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Mogli marschiert auf allen Vieren und stößt mit einem jungen Elefanten frontal, Nase an Nase, zusammen.

Filme von Disney – Erinnerungen an die Kindheit

Die Filme von Disney stehen heutzutage, vielleicht sogar berechtigt, in der Kritik, sie würden die Kinolandschaft glattbügeln und anderen Produktionen den Platz streitig machen. Doch es waren auch die Filme von Disney, die viele von uns, nicht nur die Filmverrückten, in ihrer Kindheit begeistert haben. Sie verkörperten einst und eigentlich noch immer die unschuldige Magie des Kinos, die Marke mit der Maus versteht es wie kaum ein anderer, zu verzaubern und vor allem die Herzen der Kinder weltweit zu erobern. Filme von Disney haben die meisten von uns begleitet, bei manchen bis heute. Deswegen werden wir heute mal nostalgisch und blicken zurück.

Erinnerungen unserer Redakteure an die Filme von Disney

Auch jeder von uns verbindet das Erlebnis auf der großen Leinwand mit den Zeichentrickfilmen des inzwischen nahezu marktbeherrschenden Großkonzerns. Es ist erstaunlich, wie sich der Status dieser Filme über die Jahrzehnte kaum verändert hat und nach wie vor nahezu jedes Kind bei seinen ersten Besuchen im Kino begleitet.

Unsere liebsten Filme von Disney

Thomas Hortian erinnert sich an seinen ersten Kinofilm Das Dschungelbuch

Balu hängt sich an einen Bananenbaum, damit Mogli eine der Früchte pflücken kann - Szene aus Das Dschungelbuch, ein Film von Disney.
Mogli und Balu haben viel Spaß zusammen – Das Dschungelbuch © Disney

Lang, lang ist es her. Im Jahre 1981 besuchte meine Mutter mit mir zum ersten Mal eine Kinovorstellung. Ich war gerade mal vier Jahre alt, aber es ist bis heute einiges davon hängen geblieben. Ziemlich deutlich sehe ich noch den großen Kinosaal vor mir, spüre noch die Spannung, als der Vorhang sich lüftete. Doch statt dem mit Disney verbundenen Spaß und dem Erlebnis einer für mich neuen Welt war mir erst einmal Angst und Bange. Das hatte auch seinen Grund, denn der Trailer vor Das Dschungelbuch bewarb den Film Eine Million Jahre vor unserer Zeit. Die riesigen Urweltmonster, die dabei die Leinwand füllten, haben mir damals sicherlich schlaflose Nächte bereitet.

Das Dschungelbuch selbst gehört bis heute zu meinen liebsten Disney-Filmen. Bis 1993 das erste Kauf-Video dazu erschien, haben wir ihn mehrmals aus der Videothek geliehen. Und auch die Free-TV Premiere am Karfreitag 2014 durfte ich natürlich nicht verpassen. Dieses bunte Abenteuer bescherte mir einen dieser magischen Filmmomente, ob nun im positiven oder negativen, an die ich immer wieder zurückdenke.

… & wie ihm bei Cap und Capper die Tränen kamen

Der junge Hund Capper und der junge Fuchs Cap tollen vergnügt herum - Filme von Disney.
In der Kindheit sind sie noch beste Freunde – Cap und Capper © Disney

Für den nächsten Film muss ich fast genauso weit in die Vergangenheit zurück gehen. Disneys Cap und Capper – Zwei Freunde auf vier Pfoten startete 1981 in den deutschen Kinos. Gesehen habe ich ihn erst im folgenden Sommer, als wir bei meiner Tante zu Besuch waren. Es war ein altes Filmtheater in Kiel, wir saßen auf einer Empore. Dieses Mal gab es keine bösen Trailer, die mich als kleinen Steppke ängstigen konnten. Doch der Film selbst ging mir ganz schön an die Nieren.

