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    Startseite » Together – Unzertrennlich
    Filme Horror

    Together – Unzertrennlich

    Stefan Brüningvon Stefan Brüning31. Juli 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Eure Beziehung steht auf der Kippe? Ihr wünscht euch einen romantischen Neuanfang im Grünen? Ob das eine gute Idee ist, zeigt euch vielleicht Together – Unzertrennlich.

    Darum geht es in Together

    Millie und Tim sind seit vielen Jahren ein Paar. Als sie aufs Land ziehen, weil Milie dort einen Job als Lehrerin anfängt, stellt sich den beiden die Frage, wie es in ihrer Beziehung weitergehen soll: Sind sie nur noch aus Gewohnheit zusammen? Wollen sie heiraten oder sich lieber trennen? Doch dann löst ein übernatürlicher Vorfall einen physischen Veränderungsprozess aus, der bald nicht nur ihre Körper und ihre Beziehung transformiert, sondern ihre ganze Existenz in Frage stellt.

    Kostbare Augenblicke ©Leonine Studios

    Gute Verbindungsmöglichkeiten

    Wer Body Horror nur einsetzt, um bei den Zuschauenden Schock und Ekel hervorzurufen, schöpft die Möglichkeiten des Genres nicht vollständig aus. Viele Regisseur:innen verwenden es als künstlerische Ausdrucksform, die sowohl Fans als auch Kritikern viel Raum für unterschiedlichste Interpretationen lässt. Manchmal erscheint die Aussage eindeutig, wie zum Beispiel in The Ugly Stepsister oderThe Substance, doch es gibt auch Stoffe, die zu komplexeren Analysen einladen. John Carpenters The Thing dient vordergründig als Parabel für Paranoia, wird aber auch als Allegorie auf den Kalten Krieg oder als Ausdruck männlicher Angst vor der eigenen Homosexualität gelesen.

    Together ist der erste Langfilm von Autor und Regisseur Michael Shanks, der die Stilrichtung nutzt, um Aussagen über zwischenmenschliche Beziehungen zu treffen. Bei seiner Premiere auf dem diesjährigen Sundance Festival wurde sein Debüt nicht nur gelobt, sondern regelrecht gefeiert. Kurz vor dem regulären Kinostart in den USA und Deutschland hat das Werk bei Rotten Tomatoes einen fast perfekten Score – und das bei über 80 Kritiken – erreicht. Der Verleih wirbt daher vollmundig mit der Tagline: „Der beste Horrorfilm des Jahres“. Dementsprechend groß ist der Hype in der Horror-Gemeinde – doch wie wir wissen, bringen hohe Erwartungen auch große Enttäuschungen mit sich. Denn im Gegensatz zu den genannten Beispielen bietet der Film nicht nur weniger Schauwerte und Diskussionspotenzial, sondern ist obendrein auch noch sehr vorhersehbar.

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    Aus bekannten Zutaten zusammengesetzt

    Bereits in den ersten Minuten wird der gesamte Handlungsverlauf angedeutet. Wenn dasselbe Ereignis anschließend über 90 Minuten gestreckt wird, leidet nicht nur der Erzählfluss unter dem gemächlichen Aufbau, sondern auch ein Großteil des Mysteriums verflüchtigt sich. Damit zu Beginn wenigstens etwas Gruselatmosphäre aufkommt, wird einer Figur ein Trauma angedichtet, das später keine Relevanz mehr hat. Ebenso vorhersehbar wie der Handlungsverlauf – selbst die finale Szene lässt sich ab einem gewissen Punkt mühelos zusammenreimen – sind die Schockmomente. Diese kündigen sich meilenweit im Voraus an und werden exakt so aufgelöst, wie man es aus zahllosen Genrebeiträgen kennt: Wenn beispielsweise eine Säge gezeigt wird, ist ihr späterer Einsatz sofort klar.

