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    The Strangers – Chapter 1

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt25. August 2024Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Killer unterwegs: Scarecrow und Dollface suchen nach Opfern. © 2024 Leonine Studios
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    Mit The Strangers – Chapter 1 legt Regieroutinier Renny Harlin ein Remake des gleichnamigen Home-Invasion-Klassikers von 2008 vor. Ob sein von vornherein als Trilogie angelegtes Franchise an das Original heranreicht, das unter Genrefans Kultstatus genießt? Mal schauen…

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    Das Cover der Blu-ray von The Strangers – Chapter 1. © 2024 Leonine Studios

    Die Handlung von The Strangers – Chapter 1

    Maya (Madelaine Petsch) und Ryan (Froy Gutierrez) wollen in The Strangers – Chapter 1 ihr Fünfjähriges mit einem kleinen Urlaubstrip feiern. Eine Autopanne zwingt sie zu einem unfreiwilligen Halt in dem 468-Seelen-Dörfchen Venus mitten im Nirgendwo. Sie kommen per Airbnb in einem schmucken Holzhaus unter. Alles scheint friedlich. Bis es an der Tür klopft, und eine weibliche Stimme fragt: „Ist Tamara da?“ Auftakt zu einer der angeblich brutalsten Gewalttaten, die je verübt wurden, wie einem eine Texteinblendung zu Beginn des Films suggerieren will.

    Altbekanntes und Variationen

    Bei einem Remake kommt es immer darauf an, wiedererkennbare Handlungselemente zu verwenden, sie aber so zu variieren, dass sich doch etwas Neues ergibt. Das kann mal mit mehr und mal mit weniger Kreativität verbunden sein. Fans des Originals werden auf eine stärkere Werktreue erpicht sein – insbesondere wenn das Original wie in diesem Fall einen gewissen Kultstatus genießt. In Renny Harlins The Strangers – Chapter 1 ist vieles beim Alten geblieben. Auch wenn aus dem Ferienhaus des Großvaters nun ein unbekanntes Anwesen in einem fremden Dorf geworden ist.

    Dollface sucht zwischen alten Bauruinen nach den Geflüchteten.
    Anonyme Bedrohung: Wer verbirgt sich hinter der Mske von Dollface? © 2024 Leonine Studios

    Die gruseligen Kinder im Jehovas-Zeugen-Einheitslook, die in The Strangers den Tätern am Ende ihre religiösen Flyer überreichen, sind hier an den Anfang gesetzt, sozusagen als eine Art unheimliches Begrüßungskomitee in Venus. Doch das Wichtigste ist natürlich die fiese Killerfamilie, die man wegen ihrer Masken als Dollface, Scarecrow und Pin-Up Girl kennt – und eben wiedererkennt.

    The Strangers setzt auf Realitätsnähe

    Bryan Bertino, Autor und Regisseur des Originals, war auch am Drehbuch des Remakes beteiligt. Das mag eine gewisse Kontinuität sichern. Und wie schon der Vorläufer, beansprucht auch The Strangers – Chapter 1 für sich, dicht an der Realität gestrickt zu sein. Hatte Bertinos Film indes noch fälschlicherweise behauptet, auf einer wahren Begebenheit zu beruhen, betont Harlins Version in den Texteinblendungen zu Beginn zumindest noch die Möglichkeit, dass sich so etwas jeder Zeit überall tatsächlich ereignen könnte.

    Und daraus bezieht der Film auch einen Großteil seiner Spannung. Die beiden Hauptdarsteller bieten als unscheinbare Durchschnittstypen dem Kinopublikum eher wenig Identifikationsangebote. Wenn auch Madelaine Petsch als Scream-Queen durchaus etwas her macht. Doch es dürfte vor allem die Vorstellung sein, dass einem so etwas ja auch passieren könnte, das einen die Finger in die Sessellehnen krallen lässt.

    Kein Slasher

    Diesem vermeintlichen Realismus-Anspruch ist es dann wohl zu verdanken, dass sich trotz der anfänglichen Ankündigung die Brutalität doch in Grenzen hält. The Strangers – Chapter 1 ist kein Slasher, bei dem einem die Gedärme um die Ohren fliegen, und in der Killer wie Michael Myers oder jüngst Art the Clown in den Bereich des Übernatürlichen verweisen. Schon in der Prologsequenz, in der unsere Killerfamilie einen Mann durch den Wald verfolgt und schließlich stellt, verbirgt sich die Kamera beim finalen Tötungsakt gnädig hinter einem Baum.

