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Emily (Liana Liberato) kämpft sich kriechend vom Strand zurück ins Haus. in The Beach House

The Beach House

In seinem Regie-Debüt The Beach House lässt Jeffrey A. Brown den romantischen Strandurlaub von einem Teenie-Pärchen zur Katastrophe werden. Warum sich ein Kinobesuch lohnt, erfahrt ihr hier.

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TitelThe Beach House
Jahr2019
LandUSA
RegieJeffrey A. Brown
DrehbuchJeffrey A. Brown
GenreHorror, Science-Fiction
DarstellerLiana Liberato, Noah Le Gros, Jake Weber, Maryann Nagel, Steven Corkin
Länge88 Minuten
FSKnoch nicht geprüft
VerleihKoch Films
Das Kinoposter zu The Beach House zeigt die Protagonistin Emily (Liana Liberato) und den Ort des Geschehens - den Strand.
Kinoplakat zu The Beach House © Koch Films

Unheilvolle Lichter

Das junge Pärchen Emily (Liana Liberato) und Randall (Noah Le Gros) hat dringend eine Auszeit nötig und möchte diese im Strandhaus der Eltern verbringen. Doch schnell merken sie, dass sie nicht allein sind. Bekannte von Randalls Vater haben es sich auch in dem Haus gemütlich gemacht. Aber das stört nicht großartig und die beiden ungleichen Pärchen erleben einen feuchtfröhlichen Abend zusammen, bei dem sie nachts sonderbare Lichter und einen leuchtenden Nebel im Meer wahrnehmen. Der Morgen danach hat es dann aber in sich. Das ältere Pärchen verhält sich sehr sonderbar und glitschige Kokons säumen den Strand. Für Emily und Randall bricht nun der nackte Kampf ums Überleben aus.

The Beach House – Unbehaglicher Strandausflug

Ein Tag am Meer. Das kann entspannend sein oder eben auch nicht. Denn Debütant Jeffrey A. Brown hat viel mehr Lust auf Spannung als Entspannung und schnürt mit The Beach House ein kleines feines Bio-Horror-Filmchen mit Lovecraft-Einschlag. Alles beginnt scheinbar idyllisch, doch es hängt von Beginn an etwas Unbehagliches in der Luft. Kameraführung und Soundkulisse vermeiden erst dezent, dann immer aufdringlicher die unbeschwerte Strand-Idylle. Erst vermutet man die Bedrohung in dem ebenfalls im Strandhaus anwesenden Pärchen, doch schnell stellt sich heraus, dass eine ganze andere, unbekannte Gefahr dort draußen lauert. Eingeleitet wird diese durch einen ebenso mysteriösen wie auch schönen leuchtenden Nebel. Die Farbe aus dem All lässt grüßen. Die Mittel sind hier begrenzter, doch das tut dem Film irgendwie richtig gut. Denn so wirkt der Film trotz seiner Thematik geerdeter und damit deutlich glaubwürdiger als Richard Stanleys Cosmic-Horror-Streifen.

Emily (Liana Liberato) disktuiert mit Randall (Noah Le Gros) über das anstehende Wochenende. Die Beziehung hat ein entspanntes Wochenende in The Beach House dringend nötig.
Emily (Liana Liberato) und Randall (Noah Le Gros) freuen sich noch auf ein entspanntes Wochenende am Strand. © Koch Films

Mit zwei Pärchen, einem Setting und einigen wenigen, dafür aber richtig schmerzhaften Ideen zieht The Beach House im letzten Drittel richtig an. Dabei schafft er es, ähnlich wie Ari Aster in Midsommar, eine unbehagliche Tageslicht-Stimmung zu erzeugen. Entscheidender Faktor ist dabei die bedrohliche Soundkulisse, die erheblich zur Stimmung beiträgt. Zudem erhöhen tolle praktische Effekte den Ekelfaktor und wenn zum Finale dann der Nebel nochmal zurückkehrt und es Nacht wird, fühlt man sich direkt an John Carpenters The Fog zurückerinnert. Entsprechend ist die Atmosphäre auch hier ein ganz großes Pfund des Films.

Viele Vorbilder

Die Prämisse erinnert an Frank Schätzings Roman Der Schwarm, die bunten Lichtern an Die Farbe aus dem All und der dichte Nebel an The Fog oder The Mist. Eigenständige Ideen hat The Beach House kaum welche, vielmehr bietet man einen Mix aus interessanten und bekannten Versatzstücken. Manches macht man dabei sogar besser als seine Vorbilder, anderes aber auch nicht. Insgesamt gesehen ist es aber wirklich stark und beachtlich, was hier Jeffrey A. Brown mit seinem Debüt abliefert. Auch die Darsteller machen ihre Sache ordentlich und gehen in der knappen, aber greifbaren Figurenbeschreibung auf. Nur der Spannungsteil will nicht so richtig zünden. Man erahnt früh, worauf es hinausläuft und so schafft es die Spannung nicht, ähnlich anzusteigen wie der phantastische Teil. Doch dafür bekommt man ein konsequentes Finale und eine unglaublich dichte Atmosphäre geliefert.

Unser Fazit zu The Beach House

Richtig idyllisch wird es nie in The Beach House. Von Beginn legt sich eine unbehagliche Stimmung über Strand und Meer. Jeffrey A. Browns Regiedebüt bedient sich dabei vieler bekannter Vorbilder und ergibt in der Symbiose einen unglaublich stimmigen und fokussierten Bio-Horror-Streifen. Darsteller, Effekte und Atmosphäre sind auf gutem Niveau und sorgen gerade im letzten Drittel für eklige Momente und eine schaurige Atmosphäre. Zwar kann das Spannungsniveau dabei nicht ganz mithalten, doch in der Summe bekommt man einen wirklich guten und empfehlenswerten Genre-Film geliefert.

The Beach House startet am 22.10.2020 in den deutschen Kinos.

Unsere Wertung:

 

 

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© Koch Films

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