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    Where’s Wanda?

    Jan Wernervon Jan Werner25. September 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Where’s Wanda ist die erste Apple TV+ Produktion aus Deutschland. Der Dienst legt wie kein anderer die Qualitätsmesslatte hoch an. Wie schlägt sich also die Serie mit Axel Stein und Heike Makatsch im internationalen Vergleich?

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    Heike Makatsch und Axel Stein als Eltern, die selbst aktiv werden, um die verschwundene Tochter zu finden. © Apple TV+

    Where’s Wanda – Die Story

    Dedo und Carlotta Klatt suchen verzweifelt nach ihrer vermissten 17-jährigen Tochter Wanda, die vor Monaten spurlos verschwunden ist. Als die Polizei sie nicht finden kann, nimmt die Familie die Sache selbst in die Hand und besorgt sich mit Hilfe ihres technikbegeisterten Sohnes Ole Überwachungsgeräte. Als Angestellte einer Elektrofirma getarnt, verwanzen sie erst ihre Nachbarschaft und dann den halben Vorort und finden heraus, dass hinter verschlossenen Türen keine ihrer Nachbar:innen die sind, die sie vorgeben zu sein.

    Wenn deutsche Filmemacher experimentieren…

    Zeitsprünge, allwissende Erzähler:innen, ausschließlich schrullig-überzeichnete Figuren und das alles vorgetragen wie ein modernes Märchen. Wenn man einem deutschen Produzententeam eine Carte Blanche ausstellt, darf man sich nicht beschweren, wenn am Ende ein vollkommen abgefahrenes Kuddelmuddel wie Where’s Wanda bei herauskommt. Doch Halt, Halt, Halt! Das klingt jetzt vermutlich negativer als es gemeint ist. Ja, ganz im Gegenteil: Ich begrüße  es wirklich mit offenen Armen und rolle allen einen roten Teppich aus, die sich trauen so unkonventionell zu denken UND dies dann auch komplett durchzuziehen. Chapeau!

    Die Miniserie beginnt dabei noch wie ein klassisches Entführungsdrama, aber spätestens, wenn klar wird, dass das entführte Mädchen die Off-Stimme gibt, realisiert man, dass man hier nicht dem deutschen Tatort-Reflex erliegt. Schnell wird dann daraus eine schwarzhumorige Gesellschaftssatire, wenn die beiden verzweifelten Eltern auf der Suche nach Wanda das Kleinstadt-Idyll, das ein bisschen wie aus Edgar Wrights Cornetto-Trilogie daherkommt, durcheinander wirbeln. Sehr gekonnt spielt man dabei mit Krimi-Klischees – für Gags, aber auch um die Erwartungshaltung des von zu vielen TV-Krimis „verdorbenen“ Publikums zu unterwandern. Schnell wähnt man sich dann in Szenen, die aus Breaking Bad stammen könnten (Das Auto der Klatts ist dabei sicher nicht zufällig gewählt…) oder aber gut in eine deutsche Staffel von Fargo stammen könnten. Absurdistan ist eine fiktive deutsche Kleinstadt.

    … geht längst nicht alles auf …

    Ja, es ist schon mehr als offensichtlich, dass die Macher mehr als eine Coen-Brüder-Geschichte, und das mehr als einmal, gesehen haben.  Aber von den „besten“ abzugucken, ist manchmal kein schlechter Ansatz, wenn man das Ganze dann mit genügend eigener Couleur anstreicht. Das gelingt in Where’s Wanda erstaunlich gut, sowohl weil man es immer wieder schafft, ruhige emotional wirksame Momente einzuweben und dadurch die Verzweiflung glaubhaft zu machen, als auch weil die Geschichte von so vielen Ideen sprüht, auf die man wirklich erstmal kommen muss. Sprich: die erste deutsche Apple TV+ Show ist gewöhnungsbedürftig, anders auf die gute Weise, vor allem aber ziemlich unterhaltsam – und das ohne den Fremdscham-Faktor, der so oft bei deutschen Titeln mitschwingt.

    Das gelingt auch, weil das gesamte Figurenkabinett schon so sehr auf „cringe“ getrimmt ist und man somit mit offenem Visier sämtliche übliche Kritikpunkte am deutschen Fernsehen nacheinander abhakt und damit quasi als Stilmittel spielt. Dabei geht nicht jeder Gag und jeder Spruch auf und einige Figuren funktionieren auch nur semi-gut als Parodiecharaktere, aber sind wir mal ehrlich, wenn es diese Augenroller nicht geben würde, was wäre dann überhaupt das „Deutsche“ an dieser Produktion?

    … aber genug, um viel Spaß zu haben

    Die acht Folgen sind jeweils, inhaltlich wie auch dem Titel nach, einer der Dorfbewohnerfamilien gewidmet, in deren Leben die Klatts dann eindringen. Das führt zu reichlich Abwechslung, sind die einzelnen Sippen doch sehr verschieden, was sich auch in leichten Genre-Switches von Episode zu Episode widerspiegelt. Letztlich führt das zwar, auch nicht untypisch für diese Struktur, zu schwankender Qualität der Einzelfolgen, aber richtige Ausfälle sind nicht zu verzeichnen und speziell hinten raus überwiegt dann auch der umspannende Plot, sodass man goutieren kann, dass sich die Herangehensweise – spätestens im Rückblick – auszahlt.

    Wer mit Axel Stein generell nicht warm wird, der wird, trotz dessen er hier ganz weit weg von dem „jungen“ Axel Stein-Humor ist, mit seiner Figur in Where’s Wanda ziemlich wahrscheinlich Probleme haben. Es ist und bleibt hier vordergründig doch eine komödiantische Produktion, was auch an der Wahl der Gastdarstellenden überdeutlich wird. Ein seltsamer, verschrobener Mix eben, aber eben auch ein im Vergleich zu vielem, was aus Deutschland die letzten Jahre auf die Leinwand kam, ein grundsympathischer. Quatsch, dem man nicht böse sein kann, wenn man einen leichten Soft Spot für diese Form des „deutschen“ Witzes hat.

    Wer sollte sich Where’s Wanda bei Apple TV+ ansehen?

    Where’s Wanda platziert nicht nur schrullige, sondern auch nerdige Charaktere im Zentrum der Handlung und spricht damit das Publikum von How to sell drugs online (fast) und ähnlichen Titeln an. Doch wie gesagt, ist auch ein Hauch von Coen-Brüder-Story nicht zu übersehen. Figuren, die teils an Brad Pitt in Burn After Reading erinnern, treffen in einer fast schon überproduzierten Geschichte aufeinander, woraus sich ein Großteil der Situationskomik ergibt. Dialogwitz für eine spezielle Zielgruppe, aber die wird es dafür umso mehr abfeiern.

    Lea Drinda spielt die Titelfigur in Where's Wanda
    Lea Drinda spielt die Titelfigur in Where’s Wanda © Apple TV+

    © Apple TV+

    Unser Fazit zu Where's Wanda

    3.5 Sehenswert

    Ein Spiel mit Klischees zum "Deutschsein per se" aber auch zu "deutschen Filmen und Serien" ist die erste Show von Apple TV+ geworden. Das ist experimentell, mutig und amüsant, wenn man darüber wegsehen kann, dass Where's Wanda halt doch selbst wieder "typisch deutsch" ist.

    Where's Wanda läuft bei Apple TV+.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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