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    Startseite » The Wailing
    Filme Horror

    The Wailing

    Louis Kiehlvon Louis Kiehl23. September 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    © Lighthouse Film
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    In bekannter It Follows-Tradition sucht der spanische Fantasy-Filmfest-Erfolg The Wailing sein Publikum auf dem Weg ins Heimkino heim. Doch folgt dem Film auch jene bedrückende Atmosphäre – oder erschöpft das Folgen einer Kopie?

    The Wailing – darum gehts

    Andrea (Ester Expósito) hat Angst. Sie wird von etwas verfolgt, aber niemand, nicht einmal sie selbst, kann es mit bloßem Auge sehen. Vor zwanzig Jahren, zehntausend Kilometer entfernt, terrorisierte die gleiche Präsenz Marie (Mathilde Ollivier). Und auch Camila (Malena Villa) blieb nicht verschont. Sie war die einzige Person, die verstehen konnte, was mit ihr geschah, aber niemand glaubte ihr.

    Key-Art © Lighthouse Film

    Klassischer Horror…

    Die Idee, auf die sich The Wailing gleich zu Beginn stürzt, ist im Grunde nichts Neues: Eine junge Frau wird von etwas heimgesucht, das die Außenwelt nicht wahrnimmt, und Tag für Tag gequält. Nur sie selbst kann es sehen, während ihre Mitmenschen glauben, sie sei endgültig dem Wahnsinn verfallen. Was anfangs nach klassischem Grusel à la It Follows oder Smile klingt, entpuppt sich jedoch als experimentelle Genrespielerei, die vor allem im ersten Akt gleichermaßen anstrengend wie immersiv wirkt. Rasante Bildfolgen, dröhnende Musik und ungreifbare Szenarien lassen The Wailing zunächst überfordernd erscheinen und balancieren auf einem schmalen Grat zwischen Holzhammer-Horror und surrealem Elevated-Grusel. Ein Schritt, den Regiedebütant Pedro Martín Calero erstaunlich stimmig ausführt.

    …im elevated Mantel

    Statt vertrauter Abfolge stellt sich schon früh ein: Dramaturgisch ist The Wailing kaum vorhersehbar. Zwar sind die wesentlichen Elemente – Setting und die Essenz des Horrors – vertrautes Terrain, doch Calero verwebt sie angenehm vielschichtig und zugleich ungreifbar miteinander. Mit Gespür für seine Figuren und ihre Konstellationen versteht er es, langsamen Horror als Grundspannung einzusetzen, statt sich in einem simplen Jumpscare-Einmaleins zu verlieren. Besonders die Perspektivwechsel, der Einsatz von Bildschirmen und Spiegeln sowie das Spiel mit der Frage, was real ist und was nicht, gelingen ausgesprochen gut. Genau dadurch entfaltet sich eine packende Atmosphäre – und der Grusel, der immer wieder in komische Situationen mündet, sorgt für Gänsehautmomente.

    Kreativität in der Ideenlosigkeit

    Wie schon sein filmischer Bruder It Follows profitiert The Wailing vor allem von der freidrehenden und innovativen Kameraführung. Pedro Martín Calero entwirft feinfühligen Genrehorror weit über dem Mindeststandard: Klare Bildsprache, dynamische wie beengende Fahrten und sorgfältige Kompositionen erzeugen gleich mehrfach schaurige, unangenehme Szenen. Ob Silhouetten in dunklen Fluren oder langsame Schwenks über die Schulter – die Inszenierung vermittelt stets das Gefühl, als würde ein ständiger Begleiter die Figuren verfolgen, als sei man bereits heimgesucht, als entgehe einem etwas, das längst präsent ist. Dabei gerät das eigentliche Mysterium zunehmend in den Hintergrund. Denn der spanische Newcomer lebt vor allem von seinem handwerklichen Geschick.

