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    Ballard

    Jan Wernervon Jan Werner9. Juli 2025Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    John Carroll Lynch (Thomas Laffont) and Maggie Q (Renée Ballard) in BALLARD. Tyler Golden/Prime Video
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    Bosch brachte es auf sieben Staffeln, das Sequel Bosch: Legacy nochmal auf drei und just als sich das Ende des langjährigen Serienphänomens abzeichnete, betrat die potentielle Erbin des Ermittlers die Bühne: Nach der Einführung im Serienfinale beginnt nun die Ära von Ballard. Knüpft das Spin-Off da an, wo die Originalreihe uns inhaltlich und qualitativ zurückgelassen hat?

    Darum geht’s in Ballard

    Ballard erweckt weitere Michael Connellys Bestseller-Romane zum Leben und folgt Detective Renée Ballard (Maggie Q), die die neue und unterfinanzierte Abteilung für ungelöste Fälle der LAPD leitet und die schwierigsten längst vergessenen Verbrechen der Stadt mit Empathie und unerbittlicher Entschlossenheit angeht. Während sie Jahrzehnte von Verbrechen abblättert, darunter die Mordkette eines Serienmörders und eines ermordeten John Doe, deckt sie bald eine gefährliche Verschwörung innerhalb der LAPD auf. Mit Hilfe ihres Freiwilligenteams und des pensionierten Detektivs Harry Bosch (Titus Welliver) navigiert Detective Ballard durch persönliche Traumata, berufliche Herausforderungen und lebensbedrohliche Gefahren, um die Wahrheit aufzudecken.

    Maggie Q (Renée Ballard) und Courtney Taylor (Zamira Parker) © Amazon Content Services LLC

    Altes Setting, neuer Zungenschlag

    In Deutschland ist die Serienwelt von Bosch gar kein so riesiges Thema, doch weltweit und insbesondere natürlich im Heimatmarkt der USA prägten die Staffeln über das vergangene Jahrzehnt doch maßgeblich die Tonalität des Krimigenres mit. Lange bevor Amazon Prime Jack Ryan, Jack Reacher oder Alex Cross wiederbelebte, machte Titus Welliver als Harry Bosch die Aufbauarbeit dessen, was inzwischen wohl DAS Standbein im gesamten Serienbereich des Weltkonzerns ist. Bosch und Co. haben klassische Fernsehstoffe ins Streamingzeitalter übersetzt und so quasi „Dad TV 2.0“ kreiert. Von diesem Boom zehrt der Dienst bis heute und wird nicht müde, Monat für Monat die lechzenden Abonnenten mit Stoff zu versorgen, wie nun zuletzt auch wieder mit dem Neustart Countdown.

    All diese Formate einen packende, geradlinige Krimi-Geschichten mit ambivalenten Protagonisten und immer einer großen Portion Herz und emotionalem Tiefgang. Hier setzt nun also auch Ballard mit der in der letzten Staffel von Bosch: Legacy per Backdoor-Pilot eingeführten Titelfigur an und bleibt dabei schon mal dem bewährten LA-Setting der Mutterserie treu. Doch auch wenn der Neuling glasklar in der Welt von Bosch zu verorten ist, gibt es doch durch die frischen Impulse auf Basis der Crew-Zusammenstellung einen marginalen Tonalitäts-Shift: Perfekt, um die Fans bei der Stange zu halten, aber auch um sich merklich abzusetzen und Frische auszustrahlen.

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    Q steht für Cold Cases.

    Es ist schon ein lustiger Zufall: Vor kurzem erschien bei Netflix die Jussi Adler-Olsen-Adaption Dept. Q, in der es um das Cold-Case-Department Q in der Polizei von Edinburgh geht und nun ermittelt ausgerechnet Maggie Q ebenfalls in Cold-Cases – allerdings in Los Angeles. Doch bei genauerer Betrachtung, sind die Parallelen zwischen den beiden Neustarts sogar noch größer: in beiden Serien geht es eben nicht nur um eine neue Abteilung, die sich um ungelöste Altfälle kümmern soll, nein, auch sind die neuen Teams jeweils gespickt von leicht spleenigen Charakteren und in beiden Formaten müssen die neuen Abteilungen mit einem chronisch zu niedrigen Budget auskommen.

