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    Shorta – Das Gesetz der Straße

    Christian Willach (Chrischi)von Christian Willach (Chrischi)25. Mai 2021Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Auf dem Bild ist die Kontrolle eines Unruhestifters zu sehen. Besonders ist Jan Høyer (Simon Sears) in Großaufnahme zu sehen. Dieser blickt skeptisch in seine Umgebung. Im Hintergrund ist der Kollege Mike (Jacob Lohmann) bei der Vernehmung zu sehen. - "Shorta - Das Gesetz der Straße"
    Jan Høyer (Simon Sears) blickt während einer Kontrolle skeptisch in seine Umgebung. © Koch Films
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    Mit Shorta – Das Gesetz der Straße geben die beiden Regisseure Frederik Louis Hviid und Anders Ølholm ihr Spielfilm-Debüt. Ob der dänische Polizisten-Actioner mit heikler Thematik nur Genre-typische Abläufe abspult oder ein sehenswerter Action-Thriller ist, lest ihr hier.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=xucd1DkkKBg“]

    Auf dem deutschen Blu-ray Cover zu "Shorta - Das Gesetz der Straße" ist ein Polizist in Uniform auf dem Dach eines Polizeiwagens stehend. Der Polizist steht mit dem Rücken zum Betrachter mit nach rechts geneigten Kopf. Über diesem ragt der Filmtitel "Shorta - Das Gesetz der Straße" in weißer Schrift.
    Das deutsche Blu-ray Cover zu „Shorta – Das Gesetz der Straße“ © Koch Films

    Worum geht es in Shorta – Das Gesetz der Straße?

    Nachdem der 19-jährige Migrant Talib in Polizeigewahrsam schwere Verletzungen erleidet, herrscht in Dänemark eine besonders angespannte Stimmung. Vor allem vor den Toren Kopenhagens in Svalegården steht die Wut der Einwohner kurz vorm überkochen. Zur selben Zeit werden die Streifen-Teams neu zusammengestellt und die zwei ungleichen Polizisten Jan Høyer (Simon Sears) und Mike Andersen (Jacob Lohmann) müssen gemeinsam die Schicht verbringen. Während sie ausgerechnet in dem zu meidenden Bezirk den jungen Unruhestifter Amos (Tarek Zayat) festnehmen, kommt über Funk die Mitteilung, dass Talib verstorben ist. Nachdem die Nachricht vom Tod die beiden erreicht, eskaliert die Situation vor Ort und es brechen massive Ausschreitungen aus.

    Ohne die Möglichkeit auf Unterstützung müssen die beiden Polizisten zusammen mit ihrem Gefangenen durch das Vorstadt-Ghetto fliehen, welches sich immer mehr in einen Bürgerkriegsschauplatz verwandelt …

    Heikles Thema in fesselnder Machart

    Shorta – Das Gesetz der Straße behandelt hier ein sehr heikles und aktuelles Thema. Die Parallelen zu den realen Geschehnissen im Fall George Floyd sind gerade zu Beginn deutlich zu erkennen. Allerdings scheinen der ähnliche Verlauf rund um die darauffolgenden Unruhen und Proteste tatsächlich nur dem Zufall geschuldet zu sein. Denn bereits wenige Monate nach dem Tod Floyds wurde der Film auf den ersten Festspielen gezeigt. Nichtsdestotrotz wird man diesen Gedanken aufgrund der Aktualität nie los. Zwar wird das Thema von Beginn an in einer eher überzogenen Form aufgebaut, aber entwickelt sich trotz anfänglicher eindimensionaler Darstellung durchaus fesselnd.

    Das liegt an der vertrauten Erzählperspektive, die man bereits aus anderen Polizisten-Filmen kennt, wie Training Day oder End of Watch. Auch hier nimmt man als Zuschauer an der Seite der Polizisten Platz, wodurch die Anspannung deutlich spürbar wird. In der typisch skandinavischen Erzählweise wird die Handlung verlagert auf das fiktive Svalegården, einen Brennpunkt voller kultureller Konflikte und Unruhen. Hier erinnert das Szenario des Films enorm an Die Wütenden – Les Misérables. Ähnlich wie bei dem französischen Oscarnominierten von 2020 ist die Schwelle zur Eskalation immer zu fühlen. Jedoch schafft es Shorta – Das Gesetz der Straße nicht, eine ähnlich tiefgehende Milieustudie zu werden.

    Auf dem Bild sind die Polizisten zu sehen, die gerade einen Unruhestifter (Tarek Zayat) festnehmen. Der eine Polizist (Simon Sears) steht kaum erkennbar hinter dem Polizeiauto. Der zweite (Jacob Lohman) steht vor dem Wagen und drückt gerade den Gefangenen gegen das Auto. Dabei geht sein finsterer Blick aber hinter ihn. - "Shorta - Das Gesetz der Straße"
    Die beiden Polizisten Jan und Mike bei der Festnahme von Amos (Tarek Zayat) © Koch Films

    Packende Atmosphäre

    Stattdessen steht in Shorta – Das Gesetz der Straße der Ausbruch der Wut im Mittelpunkt. Sobald die Masse vom Tod Talibs erfährt, hagelt es Ziegelsteine auf den Dienstwagen der Polizisten und der Überlebenskampf beginnt. Am ohnehin schon feindseligen Ort werden die beiden Polizisten zum Freiwild erklärt und ein packendes Versteckspiel in Echtzeit beginnt. Insbesondere durch die unmittelbare Beobachterposition stellt sich das Gefühl ein, an der Seite dieser um sein Leben zu laufen. Aber einen noch immenseren Anteil daran haben sowohl der Score als auch die Kameraeinstellungen.

