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    Only Margo

    Jan Wernervon Jan Werner13. März 2026Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    © Apple TV
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    Apple TV nimmt sich mal wieder einer Bucherfolgs an, packt einen Reihe von Hochkarätern vor und hinter die Kamera und verpackt das ganze in eine Miniserie. Was soll da schon schiefgehen? Wir haben uns von Only Margo ein Bild gemacht.

    Darum geht’s in Only Margo

    Margo Millet ist das Kind einer Hooters-Kellnerin und einer ehemaligen Profi-Wrestlerin, die immer wusste, dass sie es alleine schaffen muss. Also schreibt sie sich an ihrem örtlichen Junior College ein, obwohl sie sich nicht vorstellen kann, wie sie jemals ihren Lebensunterhalt verdienen wird. Sie ist immer noch dabei, die Dinge herauszufinden und hatte nie vor, eine Affäre mit ihrem Englischprofessor zu haben – und obwohl die Affäre kurz ist, ist sie nicht kurz genug, um sie davon abzuhalten, schwanger zu werden. Trotz aller Ratschläge beschließt sie, das Baby zu behalten, hauptsächlich aus Naivität und der Sehnsucht nach etwas Größerem. Die chronische Geldnot treibt daraufhin immer wildere Blüten als Margo die Onlineplattform Onlyfans entdeckt.

    Kelley, immer wieder Kelley

    Margo’s got Money Problems – oder eben in der deutschen Übersetzung Only Margo war in der Buchversion von 2024 mal wieder so instant erfolgreich, dass bereits nach wenigen Wochen nach der Veröffentlichung feststand: Hieraus muss man eine Serie machen. Und wer kennt sich in den USA schon so gut mit der Adaption zeitgenössischer Literatur aus wie Boston Legal-Erfinder David E. Kelley? Allein in den letzten Jahren hat er für nahezu jeden Streaminganbieter gearbeitet und jeweils auf Buchvorlagen aufbauen können, die allesamt schon ziemlich Drehbuch-ready auch in ihrer Urfassung sind.

    Kelley war an Big Little Lies beteiligt, hat Lincoln Lawyer bei Netflix inzwischen auf vier Staffeln gebracht – kein Ende in Sicht -, hat bei Prime Video mehrere Jahre Goliath zu einer der Pionierserien verantwortet, die dafür den Weg mit bereitet hat, wie sich Amazon inzwischen serientechnisch aufstellt und er hat auch für Netflix zwei Miniserie mit Ein ganzer Kerl und Anatomy of a Scandal kreiert, die vom Angang her schon sehr an dieses Projekt jetzt erinnern – wenngleich natürlich nicht auf der inhaltlichen Ebene.

    Waren aber viele seiner Geschichten bislang doch immer noch mindestens mal teilweise Krimi-Stoffe, so ist Only Margo für den ursprünglich gelernten Juristen doch irgendwie ungewöhnlich. Denn tatsächlich ist die neue Apple TV-Show ein astreines Familien-/Sozialdrama, leichtfüssig, leicht provokant, poppig-inszeniert und auch durchaus offensiv auf den ein oder anderen Gag hingeschrieben, aber im Kern eine Geschichte, die eher in die Richtung geht, die vor ein paar Jahren bei Netflix mit der Serie Maid so ergreifend eingeschlagen wurde: Junge Mutterschaft, schwierige Familienverhältnisse, eingebettet in die Unwägbarkeiten des US-amerikanischen Sozialstaats.

    Schlägt Only Margo die richtige Tonart an?

    So gibt es hier auch noch weitere Parallelen zu Maid, weil hier nun ebenfalls ein Mutter-Tochter-Verhältnis eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Und tatsächlich ist dieser Aspekt hier dank der fantastischen Besetzung der mitunter entscheidende Faktor, weshalb man trotz der ein oder anderen Schwierigkeit im Gesamtkonstrukt, Only Margo ganz gerne folgen wird. Tonal nämlich – so viel kann man hier schon mal sagen – ist hier nicht alles so stimmig und den verhandelten Themen angemessen wie beim Netflix-Pendant. Das fängt schon beim für Apple TV-Verhältnisse nicht so schönen Vorspann an, setzt sich auf der Humorebene fort und wird schließlich dadurch untermauert, dass man trotz der darstellerisch makellosen Darbietung vor allem als Buchleser ein Problem mit Elle Fanning als Protagonistin haben wird.

    Das liegt daran, dass die erfahrene Darstellerin schlicht zu bekannt und vor allem aber zu alt ist, um hier als die 19-jährige Studentin durchzugehen, die sich auf eine Affäre mit ihrem Professor einlässt und dann mit einem Kind zurückgelassen wird. Sich darauf einzulassen, braucht eine gewisse Zeit, aber irgendwann gelingt es zum Glück dann auch, weil die Voice Over-Kommentare doch ganz gut zu Fanning passen. Denn Margo ist überaus smart, kämpferisch und wirkt nie wie ein Spielball zwischen verschiedenen Interessen.