    Ballard ist aber dann schon etwas weniger morbide als die Netflix-Show, wobei sich auch hier keine Krimikomödie abzeichnet. Zwar gibt es immer wieder Sticheleien, die auch mal einen Lacher hervorrufen, aber grundsätzlich ist das, was hier erzählt wird, durchzogen von Tragik. Wo jedoch wieder die beiden ungleichen Genrevertreter recht nah beieinander liegen, ist bei der funktionierenden Team-Dynamik. Ist es bei Dept. Q aber essentieller Teil der ersten Staffel, dass sich das neue Team erst „eingrooven“ muss, finden die Kollegen hier nun recht schnell zusammen und ergänzen schon in den ersten Folgen einander in den entsprechenden Situationen mit ihren jeweiligen Stärken.

    Zwei stechen hervor

    Ohne Frage ist – was man ja schon durch den Titel ahnen kann – die Spin-Off-Serie sehr stark auf die Titelfigur hingeschrieben. Maggie Q schafft es entsprechend aber auch diese verantwortungsvolle Rolle zu schultern, dank ihrer Performance zwischen Abgeklärtheit, Kaltschnäuzigkeit und in den entscheidenden Momenten auch Verletzlichkeit. In den vereinzelten Kurzauftritten von Harry Bosch ist die Dynamik zwischen den beiden erfahrenen und auf ihre jeweilige Weise unkonventionellen Ermittlern wirklich fantastisch. Die meiste Zeit jedoch interagiert Ballard mit ihren eigentlich Kollegen, was aufgrund ihrer dominanten Performance in Teilen etwas unausgewogen im Machtgleichgewicht wirkt. Doch wenn sie zusammen mit der John Carroll Lynch Figur unterwegs ist, ergibt sich ein ganz spannendes Duo der Marke „Mentor und Menti“.

    Maggie Q (Renée Ballard) und Titus Welliver (Bosch) © Amazon Content Services LLC

    Auch Rebecca Field als Colleen Hatteras und Victoria Moroles als Martina Castro haben einige tolle Momente, aber ein richtiger Scene Steeler ist Amy Hill als Tutu. Zwar überstrahlt Q mit ihrer einnehmenden Aura manchmal die anderen Ensemblemitglieder, aber alles in allem ist das Team Play in Ballard schon eine gelungene Vorstellung.

    Starker Fall, gewohnte Kost

    Wer mit Bosch nichts anfangen konnte, wird auch hier kaum Argumente vorfinden, die einen gänzlich anderen Eindruck hinterlassen. Doch für Fans der langjährigen Serie emanzipiert sich dieses Team doch unerwartet schnell von den Vergleichen mit dem Gespann aus der Mutterserie. Doch inhaltlich knüpft man durch das Aufgreifen von Harrys ungelöstem Fall schon sehr direkt daran an, wo Bosch noch offene Fäden liegen ließ. Und dieser Fall ist nun mal extrem vielschichtig, spannend und wiederum auch von menschlicher Tragik durchdrungen.

    Schön ist, dass auch die Figur von Renée Ballard in dieser ersten Staffel immer mehr ergründet wird, sodass man peu à peu versteht, was sie antreibt. Schon immer ging es in diesem Franchise auch darum, wie sich die belastenden Fälle und die arbeitsbedingten Traumata auf die Persönlichkeiten auswirken. Maggie Q macht dabei im Verlauf eine nachvollziehbare und spannende Entwicklung durch – ist aber noch längst nicht auserzählt.

    © Amazon Content Services LLC

    Unser Fazit zu Ballard

    4.0 Stark

    Ballard knüpft nahtlos an Bosch: Legacy an - inhaltlich und qualitativ. Trotzdem entwickelt das Spin-Off durch eine starke Team-Dynamik schnell Eigenständigkeit. Diese Auftaktstaffel ist durchgehend spannend, hat Momente, die unter die Haut gehen und lässt genug Raum, um mit dieser Besetzung weitere Fälle sehen zu wollen. Klassische Krimiserien können auch 2025 noch exzellent unterhalten - nur wer Innovation sucht, ist hier (wahrscheinlich aber im kompletten Streamingangebot von Prime Video) fehl am Platz.

    Die erste Staffel von Ballard ist am 9. Juli 2025 komplett bei Amazon Prime Video an den Start gegangen.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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