Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Supergirl
    Action Fantasy Filme Science Fiction

    Supergirl

    Kenan Hasicvon Kenan Hasic24. Juni 2026Keine Kommentare8 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Supergirl © 2026 Warner Bros. Entertainment. All Rights Reserved. TM & © DC
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Nach Superman kommt Supergirl ins neue Gunn-Universum von DC/Warner. Eingeführt am Ende des Blockbusters von 2025 steht die Cousine des berühmtesten Cape-Trägers nun im Zentrum der Bühne. Trägt sie aber einen Kinofilm auch als Hauptverantwortliche?

    Key-Art © 2026 Warner Bros. Entertainment. All Rights Reserved. TM & © DC

    Darum geht’s in Supergirl

    In Supergirl absolviert Kara Zor-El, die Cousine von Kal-El (besser bekannt als Superman), ihren ersten Einsatz im neuen DC-Filmuniversum. Das Abenteuer widmet sich der Entstehungsgeschichte der Weltraumnomadin und ihren prägenden Erfahrungen. Supergirl ist willensstark, abgeklärt und nicht selten etwas leichtsinnig. Dennoch strahlt sie eine ganz eigene Art von heroischer Kraft aus: stets aufrichtig, authentisch und nach ihren eigenen Prinzipien handelnd. Doch als ein unerwarteter und skrupelloser Gegner ihr gefährlich nahekommt, schließt sich Kara widerwillig mit einem ungewöhnlichen Verbündeten zusammen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine epische Reise quer durch das Weltall. Dabei versuchen sie, das eigene Verlangen nach Rache mit dem Kampf für Gerechtigkeit in Einklang zu bringen – und zugleich das Leben von Karas bestem Freund, ihrem Hund Krypto, zu retten. Am Ende beweist Supergirl, dass es nicht immer einfach ist, Gutes zu tun … und auch, dass dabei nicht immer alles glattlaufen muss.

    Schwere Startbedingungen

    Das Team um Regisseur Craig Gillespie (I, Tonya) und Hauptdarstellerin Milly Alcock (Sirens) steht vor der undankbaren Aufgabe, das zweite Kinowerk einer neuen DC-Ära zu stemmen. Nach den teilweise desaströsen Ergebnissen des inzwischen eingestellten DCEU haben James Gunn und Peter Safran den Resetknopf gedrückt. Nach dem soliden, aber kommerziell eher moderaten Einspielergebnis von Superman aus dem Jahr 2025 steht das nächste Projekt sogar noch stärker unter Beobachtung.

    Denn gleich zwei Risiken zeichnen sich ab. Zum einen ist Supergirl auf der Leinwand nach wie vor eine Rarität und im popkulturellen Kanon längst nicht so fest verankert, wie es etwa Wonder Woman vor einem Jahrzehnt war, als sie ihr Solo-Abenteuer bekam. Zum anderen verfügt DC derzeit nicht über den Vertrauensvorschuss, den Marvel einst besaß, als Brie Larson als Gesicht des ersten dortigen Soloabenteuers einer Heldin auf die Kinoplakate kam. Captain Marvel spielte zwar über eine Milliarde Dollar ein, bleibt bis heute jedoch der einzige wirklich große kommerzielle Triumph eines Superheldinnenfilms. Black Widow und The Marvels scheiterten hingegen an unterschiedlichen Faktoren, von den Auswirkungen der Pandemie bis hin zu einem Problem, das mittlerweile beinahe jedes größere Franchise begleitet: dem Internet.

    Begleiterscheinungen unserer Zeit

    Nahezu jedes Blockbuster-Projekt mit einer weiblichen Hauptfigur wird von Kontroversen begleitet. Lautstarke Stimmen in sozialen Netzwerken wittern entweder eine vermeintliche Politisierung des Genres oder stürzen sich auf weitaus banalere Kritikpunkte, etwa die Frage, ob die Hauptdarstellerin den Vorstellungen eines männlichen Publikums entspricht. Von diesen Debatten blieben weder der Film noch Milly Alcock verschont. Zusammen mit einem wenig überzeugenden Marketing führte dies zu eher verhaltenen Reaktionen auf den ersten Trailer, Berichten über zahlreiche Testscreenings und schließlich zu rückläufigen Ticketvorverkäufen, die auf ein eher unterwältigendes Startwochenende hindeuten. Hinzu kommt eine starke Konkurrenz im Sommerprogramm mit Toy Story 5, Vaiana und Christopher Nolans Odyssee. Trotz aller widrigen Vorzeichen stellt sich daher vor allem eine Frage: Kann Supergirl zumindest auf qualitativer Ebene überzeugen?

