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    Something Very Bad Is Going To Happen

    Jan Wernervon Jan Werner26. März 2026Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Something Very Bad Is Going to Happen. (L to R) Karla Crome as Nell, Gus Birney as Portia, Jeff Wilbusch as Jules in episode 101 of Something Very Bad Is Going to Happen. Cr. Courtesy of Netflix © Netflix
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    Lange hat es nach Stranger Things ja nicht gedauert ehe das erste Folgeprojekt der Duffer-Brüder zu Netflix kommt. Something Very Bad Is Going To Happen tritt in große Fußspuren – können die auch nur ansatzweise gefüllt werden?

    Darum geht’s in Something Very Bad Is Going To Happen

    Wenn Carrie – Des Satans jüngste Tochter eine Horrorgeschichte darüber ist, wie ein Mädchen zur Frau wird, und Rosemaries Baby eine Horrorgeschichte darüber, wie eine Frau zur Mutter wird, ist Something Very Bad Is Going to Happen eine Horrorgeschichte darüber, wie eine Frau zur Ehefrau wird. Rachel (Camila Morrone) soll in fünf Tagen heiraten. Gemeinsam mit ihrem Verlobten Nicky (Adam DiMarco) macht sie sich auf einen Roadtrip zum Ferienhaus seiner Familie, das in einem einsamen verschneiten Wald steht. Hier soll die intime Hochzeit stattfinden, von der das Paar schon immer geträumt hat. Es könnte so schön sein, wäre da nicht Rachels Hang zu Aberglaube und Paranoia und das beklemmende Gefühl, dass etwas wirklich Schlimmes passieren wird. Ihre böse Vorahnung, gepaart mit einer Reihe unheimlicher Zufälle und gruseliger Überraschungen wirft bei ihr die unangenehme Frage auf: Was macht zwei Menschen zu Seelenverwandten? Und schlimmer: Was könnte furchtbarer sein, als dass man dem falschen Menschen ewige Treue verspricht? 

    Something Very Bad Is Going to Happen mit Adam DiMarco als Nicky Cunningham © Netflix

    Schwieriger Stand als Nachfolge-Projekt?

    Stranger Things ist Geschichte – zumindest vorläufig. Die Schöpfer der Hitserie von Netflix haben über ein Jahrzehnt mit ihrer Coming of Age-Story die Hypewelle geritten und unterm Strich mit einem gemeinhin versöhnlich rezipierten Finale im Vergleich zu anderen langlebigen Serienhits auch die Landung hinbekommen. Doch davon, dass speziell das Projekt nach so einem Mammutwerk unter einem ganz besonderen Druck steht, wissen viele Serienschöpfer ein Lied zu singen:

    Damon Lindelof konnte nach Lost mit The Leftovers und Watchmen seinen Status zementieren, nur um seitdem eher im Schongang zu fahren; Die Game of Thrones-Macher, ebenfalls ein Duo, Benioff und Weiss, haben nicht nur den Zieleinlauf vergeigt, sondern in der Folge auch ihr eigentlich schon sicheres Star Wars-Projekt verloren und mit 3 Body Problem nicht den erhofften Folgehit hingelegt; wenn es jemandem gelungen ist, sein Niveau nach einem Mega-Hit zu halten, dann ist dies eindeutig Breaking Bad-Creator Vince Gilligan, der erst mit Better Call Saul ein Prequel ablieferte, dass für manch einen sogar das Meisterwerk noch in den Schatten stellen konnte und der dann mit Pluribus für Apple TV im vergangenen Jahr – zumindest für Apple-Verhältnisse – erneut einen Paukenschlag auslösen konnte.

    Nun aber gilt es für die Duffers sich einerseits von Stranger Things zu emanzipieren und andererseits die Handschrift, die ihr Werk bislang durchzogen hat, auch in Something Very Bad Is Going To Happen irgendwie durchscheinen zu lassen. Aller Augen sind auf diese Serie gerichtet, die dabei nicht mal die einzige Netflix-Produktion ist, die von den beiden Autoren in 2026 noch veröffentlicht wird. Gleichzeitig muss aber an dieser Stelle auch betont werden, dass Matt und Ross bei den beiden Projekten derzeit auch „nur“ als Produzenten geführt werden, was entsprechend zumindest offen lässt, wie stark ihr Zugriff jeweils war, lief mutmaßlich ein Großteil der Produktion ja schon parallel zur finalen Staffel ihres großen Hits.

    Auch die Prämisse wirkt vertraut

    Wenden wir uns aber nun Something Very Bad Is Going To Happen zu, dann fällt bei der Logline dem ein oder anderen bestimmt auf, dass diese ziemlich ähnlich klingt, wie die eines Horrorfilms, der jüngst im Kino fortgesetzt wurde: Ready or Not von Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett. Und auch an Get Out von Jordan Peele kann man bei der Prämisse denken. Tatsächlich sind diese Titel gar kein schlechter Vergleichsansatz, denn das neue Netflix-Original zielt eindeutig in eine ähnliche Richtung, wenngleich sogar eher tonal der Get Out-Vergleich zu passen scheint, denn das Comedy-Element von Ready or Not sucht man hier vergeblich. Stattdessen wandelt Autorin Haley Z. Boston, die schon Brand New Cherry Flavor bei Netflix als ähnlich gelagertes Projekt verantwortete, mit diesem Metapher-Grusel auf den Pfaden des elevated horror-Subgenres, das zugegebenermaßen nach den ersten Highlights zusehends verwässert wurde und zuletzt fast schon zum Unwort verkommen ist.