    Solange die starken Bässe des Scores durch die Lautsprecher dröhnen, kommt der Zuschauer nie richtig zur Ruhe. Die Klänge intensivieren die Anspannung, die sich auch zunehmend bei den beiden Polizisten zeigen. Im Einklang mit den Aufnahmen und verschiedenen Blickwinkeln ergibt sich hierdurch eine für skandinavische Krimis typische packende Atmosphäre. Praktisch nie kommt ein Gefühl von Distanz auf. Stets übernimmt man die Rolle als unsichtbarer Begleiter, was die Spannung durchgehend oben hält.

    Auf dem Bild sind die Polizisten Jan und Mike mit ihrem Gefangenen Amos zu sehen. Die Polizisten tragen Zivilkluft. Mike (Jacob Lohmann) einen grauen Hoodie und Jan (Simon Sears) eine schwarze Trainingsjacke mit weißen Querstreifen. - "Shorta - Das Gesetz der Straße"
    Die Polizisten in Zivilkluft blicken ihrer Situation ins Auge © Koch Films

    Regiedebüt mit unbekannteren Darstellern

    Kaum zu glauben, dass es sich hier um das Spielfilm-Debüt von Frederik Louis Hviid und Anders Ølholm als Regisseure handelt. Beide schrieben auch gemeinsam das Drehbuch und steuern ihr Projekt und die Darstellerriege sehr gekonnt durch das sensible Thema rassistisch motivierter Polizeigewalt. Obwohl die Schauspieler eher unbekannt sind, kann man nur attestierten, dass sie mehr als überzeugend ihre anfänglich eindimensionalen Charaktere zum Leben erwecken und deren Entwicklung authentisch darstellen.

    Zum einen Jacob Lohmann, der den sehr direkten, aufbrausenden und mit wenig interkultureller Kompetenz ausgeprägten Mike spielt. Auf der anderen Seite Simon Sears (Shadow and Bone – Legenden der Grisha), der den sehr besonnenen und eher zurückhaltenden Jan spielt. Ihre Leistung lässt sich erst richtig beurteilen, wenn Shorta – Das Gesetz der Straße sein Tempo verlangsamt und immer mehr dramatische Züge annimmt. Längen entwickeln sich nicht. Stattdessen intensiviert sich das Bild der beiden Polizisten, die stets auf der Hut sein müssen vor den im Ghetto lauernden Gefahren.

    Auf dem Bild ist zu erkennen, wie die ituation eskaliert. Einige scheinbar Jugendliche haben ein Auto in Brand gesteckt und blicken, mit dem Rücken zum Betrachter, auf das brennende Auto. - "Shorta - Das Gesetz der Straße"
    Die Situation eskaliert in „Shorta – Das Gesetz der Straße“ © Koch Films

    Unser Fazit zu Shorta – Das Gesetz der Straße

    Shorta – Das Gesetz der Straße dürfte insbesondere für Freunde von Polizisten-Filmen durchaus interessant sein. Was thematisch aufgrund von Polizeigewalt im Zusammenhang mit Rassismus nicht wirklich neu klingt, ist dennoch eine clevere filmische Verarbeitung des Themas. Wenn auch dieses nicht zu sehr unter die Lupe genommen wird, wie beispielsweise bei Die Wütenden – Les Misérables. Im Mittelpunkt steht der Überlebenskampf und die Entwicklung der zunächst eindimensionalen Charaktere. Der Score und die Kameraeinstellungen schaffen eine Atmosphäre mit einer hochentzündlichen und packenden Energie voller Wut in der Luft, was Shorta – Das Gesetz der Straße zu einem fesselnden Genrebeitrag werden lässt. Das Ergebnis ist ein sehenswerter Action-Thriller, der sich trotz der vielleicht überzogenen Art schön dreckig und in der Darstellung der Action recht bodenständig wie authentisch anfühlt.

    Shorta – Das Gesetz der Straße erscheint ab dem 27.05.2021 auf DVD & Blu-ray und ist bereits digital erhältlich.


    © Koch Films

    Christian Willach (Chrischi)

    Von seinem Kennenlernen mit dem Mauswanderer in einem Land vor unserer Zeit über seinen ersten Kinobesuch mit der rothaarigen Meerjungfrau, hat sich bis heute eines nie geändert: Die Film- und Fernsehwelt ist ein fester Bestandteil von Chrischi. Das steht nicht immer ganz im Einklang mit seiner hauptberuflichen Beschäftigung im öffentlichen Dienst, doch ein Blick in Chrischis „Cave“ mit inzwischen weit über 3.000 Medienträgern und einigen schicken Sondereditionen offenbart seine eigentliche Berufung. Auf der Suche nach Gleichgesinnten fand er schließlich Ende 2019 zu Filmtoast und ist seitdem fleißig am texten und quatschen im Zeichen des Toasts. So mancher Psychologe würde vermutlich beim Anblick auf Chrischis Filmauswahl mit der Stirn runzeln, doch fühlt sich Chrischi eben in nahezu jedem Genre wohl; außer vielleicht Horror. Seine Favoriten: Warrior, Kingsman, Lucky Number Slevin und Ratatouille sowie Filme von Nolan, Villeneuve, Anderson (Wes!) bzw. mit Robin Williams oder Kevin Costner (beide werten für ihn jeden Film auf). Sein Guilty Pleasure: Howard the Duck.

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