    Milly Alcock hat Sasha Cale abgelöst, der nur ein kurzer Auftritt in The Flash vergönnt war. © 2026 Warner Bros. Entertainment. All Rights Reserved. TM & © DC

    Farblose Welt, farblose Hauptfigur

    Als 2015 Supergirl mit Melissa Benoist bei The CW startete, schickte die Serie Kara Danvers nach National City, um sie in eine vertraute Clark-Kent/Superman-Dualität einzubetten. Die Figur sollte sich nicht zu weit von Supermans Identität entfernen und setzte bewusst auf Bewährtes. Craig Gillespie und Autorin Ana Nogueira – die auch an den kommenden DC-Adaptionen von Teen Titans und Wonder Woman arbeitet – entschieden sich gemeinsam mit James Gunn für einen anderen Weg. Als Vorlage dient die Comic-Miniserie „Supergirl: Woman of Tomorrow“ von Tom King und Bilquis Evely, die sich als melancholischer Weltraum-Western verstehen lässt.

    Die Adaption bleibt den zentralen Handlungssträngen der Vorlage weitgehend treu und verknüpft Ruthyes Rachefeldzug mit Karas eigener Vergangenheit: dem Trauma, als Jugendliche den Untergang Kryptons und den Verlust all ihrer Liebsten miterlebt zu haben. Die Geschichte eines jungen Mädchens, das den Mörder seiner Familie jagt und dafür eine Fremde anheuert, erinnert auf den ersten Blick an Filme wie True Grit der Coen-Brüder. Die junge Debütantin Eve Ridley bemüht sich sichtbar, Ruthyes Trauma, ihre Verbissenheit und ihre Entschlossenheit glaubhaft zu vermitteln. Doch Gillespie bleibt in der Inszenierung zu sehr an der Oberfläche und wagt es kaum, seiner Figur die emotionale Tiefe zuzugestehen, die für ihre Motivation notwendig wäre. Das Rachemotiv wirkt dadurch nur oberflächlich ausgearbeitet.

    Ähnlich blass bleibt die Dynamik zwischen Ridley und Milly Alcock. Ihre gemeinsame Chemie will nie wirklich zünden. Dabei hätte gerade der Rollentausch gegenüber klassischen Mentor-Schüler-Konstellationen reizvoll sein können. Statt eines jungen Mädchens und eines abgeklärten Profikillers begegnen wir hier einer hedonistischen, von Traumata gezeichneten Frau, die Schwierigkeiten hat, Bindungen zu Menschen und Außerirdischen aufzubauen. Doch das Material erweist sich als zu dünn und zu klischeebehaftet, um aus dieser Beziehung eine echte emotionale Bindung entstehen zu lassen. Vor allem im letzten Akt verlässt sich das Drehbuch auf allzu vertraute Kniffe, die erfahrene Kinogänger:innen eher mit hochgezogenen Augenbrauen quittieren dürften.

    Grundsätzlich leidet der Film jedoch vor allem darunter, dass ihm eine eigene Identität fehlt. Kara als Heldin mit ihren außergewöhnlichen Kräften wird nur punktuell wirklich erfahrbar. Ebenso wirken die verschiedenen Planeten und Schauplätze erstaunlich generisch, da sie sich optisch an jene Wüsten-, Eis- und Waldwelten anlehnen, die man bereits unzählige Male in Marvel- oder Star Wars-Produktionen gesehen hat. Weder das Design noch die Figuren entwickeln eine eigenständige Handschrift, sondern bedienen sich überwiegend jener konventionellen Muster des modernen Blockbuster-Kinos, die sich mittlerweile eher durch ihre Austauschbarkeit als durch kreative Inspiration auszeichnen.

    Eine Superhelden-Lobotomie

    Die wenigen wirklich unterhaltsamen Momente gehen hingegen auf das Konto von Jason Momoas Lobo. Auftreten, Design und Intonation passen hervorragend zu dem beliebten Space-Outlaw, den viele Fans spätestens seit den Animationsserien ins Herz geschlossen haben. Momoa versprüht das notwendige Charisma und bringt eine Leichtigkeit mit, die sich deutlich natürlicher anfühlt als vieles andere im Film. Seine Screentime fällt zwar äußerst begrenzt aus, weshalb offen bleibt, ob die Figur in zukünftigen Projekten erneut auftauchen oder sogar ein eigenes Abenteuer spendiert bekommen wird. Für viele Fans dürfte Lobo dennoch in Erinnerung bleiben – nicht zuletzt, weil das Casting wie ein Volltreffer wirkt, den sich jeder Fantasy-Casting-Direktor nur wünschen kann.

