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    Last Exit Schinkenstraße

    Leo Solledervon Leo Solleder27. September 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    „Treffen sich zwei arbeitslose Musiker am Ballermann…“. Was nach dem Beginn eines schlechten Witzes klingt, ist die Ausgangslage von Last Exit Schinkenstraße. Kann das neueste Werk von Tausendsassa Heinz Strunk als Parodie auf den Ballermann überzeugen?

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    Zwei Männer auf einer Strandpromenade. Im Hintergrund viele Passanten.
    Last Exit Schinkenstraße © Prime Video

    Die Handlung von Last Exit Schinkenstraße

    Torben Bruhn (Marc Hosemann) und Peter Voss (Heinz Strunk) haben es nicht leicht im Leben. Während Peter als kauziger Junggeselle seinen Alltag bestreitet, ist Torben genervt von seiner Rolle als Vater und Großvater im spießigen Reihenhausidyll. Als den beiden der Job als Musiker in einer „Eventband“ für Hochzeiten und Feste gekündigt wird, stehen die Männer vor einer düsteren Zukunft ohne große finanzielle Rücklagen. Aus der Not fängt Peter an, Schlagersongs zu dichten und schnell wird für die Freunde klar: Die Lösung der Probleme ist eine Karriere auf der Schinkenstraße in Mallorca. Doch Torben und Peter haben die Rechnung ohne intrigante Kontrahenten, geldgierige Kleinkriminelle und die eigene Familie gemacht.

    Heinz Strunk, Meister der Hoffnungslosigkeit

    Auch in Last Exit Schinkenstraße ist die Handschrift von Heinz Strunk wieder einmal omnipräsent. Das Allroundtalent aus Hamburg, welches als Musiker, Schauspieler, Humorist und Regisseur bekannt ist, stellt immer wieder typische Verlierertypen in den Fokus seiner Werke. Mit Ausnahme von Der goldene Handschuh sind die Figuren jedoch keine Bösewichte, sondern eher bemitleidenswert und positiv konnotiert.

    Die soziale Klasse ist ein wiederkehrendes Thema in den Büchern und Filmen Strunks. Die Protagonisten kann man oft einer unteren Mittelschicht zuordnen, die sich über Kitsch und Küchenweisheiten definiert. Ein Ausbruch aus dieser sozialen Isolation, zwischen Motto-Shirts und Namen mit Sonderling-Garantie, ist dann die Motivation für die Handlung. Strunk bleibt diesem Muster treu. Sowohl Peter als auch Thorben befinden sich am Scheideweg in ihrem Leben, das festgefahren zu sein scheint. Die Lebenssituationen der Protagonisten sind zwar nicht sonderlich originell, der Ausbruch wird dem Publikum glaubhaft als einzig logischer Ausweg präsentiert. Das erhoffte Ziel stellt die Serie stets ins Zentrum: Reichtum und Emanzipation von der eigenen Ausweglosigkeit.

    Bumsen, Kotzen, Saufen – Kann man so viel Ballermann ertragen?

    Der Ballermann ist die logische Konsequenz der Tagträumereien von Thorben und Peter. Hier trifft gesungener Altherrenhumor auf die hedonistische Feiersucht eines Publikums, welches nur bespaßt werden möchte. Besonders an solchen „Extremorten“ funktionieren auch Strunks Figuren erstaunlich gut. Wenn hier an manchen Stellen deutlich über die Stränge geschlagen wird, fügen sich diese perfekt in den exzentrischen Kosmos der Partyhochburg ein. Vor diesem Hintergrund kommt es auch zu skurrilen Gastauftritten wie dem von Mallorcasänger Mickie Krause, der die unsympathische Version seiner selbst spielt. Diese Prise Selbstironie funktioniert überraschend gut und fügt Krause gut in den top besetzten Cast ein.