Fängt das Abenteuer mit der Freundschaft des jungen Fuchses Cap und des Hundes Capper fröhlich und unverfänglich an, ändert sich der Ton zunehmend, wenn sie heranwachsen. Als sie sich als dann im letzten Drittel des Films als Gegner, Capper als Jagdhund und Cap als Gejagter, gegenüberstehen, ist das schon sehr düster. Und das traurige Ende trieb mir schließlich die Tränen in die Augen. Ich habe Cap und Capper seither nur einmal wiedergesehen, vor knapp 30 Jahren auf Video. Dennoch ist die Erinnerung an den Film immer in mir präsent geblieben.

Bei Christian Willach war es als erstes Arielle, die Meerjungfrau

Fasziniert hören Arielle und Fabius der Möwe zu - Filme von Disney.
Sie hat einen guten Draht zu den Tieren des Meeres – Arielle, die Meerjungfrau © Disney

Ich kann mich noch gut an diesen einen Abend erinnern als ich mit meiner Mutter und unseren Nachbarn meinen ersten Kinobesuch hatte. Es war schon dunkel, weswegen sich auch dieses Bild der Lichter des Kinos so in meine Erinnerung gebrannt hat. Das Foyer schien damals so groß und der Saal glich für mich Fünfjährigen damals einem Fußballstadion.

Ich war gebannt, als der Saal dunkel wurde und ich mit Arielle, die Meerjungfrau meinen ersten Kinofilm sah. Die Größe der Bilder und die imposante Musik machten mich zum Fan von Disney und vor allem auch des Kinos. Und da mich dieses Erlebnis auf so viele Arten geprägt hat und mir auch eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen bescherte, tue ich mich mit der neuen Synchronisation sehr schwer und war froh, als die 89er-Synchro-Fassung auf den neueren Medien schließlich ebenfalls hinterlegt wurde.

… doch sein Liebling ist und bleibt Aladdin

Aladdin und Jasmin haben nur Augen füreinander, als sie auf dem fliegenden Teppich dahingleiten, während das Äffchen Apu Mühe hat, sich daran festzuhalten und Dschinni sie aus den Wolken beobachtet - Filme von Disney.
Fliegt glücklich mit Jasmin in den Sonnenuntergang – Aladdin © Disney

Bis dato ist Disneys Aladdin immer noch mein liebster Film der sogenannten Disney Meisterwerke. Den Film habe ich als Kind sogar zweimal im Kino gesehen, was erst gut zwanzig Jahre später weitere Filme von sich behaupten können.

Ich fühlte mich der Hauptfigur damals sehr nah, mag nach wie vor die vielen Nebenfiguren und insbesondere Dschinni. Auch heute trällere ich in manchen Momenten noch gerne die Musik vor mich her. Und auch der Nachwuchs kam schon in Kontakt mit Aladdin und hört und sieht die Geschichte gerne.

Zu Heiligabend zog es die Familie von Nann Harms in Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt

Milo und Prinzessin Kida stehen an einem Bootsteg, hinter ihnen führen allmählich zuwuchernde Treppen, entlang Wasserfällen, in die an den Berghang gelegenen Ruinen der alten Stadt - Filme von Disney.
Prinzessin Kida zeigt Milo die wundersame Stadt – Atlantis © Disney

Als ich klein war, gab es in meiner Familie das Ritual, an Heiligabend ins Kino zu gehen. 2001 war der Film unserer Wahl Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt. Ich war 6 Jahre alt und hatte zuvor noch keinen Science-Fiction-Film gesehen. Der Film fesselte mich von Minute Eins an den Kinositz und nahm mich mit auf eine epische Reise in die Tiefen des Ozeans, auf der es nur so vor Gefahren und Hindernissen wimmelte.

Bis heute ist der Film über den tollpatschigen Wissenschaftler Milo Thatch, der sich mit einer Crew von Experten auf eine Expedition zur versunkenen Stadt Atlantis begibt, mein liebster Disneyfilm. Die von Jules Verne und Hayao Miyazaki inspirierte Story wurde dabei von visuell atemberaubenden Bildern unterstützt, die von Comiczeichner Mike Mignola (Hellboy) mit entworfen wurden. Dazu kommt eine lebendige und große Welt, an der man sich nicht satt sehen kann. Überall gibt es etwas zu sehen und zu entdecken und das nahezu perfekte Pacing treibt die Handlung mit genau dem richtigen Tempo voran, so dass nie Langeweile aufkommt. Zu guter Letzt sind da noch die grandiosen Figuren, jede von ihnen vielschichtig geschrieben – jederzeit möchte man Mitglied dieses bunten Haufens aus schrägen Sonderlingen und harten Hunden sein.

