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    Startseite » Pretty Lethal
    Action Filme

    Pretty Lethal

    Jan Wernervon Jan Werner25. März 2026Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    © Amazon Content Services LLC
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    Uma Thurman kehrt in Pretty Lethal ins Action-Fach zurück. Diesmal muss sie sich nicht mit Profikillern herumschlagen, sondern mit überambitionierten Ballerinas. Ein ironischer Spaß oder Streaming-Content zum Kippen?

    Darum geht’s in Pretty Lethal

    Fünf Ballerinas sind auf dem Weg zu einem renommierten Tanzwettbewerb und sprechen kaum noch miteinander, als ihr Bus in einem abgelegenen Wald liegen bleibt. Ohne Alternative suchen sie widerwillig Zuflucht in einem beunruhigenden Rasthaus, das von Devora Kasimer (Uma Thurman) geführt wird – einem zurückgezogen lebenden ehemaligen Ballett-Wunderkind. Von Anfang an stimmt etwas nicht – und ihre schlimmsten Befürchtungen werden wahr. Als die Situation lebensbedrohlich wird, muss das zerstrittene Team seine Rivalitäten überwinden und Jahre harten Trainings zur Waffe machen: Anmut, Disziplin und sogar Spitzenschuhe werden zu Überlebenswerkzeugen.

    Key-Art © Amazon Content Services LLC

    Die Braut macht jetzt Ballett

    Uma Thurman hat als Tarantinos Muse und Lead in Kill Bill ohne Frage für den Actionfilm genauso viel geleistet, wie ihre geistigen Vorgängerinnen Linda Hamilton (Terminator) oder Sigourney Weaver (Alien). Doch nach der ikonischen Rolle war Thurmans Projektwahl nicht immer von Begeisterung aufgenommen worden, sodass die Action-Ikone der frühen 2000er inzwischen nicht mehr zu den ganz großen Namen zählt. Dennoch macht ihre Beteiligung vor allem die „alten“ Fans bis heute noch neugierig auf etwaige Produktionen. In The Old Guard 2 ging Netflix mit dem Poker, allein der Name Thurman als Gegenspielerin zu Charlize Therons reiche schon, um einen Streaminghit zu landen baden. In Dexter: Wiedererwachen hingegen ging das Spiel mit ihrem Nimbus in Form einer gewissen ironischen Brechung mehr als auf, sodass man von ihrem Charakter im Dexter-Franchise gerne mehr sehen möchte.

    Nach diesen Ausflügen in bereits etablierte Universen geht Uma Thurman in Pretty Lethal nun wieder originäre Wege, wobei man schon sagen muss, dass es ja sowohl das Ballerina-Spin-off zu John Wick erst im vergangenen Jahr in diesem Themenkontext gab, als auch in Südkorea bereits das Metier mit Actionfilm-Tropes gekreuzt wurde. Nun wagt sich als Prime nach der kurzlebigen, französischen Serienproduktion Etoîle nochmal in die Gefilde des Ballett vor, wobei man direkt vorwegnehmen kann: Allzu wichtig ist es auch hier wieder einmal nicht, in welchem konkreten Milieu diese Story angesiedelt ist. Wobei: Als Begründung, weshalb die jungen Frauen derart agil sind, ist der Background des Tanzes natürlich schon einigermaßen plausibel – und allein vom Typ her, kauft man der einstigen Braut aus Kill Bill die Ballett-Verbindung auch ohne mit der Wimper zu zucken ab.

    Der Inbegriff von Streamingfilm, …

    Wer es jetzt noch nicht gemerkt hat, wird es wohl nie mehr checken, aber es gibt einen eindeutigen Katalog an Merkmalen, die ein direct-to-streaming-Film erfüllen muss – und anhand derer man einen solchen dann auch als solchen recht schnell identifizieren kann. Übertrieben viel Exposition, um alle auch leicht unaufmerksamen Zuschauer noch mitzunehmen, eine Grundstory, die auf einen Notizzettel passt, ein ziemlich bunter, digitaler Einheitslook, ein Timing bei den Schlüsselmomenten, wonach man nahezu blind die Uhr stellen kann, kurzum: Auch Pretty Lethal hakt alle Checkboxen ab, reiht sich nahtlos ein, wo Amazon Prime zuletzt mal mehr, mal weniger überzeugend im Filmbereich vorgelegt hat.