    Das entbindet Together jedoch nicht von seiner Effektivität, denn die Inszenierung ist kompetent. Allerdings baut Autor und Regisseur Michael Shanks noch zu sehr auf bekannte Vorbilder, wodurch häufig eine eigene Bildsprache fehlt – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    Distanziertes Spiel

    Es überrascht wenig, dass sich auch die Figuren nicht von bekannten Mustern lösen können. Sie ist die vernünftige Frau, er der Träumer. Alison Brie (Community) und ihr Ehemann Dave Franco (Die Unfassbaren – Now You See Me) müssen, um das Ende doppelt zu unterstreichen, permanent gegensätzlich agieren. Eine differenzierte Figurenzeichnung bleibt ihnen verwehrt. Damit auch jeder im Saal ihre Probleme erkennt, werden sie zusätzlich ausformuliert. Weil ihre Differenzen nicht organisch aufgebaut, sondern von Anfang an ihr Maximum erreicht haben, bleibt unklar, warum die beiden überhaupt einen Neuanfang wagen wollen. Ein subtiles Vorgehen ist – wie etwa The Substance eindrucksvoll zeigt – nicht zwingend nötig, um eine klare Aussage zu treffen. Doch wo Regisseurin Coralie Fargeat bewusst überzeichnet und stilistisch zuspitzt, bleibt Michael Shanks oft dröge und betont ernst.

    Im weiteren Verlauf stößt Damon Herriman (Better Man – Die Robbie Williams Story) als der nette Kerl von nebenan dazu. Als Genrekenner wird man hier sofort hellhörig und ahnt, dass auch er früher oder später in das Mysterium verwickelt sein wird.

    Fesselnde Gespräche ©Leonine Studios

    Erste Annäherungsversuche

    Dass Shanks viel Potenzial in sich trägt, zeigt sich immer dann, wenn er sich von der ernsthaften Erzählweise löst und ganz auf sein schräges Grundkonzept setzt. Sobald sich die Charaktere – um es mal ominös zu umschreiben – wieder annähern dürfen, entfaltet sich seine ganze Kreativität. Er erlaubt sich, von gängigen Kamera-Konventionen abzuweichen, verlässt bekannte Inszenierungsmuster und löst intensive Szenen auch mal mit einer dringend benötigten Prise Humor auf.

    Am besten – und schmerzhaftesten – gelingt ihm das bei einer Begegnung auf einer Schultoilette oder, mein persönlicher Favorit, in einer Parallelmontage aus Autofahrt und Duschszene. Mehr von diesen absurden Momenten hätten dem Werk gutgetan – denn genau dort fügt sich endlich alles zusammen, was auch zusammengehört.

    © Leonine Studios

    Unser Fazit zu Together – Unzertrennlich

    3.0 Okay

    Together – Unzertrennlich ist kein Meisterwerk, aber ein solider Beitrag zum Bodyhorror-Genre, der seine Prämisse zu früh preisgibt und sich zu sehr auf vertraute Muster verlässt. Doch immer dann, wenn Regisseur und Autor Michael Shanks seinen eigenen Ideen vertraut, lässt sich erahnen, welches Potenzial in ihm steckt. Bleibt zu hoffen, dass er in zukünftigen Projekten noch stärker seiner eigenen Intuition folgt.

    Together – Unzertrennlich ist seit dem 31.Juli 2025 im Kino zu sehen

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    Stefan Brüning

    Stefan ist in der Nähe von Wolfenbüttel beheimatet, von Beruf Lehrer und arbeitet seit Mai 2024 bei Filmtoast mit. Seit seiner Kindheit ist er in Filme vernarrt. Seine Eltern haben ihn dankenswerterweise an Comics und Disneyfilme herangeführt. Bis zu seinem 8. Lebensjahr war es für ihn nicht nachvollziehbar, wie man Realfilme schauen kann. Aber nach der Sichtung des Films Police Academy und natürlich der Star Wars- Filme hat sich das geändert. Natürlich waren in seiner Kindheit auch die Supernasen, die Otto- und Didifilme Pflichtprogramm, denn worüber sollte man sonst mit den Anderen reden? Deswegen mag er einige dieser Filme bis heute und schämt sich nicht dafür.

    Stefan setzt sich für die Erhaltung der Filmwirtschaft ein. Sei es durch Kinobesuche, DVD/ Blu- Ray/ UHD oder Streaming, je nach dem welches Medium ihm geeignet erscheint. Sein filmisches Spektrum und seine Filmsammlung hat sich dadurch in den letzten 30 Jahren deutlich erweitert, weswegen er sich nicht auf ein Lieblingsgenre festlegen kann.

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