    Das Highlight von Last Exit Schinkenstraße sind die Songs, die Strunk speziell für die Serie geschrieben hat. Sie treffen genau ins Schwarze  – und könnten tatsächlich in den Clubs am Ballermann laufen. Sie gehen sogar soweit, dass Verfechter der Kategorie „So einen Hit könnte ich auch schreiben“ eines besseren belehrt werden. Denn die Stücke in ihrer Endfassung sind nicht nur dämlich und animieren zum Mitgrölen, sie besitzen weiterhin den schnippischen Wortwitz des Schreibers Strunk. Kombiniert man die Songs mit der amateurhaft anmutenden Bühnenperformance, so ergibt sich ein kurioses Bild. In diesen Momenten gelingt es der deutschen Show, die Balance zwischen Bewunderung für so viel Kreativität auf der einen und absolutem Kopfschütteln für Fans dieser Songs auf der anderen Seite zu halten.

    Ein Mann im Fremdscham-Outfit auf einer kleinen Bühne. Last Exit Schinkenstraße
    Alle grölen mit! © Prime Video

    Was bleibt, wenn die Party vorbei ist?

    Wie auch beim wirklichen Besuch auf der Schinkenstraße kommt der Kater auch hier nach den rauschhaften Abenden. Hier wird deutlich, dass Last Exit Schinkenstraße vom Drive seiner Protagonisten lebt, auf der inhaltlichen Ebene jedoch etwas dünn ist. Zwar wird versucht, durch einige Nebenhandlungen für inhaltliche Tiefe zu sorgen. Da die Figuren aber nicht besonders stark ausgearbeitet sind und eher Stereotypen verkörpern, funktioniert dies nur bedingt. In diesen Momenten merkt man, dass die Stärke der Serie auch eine Schwäche ist: Das Prime-Original handelt von der Freundschaft zweier Männer. Nicht mehr, nicht weniger.

    Auch der Look der Serie lässt etwas zu wünschen übrig. Mit Serien wie Die Discounter hat Amazon Prime Video einen Low-Budget-Look für einige Genre-Serien etabliert. Hier wird zwar visuell etwas mehr geboten, aber um die Parallelwelt in ihrer Opulenz authentischer zu gestalten, hätte man noch etwas größere Geschütze auffahren können. Das Ergebnis lässt sich dennoch sehen und passt irgendwie doch zum Setting der trashigen Ballermann-Ästhetik.

    Unser Fazit zu Last Exit Schinkenstraße

    Last Exit Schinkenstraße gelingt es, eine über weite Teile stringente Parodie auf den deutschen Ballermann-Tourismus zu erschaffen. Die Absurdität des Ganzen wird getragen durch ein durchweg überzeugendes Protagonistenduo aus Marc Hosemann und Heinz Strunk, die perfekt in ihre Rollen passen. Besonders Fans von Heinz Strunks Romanen werden hier eine große Freude haben, knüpft das Drehbuch in einigen Momenten an die besten Werke des Autors an. Leider fällt die Serie zum Ende hin qualitativ ab und mündet in ein durchwachsenes Finale ohne große Auswirkungen. Allein für Strunks neu gedichtete Schlagersongs sollte man einen Blick und ein Ohr wagen.

    Last Exit Schinkenstraße ist ab dem 06. Oktober 2023 mit allen 6 Folgen auf Amazon Prime Video abrufbar!


    © Prime Video

    Leo Solleder

    Léo wollte eigentlich Theaterschauspieler werden, nun ist der Medienkulturwissenschaftler freier Journalist, Social Media Manager und Redakteur. Seine Liebe für die Bretter, die die Welt bedeuten, zeigt sich allerdings immer wieder in seiner Filmvorliebe für Kammerspiele. Diese dürfen gern international, etwas cheesy und gut geschrieben sein, doch eigentlich ist Léo genretechnisch dann doch vielfältig. Immer wieder von A24-Produktionen begeistert und dennoch mit dem Gespür für deutsche Fernsehfilme der 60er-Jahre podcastet und schreibt sich Léo seit Dezember 2021 durch die Redaktion von "Filmtoast", außerdem betreibt er mit seinem Redaktionskollegen Kenan den Popkultur-Podcast "Bleibende Schäden". Immer auf der Suche nach neuen Blockbustern und kleinen Genreperlen, die vielleicht irgendwann mal den Status seiner Lieblingsfilme "Fight Club" und "Whiplash" erreichen können.

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