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5 Science-Fiction-Film Tipps auf Netflix

Das Sci-Fi-Genre ist die Spielwiese von Autoren und Filmemachern, die weit über den Tellerrand hinaus denken. Kaum eine andere Gattung bietet ein so großes Spektrum an Möglichkeiten. Dementsprechend ist es nur ein kleiner Abriss, den wir mit diesen 5 Science-Fiction-Film Tipps bieten. Wir hoffen dennoch, dass wir damit einen guten Einstieg in den Genre-Kataloge bei Netflix bieten.

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Science-Fiction-Film Tipps von anderen Sternen und aus der Zukunft

Ja, kein anderes Genre bietet so grenzenlose Möglichkeiten, wie Science-Fiction. Ob dystopisches oder utopisches Zukunftsbild, wissenschaftliche Wahrscheinlichkeit oder abgefahrene Gedankenspielerei, ob künftige Erde oder weit, weit entfernte Galaxien – nur die menschliche scheint die Grenze der Fiktion. Wir haben hier einen bunten Blumenstrauß verschiedener Ansätze zusammengesucht, die man allesamt bei Netflix exklusiv im Streamingangebot findet. Wie bei den Actionfilmen, behaupten wir auch hier mit breiter Brust: von diesen Science-Fiction-Film Tipps haben größtenteils bislang nur eingefleischte Genre-Kenner mitbekommen. Doch die Auswahl ist so sehenswert, dass wir hoffen, dass sich daran nun etwas ändert.

1. How it Ends

Ein rätselhaftes Desaster verwandelt das Land in ein Kriegsgebiet. Ein junger Anwalt beginnt mit seinem Schwiegervater in spe die Suche nach seiner schwangeren Verlobten. Die Hauptrollen verkörpern mit Theo James und Forest Whitaker zwei bekannte Namen. Wer hier Action-Bombast im Endzeit-Setting erwartet, der wird enttäuscht werden. How it Ends ist ein apokalyptischer Ausblick der leisen Töne. Mehr Charakterdrama als Spektakel. Bevor wir in diesem Special die großen Geschütze auffahren, soll hiermit ein behutsam inszenierter, aber trotzdem sehenswerter Appetitmacher die Liste eröffnen. Den Film von 2018 kennen wohl die wenigsten Abonnenten des Streamingdienstes mit dem roten N, aber unser Herz hat er erreicht. Daher verdient sich das Sci-Fi-Drama von David Rosenthal einen Platz unter den Science-Fiction-Film Tipps.

Theo James steht auf einem Felsen und blickt in die Ferne. Hinten im Bild: rauchende Ruinen.
Theo James in How it Ends © Netflix

2. Oxygen

Der französische Überlebens-Thriller Oxygen von Regisseur Alexandre Aja handelt von einer Frau (Mélanie Laurent, bekannt aus 6 Underground und Inglourious Basterds), die ohne jegliche Erinnerungen in einer Kältekapsel erwacht. Als der Sauerstoff knapp wird, muss sie sich irgendwie daran erinnern, wer sie ist, um diesem Albtraum ein Ende zu setzen. Der Überlebenskampf in der Kryokapsel punktet vor allem durch die schauspielerische Performance von Mélanie Laurent, die Elizabeth Hansen emotional und authentisch repräsentiert. Die Todesangst gepaart mit der klaustrophobischen Situation wird von ihr glaubhaft vermittelt. Der Film ist aber auch ein durchaus solides Thriller-Erlebnis. Wenn auch nicht alle Handlungsstränge voll durchdacht und ausgeschöpft wurden, ist er durchaus sehenswert – Spannung ist hier definitiv garantiert!

Melanie Laurent blickt durch einen Lichtring. Science-Fiction-Film Tipps
Melanie Laurent in Oxygen © Netflix

3. Auslöschung

Als Teil eines Expeditionsteams will eine Biologin und ehemalige Soldatin namens Lena herausfinden, was ihrem Ehemann in dem dubiosen und geheimnisvollen Gebiet namens Area X zugestoßen ist, welches sich an der amerikanischen Küste zunehmend ausbreitet. Im Areal angekommen, entdecken die Wissenschaftlerinnen mutierte Naturphänomene und Kreaturen, die ebenso gefährlich wie beeindruckend sind und nicht nur ihren Verstand, sondern auch ihr Leben gefährden. Vor der Kamera sind Natalie Portman, Jennifer Jason Leigh oder auch Tessa Thompson zu sehen.

In seiner Prämisse zeigt Auslöschung Parallelen zu Tarkowskis SciFi-Klassiker Stalker. Auch Einflüsse aus Das Ding aus einer anderen Welt, Event Horizon und Kubricks 2001 – Odyssee im Weltraum sind zu erkennen. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass der Film lediglich aus Versatzstücken der Science-Fiction-Tradition besteht. Das Sci-Fi-Kleinod steht in seinen Motiven gänzlich eigenständig da. Die Schönheit hinter einer Zerstörung und Veränderungen als Neubeginn sind dabei als zentrale Themen zu erkennen. Doch sind dies nur kleine Hinweise, die uns Alex Garland an die Hand gibt. Statt eindeutige Erklärungen zu liefern, lässt er am Ende vor allem Spielraum zur eigenen Reflexion und zur Interpretation. Ein Beitrag in unseren Science-Fiction-Film Tipps, der zum Nachdenken anregt, sofern der Zuschauer dafür empfänglich ist.