    Mutter werden ist nicht schwer…

    Only Margo ist dann durchaus freizügig, grafisch in den Sexszenen, aber auch in den Momenten, in denen man vor allem als Frau nicht so gern beobachtet wird. Man merkt hierbei, dass Fanning nicht nur die Darstellerin der Hauptrolle ist, sondern inzwischen auch bei solchen Projekten eine der treibenden Kräfte und so auch auf verschiedene künstlerische Entscheidungen Einfluss gehabt zu haben scheint. Entsprechend steht und fällt es tatsächlich damit, ob man in die Serien reinkommt, ob man die Protagonistin interessant findet. Man kann Elle Fanning auf jeden Fall keinen Vorwurf machen, hierfür hier nicht ihr bestes getan zu haben, aber nunmal hat jede und jeder ein eigenes Sympathiebewusstsein und einigen wird diese Performance hier aufgrund der typischen Manierismen Fannings nicht nahbar genug werden.

    Doch spätestens wenn Nick Offerman hinzustößt und sich eine wirklich chaotisch-frische Wohngemeinschaft mit ihm, seiner entfremdeten Tochter Margo und deren Mitbewohnerin Suzie ergibt, hat die Serie einen Aspekt, der nochmal gehörig Potenzial hinzufügt. Bereits zuvor sind überdies fast alle Szenen mit Michelle Pfeiffer fantastisch, weil diese zwar eine ganz andere Mutterfigur spielt als Andie MacDowell in Maid, aber es zwischen ihr und ihrer Serientochter ebenfalls ein extrem ambivalentes Verhältnis gibt, das nicht nur für Lacher sorgt, sondern auf der tieferen Ebene auch melancholisch stimmt.

    … Social Media-Star werden … irgendwie auch nicht.

    Nick Offerman ist einmal mehr mit seinen immer leicht feuchten Augen der emotionale Anker, der einem die Tränchen in die Augen treiben kann, selbst wenn man mit dem Rest der Besetzung Probleme hat. Seine Dynamik mit Margo als Ex-Wrestler und jetzt WG-Partner eines aufstrebenden Internet-Phänomens ist schon ziemlich catchy. Der ganze Only-Fans-Aspekt kommt jedoch überraschend spät hier erst hinzu, dafür, dass es bereits im Titel steckt. Wenn diese Storyline jedoch Fahrt aufnimmt, schwimmt sich Only Margo jedoch auch von den tonalen Schwierigkeiten der ersten Episoden frei und funktioniert vor allem auf der Humor-Ebene fortan wesentlich besser.

    Stark macht die Serie wie schon die Buchvorlage dann zudem der moralische Widerstreit zwischen Selbstermächtigung und Ausbeutung mit allerlei Graustufen und den unterschiedlichen Perspektiven auf das Spannungsfeld OnlyFans. Hier wiederum ist es fast schon ein Vorteil, dass Elle Fanning wesentlich älter wirkt, als es die Margo im Buch sein soll, um noch etwas mehr den Aspekt der Freiwilligkeit und des Bewusstseins des eigenen Tuns zu unterstreichen, weil eine Frau, die ehe wie Ende 20 wirkt nunmal andere Verantwortung ausstrahlt wie eine erst Anfang 20-Jährige.

    Nick Offerman spielt Margo’s Vater © Apple TV

    Last but not least kann schon resümiert werden, dass rein von der tonalen Anspreche her, Only Margo eher in die Sex Education-Kerbe schlägt als dort zu wildern, wo beispielsweise Maid unterwegs war. Auch Sex Education hat trotz einiger vermeintlich übertriebener Skurrilität das Herz am rechten Fleck gehabt und seine Figuren in all ihren Marotten ernst genommen. Und das ist auch hier wahrlich gelungen: Egal wie absurd sich die Menschen in bestimmten Situationen hier verhalten, nie hat man das Gefühl, als würde die Serie irgendjemanden bloßstellen oder sich über irgendwelche Spleens lustig machen.

    © Apple TV

    Unser Fazit zu Only Margo

    3.5 Sehenswert

    Only Margo ist neues Futter für Fans von Sex Education und Co. wobei die Thematik eher an ernstere Formate à la Maid erinnert. Zwar geht nicht jede Entscheidung so auf wie vermutlich intendiert, weil man schon merkt, dass Coming-of-Age und Sozialdrama nicht grad die Steckenpferde von David E. Kelley sind, wodurch manches zu gewollt rüberkommt. Dennoch ist es weder Farce noch Verharmlosung und vor allem einmal mehr dank Nick Offerman auch darstellerisch gehobene Kost, was Apple TV hier mit der Miniserie bietet.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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