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    Startseite » Maximum Pleasure Guaranteed
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    Maximum Pleasure Guaranteed

    Jan Wernervon Jan Werner20. Mai 2026Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    © Apple TV
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    Tatiana Maslany hatte erst richtig Glück, als sie mit Orphan Black einen richtigen Sci-Fi-Hit landen konnte, ging dann aber als She-Hulk gehörig baden. Nun soll die Apple TV Serie Maximum Pleasure Guaranteed den Karren aus dem Dreck ziehen bevor die Abwärtsspirale nicht mehr einzubremsen ist.

    Darum geht’s in Maximum Pleasure Guaranteed

    Maximum Pleasure Guaranteed handelt von der frisch geschiedenen Mutter Paula (Tatiana Maslany), die in einen gefährlichen Strudel aus Erpressung, Mord und Jugendfußball gezogen wird. Mitten im Sorgerechtsstreit und einer Identitätskrise ist Paula überzeugt, einen Mord beobachtet zu haben. Ihre Suche nach der Wahrheit hilft ihr, Familie und Selbstbewusstsein wiederzufinden – und verstrickt sie zugleich in ein gefährliches Netz aus Sex, Lügen und Jugendfußball.

    Key-Art © Apple TV

    Komplizierter Titel, simple Devise

    So außergewöhnlich der Titel dieser neuen Apple TV-Serie erstmal klingt, so altbekannt ist eigentlich schon die Prämisse, wie oben zu lesen ist. Maximum Pleasure Guaranteed ist eine weitere Variation des Rear Window-Prinzips, bei dem eine Person vermeintlich ein Verbrechen wahrgenommen haben will und dann sowohl gegen externe Zweifler als auch eigene Zweifel an den Sinnen ankämpfen muss. 

    Entsprechend kann man sich erstmal schon auf einen Krimi im Geiste Hitchcocks einstellen, wobei natürlich der Titel auch klarmachen sollte, dass hier doch auf modernste Art und Weise mit der bewährten Devise umgegangen wird, wodurch Apple ein weiteres Mal mit einer Miniserie seine Experimentierfreudigkeit unter Beweis stellt. Denn: Zwar mag die Story recht konventionell anmuten, stellt sich schnell heraus, dass in Sachen Inszenierung hier doch der Kreativität freien Lauf gelassen werden durfte. Zum Glück!

    Maslany rockt das Ding!

    Tonal zwischen schwarzhumoriger Comedy und Suspense-Thriller angesiedelt, erinnert die Serie durch Maslany zum einen schon mal an Orphan Black. Vielmehr jedoch – und umso mehr die Geschichte voranschreitet, Tempo aufnimmt und den Härtegrad schrittweise hochdreht – wird sich der ein oder andere an beispielsweise The Kid Detective mit Adam Brody oder gar an den Surrealismus von Under the Silver Lake erinnern.

    Tatiana Maslany muss plötzlich überall Gefahr vermuten © Apple TV

    Denn wie in den genannten Titel speist sich auch in Maximum Pleasure Guaranteed ein Gros der Spannung aus der leicht unzuverlässigen, weil zur Paranoia neigenden und mit der Situation sichtlich komplett überforderten Protagonistin, die von Tatiana Maslany schlicht mit der selben Wucht und Überzeugungskraft gespielt wird, wie sie die Dutzenden Klone in ihrer Parade-Serie einst mimte. Man erkennt sehr schnell, weshalb sie eigentlich mehr verdient hätte, als für einen der größten Marvel-Fehlschläge der jüngeren Vergangenheit sprichwörtlich das Gesicht hinhalten zu müssen.

    Gutes Gag-Timing, überraschend blutig, toll vertont

    Die Serie ist mit ihren 30-Minuten-Folgen schon mal knackig konzipiert und auch dementsprechend flott gepaced. Immer wieder halten dann auch starke Needledrops mit guter Songauswahl das Tempo zusätzlich hoch, wobei aber zum Glück in den Momenten, in denen es um die emotionale Ebene von Paulas Familienleben geht, das Tempo angenehm zurückgedreht wird. Doch egal ob es um den Krimiplot oder das Chaosleben der Protagonistin zwischen Ex, Tochter und Job geht, das Comedy-Writing von Maximum Pleasure Guaranteed überzeugt mit Treffsicherheit und Timing.

    Ein Spagat zwischen Familie und Absurditäten © Apple TV

    Das liegt mit Sicherheit zu einem Großteil daran, dass die Beteiligten allesamt eher aus dem Comedy-Metier stammen, wodurch jedoch die düsteren, blutigen Szenen nur noch überraschender und frischer daherkommen. Einen Murray Bartlett (The White Lotus) zum Beispiel in so einer Rolle – ohne zu viel zu verraten – zu sehen, ist erstmal gewöhnungsbedürftig, aber geht in der Gesamtkonstellation gut auf, weil man auch die anderen Darstellenden, die meist in komischen Rollen bekannt wurden, erstmal im Thriller-Konstrukt einordnen muss. Doch alles in allem kann man sagen, dass man allen diesen Spagat abnimmt und entsprechend auch die Spannung hier nicht zu kurz kommt.

    © Apple TV

    Unser Fazit zu Maximum Pleasure Guaranteed

    3.5 Sehenswert

    Etwas verrückter als der Otto-Normal-Thriller, wie man's eben von Tatiana Maslany auch erwartet, ist Maximum Pleasure Guaranteed eine kurzweilige, aber auch unerwartet blutige Mischung aus Thriller und schwarzem Humor. Wieder mal also eher ein Apple TV-Vertreter mit Nischencharakter, aber die haben es bekanntlich besonders in sich, sieht man sich die vergangenen Jahrgänge an.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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