    Ob The Killer’s Game, Heads of State oder Deep Cover – im Actionbereich gab es zuletzt ein Wechselbad der Gefühle, wobei man immerhin konstatieren könnte, dass die Quote an durchaus guckbaren Filmen hier bei Prime derzeit höher als bei der Netflix-Konkurrenz ist. Auch hier lassen sich nun wieder etliche Klischee-Kritikpunkte abhaken, vor allem bezüglich des mehr als hanebüchenen Skripts, aus dem man aber erst gar keinen Hehl macht. Die Story ist quatsch, da brauchen wir nicht drumherum reden, aber ist sie schon wieder so dumm, damit man sich daran erheitern kann? Ich würde tatsächlich sagen: Ja.

    … aber zumindest die Action fetzt …

    Wenn hier dann so Sätze fallen wie „Eine Ballerina muss doch wissen, wie sie sich zum Kotzen bringt“, dann ist spätestens klar, dass man hier bewusst mit den Klischees dieses verrufenen Milieus spielt. Genauso spielt Pretty Lethal dann auch mit Genre-Klischees und Anspielungen, wenn die Ballerinas dann natürlich in der osteuropäischen Pampa stranden und in bester From Dusk till Dawn-Manier natürlich in die Spelunke der Bösewichte stolpern.

    Doch wenn man dann erstmal dort im Hauptort des kurzweiligen Action-Vergnügens angekommen ist, dann gibt es bis zum Gaga-Finale pausenlos trashige Sprüche, übertriebene Action mit reichlich Gore und handwerklich astreine Choreografien, bei denen doch sehr schön mit den Besonderheiten des Balletttanzens operiert wird. Der überhöhte Gangster-Parallelwelt-Aspekt ist dabei natürlich auch nur Mittel zum Zweck und bei weitem nicht so ausgefeilt wie in anderen Werken der letzten Jahre, was ein ausbuchstabiertes Regelwerk dieser Welt angeht. Aber die kleinen Besonderheiten und Einfälle sind charmant umgesetzt und erfüllen ebenjenen Zweck, immerhin das Setting für die Zeit des Films akzeptieren zu können.

    Devora (Uma Thurman) in Pretty Lethal © Amazon Content Services LLC

    … und Uma Thurman weiß, bei was sie mitmacht

    Bei der Zusammenstellung der Ballerinatruppe hat man ziemlich viel Wert auf Diversität gelegt, was in Teilen etwas aufgesetzt herüberkommt, aber grundsätzlich schon funktioniert. Vor allem die aus Quiet Place bekannte Millicent Simmonds überzeugt einmal mehr als gehörlose, aber ausdrucksstarke Figur. Auch die anderen fügen sich in ein gutes Ensemble nahtlos ein. Doch zweifelsohne ist der Scene Stealer Uma Thurman, die glücklicherweise genau weiß, wie anspruchsarm dieses Projekt ist und entsprechend von Sekunde ein an in den Overacting-Modus schaltet, um voll und ganz mit ihrem Image zu changieren.

    Die Gaudi ist dann genauso lang, wie es braucht um das ganze Action-Repertoire der Choreografen einmal durchzuspielen, sodass sich noch keinerlei Redundanzen bezüglich der Action einstellen. Natürlich ist da die Kollegin Ana de Armas im John Wick-Spin-Off als Kampfamazone nochmal ein anderes Kaliber, aber man hat bei weitem schon schlechter gefilmte und gedachte Action im Streaming ertragen müssen.

    © Amazon Content Services LLC

    Unser Fazit zu Pretty Lethal

    2.5 Watchable

    Als Gesamtprodukt ist Pretty Lethal für Prime nach ein paar doch überraschend "kompletten" Filmen in letzter Zeit wieder ein Rückschritt zur Ära "One Trick Pony". Doch diesen einen Trick hat der Streaming-Actionfilm eindeutig drauf: Die Tanz-Action macht Laune, die Crew hatte Laune und Uma Thurman versprüht auch endlich mal wieder Laune. Ein bisschen schmälert das Vergnügen, dass zuletzt aus ähnlich exotischen Settings auch schon mal noch mehr herausgeholt wurde und dem Film der typische Digitallook einiges an Esprit raubt. Aber insgesamt ist Pretty Lethal Streaming-Content der Marke "Den kann man schon mal machen."

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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