Alles in allem ist Atlantis – Das Geheimnis der Verlorenen Stadt ein Meisterwerk des Animationsfilms, das Themen aufgreift, die aktueller sind denn je, wodurch der Film den Test der Zeit mit Bravour bestanden hat.

Tobias Theiß fiel die Wahl nicht leicht, doch sie landete schließlich bei Bambi

Bambi betrachtet neugierig den kleinen Hasen Klopfer - Filme von Disney.
Erste Annäherung – Bambi © Disney

In der Redaktion stand die Frage im Raum: Wer kann denn mit Kindheitserinnerungen hinsichtlich Disney-Filmen aus dem Nähkästchen plaudern? Mein erster Gedanke: „Wer kann das denn nicht?“

Als jemand mit dem Baujahr 1990 kann ich auf eine ziemlich erfüllte Disneykindheit zurückblicken. Nur welchen davon wählen? Als Knirps haben mich diese Werke allesamt begeistert. An wie vielen Sonntagen hat man frühmorgens die Eltern geweckt, um noch vor dem Frühstück eine der Disney-Kassetten einzuwerfen und sich folgend in fantastische und spannende Geschichten entführen zu lassen?

Schlussendlich fällt meine heutige Wahl auf Bambi von 1942, eines der sehr frühen Werke aus der Disney-Schmiede. Dieser Film hat also mittlerweile fast 80 (!) Jahre auf dem Buckel und ist wohl das, was man zeitlos nennen kann. Bedenkt man das Produktionsjahr, sind die Details und Animationen schlicht atemberaubend: der anmutig schreitende König des Waldes, der Revierkampf Bambis, die drolligen Jungtiere. Verglichen mit heutigen Animationsfilmen mag der Detailgrad geradezu lächerlich anmuten, hier steckt jedoch noch echte zeitaufwendige Handarbeit dahinter.

Neben possierlichen Tierchen, die zum Lachen anregen, fährt Bambi allerdings auch die ganz großen Gefühlsgeschütze auf; Trauer und Verlust spielen eine zentrale Rolle, ebenso aber auch das Erstarken und erwachsen werden.

Besonders denkwürdig ist, dass es Bambi schafft, mit wenig Dialog, malerischen Bildkompositionen und fast ausschließlich musikalischer Untermalung solch starke emotionale Bindung zu erschaffen. Niemand wird wohl je die verzweifelten Rufe Bambis im dichten Schnee nach seiner Mutter vergessen…

Bernd W. sah als ersten Kinofilm Ein Königreich für ein Lama

Kronk wird von Engelchen und Teufelchen auf seiner Schulter geplagt - Filme von Disney.
Kronk steckt in der Zwickmühle – Ein Königreich für ein Lama © Disney

Wir schreiben das Jahr 2001 und der siebenjährige Bernd besucht zum zweiten Mal in seinem Leben mit seinen Eltern ein Kino. Ein Königreich für ein Lama ist heute, zwanzig Jahre später, allerdings das erste Kino-Erlebnis, an das ich mich bewusst erinnern kann. Allerdings sollte es nicht nur ein erstes, sondern auch ein letztes Mal gewesen sein. Denn das gemütliche Kleinstadtkino mit der unscheinbaren Fassade mitten im Zentrum der Stadt mit nur einem Kinosaal, veralteten Teppichböden, regionalen Snacks und Getränken, uriger Handwerkerwerbung, dem gigantischen roten Vorhang und richtig bequemen Ledersitzen musste wenige Wochen später schließen.

