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    Unhinged – Ausser Kontrolle

    Christian Willach (Chrischi)von Christian Willach (Chrischi)26. November 2020Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Russell Crowe als furchteinflößender Stalker Tom Cooper in "Unhinged - Ausser Kontrolle". Aus einem Auto heraus blickt er mit halb heruntergelassenen Fenster und bedrohlichen Blick auf sein nächstes Ziel.
    Russell Crowe als furchteinflößender Stalker Tom Cooper © LEONINE Distribution
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    Unhinged – Ausser Kontrolle war Anfang des Jahres einer der ersten Filme, die nach dem Lockdown in die Kinos kam. Ob der Action-Thriller mit Russell Crowe mit hektischen Verfolgungsjagden und einer gehörigen Portion Gewaltspitzen nervenaufreibend ist oder zu sehr über die Logiklöcher im Drehbuch stolpert, lest ihr hier bei uns.
    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=xfTEaE88oEY“]

    Das deutsche Cover zu "Unhinged - Ausser Kontrolle" zeigt Russell Crowe als furchteinflößender Stalker Tom Cooper. Aus einem Auto heraus blickt er mit halb heruntergelassenen Fenster und bedrohlichen Blick auf sein nächstes Ziel. Über die Fensterscheibe hinweg verläuft der Filmtitel. Links unten ist zudem der FSK-Kleber ab 16 Jahren zu sehen.
    Das deutsche Cover zu „Unhinged – Ausser Kontrolle“ © LEONINE Distribution

    Worum geht es in Unhinged – Ausser Kontrolle?

    Für die junge Mutter Rachel (Caren Pistorius) läuft es derzeit alles andere als gut. Sie steckt mitten in einer Scheidung, es mangelt an Geld und einmal mehr ist sie zu spät dran. Auf dem Weg, ihren Sohn Kyle (Gabriel Bateman) zur Schule zu bringen, stecken beide zu allem Überfluss noch im Verkehrsstau fest. Nachdem ihr noch eine wichtige Kundin kündigt, lässt sie ihren ganzen Frust an einem Autofahrer (Russell Crowe) aus, der mit seinem Pick-up trotz grüner Ampel nicht losfährt. Laut hupend prescht sie an diesem vorbei, nicht wissend, welch großen Fehler sie begangen hat. Rachel wird zum Ziel der gesamten Wut des Mannes, der nun fest entschlossen ist, ihr den schlimmsten Tag ihres Lebens zu bescheren. Gnadenlos jagt er Rachel mit seinem Pick-up durch die Stadt und geht bis zum Äußersten.

    „Sie werden erleben, wie es ist, einen richtig schlechten Tag zu haben, Lady“

    Ähnliche Prämisse wie Falling Down

    Unhinged – Ausser Kontrolle wirkt wie eine Neufassung von Joel Schumachers Falling Down – Ein ganz normaler Tag mit Michael Douglas in der Hauptrolle. Bereits der Trailer mit dem Stau als Ausgangspunkt für einen sehr ereignisreichen Tag, bei dem jemand einen Nervenzusammenbruch hat, verstärkt dieses Empfinden – insbesondere, nachdem im Vorspann Nachrichten eingespielt werden, die von zunehmender Gewalt und rüpelhaften Verhalten am Steuer berichten. Darüber hinaus werden Videos von brutalen Unfällen, verursacht durch aggressive Autofahrer, und brutalen Übergriffen gezeigt.

    Die Bindung zu realen Ereignissen inklusive des damit angedeuteten tiefgehenden gesellschaftskritischen Blickes auf die Situation in den USA, verwirft Unhinged binnen kurzer Zeit. Das Drehbuch von Carl Ellsworth (Disturbia – Auch Killer haben Nachbarn) versucht zu keinem Zeitpunkt, das Potenzial abzurufen, welches vorhanden gewesen wäre. Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf steigernde Schockmomente und driftet zunehmend in unweigerlich lächerliche wie unlogische Verhaltensweisen und Dialoge ab. Diese gehen manchmal von Rachel aus, die nicht immer die naheliegensten Entscheidungen trifft, ergeben sich aber vor allem aus Situationen rund um die Polizeiarbeit.