    Jason Momoa ist auch dabei – aber nicht mehr als Aquaman © 2026 Warner Bros. Entertainment. All Rights Reserved. TM & © DC

    Nicht nur in den Actionszenen weiß Lobo zu überzeugen. Auch seine wenigen Momente mit Ruthye sind deutlich interessanter und souveräner umgesetzt als die zentrale Dynamik des Films. Das mag zum Teil an Momoas Erfahrung liegen, verdeutlicht aber auch, dass die konventionellere Konstellation eines abgeklärten Killers, der ein junges Mädchen unter seine Fittiche nimmt, womöglich die spannendere Geschichte gewesen wäre.

    Ein weiteres Beispiel für die Klischeehaftigkeit des Drehbuchs liefert die Neuinterpretation von Bösewicht Krem. Matthias Schoenaerts (The Old Guard) zeigt sich zwar engagiert in der Rolle, doch vom ursprünglichen Bild eines skrupellosen, blutrünstigen Jägers bleibt wenig übrig. Stattdessen entscheidet sich Gillespie für einen Hightech-Söldner in einer Powerrüstung. Die Figur wirkt generisch und austauschbar, strahlt zu keinem Zeitpunkt wirkliche Bedrohlichkeit aus und profitiert eher von den massiven Logiklücken sowie den fragwürdigen Entscheidungen der Protagonistinnen. Krem reiht sich damit in jene lange Liste moderner Blockbuster-Antagonisten ein, die nach ihrem ersten Auftritt ebenso schnell wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Figuren, über die nach dem Kinostart kaum noch jemand sprechen wird. Zumindest in diesem Punkt haben sich Marvel und DC in den vergangenen Jahrzehnten ein unrühmliches Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert…

    Im Schatten des Man of Tomorrow

    Supergirl ist letztlich ein undankbares Projekt für alle Beteiligten, weil in nahezu jeder Einstellung spürbar wird, dass die Liebe zum Detail, zur Figurenzeichnung, zur Welt und zu den thematischen Untertönen, die noch Superman auszeichneten, hier weitgehend fehlt. Die kräftigen, psychedelischen Farben der Comicvorlage sucht man vergeblich. Stattdessen reiht sich der Film in jene farblose Ästhetik ein, die das moderne Blockbuster-Kino nur allzu häufig prägt, was besonders deswegen ernüchternd ist, wenn man bedenkt, dass hier mit James Gunn der Macher von Guardians of the Galaxy und The Suicide Squad beteiligt war, die jeweils als positive Gegenbeispiele dieses Einerleis gelten.

    Auch die musikalischen Akzente wirken beliebig gesetzt und tragen kaum zur Identität der Hauptfigur bei. Wo ein Song wie Iggy Pops „The Passenger“ oder „Punkrocker“ eine unverwechselbare Atmosphäre hätte schaffen können, setzt der Film auf austauschbare Titel und Klangteppiche. Das überrascht umso mehr, da mit Claudia Sarne – Ehefrau von Atticus Ross – eine durchaus spannende kreative Stimme für die Musik verantwortlich zeichnet. Auch hier hätte etwas mehr Gunn-Einfluss mutmaßlich nicht geschadet.

    © 2026 Warner Bros. Entertainment. All Rights Reserved. TM & © DC

    Unser Fazit zu Supergirl

    2.5 Watchable

    Insgesamt hinterlässt das Werk einen erstaunlich planlosen Eindruck, sowohl in sich geschlossen als auch mit Blick auf die Zukunft der Figur. Von Karas hedonistischer Ader ist nur wenig zu sehen, die Melancholie ihrer tragischen Vergangenheit wird kaum greifbar, und die Actionszenen könnten austauschbarer kaum ausfallen. Hinzu kommt, dass Milly Alcock merklich eingeschränkt agieren muss, da das Drehbuch ihrer Figur kaum Ambivalenz oder größere emotionale Facetten zugesteht. Es ist bedauerlich, dass erneut ein Superheldinnenfilm hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Denn die grundlegenden Ideen sind durchaus vorhanden. Gescheitert wird jedoch abermals an der Umsetzung, und an einem Film, der über weite Strecken den Eindruck erweckt, als fehle ihm das echte kreative Interesse an seiner eigenen Heldin.

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Vorheriger BeitragBackrooms
    Nächster Beitrag Little Brother

    Weitere Beiträge

    4.5

    Teenage Sex and Death at Camp Miasma

    von Kenan Hasic
    3.5

    Evil Dead Burn

    von Stefan Brüning
    1.5

    Little Brother

    von Jan Werner
    4.0

    Backrooms

    von Pascal Wichmann
    2.0

    Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit

    von Stefan Brüning
    2.0

    Dolly

    von Louis Kiehl
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Teenage Sex and Death at Camp Miasma

    14. Juli 2026

    Lucky

    12. Juli 2026

    Evil Dead Burn

    10. Juli 2026

    Elle

    29. Juni 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.