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    Death by Lightning

    Jan Wernervon Jan Werner6. November 2025Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Death By Lightning © Netflix
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    Historienstoff-Fans aufgepasst, es gibt neues Futter: Netflix beleuchtet in Death by Lightning eine nicht ganz so weltbekannte Episode der US-Geschichte und hat dafür einige Schwergewichte besetzt.

    Darum geht’s in Death by Lightning

    Denkt man an Attentate auf US-Präsidenten, dann fällt jedem ad hoc JFK ein, vielen bestimmt auch noch Abraham Lincoln, doch es gibt weitere solche Begebenheiten, die weitaus weniger bekannt, aber natürlich trotzdem unbedingt erzählenswert sind. Die Dramaserie Death by Lightning erzählt die sagenhafte und seltsam anmutende wahre Geschichte von James Garfield, dem widerwilligen 20. Präsidenten der USA, und seinem größten Bewunderer Charles Guiteau, der später zu seinem Attentäter werden sollte.

    Shea Whigham als Roscoe Conkling © Netflix

    Neuer Geschichts-Thriller über die USA

    Hat sich Apple bereits mit ordentlicher Qualität mit seiner Serie Manhunt dem Lincoln-Attentäter angenommen, der iPhone-Riese sich dann auch dem politischen Wirken von Benjamin Franklin angenommen und etliche Serien und Filme das Kennedy-Attentat beleuchtet, so geht Netflix nun auf derer Spuren und verpackt in Death by Lightning die etwas unbekanntere – oder wie zu Beginn der Auftaktfolge sogar gesagt wird: vergessene – Story von der Ermordung von James Garfield in eine Miniserie.

    Sehr schnell wird jedoch hier klar, dass der POTUS gar nicht DIE zentrale Figur in diesem Vierteiler ist, denn vielmehr bekommt sowohl die Figur des Charles Guiteau einen Großteil des Scheinwerferlichtes ab als auch ziehen dessen Darsteller Matthew MacFadyen (Succession) und Nick Offerman in der Rolle von Chester Arthur mindestens genauso viel Aufmerksamkeit durch ihr Spiel auf sich. Denn eines kann ich bereits an dieser Stelle sagen: MacFadyen positioniert sich mit dieser Performance in die Pole Position für die kommenden Serien-Preisverleihungen – aber mehr dazu später.

    Ein anderes Amerika

    Es ist schon erstaunlich: In der Tat spielt Death by Lightning in etwa der gleichen Periode wie die HBO-Serie The Gilded Age. Doch während dort auf Downton-Abbey-Weise eine wohlsituierte Blase abgebildet wird und nur gelegentlich aus diesem Luxus heraus auf die Normalos geblickt wird, ist in dieser Netflix-Variante des Ende des 19. Jahrhunderts die Ostküste plötzlich gar nicht mehr so hell, vorwärtsgewandt und einladend dargestellt, sondern wird vielmehr überwiegend über die damals vorherrschenden Gesellschaftskonflikte verlebendigt. Ja auch hier klingt immer wieder Aufbruchstimmung und der typische amerikanische Optimismus und das Machertum durch, aber vordergründiger sind die mit der Expansion einhergehenden Machtgebaren, die Generationen- und Ausrichtungskonflikte. Die Protagonisten sind entsprechend zum einen Männer mit Machtambitionen um der Macht Willen und andererseits Idealisten, denen vielleicht der Rückhalt mangels Durchsetzungsvermögens fehlt.

    So wird hier eine Abstimmung zum US-Präsidenten auf eine fast Konklave-artige Weise zum Kammerspielthriller inszeniert, wobei man, was die Spannung anbelangt, dem Vatikan-Thriller erstaunlich nahe kommt. Und genauso wie Edward Berger eben auf beengtem Raum im Vatikan etwas erzählt, was weit über die Mauern der Kapelle hinaus strahlt, so wird auch hier nicht nur von einer Wahl berichtet, die richtungsweisend ist, sondern gleichzeitig noch viel mehr auf der symbolischen Ebene transportiert, was in großen Teilen metaphorisch in die Jetztzeit übertragbar ist. Aus der Geschichte nicht nur lernen, sondern über die Geschichte etwas über das Heute sagen, das ist im Historien-Thriller die ganz große Kunst, die den Machern hier zweifelsohne gelungen ist.