    Rachel erlebt in "Unhinged - Ausser Kontrolle" den schlimmsten Tag ihres Lebens. Auf dem Bild sitzt sie im Auto und hält ein Klapphandy an ihr rechtes Ohr. Ihr Blick lässt nichts Gutes erahnen.
    Rachel (Caren Pistorius) erlebt den schlimmsten Tag ihres Lebens © LEONINE Distribution

    Logiklöcher vs. ordentlichen Härtegrad

    Wenn diese Situationen bewusst herbeigeführt wurden, um eben auf fehlerhaftes Verhalten der Polizisten in den Staaten hinzuweisen, dann ist die Darstellung äußerst unglücklich. Ebenso die ständig wiederkehrende doppelte Exposition, die beinahe jeden Moment so oft erklärt, als ob der Zuschauer diesen sonst nicht versteht. Im Idealfall blendet man die offenkundigen Fehler aus und lässt sich einfach auf den sonst konsequenten Handlungsverlauf ein. Denn in der durchaus kurzgehaltenen Laufzeit entwickelt sich Unhinged zu einem einen guten Rage-Thriller, der durch seine beiden Hauptdarsteller und die Action nie langweilig wird.

    Regisseur Derrick Borte leistet hierbei eine ordentliche Leistung und bringt seinen Film gemächlich in Fahrt, um den Zuschauer dann die Ereignisse mit ordentlicher Wucht ins Gesicht zu knallen. Insbesondere die Gewaltspitzen reißen mit, auch wenn sich diese gefühlt mit der Zeit selber zu toppen versuchen. Die von Ellsworth angestrebte Eskalation gelingt und endet in zunehmend actiongeladener und übertriebener Gewalttätigkeit. Gerade bei der Action hängt die Kamera gut am Geschehen und hält bei den Gewaltspitzen voll drauf. Der beinahe ein wenig übertriebene Score erhöht den Puls und suggeriert zudem eine auffällige Spannung im Oldschool-Feeling vergangener Thriller. So kommt das Gefühl eines Nicht Auflegen! auf, oder erinnert auch aufgrund der Gewalt ein wenig an Gesetz der Rache.

    Mit einigen Kilos auf den Rippen geht Russell Crowe bis zum Äußersten in "Unhinged - Ausser Kontrolle". Auf dem Bild filmt die Kamera von unten nach oben, was Crowe noch größer und übermächtiger erscheinen lässt. Hinter ihm steht ein Auto auf dem Kopf. Er richtet seinen Blick in die Ferne.
    Mit einigen Kilos auf den Rippen geht Russell Crowe bis zum Äußersten © LEONINE Distribution

    Russell Crowe ist dick im Geschäft

    Bei der Spannung lässt das nicht sehr raffinierte Drehbuch allerdings wieder nach. Bis auf das Maß an Gewalt überrascht der Film wenig und ist zuweilen vorhersehbar. Und selbst das Ausmaß der Gewalt, die mit Crowes Figur einhergeht, ist wenig überraschend und zu erwarten gewesen. Während der Zuschauer im bereits erwähnten Falling Down erst schrittweise sieht, wie weit Michael Douglas Figur zu gehen bereit ist, verrät die Eröffnungsszene von Unhinged längst, zu welchen Taten Tom Cooper (Crowe) im Stande ist. Und doch erfährt man nie seine eigentlichen Motive und Beweggründe. Dies mag eine bewusste Entscheidung sein, um eine emotionale Bindung oder Sympathie zu der Figur, wie bei Falling Down, zu verhindern.