    Doch genau diese Stärke bedingt die große Schwäche: Die entscheidende Auflösung bleibt weit hinter den Erwartungen zurück und wirkt leicht durchschaubar. Zudem trifft der Film einige Entscheidungen, die erzählerisch wenig Sinn ergeben und die zuvor aufgebaute Qualität schmälern. Je länger The Wailing dauert, desto klassischer, austauschbarer und identitätsloser wird er. Denn: Große Highlights bleiben aus, die anfangs sehr dichte und involvierende Stimmung – ein Überborden an verschiedensten Horrorelementen – weicht zunehmend konventionellem Grusel-Fahrwasser, das die eigentlichen Stärken nicht mehr umzusetzen weiß.

    © Lighthouse Film

    Ein Spiel mit Erwartung…

    Doch der Cast stemmt sich wacker gegen das zusammenfallende Drehbuch. Besonders Ester Expósito geht charismatisch in ihrer Rolle auf und trägt den ersten Akt fast vollständig allein. Sie wird zunehmend von den Schrecken eingeschüchtert, was sich negativ auf ihre Psyche auswirkt und das erscheint nicht nur authentisch, sondern auch nahbar. Sie bekommt den intensivsten und unangenehmsten Abschnitt des Films spendiert und überzeugt am stärksten, weil man ihren Leidensweg bis zum Ende am eindringlichsten mitverfolgen darf.

    …und Enttäuschung

    Ab dem Moment, in dem jedoch ein neues Kapitel mit weiteren Figuren eröffnet wird, gerät The Wailing ins Straucheln. Spannung und Atmosphäre lassen sich nur noch mühselig aufrechterhalten. Der Streifen hantiert fortan mit Themen, die er nicht zufriedenstellend auszuschmücken weiß. Zwar bleiben die Darstellerleistungen und visuellen Qualitäten weiterhin erhaben, auf dem Papier blitzen clevere Ideen und gelungene Kniffe immer wieder auf. Doch in der Umsetzung verliert der Horror-Thriller an Glaubwürdigkeit, Genregespür und nötiger Feinfühligkeit – trotz mancher unangenehmer und äußerst verspielt-weirder Momentaufnahmen.

    © Lighthouse Film

    Unser Fazit zu The Wailing

    3.0 Okay

    Pedro Martín Calero gelingt mit seinem spanischen Regiedebüt ein sehenswerter Genrefilm, der vor allem durch hervorragende Spannungsmomente überzeugt. Jedoch stellt sich nie die erhoffte Begeisterung ein: Denn abseits des ersten Aktes verliert sich The Wailing zwischen Themen und Verbindungen, die nie zu einem stimmigen Guss werden. Und im Mittelteil wirkt der Film eher ermüdend als packend, eher redundant als innovativ. Die starke Kameraführung, die schönen Bilder und die überzeugenden Darsteller halten den Film zwar am Leben und vereinen altmodische wie moderne Elemente des Kinos, doch The Wailing überfordert sich an seinen Ambitionen und Ideen, die sich in den seltensten Fällen kohärent ergänzen.

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    Louis Kiehl

    Schon seit jungen Jahren filmverrückt: Viel zu früh Genrefilme aller Art konsumiert und mit 14 Jahren begonnen, regelmäßig Kino+ zu schauen – obwohl er zu diesem Zeitpunkt kaum einen der besprochenen Filme selbst gesehen hatte. Geprägt wurde seine Leidenschaft maßgeblich von seiner Oma bei Star Wars: The Clone Wars und dem Schauen „alter Schinken“ vor der Glotze, seinem Vater und seinem großen Bruder mit dem er alles teilte – außer eine gleiche Meinung. Film-Begeisterung wurde beim Schauen von E.T., Jurassic Park, Zurück in die Zukunft und Indiana Jones und der Tempel des Todes entfacht, die bis heute zu den Lieblingsfilmen gehören – ab diesem Moment war klar: Filme werden ihn ein Leben lang begleiten. Er versucht, wöchentlich ins Kino zu gehen, ist sich dabei aber nie zu schade, auch den trashigsten DTV-Untiefen von Action bis Horror eine Chance zu geben oder auch mal ins indische Kino abzudriften. Bekannt aber vor allem für eines: „Alle geben 4 oder 5/5 – und er gibt ’ne 1/5, du weißt genau, da is‘ er, der Louis.“

    • Louis Kiehl
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