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    Hostage

    Jan Wernervon Jan Werner21. August 2025Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Suranne Jones als Abigail, Julie Delpy als Vivienne in Episode 1 von Hostage © Netflix
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    Meet-Ups von Staatsoberhäuptern scheinen derzeit im Trend. Nach Heads of State mit Idris Elba und John Cena treffen in Hostage Julie Delpy und Suranne Jones aufeinander. Der Ton ist ein gänzlicher anderer, aber ist die Netflix-Show trotzdem genauso empfehlenswert?

    Worum es in Hostage geht

    Als der Mann der britischen Premierministerin (Suranne Jones) entführt wird und die französische Präsidentin (Julie Delpy), die gerade auf Besuch ist, erpresst wird, stehen die beiden hochrangigen Politikerinnen vor einer nahezu unmöglichen Entscheidung, bei der sowohl ihre politische Zukunft als auch Menschenleben auf dem Spiel stehen. Gelingt ihnen die Zusammenarbeit, um das Komplott aufzudecken, das sie beide bedroht? 

    Suranne Jones muss harte Entscheidungen treffen © Netflix

    Politthriller Anno 2025

    Serien und Filme, die sich in fiktionalisierter Weise Politikerinnen und Politiker als Protagonisten auserkoren haben, die mitunter an reale Vorbilder erinnern, gibt es schon seit jeher. Man denke an Air Force One mit Harrison Ford, der sich gegen Terroristen aktiv wehren muss oder an White House Down, wo ein von Jamie Foxx gespielter Präsident ein Buddy-Movie-artiges Duo mit Channing Tatum abgibt. Dabei sind die jeweiligen Stoffe auch immer ein freiwilliger oder unfreiwilliger Kommentar auf die Realität. Und da die Realpolitik momentan, manch einer würde sagen, Drehbücher schreibt, die verrückter als alles sind, was sich Autoren erdenken könnten, ist der Bereich des Polit-Films in den letzten Jahren einerseits an Inspiration nicht gerade arm, aber andererseits auch offen, um in der Fiktion sich gänzlich vom echten Geschehen abzuwenden.

    Nimmt man nun also Heads of State so ist dies eindeutig ein Beispiel dafür, wie man zwei von Klischees geprägte Länder verdichtet auf die fiktionalen Staatsoberhäupter durch den Kakao zieht: Ein Schauspieler mit Muskelbergen wird US-Präsident, ein Ex-Soldat mit übertriebenem Moralkompass wird Premier von Großbritannien, dann clashen die beiden Welten und die unterschiedlichen Typen sind zur Zusammenarbeit verdammt. Kann man nun also frei von allen Einflüssen als reinen Unterhaltungsfilm aufnehmen, aber eben auch als Persiflage auf die derzeitige kommunikative Lage zwischen den Weltmächten.

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    Im Kontrast zu dieser Form der eher leichten Unterhaltung mit politischem Subtext gibt es aber dann auch Stoffe wie Diplomatische Beziehungen, Bodyguard, Anatomie eines Skandals oder nun eben Hostage, wo das politische Geschehen tatsächlich die Handlung bestimmt, dafür aber die erdachten Akteure recht weit von denen weg sind, die tatsächlich aktuell in den abgebildeten Ländern am Drücker sind. So sind hier nun zwei Frauen die Staatschefs, während in der Realität gerade beide Länder von Männern repräsentiert werden.

    Und so steht hier auch eindeutig die fiktive Handlung im Fokus, Andeutungen bezüglich des tagesaktuellen Geschehens oder Referenzen auf faktische Ereignisse gibt es nicht. Es geht also lediglich darum durch die Verortung ganz oben in der politischen Klasse, die Tragweite von Entscheidungen und die zusätzliche Fallhöhe in Bezug auf beispielsweise den Reputationsverlust zu unterstreichen, aber im Kern geht es um die Charaktere und die Story – nicht um Politik.

    Entführungsthriller, hochspannend …

    Während also bei House of Cards und mit Abstrichen auch noch bei Diplomatische Beziehungen das politische Intrigenspiel vordergründig war und die Basis für die Spannung darstellte, ist es bei Hostage doch der Entführungsthriller, der für den Nervenkitzel sorgt und das Publikum zum Dranbleiben motiviert. Die abgebildeten politischen Entscheidungsprozesse sind hier weder realitätsnah noch durchgehend logisch, aber das tut dem Spannungsverlauf kaum einen Abbruch, da man hier eben von Beginn an wegen anderer Werte interessiert ist: Wer spielt hier mit wem? Gibt es undichte Stellen auf einer oder beider Seiten? Gelingt es die Geiseln zu retten?

    So ist diese Serie dann in großen Teilen viel näher dran an so etwas wie Bodyguard, Jack Ryan oder Homeland, wo auch der Thriller-Aspekt stets Vorrang gegenüber Plausibilitätsansprüchen hatte. Und hier wie bei besagten Referenzen blendet man aufgrund von einnehmenden Schauspielleistungen und interessanten Figuren den leicht soapigen Anstrich gern aus. Lediglich hätte hier nicht geschadet, etwas zaghafter mit Emotionen-verstärkenden Musik zu arbeiten, weil in dem Fall ein „Zu viel“ schnell das Gegenteil des intendierten Effekts erreicht.

    … und mit fantastischen Darstellenden

    Ashley Thomas als Dr. Alex © Netflix

    Hostage dreht sich ziemlich stark um die beiden Staatschefinnen, die dabei auch von den größten Namen im Cast gespielt werden: Julie Delpy (bekannt aus der Before …-Trilogie) ist als Präsidentin von Frankreich, die mit dem Rücken zu Wand steht, fantastisch, weil man ihr sowohl die politische Stellung, aber eben auch die privaten Aspekte voll abkauft; Suranne Jones (Gentleman Jack) auf der anderen Seite darf ebenfalls sowohl nahbare als auch distanziert-kalte Momente spielen – und überzeugt in beiden. Entsprechend sind wenig überraschend auch die besten Szenen in den fünf Folgen diejenigen, in denen die beiden Größen zusammen – oder in Teilen auch gegeneinander auftreten.

    Auch die Nebenrollen sind nicht unprominent besetzt, stehen aber doch zum Großteil im Schatten der beiden Protagonistinnen – leider auch qualitativ. Ins Gedächtnis brennt sich noch maßgeblich Lucian Msamati als rechte Hand der britischen Premierministerin. Weniger hängen bleibt am Ende dann die austauschbare digitale Streaming-Optik und die vereinzelten unwuchtigen Action-Momente. Hostage ist für ein typisches TV-Format, auch was Look and Feel betrifft. Und da dürfte es kaum verwundern, dass – ohne hier ins Detail zu gehen – auch vieles, was als Wendung präsentiert wird, schon frühzeitig zu antizipieren ist.

    © Netflix

    Unser Fazit zu Hostage

    3.5 Sehenswert

    Mehr für die Fraktion Bodyguard als für die Fraktion House of Cards ist Hostage kurzweiliges, geradliniges Politthriller-Fernsehen mit starken Darstellenden und wenig Leerlauf. Dabei wird aber weder das Genre-Rad neu erfunden noch lässt sich kaschieren, dass man fast ein bisschen late to the Party ist, um 2025 noch mit so einem Format Bäume auszureißen.

    Hostage ist seit 21. August 2025 auf Netflix zu streamen.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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