Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Goodbye June
    Drama Filme

    Goodbye June

    Jan Wernervon Jan Werner11. Dezember 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Goodbye June © Netflix
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Weihnachtszeit ist Familienzeit – auch wenn die Familie in schweren Zeiten steckt. Das ist kein neues Thema für einen Film, aber Goodbye June findet einen frischen Ansatz, um sich dem Ernst der Lage mit Verve anzunähern.

    Darum geht’s in Goodbye June

    Der Film spielt kurz vor Weihnachten, als sich der Gesundheitszustand einer Mutter von vier erwachsenen Geschwistern unerwartet verschlechtert. Die Geschwister und ihr ziemlich anstrengender Vater müssen sich mit dieser neuen Situation auseinandersetzen. Angesichts des möglichen Verlusts kommen komplizierte Familiendynamiken ans Licht. Doch ihre gewitzte Mutter June orchestriert ihren Abgang auf ganz eigene Art: mit bissigem Humor, brutaler Ehrlichkeit und sehr viel Liebe.

    Toni Collette als Helen (Mitte) in Goodbye June © Netflix

    Starbesetztes Feiertagsdrama

    Die erste Szene in diesem Netflix-Drama ist schon mal ein richtiger Feiertagsstimmungskiller: June (gespielt von Helen Mirren) wird ins Krankenhaus eingeliefert – und eigentlich ist schon da für jeden klar ersichtlich, dass man hier eine Geschichte des Abschiednehmens erwarten darf. Wer allerdings denkt, dass sich nun ein kammerspielartiges Drama à la The Three Daughters entspinnt, bei dem sich die Angehörigen im Angesicht des Todes gegenseitig ihre persönlichen Baustellen offenbaren, der irrt gewaltig, denn Goodbye June ist quasi die Anti-These zu dieser intimen Form des familiären Trauerns – und ordnet sich eher in den Gefilden von Komödien, die sich diesem Thema verschrieben haben, wie beispielsweise Das Beste kommt zum Schluss, ein.

    Denn die titelgebende Todkranke hat noch etwas vor auf den letzten Metern ihres Lebenswegs. Hat Helen Mirren zuletzt in ihren Rollen in 1923 und Mobland immer forciert zu zeigen, wie vital sie trotz ihres Alters noch ist – und dabei manchmal übers Ziel hinausgeschossen -, so spielt sie nun eine Frau, die sich der Endlichkeit vollends bewusst ist und dies sogar schon akzeptiert hat. Diese Fragilität nimmt man ihr vollends ab, weil Mirren auch im Bett liegend und mit authentisch schwerkrank aussehender Maske, eine starke Mutter, Ehefrau und Oma abgibt.

    Die Kinder von June sind wahrlich hochkarätig besetzt: Neben Kate Winslet, die hier auch ihr Regiedebüt abliefert, sind Toni Collette (Hereditary), Johnny Flynn (Ripley), Andrea Riseborough (Mandy) als sehr unterschiedliche Geschwister, und Timothy Spall (Harry Potter) als Junes Ehemann fantastisch in ihrer zwischenmenschlichen Dynamik, weil sie allesamt individuelle Schicksale mitbringen und dies in nur wenigen Gesprächen und Szenen eindrücklich zum Ausdruck bringen, diese Befindlichkeiten aber dank der kleinen Stupser ihrer Mutter und wegen deren nahenden Lebensende hintenanzustellen bereit sind.

    Regiedebüt, das viel zu sagen hat

    Die Kunst, die der Regiedebütantin Winslet hier mit Goodbye June gelingt, ist, dass es natürlich ein Sujet ist, das zum „Tear Jerker“ quasi prädestiniert ist, aber dies zu keinem Moment in plumper Melodramatik erstickt wird. Denn die Vergangenheit, die die Protagonisten einholt, ist lebensnah, zur Abwechslung mal nicht eine Aneinanderreihung von „First World Problems“, wie sie sonst oft in seichten Weihnachtsdramen ausgespielt werden. So geht es wirklich extrem zu Herzen, wenn sich die einzelnen Geschwister untereinander aussprechen, wenn sich ein Pfleger und ein Patientinnensohn näher kommen oder wenn Timothy Spall als mürrischer Ehemann irgendwann zum Singen anfängt.

    Dieser Familienfilm hat wirklich etwas zu sagen, beleuchtet eine außergewöhnliche aber irgendwie auch dann doch wieder „normale“ Patchworkfamilie, die aus der Not des Abschiednehmens eine Tugend macht und die Feiertage im Hospital zu einem einmaligen, erinnerungswürdigen Ereignis macht – Krippenspiel mit Gänsehautgarantie inklusive.

    Johnny Flynn als Connor, Andrea Riseborough als Molly, Timothy Spall als Bernie und Kate Winslet als Julia © Netflix

    Es bleibt natürlich ein Stückweit auch dem Schicksal überlassen, ob dieser Film zu einem zukünftigen Weihnachtsklassiker wird, wobei die Zutaten zweifelsohne vorhanden sind. Die Frage ist nur, ob die breite Masse zu bereit ist, sich zwischen den Feiertagen mit eher niederschmetternden Themen auseinandersetzen will, statt sich von einer 08/15-X-Mas-Comedy oder einem zeitlosen, schon etablierten Klassiker berieseln zu lassen. Es wäre Goodbye June allerdings mehr als zu gönnen. Nicht nur, weil die Botschaften ausnahmslos sitzen und das Ende tief ins Herz geht, sondern auch weil man es schon loben muss, dass hier Topstars, die allesamt zuletzt immer wieder „drüber“ gespielt haben, einer Story unterordnen und somit auf menschlicher Ebene so stark wie lange nicht schauspielern.

    © Netflix

    Unser Fazit zu Goodbye June

    4.0 Stark

    Goodbye June ist starbesetztes Feiertagskino mit mehr Herz als platten Späßen, mit namhafter Besetzung, die sich vornehmlich zurücknimmt und einer Helen Mirren eine "letzte Bühne" bereitet, die diese mit Bravour zu bespielen weiß und ein Anti-Weihnachtsfilm-Weihnachtsfilm, den man Netflix so kaum zugetraut hat. Kurzum: Kate Winslet Regiedebüt ist gelungen und rundet das Jahr beim Streamingdienst gebührend ab.

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      Wonder Man
    • Jan Werner
      Fabian und die mörderische Hochzeit
    • Jan Werner
      Steal
    • Jan Werner
      Splitsville
    Vorheriger BeitragDie große Netflix-Vorschau 2026 – Highlights aus Film und Serie 
    Nächster Beitrag The Pitt – Staffel 1

    Weitere Beiträge

    3.5

    Splitsville

    von Jan Werner
    3.0

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    von Stefan Brüning
    3.5

    The Rip

    von Jan Werner
    3.5

    28 Years Later: The Bone Temple

    von Felix Knorr
    3.0

    Dust Bunny

    von Jan Werner
    4.0

    Der Fremde

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Splitsville

    18. Januar 2026

    Heated Rivalry – Staffel 1

    17. Januar 2026

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    16. Januar 2026

    The Rip

    16. Januar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.