Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Marshals: A Yellowstone Story
    Serien

    Marshals: A Yellowstone Story

    Jan Wernervon Jan Werner23. Februar 2026Keine Kommentare5 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    The Show must go – auch in der Westernwelt von Yellowstone. Nach dem Ende der Hauptserie geht es an der Seite von Kayce Dutton weiter in Marshals: A Yellowstone Story. Trägt der Sohn aber eine Serie quasi im Alleingang?

    Darum geht’s Marshals: A Yellowstone Story

    Nachdem er die Yellowstone Ranch hinter sich gelassen hat, schließt sich Kayce Dutton (Luke Grimes) einer Eliteeinheit von U.S. Marshals an. Dabei kombiniert er seine Fähigkeiten als Cowboy und Navy SEAL, um in Montana für Gerechtigkeit zu sorgen. Kayce und sein Team – Pete Calvin (Logan Marshall-Green), Belle Skinner (Arielle Kebbel), Andrea Cruz (Ash Santos) und Miles Kittle (Tatanka Means) – müssen die psychische Belastung ihres Dienstes mit der Verantwortung gegenüber ihren Familien vereinbaren. Für Kayce schließt dies seinen Sohn Tate (Brecken Merrill) sowie seine Vertrauten Mo (Mo Brings Plenty) und Thomas Rainwater (Gil Birmingham) aus dem Broken-Rock-Reservat ein.

    Key-Art © Paramount Pictures

    *** Wir haben vor Serienstart die ersten drei Folgen der ersten Staffel zur Verfügung gestellt bekommen. Auf diesen Episoden basiert dieser Kritiktext.***

    Zurück in den Mittelpunkt

    Man muss an dieser Stelle nicht wieder die ganze Vorgeschichte bezüglich des eher unrühmlichen Endes von Yellowstone nachzeichnen bevor man auf die neue Serie zu sprechen kommt – ausblenden kann man die Ereignisse aber eben auch nicht, ist Marshals doch eine direkte Fortsetzung eben einer der Charaktergeschichten, die über fünf Staffeln begleitet wurden. Besonders interessant ist schon die Wahl der Hauptfigur für das Spin-off, hatte man doch im Verlauf der Hauptserie mehr und mehr den Eindruck vermittelt bekommen, dass die Serienschreiber mit der Figur Kayce Dutton nicht allzu viel mehr anzufangen wussten je mehr sich der Konflikt zwischen Beth und Jamie zuspitzte. Irgendwie fiel Luke Grimes‘ Charakterentwicklung etwas ab, was dazu führte, dass der Sohn von John Dutton, der sich eigentlich anfangs ohnehin am wenigsten um das Vermächtnis der Familie scherte, am Ende tatsächlich wie ein Fremdkörper in der eigenen Familiengeschichte anfühlte.

    Dabei waren der leicht mysteriöse Kayce, seine besondere Beziehung zu Vater John, seine Bindegliedfunktion zu den Indigenen bedingt durch seine Ehe mit Monica und seine militärische Vergangenheit doch eigentlich mit das spannendste Fundament für Charakterentwicklung. Kein Wunder also, dass man sich dem nun wieder besinnt hat und den Nebencharakter wieder zur Hauptfigur macht – zumal allein darstellerisch Grimes mitunter zu den besten Mitgliedern im Yellowstone-Universum zählt. Neben ihm kehren auch andere Hauptserien-Figuren zurück, wobei besonders eine Abstinenz ins Auge sticht: Monica Dutton ist nicht Teil der Geschichte. Was genau mit ihr zwischen Yellowstone und Marshals jedoch passiert ist, soll an dieser Stelle nicht vorweggenommen werden.

    Standard-Sheridan in bekanntem Setting

    Von Beginn an kommt einem hier extrem viel bekannt vor – und damit sind nicht mal primär die Charaktere gemeint, sondern vielmehr das Gesamtpaket von Marshals, das sich nahtlos ins Schaffen von Taylor Sheridan einfügt, dabei aber wirklich keinerlei Abweichungen von den bewährten Formeln zuzulassen scheint. Die Elite-Einheit ist fast so zusammengestellt wie die in Lioness, wildert damit direkt in der Konkurrenz mit der Prime-Alternative Terminal List, die inzwischen ja auch zur Franchise mitsamt Spin-off Dark Wolf upgegradet wurde.

    Durch das Nationalpark-Setting in Montana ergeben sich zwar dann auch hier wieder einige malerische Aufnahmen, besonders die Panoramen sehe fantastisch aus. Aber das allein reicht erstmal nicht, um sich genug von anderen schon existierenden ähnlichen Geschichten von „Einsamen Wölfen“ im paramilitärischen Kontext abzusetzen. Ja, für diejenigen, die vom Sheridan-Verse nicht genug bekommen können, ist Marshals sicherlich auch wieder ein Volltreffer, doch selbst die härtesten Fans werden sich abstreiten, dass man längst vom Fließbandarbeiter Sheridan nicht mehr überrascht wird, weil sich die Motive, die Bilder, die Charakterarbeit und auch Musik, Look und Feeling zu einem Einheitsbrei vermengt haben.

