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Martin Scorsese dreht ab Frühling Killers of the Flower Moon

Nachdem der Oscarregen für The Irishman ausgeblieben ist, wendet sich Martin Scorsese einer Verfilmung des True Crime Sachbuchs Killers of the Flower Moon zu. Zwei alte Wegbegleiter sind dabei wohl schon eingeplant.

Nach The Irishman dreht Martin Scorsese, hier mit Al Pacino zu sehen, nun Killers of the Flower Moon.
Martin Scorsese und Al Pacino am Set von The Irishman © Netflix

Martin Scorsese verfilmt Killers of the Flower Moon

Mit seinen 77 Jahren ist Meister-Regisseur Martin Scorsese sicherlich nicht mehr der jüngste, doch zum alten Eisen gehört er noch lange nicht. So ist es nicht verwunderlich, dass er jetzt von seinem neuen Projekt sprach, das nächstes Jahr in die Kinos kommen soll. Schon länger ist Scorsese als Regisseur für eine Verfilmung des Buches Killers of the Flower Moon im Gespräch. Nun sollen die Vorbereitungen anlaufen, der Dreh noch im Frühjahr beginnen. In den Hauptrollen sollen Leonardo DiCaprio (The Revenant, Once upon a Time… in Hollywood) und Robert De Niro (The Irishman, Joker) zu sehen sein. Beide standen schon öfters für den New Yorker Auteur vor der Kamera.

Leonardo DiCaprio hatte vor einigen Jahren selbst versucht, die Rechte an dem Buch zu ersteigern. Killers of the Flower Moon: The Osage Murders and the Birth of the FBI handelt davon, wie in den frühen 1920er-Jahren viele reiche und einflussreiche Mitglieder des Osage-Indianerstammes in Oklahoma ermordet wurden, nachdem unter ihrem Land Ölvorkommen entdeckt wurden. Systematisch wurde der Stamm, dem das Land bis heute gehört, um die Profite aus der Ölförderung betrogen. In seinem Sachbuch deckt David Grann ökologische Beziehungen, wirtschaftliche Hintergründe und treibende Kräfte dieser lange Zeit vertuschten Verbrechen auf. In Deutschland erschien das Buch unter dem Namen Das Verbrechen: Die wahre Geschichte hinter der spektakulärsten Mordserie Amerikas. Grann schrieb zuvor schon die Buch-Vorlage zu Die versunkene Stadt Z.

Vom Streamingdienst zurück nach Hollywood

Martin Scorsese stellt sich seine Verfilmung von Killers of the Flower Moon als eine Art späten Western vor. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Indianer der Osage, die Leidtragenden übler Machenschaften. Genauso geht es ihm auch um die Motivation der, vornehmlich weißen, Männer hinter den Morden. Die Geschichte soll dabei generelle Aussagen über die Ausbeutung, Assimilierung und letztlichen Auslöschung indigener Kulturen treffen. Nach seiner Zusammenarbeit mit Netflix für The Irishman, wird Scorses bei Killers of the Flower Moon nun mit Paramount Pictures wieder ein großes Hollywood Studio im Rücken haben. Da die Dreharbeiten bereits in diesen Frühling beginnen sollen, ist ein Kinostart schon in 2021 vorstellbar.

Quelle: indiewire.com

Thomas Hortian

Thomas, Jahrgang '76. Ich bin schon von kleinauf Filmfan, klapperte ab frühester Kindheit die drei Programme ab, weil meine Mutter keinen Videorekorder im Haus wollte. Ich war und bin aufgeschlossen für alles, aber mit den Jahren haben sich natürlich Vorlieben herausgebildet. Ich steh auf japanische Regisseure wie Kitano, Sabu, Miike und ganz doll Tsukamoto. Außerdem fahre ich voll auf klassische Horrorfilme der Hammer Films ab und bin Sammler italienischer Exploitation im Bereich des Giallo und Poliziesco.

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