    Die Orientierung an den richtungsweisenden Kreativgeistern des anspruchsvollen, zeitgenössischen Horror ist hier mehr als deutlich. Neben Jordan Peele standen offenkundig auch Ari Aster und Mike Flanagan kreativ Pate. Vergleicht man dann diese Produktion mit den Flanagan-Serien bei Netflix, so kommt Something Very Bad Is Going To Happen in Sachen Atmosphäre zwar nicht ganz ran, aber vor allem das Spiel mit den Andeutungen im Spannungsaufbau hat man sich gut bis sehr gut abgeschaut. Gleichzeitig übernimmt diese Miniserie aber auch die Angriffspunkte/Schwächen dieser Sparte des Horror-Genres. Denn auch wenn es ab und an Tempowechsel und „Sprints“ gibt, ist man über weite Strecken in einem sehr schleppenden Tempo unterwegs, was zwar der Atmosphäre zuträglich ist, der Sensationslust wiederum keinen Raum gibt.

    Okkultismus, Familiendrama oder nur Ablenkung?

    Von Beginn an spielt die Serie mit Symbolismus, schafft es eine gruselige Grundstimmung aufzubauen ohne wirklich Gruseliges zu zeigen. Und wenn dann etwas obskure Momente eingestreut werden, dann werden diese gekonnt im Nachhinein nochmal „rational“ eingeordnet, sodass man auch als Zuschauer lange Zeit erstmal nicht weiß, wohin diese Geschichte eigentlich will. Hierbei spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle, dass man sehr häufig die Ego-Perspektive von Rachel einnimmt und so quasi noch direkter deren „Eindringlingsrolle“ teilt.

    Die ganze Familie von Nicky wird direkt als verdächtig bis mysteriös, mindestens aber mal verschroben, eingeführt, sodass sich der Aufenthalt im Waldanwesen wie ein dem Bösen-ausgeliefert-sein anfühlt. Vielfach bleiben bei den Kamerafahrten durch das obskure Anwesen große Bildbereich komplett im Dunkeln, sodass man permanent Paranoia eingebläut bekommt. Das ist natürlich ein typisches Merkmal des Gruselfernsehens, soll aber vor allem hier auch falsche Fährten legen und mit der Erwartungshaltung Schabernack treiben.

    Verbirgt sich hinter der Fassade der Cunninghams ein okkultes Geheimnis? Geht es doch nur um ein weltliches Drama? Und ist Rachel tatsächlich so unschuldig, wie sie uns zu Beginn vorgestellt wird? Diese Unberechenbarkeit hält trotz angesprochenem Tempodefizit hier die Neugier permanent oben.

    Camila Morrone als Rachel Harkin, Adam DiMarco als Nicky Cunningham © Netflix

    DiMarco als Perfekte-Schwiegersohn-Falle?

    Im Cast fährt man hier zur Abwechslung mal wieder eher kleinere Geschütze auf, was dem Charme der verhältnismäßig kleinen Produktion doch gut zu Gesicht steht. Allenfalls die bekannten Gesichter von Jennifer Jason Leigh und Zlatko Buric stechen allein qua Bekanntheit ins Auge und spielen in Teilen genau das, was man sich von ihnen in so einem Projekt erwartet. Camila Morrone funktioniert als unschuldige Protagonistin, die sich mit der Zeit in Standfestigkeit beweisen muss, auch ganz gut, aber am spannendsten ist meiner Meinung nach, wie man hier damit spielt, dass Adam DiMarco die Aura eines perfekten Schwiegersohns ausstrahlt, sodass man nie infrage stellt, ob nicht auch er düstere Geheimnisse oder Absichten birgt.

    Ob er also tatsächlich hier der nice guy ist, wird natürlich nicht verraten. Genauso wenig wird vorweggenommen, was noch so alles an unerwarteten Haken ab einem gewissen Punkt geschlagen wird. Doch ohne Spoiler kann gesagt sein, dass Something Very Bad Is Going To Happen doch einen guten Gesamteindruck hinterlässt – bis hin zu einem Schlussakt, den man zu Beginn der Pilotfolge niemals kommen sieht.

    © Netflix

    Unser Fazit zu Something Very Bad Is Going To Happen

    3.5 Sehenswert

    Something Very Bad Is Going To Happen schlägt genau in die Kerbe, in die die Autorin bereits mit Brand New Cherry Flavor gehauen hat: Charakterdrama im Mantel eines Genre-Hybriden zwischen Elevated Horror und Okkultismus-Thriller angereichert mit einigen skurrilen Einfällen. Das ist gut gespielt, spannend und wendungsreich, aber hat in Sachen Pacing doch ein paar Schwierigkeiten. Wer aber die Lücke füllen will, die sich nach dem Abschied von Mike Flanagan von Netflix dort eingestellt hat, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren und wird am Ende nicht bereuen, dieses klein angelegte, gut gemachte Projekt entdeckt zu haben.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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