Ein massives Cineplex-Franchise-Monstrum mit 12 Kinosälen über drei Stockwerke am Rande des Gewerbegebiets ersetzt dieses. Heute steht an seiner Stelle ein Fahrradladen, nachdem zuvor bereits ein Nagelsalon, ein chinesisches Restaurant und ein Kunsthandel die Fläche gemietet hatten. Fast 20 Jahre ist mein erstes bewusstes Kinoerlebnis her und bildet somit die längste Zeitspanne zwischen erster und zweiter Sichtung in meiner Filmlaufbahn. Dementsprechend gespannt war ich auf das erneute Gucken im Zuge dieses Beitrags.

Und ja, er hat noch genauso viel Spaß gemacht wie früher. Super Humor, teilweise echt sehr trocken und stumpf, fast wie eine Parodie auf frühere Disney-Klassiker. Das Gespann um das Lama Kuzco als interessanten Antiheld und Patcha als überfreundlichen Sidekick funktioniert super und wirkt auch im Kontrast zum Duo aus der sehr unterschätzten Antagonistin Yzma und ihrem treudoofen Handlanger Kronk toll gewählt. Insgesamt super kurzweilige Unterhaltung und in 15 Jahren gucke ich Ein Königreich für ein Lama dann vielleicht mit meinen eigenen Kindern – nach einer Fahrradtour mit Rädern aus ebenjenem Laden, an dessen Stelle früher das schnuckelige Kleinstadtkino war.

Auch Jan Werner war zuerst in einem Disney-Film: Erinnerungen an Tarzan

Auf einem dicken Ast eines Tropenbaums beäugt der in Lendenschurz bekleidete Tarzan die noch im viktorianischen Kleid gewandete Jane - Filme von Disney.
Ich Tarzan, du Jane © Disney

Wer Anfang der 1990er geboren wurde, dessen erster Kinobesuch war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Zeichentrickfilm aus dem Hause Disney. Die Frage ist dabei dann eher, welcher es war. Bei mir war es Tarzan und daher gibt es zwischen mir und dem Abenteuerklassiker eine besondere Verbindung. Um ehrlich zu sein: Ich habe den Film seitdem nie wieder in Gänze gesehen und trotzdem sind einige Eindrücke bis heute fest in meiner Erinnerung verankert. Wie die ikonischen Lianenschwünge des Urwaldmannes durch den, für Disney-Verhältnisse typisch, sehr freundlichen Dschungel.

Als Kind hab ich nach dem Kinobesuch damals unbedingt selbst einmal einen Urwald besuchen wollen, um die Fauna in echt erleben zu können. Ein bisschen enttäuscht wurde ich dann doch recht schnell als ich erfahren habe, dass die Realität mit dem romantisch verklärten Miteinander in der Disney-Variante wenig gemein hat. An die Illusion denke ich trotzdem immer gern zurück.

Was mir jedoch noch viel präsenter ist, ist die Filmmusik von Phil Collins. Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt lediglich einen Kassettenrekorder und habe schon vor dem Kinobesuch von einem Bekannten meiner Eltern einen Radiomitschnitt von „Two Worlds“ bekommen und den Song (ohne jegliche Englischkenntnisse) in Endlosschleife gehört und mitgesungen. Erst im Kino lernte ich dann auch die deutsche Fassung des Liedes kennen, die sogar ebenfalls von Collins eingesungen wurde. Tarzan war nur für recht kurze Zeit mein Held damals. Phil Collins und seine Musik begleiten mich aber immer noch. Wenn hin und wieder eines der Lieder aus dem Soundtrack im Radio läuft, dann sehe ich vor meinem inneren Auge sofort wieder Tarzan durchs Unterholz rennen.

Filme von Disney geben noch Stoff für viele weitere Rückblicke

Dies sind nur einige Beispiele, eine Handvoll Erinnerungen, die sich so sehr ähneln, obwohl jede davon einzigartig ist. Wir sind uns sicher, dass die meisten von euch genauso eine oder mehrere Geschichten aus eurer Kindheit erzählen könntet, wenn ihr an die Filme von Disney denkt.

Was sind eure Favoriten? Welche Filme von Disney verbindet ihr mit schönen Erinnerungen aus eurer Kindheit?

Ansonsten schaut euch gerne auch unter unseren anderen Toplisten und Specials um!

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© Disney

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