eine nicht von der Hand zu weisende Wertigkeit und lösen durchaus das intendierte Ekelgefühl und den Schock im Publikum aus. Wie geschrieben: Immer wenn man die „Verwandtschaft“ zu American Horror Story spürt, entstehen Bilder und Momente, die herausstechen und im Gedächtnis bleiben. Das betrifft dann auch die Auftritte – und mögen sie noch so klein sein – von Murphy’s Stammpersonal, wie beispielsweise Jon Jon Briones oder Ben Platt. Über andere Schauspielleistungen bzw. die Rollen sollte an dieser Stelle besser gar nicht zu viel verraten werden…

    © Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Unser Fazit zu The Beauty

    2.5 Watchable

    The Beauty ist schwer einzuordnen: Nimmt man hier alles für voll, dann ist die neue Murphy-Show natürlich ein ziemlicher Betriebsunfall. Doch betrachtet man das Ganze als überzeichnete Satire, als zynische Abrechnung mit Modelbusiness und Schönheitswahn und vor allem als derben High Budget-Trash-Beitrag mit unzähligen bekannten Gesichtern, ja dann wohnt diesem "Unfall" doch ein gewisser Unterhaltungswert inne.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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