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    Startseite » The Greatest Beer Run Ever
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    The Greatest Beer Run Ever

    Leo Solledervon Leo Solleder29. September 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Chickie Donohue verteilt zwei Dosen Bier an amerikanische Soldaten
    Im Namen des Bieres: Chickie auf seiner Reise durch das Militär in Vietnam ©Apple TV+
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    Ein ehemaliger Marine-Soldat plant die Vereinigten Staaten zu verlassen, sein Ziel ist Vietnam. Seine Mission: den Nachbarsjungen, die dort im Krieg dienen, Bier zu bringen. Eine alkoholgeschwängerten Geschichte? Nein, es ist die Handlung des neuen Films von Peter Farelly, The Greatest Beer Run Ever und damit will der Regisseur an frühere Erfolge anschließen. Mit Erfolg?

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    Chickie Donohue sitzt auf einer überdimensionierten Dose Pabst Blue Ribbon. Rechts neben ihm steht der Titel des Films "the greatest beer run ever"
    Das Plakat zu „The Greatest Beer Run Ever“ © Apple TV+

    Die Handlung von The Greatest Beer Run Ever  

    Während in Vietnam der Krieg mit Beteiligung der amerikanischen Armee tobt, sitzt der ehemalige Marine-Soldat John „Chickie“ Donohue (Zac Efron) in seiner Stammkneipe in New York City. In der Bar des Colonel (Bill Murray) trifft Chickie auch häufig auf die Familien aus dem Viertel, deren Söhne in Vietnam kämpfen. Aus einer Schnapsidee entwickelt Chickie einen Plan: Um den amerikanischen Soldaten seine Dankbarkeit auszudrücken, plant der Ex-Soldat jedem Jungen aus dem Viertel in Vietnam ein amerikanisches Bier zu bringen. Die Leute belächeln ihn für diese Idee, doch Chickie setzt diesen Plan in die Tat um. Mit Unmengen von Dosen Pabst Blue Ribbon startet er in Richtung Asien.

    In Vietnam angekommen trifft Chickie nicht nur auf verschiedenste Soldaten, sondern auch auf die berichtenden Journalisten, darunter den für das Look Magazine arbeitenden Coates (Russell Crowe). Auch dort wird Chickie für einen Spinner gehalten, da er sich freiwillig an Orte begibt, die für die Soldaten die Hölle sind. Doch auch von ihnen lässt sich Chickie nicht entmutigen. Seine Mission führt ihn dabei durch verschiedenste Orte, denn die Soldaten sind über verschiedene Bataillons verteilt. Doch das Ziel Chickies bleibt überall das gleiche: Das versprochene Bier an die Empfänger zu bringen.

    Chickie Donohue verteilt zwei Dosen Bier an amerikanische Soldaten
    Im Namen des Bieres: Chickie auf seiner Reise durch das Militär in Vietnam ©Apple TV+

    Ein Spielplatz namens Vietnam

    Vietnam und der dazu gehörende Krieg ist als festes Erinnerungsstück der amerikanischen Geschichte nicht mehr aus der westlichen Popkultur wegzudenken. Das geschichtsträchtige Ereignis war schon Schauplatz von großen Antikriegsfilmen wie Der Schmale Grat, erzählte in Forrest Gump die Freundschaft zweier Soldaten und in Tropic Thunder waren diese Filme sogar schon Opfer einer Satire. Es ist also kein unbekanntes Terrain, auf dem sich The Greatest Beer Run Ever bewegt. Der Vorteil an Erzählungen über den Vietnamkrieg ist natürlich, dass die historischen Begebenheiten bekannt sind und zumindest im amerikanischen Raum auch viele kollektive Erinnerungen an diese Zeit bestehen. Die Kehrseite ist allerdings, dass dieses Genre nicht ohne die bekannten Heldenmythen des Krieges existieren kann, denen auch ein gewisser Pathos – und vor allem Kitsch – innewohnt.

    Genau diese signifikanten Momente versucht auch der Macher dieser Apple-TV-Produktion einzubauen. Allerdings führt es hier eher zu einer billigen Kopie als zu einer Neuinszenierung dieser Momente. Der Krieg wirkt hier niemals gefährlich und mystisch. Er kann aufgrund seiner schwachen Inszenierung maximal ein Gähnen entlocken. Diese Entmystifizierung des Krieges würde funktionieren, wenn an dessen Stelle ein weiterer Konflikt treten würde, der die Zuschauer:innen bindet. Dies geschieht jedoch nicht, da Chickies komplette Motivation zu dünn für einen zwei Stunden langen Film ist. Genau dort hätte der Krieg der übermächtiger Faktor sein können, der Chickies Mission sabotiert. Hier bleibt er jedoch ein kleines Hindernis und gleicht mehr einem Hindernisparcours als einer erschreckenden Katastrophe.