    Marginale Formellabweichungen

    Auf der einen Seite bietet die Spin-off-Serie dann ziemlich klassische Raid-like-Actionszenen, wenn die Spezialeinheit ihre Missionen durchführt. Das Vorgehen mag zwar ziemlich archaisch, wie auch die Zeichnung der Mitglieder des Squads, daherkommen, aber es passt damit auch zum bodenständigen Ton und zum Weltbild, das einem Taylor Sheridan mit seinen Produktionen nun seit Jahren um die Ohren haut. Toughe Söldnerinnen und Söldner, die das Herz am richtigen Fleck und einen lockeren Finger am Abzug haben – umso lockerer, je größer die entsprechende Wumme ist. Es gibt wieder Frotzeleien à la Locker Room Talk, heroische Momente und natürlich hat jede Figur irgendwo doch eine emotionale Schwachstelle.

    Im modernen Neo-Western hat nun mal Sheridan maßgeblich mit den Ton geprägt, der heute leider fast die einzige Basis in diesem eigentlich doch vielschichtigeren Subgenre zu sein scheint. Marshals ist da nicht mal die kulturpessimistischste Version der Sheridan-Formell, wirkt im Vergleich mit Mayor of Kingstown weniger trostlos, ist nicht ganz so zynisch wie Lioness und grenzt sich von der Hauptserie Yellowstone und den bisherigen Ablegern zumindest insofern ab, dass hier nicht wieder das Motiv „Die Duttons verteidigen das alte Amerika gegen jeden Eindringling“ bemüht wird.

    Das Vater-Sohn-Ding

    Alles was dann das Teamwork der Spezialeinheit betrifft, ist zwar schon ziemlich gut choreografiert – vor allem der Pferdeeinsatz hebt das Format doch ein bisschen heraus – und spannend vorgetragen, aber könnte prinzipiell in jeder anderen Cable-TV-Krimiserie auch stattfinden. Nur in Nebensätzen wird hin und wieder mal auf Kayces Vergangenheit im Kontext angespielt, aber im Kern ist das Ganze hier erstmal als Western/Thriller ein solides, aber irgendwie doch uninnovatives Procedural.

    Gil Birmingham ist wieder dabei © Paramount Pictures

    Interessanter hingegen ist dann auf alle Fälle auf charakterlicher Ebene, was zwischen Kayce und seinem Sohn Tate passiert, die beide mit Traumata ähnlicher und auch unterschiedlicher Natur umgehen müssen und deren Beziehung doch von viel Reibung geprägt ist. Auch weil Brecken Merrill inzwischen ein ernstzunehmender Darsteller ist, macht seine weitere Entwicklung wirklich neugierig auf mehr, wird aber zu Beginn der Serie erstmal noch als Nebenschauplatz behandelt. Hat man vor Augen, wie kompliziert auch Kayce’s Verhältnis zu John war, dann ergibt sich hier wiederum ein extrem interessantes Spannungsfeld zwischen den klassischen Motiven „Wie viel vom Vater, von dem man sich immer distanziert hat, steckt letztlich in einem selbst“ und „Wie können zwei Personen gegenseitig ihre Trauma lindern“.

    © Paramount Plus

    Unser Fazit zu Marshals: A Yellowstone Story

    3.0 Okay

    Die Serienwelt von Yellowstone lebt und pulsiert auch nach dem eigentlichen Abschluss weiter. Noch aber fällt es schwer, sich wahlweise komplett abzunabeln oder auf das Geschehene eine neue Perspektive zu werfen. Marshals verpackt in einen sehr standardisierten Westernkrimi eine ambitionierte Vater-Sohn-Geschichte, die allerdings erst noch ausgespielt werden muss. Dann hat auch diese Sheridan-Serie wieder das Potenzial für mehrere Staffeln grundsolider, erwartbarer aber handwerklich makelloser Unterhaltung.

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      Imperfect Women
    • Jan Werner
      The Testament of Ann Lee
    • Jan Werner
      Scarpetta
    • Jan Werner
      War Machine
    Vorheriger BeitragThe Moment
    Nächster Beitrag The Bluff

    Weitere Beiträge

    3.0

    Imperfect Women

    von Jan Werner
    3.0

    Scarpetta

    von Jan Werner
    3.5

    Rooster

    von Jan Werner
    3.0

    Vladimir

    von Jan Werner
    3.0

    Traqués – Gejagt

    von Jan Werner
    4.0

    Young Sherlock

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Imperfect Women

    12. März 2026

    Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him

    12. März 2026

    Peaky Blinders: The Immortal Man

    11. März 2026

    The Testament of Ann Lee

    10. März 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.