    Maya, gespielt von Madelaine Petsch, und Ryan, gespielt von Froy Gutierrez, sitzen biertrinkend auf der Veranda und freuen sich auf einen romantischen Abend.
    Durchschnittspärchen: Maya (Madelaine Petsch) und Ryan (Froy Gutierrez) freuen sich auf einen romantischen Abend. © 2024 Leonine Studios

    Das ist dennoch effektvoll in Szene gesetzt, auch wegen der stimmigen Untermalung von rhythmischen Trommelklängen, welche die atemlose Flucht wirkungsvoll spürbar werden lassen. Insbesondere in der ersten Hälfte ist The Strangers – Chapter 1 gelungen inszeniert, mit einem sich langsam verdichtenden Spannungsbogen. Es gibt die üblichen kleinen Hinweise, dass in dem Dörfchen irgendetwas faul ist. Etwa die anzüglichen Bemerkungen anderer Gäste im Diner, wenn Ryan verrät, dass sie nicht verheiratet sind: „Fünf Jahre, und sie hat noch immer keinen Ring am Finger.“ Das passt so nicht ins Milieu der Hinterwäldler.

    Erschreckende Gleichgültigkeit

    Die sich ohnehin um das Schicksal Fremder wenig scheren. An der Wand im Diner hängt zwar ein Vermisstenfoto des Mannes, dessen Ableben im Prolog zu verfolgen war. Darauf angesprochen sagt die Wirtin nur: „Das war so ein Finanztyp. War auf der Durchreise, hat hier gegessen und ist dann einfach verschwunden.“ Eine Gleichgültigkeit, aus der schon der basale Nihilismus hervorscheint, den das Original auszeichnet. Wo das Töten in seiner Beiläufigkeit von absoluter Sinnlosigkeit ist.

    Maya, gespielt von Madelaine Petsch, spielt Klavier, während die Kamera aus der Perspektive eines unsichtbaren Beobachters Bedrohung signalisiert, was von dem Kronleuchter aus Hirschgeweihen noch verstärkt wird.
    Unheimliche Bedrohung: Irgendjemand scheint Maya beim Klavierspielen zu beobachten. © 2024 Leonine Studios

    Leider verliert The Strangers – Chapter 1 im Zuge seiner Laufzeit an Spannungsdichte. Einige gelungene Jump-Scares können nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele genretypische Handlungselemente wie auf einer Checklist abgehakt werden. Auch die fast schon obligatorische Psycho-Szene unter der Dusche darf nicht fehlen. Wobei hier entgegen aller Versicherungen doch zugunsten des Effekts der Boden des Realismus verlassen wird.

    Altbekanntes in The Strangers – Chapter 1 gut verpackt

    Das bietet alles nichts Neues und ist in weiten Teilen voraussehbar. Es ist aber nicht schlecht inszeniert, schließlich versteht Renny Harlin eigentlich sein Handwerk. Der finnische Regisseur hat vor allem in den 90er Jahren einige gute Filme gedreht, wie Stirb langsam 2, Cliffhanger, Tödliche Weihnachten oder Die Piratenbraut, aber auch etliche Gurken, die ihm wie etwa für Exorzist: Der Anfang von 2004 goldene Himbeeren einbrachten.

    Maya, gespielt von Madelaine Petsch, durchsucht mit einem kleinen Küchenmesser bewaffnet das Haus.
    Die Angst nimmt zu: Maya durchsucht mit einem kleinen Küchenmesser bewaffnet das Haus. © 2024 Leonine Studios

    Im Innern des Hauses entwickelt die Handlung einen dichten, klaustrophobischen Spannungssog. Doch in dem Moment, in dem Maya und Ryan aus dem Gebäude flüchten, verliert sie sich in der beliebigen Weitläufigkeit des Waldes. So dehnt sich der Film trotz seiner überschaubaren Laufzeit ein wenig. Am Ende kommt natürlich alles, wie es kommen muss. Oder doch nicht? Da auf diesen ersten Teil zwei weitere folgen, die bereits Back-to-back zeitgleich abgedreht wurden, wird es ja weitergehen. Ob das dann Sinn ergibt, wird sich zeigen müssen.

    Unser Fazit zu The Strangers – Chapter 1

    Renny Harlins Remake des Kultfilms The Strangers bietet in weiten Teilen spannende Unterhaltung. Viel Neues darf man von The Strangers – Chapter 1 allerdings nicht erwarten. Weshalb sich einmal mehr die Frage stellt, warum es eines solchen Remakes eigentlich bedurfte. Mag sein, dass sich das mit den weiteren Teilen beantwortet. Doch auch wenn das erste Kapitel durchaus Spaß macht, Appetit auf weitere Folgen des Franchises weckt das noch nicht.

    The Stranger – Chapter 1 ist ab 6. September 2024 digital sowie auf DVD und Blu-ray erhältlich. Das Bonusmaterial wirkt auf den ersten Blick umfangreich, besteht dann aber doch vor allem aus kurzen und überwiegend redundanten Interviewschnipseln ohne Untertitel.

    © 2024 Leonine Studios

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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