    Allerdings entsteht auch mit den anderen Figuren wenig Verbundenheit. Auch wenn einen die gezeigten Taten nicht gänzlich kalt lassen, wirken die Figuren sehr austauschbar und blass im Vergleich zu Crowes Tom Cooper. Bestenfalls kann noch Rachel als Gegenspielerin etwas packen, die Caren Pistorius (Mortal Engines, Cargo) weitestgehend glaubhaft und solide darstellt. Insgesamt schadet es dem Film glücklicherweise nicht zu sehr. Obwohl das Verhalten oder die Motivation der Figuren nur teils nachvollziehbar wirkt, kann Unhinged – Ausser Kontrolle mitreißen. Sobald die Jagd beginnt, erschafft Borte eine unheilvolle Atmosphäre für die junge Mutter Rachel. Besonders Crowe als einfach nur wütender und sehr brutaler Cooper ist ganz klar ein großer Gewinn für den Film. Kombiniert mit seinem unheildrohenden Blick und ausgestattet mit einigen Kilos mehr auf den Rippen sowie passenderweise einem bulligen Pick-up, strahlt er enorm bedrohliche Vibes aus, die seine Präsenz enorm erhöhen und seiner Rolle als angsteinflößender Stalker mehr als zuträglich sind.

    Russell Crowe richtet seine Wut auf sein nächstes Opfer in "Unhinged - Ausser Kontrolle". Er sitzt hinterm Steuer seines Pickups und blickt nach Außen auf jemanden oder etwas.
    Russell Crowe richtet seine Wut auf sein nächstes Opfer © LEONINE Distribution

    Unser Fazit zu Unhinged – Ausser Kontrolle

    Unhinged – Ausser Kontrolle könnte ein wirklich herausragender Thriller sein, der sich mit dem bereits erwähnten Falling Down messen könnte. Aber so sehr die Schockmomente auch das Thriller Gefühl erhöhen, so sehr scheint es, als könnte sich der Film zunehmend nur über diese definieren. Über die Handlung selbst funktioniert dies gewiss nicht, denn das Skript von Drehbuchautor Carl Ellsworth stolpert zu häufig über das ein oder andere Logikloch. Blendet man diese aus, dann schafft es Unhinged mitzureißen durch eine kurzweilige Geschichte, einem beinahe zu spannendem Score sowie seinem ordentlichen Härtegrad. In seinen 90 Minuten Laufzeit kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf und das nicht zuletzt dank eines wirklich starken und furchteinflößenden Russell Crowe. Unhinged – Ausser Kontrolle wird nicht jedermanns Sache sein, aber wer einen Mix aus Falling Down, Nicht Auflegen! und Gesetz der Rache sehen möchte, der wird unter Umständen mit dem Film sein Vergnügen haben.

    Unhinged – Ausser Kontrolle ist ab 27.11.2020 als DVD, Blu-ray, 4K Ultra HD und digital erhältlich.


    © Leonine

    Christian Willach (Chrischi)

    Von seinem Kennenlernen mit dem Mauswanderer in einem Land vor unserer Zeit über seinen ersten Kinobesuch mit der rothaarigen Meerjungfrau, hat sich bis heute eines nie geändert: Die Film- und Fernsehwelt ist ein fester Bestandteil von Chrischi. Das steht nicht immer ganz im Einklang mit seiner hauptberuflichen Beschäftigung im öffentlichen Dienst, doch ein Blick in Chrischis „Cave“ mit inzwischen weit über 3.000 Medienträgern und einigen schicken Sondereditionen offenbart seine eigentliche Berufung. Auf der Suche nach Gleichgesinnten fand er schließlich Ende 2019 zu Filmtoast und ist seitdem fleißig am texten und quatschen im Zeichen des Toasts. So mancher Psychologe würde vermutlich beim Anblick auf Chrischis Filmauswahl mit der Stirn runzeln, doch fühlt sich Chrischi eben in nahezu jedem Genre wohl; außer vielleicht Horror. Seine Favoriten: Warrior, Kingsman, Lucky Number Slevin und Ratatouille sowie Filme von Nolan, Villeneuve, Anderson (Wes!) bzw. mit Robin Williams oder Kevin Costner (beide werten für ihn jeden Film auf). Sein Guilty Pleasure: Howard the Duck.

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