Natalie Portman blickt mit verängstigter Miene in ein Krokodilmaul, das von einer weiteren Person geöffnet wurde. Science-Fiction-Film Tipps
Natalie Portman und Tessa Thompson in Auslöschung © Netflix

4. Midnight Sky

Im Mittelpunkt dieser postapokalyptischen Geschichte steht Augustine (George Clooney), ein einsamer Wissenschaftler in der Arktis, der verzweifelt versucht, Sully (Felicity Jones) und ihre Astronautenkollegen daran zu hindern, nach Hause zurückzukehren, wo sie eine mysteriöse globale Katastrophe vorfinden würden. Neben der Hauptrolle übernahm Clooney die Regie dieser Verfilmung von Lily Brooks-Daltons gefeiertem Roman „Good Morning, Midnight“. In weiteren Hauptrollen sind David Oyelowo, Kyle Chandler, Demián Bichir und Tiffany Boone zu sehen.

Audiovisuell ist The Midnight Sky eine Wucht. Ebenso macht George Clooney aus einem anfangs unsympathischen Charakter peu à peu eine tragische Figur, deren Schicksal doch ergreift. Trotzdem muss man resümieren, dass Clooney hier offenbart hat, ein guter Filmemacher, aber kein guter Geschichtenerzähler zu sein. Auch wenn die Nebenfiguren unbeschriebene Blätter bleiben es auch nicht gelingt dem Genre etwas bahnbrechend Neues hinzuzufügen, geht das Schicksal der Clooney-Figur einem nahe. Der Twist, auf den man  zusteuert, ist recht offensichtlich, aber für Genre-Einsteiger und Fans postapokalyptischer Szenarien ist das Sci-Fi-Drama von 2020 dennoch ein Tipp.

Demian Bichir und Regisseur George Clooney am Set von The Midnight Sky
Demian Bichir und Regisseur George Clooney am Set von The Midnight Sky © Netflix

5. Space Sweepers

Im Jahr 2092 ist das Raumschiff Victory eines der vielen Schiffe, die von der Entsorgung des Weltraummülls leben. Dank seiner Besatzung, die aus dem genialen Raumschiffpiloten Tae-ho (Song Joong-ki), der mysteriösen Ex-Weltraumpiratin Captain Jang (Kim Tae-ri), dem früheren Raumschiffingenieur Tiger Park (Jin Sun-kyu) und dem umprogrammierten Militärroboter Bubs (Yoo Hai-jin) besteht, ist das Raumschiff Victory erfolgreicher als alle anderen Space Sweepers. Nachdem die Victory-Crew erfolgreich ein verunglücktes Spaceshuttle bergen konnte, findet sie dort ein sieben Jahre altes Mädchen. Die Crew erkennt, das es sich um einen humanoiden Roboter handelt, der von den UTS Space Guards gesucht wird, und beschließen, ein Lösegeld zu verlangen.

Im Gegensatz zum vorangegangen Tipp ist bei Space Sweepers eindeutig die Unterhaltsamkeit und der Spaß im Vordergrund. Manchmal fast Slapstick-artig, aber immer charmant, nötigt einem diese koreanische Produktion mit Garantie das ein oder andere Lächeln ab. Doch auch die Emotionen kommen nicht zu kurz und das offene Ende lässt Spielraum für eine Fortsetzung. Wer Per Anhalter durch die Galaxis mag, der bekommt hiermit quasi die ostasiatische Antwort darauf. Die Effekte sind ebenfalls ordentlich, die Darsteller haben sichtlich Spaß und die Story wartet auch mit ein – zwei Überraschungen auf. Kurzum: Unter unseren Science-Fiction-Film Tipps eine kurzweilige, runde Sache.

Zwei Astronauten und in ihrer Mitte ein Roboter im Weltall
Space Sweepers © Netflix

Science-Fiction-Film Tipps – künftige Highlights

Netflix wird im kommenden Jahr auch im Sci-Fi-Genre das Gaspedal weiter durchdrücken. Bislang sind im Filmbereich noch wenige Starts bekannt, aber mit Zack Snyders Rebel Moon wagt Netflix einen weiteren Anlauf, um mit der namhaften Konkurrenz wie Star Wars mitzuhalten. Ein weiteres Genre-Highlight kommt mit Jennifer Lopez und Owen Wilson demnächst mit Atlas zum Streaming-Riesen. Auch The Mothership mit Halle Berry oder The Electric State, der von den Russo-Brüdern entwickelt wird, könnt ihr euch schon einmal vormerken. Des Weiteren sind auch Realverfilmungen zu Mega Man und Gundam in der Mache während es bei Spaceman mit Adam Sandler etwas geerdeter zugehen wird. Dem Biopic über einen tschechischen Raumfahrer werden bereits jetzt Chancen bei Preisverleihungen im nächsten Jahr zugeschrieben. „Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter“ gilt für den weiterhin Ambitionierten US-Konzern in naher und ferner Zukunft.

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© Netflix

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