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    Causeway – Alles auf Anfang

    Leo Solledervon Leo Solleder2. November 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Jennifer Lawrence ist zurück! Nach ihrer Rolle in Don’t Look Up wagt sich die Schauspielerin in Causeway in ein für sie ungewohntes Genre: dem Kriegsdrama. Ist dieses Experiment gelungen?

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    Lynsey sitzt in einem schwarzen Raum und blickt nach rechts durch ein lichtdurchströmtes Fenster
    Das Key-Art von Causeway © Apple TV+

    Die Handlung von Causeway – Alles auf Anfang

    Die Soldatin Lynsey (Jennifer Lawrence) wird bei einem Kampfeinsatz schwer verletzt. Neben Wunden erleidet sie dabei auch eine Gehirnverletzung, die ihre Motorik einschränkt. Die Konsequenz: Lynsey muss zurück in ihre Heimat New Orleans ziehen, während sie im Rahmen ihrer Genesung auf eine Versetzung hofft. Um Geld zu verdienen, nimmt die junge Frau einen Job als Poolreinigerin an. Dadurch trifft sie James (Brian Tyree Henry), der selbst durch ein traumatisches Erlebnis gezeichnet ist. Die Traumata verbinden Lynsey und James. Doch gelingt es ihnen, Nähe und Zuneigung zuzulassen?

    Der Krieg geht, das Trauma bleibt

    Betrachtet man die Handlung und Genreangabe von Causeway, so fallen zwei Dinge auf: Zum einen ist da der Fakt, dass die Apple-Produktion zwar als Kriegsdrama auftritt, aber den Krieg dazu gar nicht zeigen muss. Es ist nicht der erste Film, der das Leben von Veteran:innen nach ihren Einsätzen darstellt. Oftmals wurde dann aber in Rückblenden oder Traumsequenzen auf den Konflikt eingegangen und somit den Gräueln des Krieges ein Bild gegeben. In diesem Werk liegt der Fokus viel mehr auf Lynseys Kampf mit dem Erlebten, was das Trauma an sich schwerer greifbar macht – ihrer Figur aber mehr Tiefe verleiht.

    Der zweite Faktor ist auf beachtenswerte Art auch 2022 noch innovativ: Das Geschlecht der Hauptfigur. Durch die Öffnung des Militärdiensts für alle Geschlechter erfahren auch Frauen zwangsläufig Kriegstraumata. Diese wurden aufgrund der fehlenden Erfahrungen in größeren Filmen bislang ausgespart. Oft sind die Erlebnisse die gleichen. Die Auswirkungen jedoch sind aufgrund der gesellschaftlichen Rollenverteilung anders gelagert. Causeway gelingt es nicht immer, diese Feinheiten auszuarbeiten. Durch die schauspielerische Leistung von Jennifer Lawrence wird dennoch ein gutes Bild der Situation gezeichnet.

    Die Krux mit dem Tempo

    Seine besten Szenen besitzt das Drama, wenn es der rebellischen Lynsey einen ebenbürtigen Dialogpartner zur Seite stellt. Dieser existiert in hervorragender Form im von Brian Tyree Henry gespielten James. Der amerikanische Schauspieler, der seinen Durchbruch in der Serie Atlanta feierte und erst kürzlich in Bullet Train zu sehen war, mimt den Gegenpol zu Lawrences Kriegsveteranin. Auch James ist stur und traumatisiert, jedoch liegen die Wurzeln dafür in eigenem Verschulden. James nicht als eindimensionale Figur angelegt. Er ist ein nahbarer Mensch mit nachvollziehbaren Charakterzügen. Besonders im letzten Drittel des Films gelingt es Regisseurin Lila Neugebauer die Figuren  optimal in Szene zu setzen. Eine überzeugende Independent-Produktion.

    Die größte Schwäche des Films ist der doch zu sperrige Aufbau. Zwar muss Causeway angerechnet werden, dass man sich die Zeit nimmt, um die Protagonistin ausgiebig einzuführen. Trotzdem trägt dieser Aufbau zu wenig Früchte. Somit schleichen sich bei doch überschaubarer Laufzeit einige Längen ein, die nicht visuell ausgeglichen werden. Auch einige Entscheidungen zum Ende hin können etwas kritisch beäugt werden und lenken etwas vom eigentlichen Kern ab. Dennoch bleibt eine runde Geschichte hängen, selbst wenn der Film durch seine holprige Dramaturgie einige Zuschauer:innen verlieren kann.

    Unser Fazit zu Causeway

    Verglichen mit Don’t Look Up schlägt Jennifer Lawrences Folgeprojekt konträre Töne an. Der schrille und plakative Stil weicht hier einer intimen Charakterstudie. Causeway kann besonders dann überzeugen, wenn Jennifer Lawrence auf ihren Leinwandpartner Brian Tyree Henry trifft. Da diese Momente sich jedoch erst im letzten Drittel des Films häufen, benötigt man doch einiges an Geduld und Durchhaltevermögen, um am Ende belohnt zu werden. Wer die Schrecken des Krieges erleben will und dabei keine Bilder kriegerischer Auseinandersetzungen sehen möchte, der sollte einen Blick in dieses Apple-Projekt werfen.


    © Apple TV+

    Leo Solleder

    Léo wollte eigentlich Theaterschauspieler werden, nun ist der Medienkulturwissenschaftler freier Journalist, Social Media Manager und Redakteur. Seine Liebe für die Bretter, die die Welt bedeuten, zeigt sich allerdings immer wieder in seiner Filmvorliebe für Kammerspiele. Diese dürfen gern international, etwas cheesy und gut geschrieben sein, doch eigentlich ist Léo genretechnisch dann doch vielfältig. Immer wieder von A24-Produktionen begeistert und dennoch mit dem Gespür für deutsche Fernsehfilme der 60er-Jahre podcastet und schreibt sich Léo seit Dezember 2021 durch die Redaktion von "Filmtoast", außerdem betreibt er mit seinem Redaktionskollegen Kenan den Popkultur-Podcast "Bleibende Schäden". Immer auf der Suche nach neuen Blockbustern und kleinen Genreperlen, die vielleicht irgendwann mal den Status seiner Lieblingsfilme "Fight Club" und "Whiplash" erreichen können.

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