    Coates steht mit einem Fotoapparat in der Hand, Chickie rechts neben ihm
    Auf seiner Reise trifft Chickie auf den Journalisten Coates © Apple TV+

    Es fehlt der Schwung und Projektionsfläche

    Im Laufe seiner Reise trifft Chickie auf mehrere Figuren, die ihn zeitweilig begleiten. Sei es der Colonel in der New Yorker Bar oder der Journalist Coates. Doch diese sind zwar mit Bill Murray und Russell Crowe prominent besetzt, wirklich großen Einfluss besitzen sie jedoch nicht auf Chickies Reise. Besonders Crowes Figur Coates wirkt hier etwas blass und kann nur zum Schluss überhaupt etwas Eigenständigkeit erlangen. Dies stimmt unfassbar traurig, da hier keine Figur existiert, die Chickie wirklich kontra gibt. Es fehlt der Gegenpol, dem es gelingt, eine Chemie mit Chickie zu erreichen und auch das Publikum mitnimmt.

    Diese fehlende Komplizenschaft macht The Greatest Beer Run Ever zu einem zähen Solotrip. Denn auch die Figur des Chickie ist nicht sonderlich spannend für das Publikum, seine Entwicklung zu vorhersehbar. Betrachtet man Peter Farrellys Vorgängerfilm Green Book, so lassen sich hier Parallelen ziehen. Denn wie auch in oscarprämierten Drama mit Viggo Mortensen geht es hier um eine Männerfigur, die die Missstände um sich herum langsam realisiert. Während dies in Farrellys starkem letzten Werk jedoch durch starke Dialoge und eine extrem interessante Charakterentwicklung geschah, fehlt der oben genannte Gegenpol hier extrem. Der Schein der Emotion wird hier durch zu viele Close-Ups auf Chickie und einen drögen Soundtrack zwar fingiert, erreicht jedoch nie das Potential, welches der Film hätte besitzen können.

    Unser Fazit zu The Greatest Beer Run Ever

    The Greatest Beer Run Ever befindet sich mit seiner Thematik des Vietnamkrieges in illustrer Gesellschaft. Im Vergleich zu den Meilensteinen der Filmgeschichte, die diese Epoche darstellen, schneidet der Film jedoch mehr als unterdurchschnittlich ab. Das größte Problem ist dabei, dass es dem Film nie gelingt, die Zuschauer:innen an die Hand zu nehmen, sodass sie mit Chick mitfiebern. Emotionen kommen nie auf, auch wenn dies durch traurig blickende Figuren und einen uninspirierten Score vermittelt werden soll. Schon Farrellys Green Book glänzte eher durch darstellerische Qualitäten als durch ein durchdachtes Drehbuch, dies zieht sich mit der recht einfachen Botschaft „Krieg ist böse“ auch durch The Greatest Beer Run Ever. Selbst der namhafte Cast, der zu einem großen Teil jedoch nur in Nebenrollen besetzt ist, kann nichts daran ändern, dass dieser Film nicht an die Qualität anknüpft, die man von den Serien bei Apple TV größtenteils gewohnt ist.


    © Apple TV+

    Leo Solleder

    Léo wollte eigentlich Theaterschauspieler werden, nun ist der Medienkulturwissenschaftler freier Journalist, Social Media Manager und Redakteur. Seine Liebe für die Bretter, die die Welt bedeuten, zeigt sich allerdings immer wieder in seiner Filmvorliebe für Kammerspiele. Diese dürfen gern international, etwas cheesy und gut geschrieben sein, doch eigentlich ist Léo genretechnisch dann doch vielfältig. Immer wieder von A24-Produktionen begeistert und dennoch mit dem Gespür für deutsche Fernsehfilme der 60er-Jahre podcastet und schreibt sich Léo seit Dezember 2021 durch die Redaktion von "Filmtoast", außerdem betreibt er mit seinem Redaktionskollegen Kenan den Popkultur-Podcast "Bleibende Schäden". Immer auf der Suche nach neuen Blockbustern und kleinen Genreperlen, die vielleicht irgendwann mal den Status seiner Lieblingsfilme "Fight Club" und "Whiplash" erreichen können.

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