    Schauspielerische Urgewalten

    In diesem extrem realistischen Szenario noch funktionierenden Humor einzubauen, ist das nächste ganz große Faustpfand dieser Miniserie. Dass sowohl die Authentizität auf höchstem Niveau anzusiedeln ist als auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommt, liegt derweil natürlich hauptsächlich an den sensationellen Schauspielleistungen, wobei alle Politiker mit reichlich Ecken und Kanten von Shea Whigham, Nick Offerman, Bradley Whitford und Co. gespielt werden. Michael Shannon spielt dabei den absolut unfreiwillig ins Amt kommenden Präsidenten mit einer faszinierend zu beobachtenden Ruhe und Besonnenheit, wodurch er der Bedeutung des Amts zu dieser Zeit sehr passend Ausdruck verleiht.

    Doch in Death by Lightning rückt, wie gesagt, der erwartbare Protagonist zurück, um seinen fanatischen Wegbegleiter und späteren Mörder in den Mittelpunkt zu stellen: Was Matthew MacFadyen hier abliefert, ist schlicht brillant. Es ist schwer vergleichbare Figuren zu seinem Charakter hier auszumachen. Anfangs lernt man ihn als eher nicht ernstgenommenen Außenseiter kennen, der seine große Chance gekommen sieht, James Garfield als Sprungbrett zu mehr Aufmerksamkeit zu benutzen. Doch im Ränkespiel des politischen Washington bleibt er der Exzentriker und so wird er immer mehr manisch – im Endeffekt zum Leidwesen von Garfield…

    Kinoreif bis in die Details

    Nicht unerwähnt bleiben dürfen an dieser Stelle noch die Leistungen von Betty Gilpin, die hier eine für sich wirklich ungewohnte, bodenständige Rolle hat und diese aber ebenfalls meistert. Und ebenso zu loben ist das gesamte Look and Feel der Serie: Natürlich weckt es qua zeitlicher Verortung Erinnerungen an Peaky Blinders oder jüngst House of Guinness, wie hier die damaligen US-Städte bebildert werden, aber in der Tat hat der Style her fast noch einen Ticken mehr cineastische Qualität und erinnert dann wiederum eher an Gangs of New York oder Lincoln.

    Michael Shannon als James Garfield und Betty Gilpin als Crete Garfield © Netflix

    Alles was in den ersten drei Vierteln der Miniserie passiert, ist extrem fesselnd, sowohl das politische Spiel als auch die persönliche Verquickungen sind unheimlich einnehmend dargeboten. Etwas ausgebremst wird der Flow dann auf der Zielgeraden, weil man sich entscheidet, noch näher an einige Figuren und die Auswirkungen des maßgeblichen Ereignisses heran zu treten. Hierbei springen die Emotionen nicht komplett über, aber nachdenklich stimmen erneut die Szenen mit MacFadyen allemal. Und so überwiegt am Ende doch die Überwältigung, einer endlich mal wieder nahezu perfekten Miniserie gefolgt zu sein – und dabei wahrscheinlich kaum gemerkt zu haben, wie schnell die knapp vier Stunden verflogen sind.

    © Netflix

    Unser Fazit zu Death by Lightning

    4.5 Fast perfekt

    Death by Lightning ist spannender Geschichtsunterricht in Bewegtbild nahe der Perfektion. Ein sensationell aufgelegter Cast transportiert die mitunter viel zu unbekannte, spektakuläre Begebenheit und rückt Matthew MacFadyen endgültig in die Riege der besten Seriendarsteller unserer Zeit.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
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